Nun ist es nur noch eine Woche bis zum mittelalterlichen Wochenende am Schloss Strünkede und dem Abschluss des Herner Schulprojektes “Mittelalter (er) leben”.
Heute fand eine Pressekonferenz statt, bei der einige der beteiligten Schüler ihre (vorläufigen) Produkte der Projektarbeit präsentiert haben und das Programm des 26./27. Juni vorgestellt wurde, vgl. www.herner-netz.de/[ ]/mittelalter-erleben-180604.[ ]
Falls jemand dabei sein möchte, hier eine kleine Anfahrtbeschreibung:
Von Norden oder Süden über die A 43 kommend, am Kreuz Herne in Richtung Do=
rtmund auf die A 42 fahren und nach ca. 300 m die Ausfahrt Herne-Baukau nehmen, denn nach links abbiegen auf den Westring, am Schlosspark vorbeifahren (Fußballstadion Westfalia-Herne liegt auch dort) und in die erste Straße nach recht einbiegen, die Forellstraße. Dort schön brav 30 km/h fahren, denn es gibt eine sehr eifrige Geschwindigkeitskamera (habe ich selbst schon mehrfach getestet: Funktioniert perfekt!), dann wieder die erste Straße = Bahnhofstr. rechts und an der nächsten Ampel (nach ca. 100 m) an der U-=
Bahn-Station in den Karl-Brand-Weg. Dort den Parkplatz zur Rechten nehmen und bitte nicht weiter geradeaus fahren.
Wenn Westen auf der A 42 kommend ebenso die Ausfahrt Herne-Baukau nehmen und … s.o.!
Von Osten auf der A 42 kommend natürlich die gleiche Abfahrt nehmen, dann aber noch rechts fahren auf den Westring, am Schlosspark vorbeifahren und … s.o.
Gute Reise!
In der Hoffnung, einige von Euch gesund wieder zu sehen,
Ok, sorry, nehme alles zurück, was ich bisher geschrieben habe. habe mir gerade die Bilder angesehen und bin erschaudert. Jens, jetzt weis ich erst was Du meinst. Tja, man sollte erst die Bilder ansehen und dann mitreden.
Ich will keinem den Vorwurf der Kinderlosigkeit machen, nur verstehen die Leute, die Kinder haben meist Kinder anders wie Leute, die Kinder nur manchmal haben.
Ich bin auch der Meinung, das den Kindern das richtige erzählt werden soll und schließe mich der Meinung von Steffen an. Auch wenn es bisher ja noch nie so wirklich war :)
(Hast Du etwa das Original ersteigert bei eBay auf das ich auch geboten habe wie verrückt?)
Ich unterscheide da allerdings zwischen Schulveranstalltung und lebenden Unterricht in Klassenzimmern.
Das erste ist für mich ein Schulfest wo auch manchmal Clowns, Spielmobil etc. da ist. das andere ist was, wo dann wirklich gelehrt wird.
Und letzteres habe ich bisher nicht in dieser Art gemacht.
Damit sage ich aber nicht, das wir keine Veranstalltungen an Kindergärten haben.
Wir sind keine 100% A Gruppe, sehr viele allerdings haben das betreben und wissen wenigstens (und sagen es auch) was an der eigenen Gewandung falsch ist.
Oh mann, warum ich mir immer wieder mal antue und schreibe hier was rein. tztztz
Ihm, seinen Schulkameraden (Klasse 1) und der Lehrerin hat die von mir mitgestaltete Unterrichtsstunde in seiner Klasse zum Thema “Mittelalter” vor einem Monat sehr gefallen.
Interessanterweise waren besonders die Mädchen an diesem Thema interessiert - vielleicht weil ich kaum etwas zu Rittern sondern mehr über das Leben der großen Mehrheit der Bevölkerung (Bauern und Städter) berichtet habe (Alltag, Werkzeuge, Materialien, Essen, Wohnen, Kleidung) und dann vor allem über das Leben der Kinder (Schule, Spiele, Mitarbeit in der Familie).
Allerdings kamen auch solche Fragen wie oft auf Märkten zu hören sind: “Hatten die damals schon etwas zu trinken?” und “Kannten die im Mittelalter schon das Feuer?”.
Man kann so eine Schulveranstaltung auch völlig ohne Waffen, Kettengeflecht u.ä. durchführen - sonst brauchen wir uns über das inflationäre Tragen von Rüstung und Waffen auf Märkten u.ä. Veranstaltungen nicht wundern, wenn den Kindern vorallem diese Seite des Mittelalters immer wieder vordergründig nahe gebracht wird.
Insofern bin ganz der Meinung von Suse (ist bei uns beiden ja offensichtlich nicht so oft der Fall, *g*) und ich finde die von ihr verlinkte Seite sehr gut.
Macht es doch so wie ich. Wenn ich mit Kindern arbeite, dann erzähle ich nur was ich gesichert weiß und belegen kann.
Ach ja, ich habe ein originales Stück Kettengeflecht und einen schweizer Kettenkragen aus dem 15. Jhdt. und glaubt mir, es unterscheidet sich sehr stark von dem was heute angeboten wird.
Also, den Kindern nur das richtige erzählen und vor allem auf die Alltagskultur eingehen.
Zeigt wie Feuer gemacht wird (mit Stahl und Zunder.
Zeigt ausgewählte Kleidungsstücke und lasst die kleinen anfassen.
Zeigt Essgeschirr, eine handgerechselte Schale, Löffel…
… hab Kinder - sogar zwei, und kann aus dieser Erfahrung nur sagen, daß die, denen du indirekt mangelnde Erfahrung wegen Kinderlosigkeit vorwirfst für mich ein deutlich besseres Verständnis für die Situation zeigen, als du.
Gerade in einem Thread, in dem es um die schulische Bildung unserer “Kleinen” geht, könnte man sich doch ausnahmsweise auch mal dadurch qualifizieren, daß (oder dass - für die Spalter) man sich an die allgemein gültigen deutschen Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikregeln hält.
Auf jeden Fall würde dies die Lesbarkeit der Beiträge erhöhen.
Kurz noch zu den kleinen die kompliziertes nicht verstehen oder sich nicht merken.
Mal ein Kind mit Dinosaurier-Tick erlebt? Die nennen einem die kompletten lateinischen Namen mit richtiger Aussprache, Abstammung, Zeitraum des Vorkommens, etc etc …
Und jetzt ohne behaupten zu können das vom Geschichts unterricht wirklich massiv viel hängen geblieben ist bei mir. Aber in der 1. oder 2. Klasse wurde uns im Heimatunterricht die Sache mit dem Flachsanbau und Verarbeitung gezeigt. Hier im Dorf gibts ne Frau die macht das Museumsmäsig noch. Ich war damals 7 oder 8 Jahre alt und kann mich noch detailgetreu an Vorgehensweise, Arbeitsschritte und die eingesetzten Werkzeuge erinnern. Selbst wenn ich mein Wissen vermutlich nachträglich nochmal aufgefrischt habe, ich kann mich noch erinnern wie die Frau die Halme mit einen speziellen Gerät gebrochen hat damit die Fasern freigelegt werden. Und das ist 20 jahre her. Die Gehirne der Kleine sind Wissenssauger die man nicht unterschätzen sollte. :-)
um die Sache auf den Punkz zu bringen alleine zu den Kettenhemden.
Mit Sicherheit kann ich da auch zeigen, wie sie Vernietet werden wenn jemand danach gezielt fragt, aber wenn ich Kettenhemden auf einer VA mache, dann habe ich meist (wenn ichs nicht vergesse) ein vernietetes dabei.
Die Kinder können bei mir mit Kupferringen selbst das versuchen, nur um zu sehen, wie lange es dauern würde, wenn man es nach heutiger Zeit herstellt. Das ich dazu sage, das die vernietet oder verschweißt waren versteht sich für MICH von selbst.
Thema Feuerspucken: Das es das im Mittelalter nicht gab, weis ich auch, macht aber Spaß und ist unpassend für A Veranstalltungen. Passt eben mal nur auf Markt VA`s
Und ich denke mal, das keiner von sich behauptet, das er 100% A ist selbst auf schulischen Veranstalltungen. Schon alleine vom Stoff. alles ist nur annähernd.
Man kann es nur so erklären, das es in dieser Form war aber kein Original (auser es hat irgendwo paar 100 Jahre überlebt.
Zu den Kindern.
Klar, Kinder lernen schnell. Und sie sollen das richtige lernen. Nur eben wie ich vielen vorrednern recht geben muss, es muss Altersgerecht erklärt sein.
wiederholen darf ich an dieser Stelle noch einmal die Ankündigung des mittelalterlichen Wochenendes im und um das Schloss Strünkede (Emschertalmuseum) in Herne am 26./27. Juni 2004, das von der Medienberatung der Stadt Herne koordiniert und von ihr gemeinsam mit dem Kulturamt in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Emschertalmuseum und dem Westfälischen Museum für Archäologie erarbeitet wurde.
Schulveranstaltungen sind relativ einfach, wenn man erstens auf Kinder steht, zweitens ein wenig Ahnung von dem hat, das man vermitteln will, drittens - ganz wichtig - selbstkritisch mit sich, seinem Wissen und seiner Ausrüstung umgeht (das schließt auch ein “das weiß ich nicht” - oder ein “das stimmst, das ist falsch” ein), viel Mut hat und Arbeit nicht scheut. Wer mag kann ja mal unsre erste Erfahrung mit nem Schulprojekt durchschmökern:
www.familia-ministerialis.de/Kinder
…eigentlich eher als Bestätigung zu Rolands Beitrag gedacht, den ich jetzt nicht zwanghaft “kindgerecht” finde, sondern wie beschrieben einfach formuliert, mit Beispielen, und Humor.
Es ist schon so, wie “Peter Lustig” es geschildert hat, ganz ohne eine “kindgerechte” Formulierungen wird man dabei nicht auskommen.
Nicht umsonst werden Kindersendungen (es gibt gute und viele schlechte, “Löwenzahn” gehört zu den sehr guten).
Den Test kann jeder mit Kindern in dem betreffenden Alter (1.-3. Klasse) machen. Setz die vor den Fernseher und lass sie eine Sendung “für Erwachsene” sehen (nein, nicht “solche” …).
Z.B. eine Schulsendung für höhere Klassen. Frage nachher was die Kleinen von der Erklärung der Atomphysik, der Relativitätstheorie oder Evolutions-Theorie verstanden und behalten haben.
Mit ein wenig Glück (und nur, wenn zu diesem Thema vorher schon überdurchschnittlich viel Interesse vorlag) wird eine verständliche Wiedergabe erfolgen können. Sonst kommt wohl eher eine Erklärung als “Dingsda” raus.
Klar können und sollen Kinder das Mittelalter “begreifen” könne, aber die Wortwahl und Niveaustufe der Erklärung dazu kommt ohne Didaktik und altersgerechte Planung nicht aus (wir wollen doch, dass möglichst viel und Richtiges hängen bleibt). Also ich denke, dass den Kindern, um beim Kettenhemd zu bleiben, dies auch an einem Model mit größeren Ringen (auch aus Nichteisenmaterial) ruhig demonstriert werden sollte (auch mit eigener Nachvollziehbarkeit durch Ausprobieren) und ihnen dann die Originalringe gezeigt werden (incl. Hinweise auf das Vernieten, siehe “Löwenzahn”).
Den Unterschied (hinsichtlich Aufwand und Mühe) werden sie dann schnell erkennen. (“Die sind ja nicht blöd” *g*)