Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schulveranstaltungen

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Eintrag #30 vom 07. Jun. 2004 10:54 UhrJens Börner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtIch verstehe irgendwie nicht

warum jedesmal so nen Ast um "Kindgerecht" gemacht wird. Als ob es ne Kunst wäre, dass so zu erklären, dass sie es verstehen. Keine Fachwörter, keine Fremdwörter und Anglizismen, einfacher Satzbau, viele Beispiele und Vergleiche aus dem Alltag, und gut.

Weder muss noch kann man da Erzieher oder Pädagoge spielen, es geht nur darum, Inhalte leicht verständlich, und vor allem, inhaltlich richtig rüberzubringen.

Da fragt man vorher die Lehrkraft (denn die Aufnahmefähigkeit kann auch nach Klasse variieren) und arbeitet zusammen.

Heutzutage scheint es so dermaßen Teil des Zeitgeistes zu sein, dass Dinge unterhaltsam sein müssen, dass Inhalte völlig nebensächlich sind.

Zumal, wenn jemand schon mit Zeugs und Klamotte an ne Schule geht, und denen Mittelalter mehr oder weniger direkt in die Hand gibt, und die Kleinen sich dann immer noch langweilen, hat man es entweder total vergeigt oder den Kindern war es völlig wurscht.
Gruss, Esca

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Eintrag #29 vom 07. Jun. 2004 09:44 UhrRoland Schulz Email

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Markus, das ist völlig klar.
Aber um bei dem Beispiel zu bleiben:


"..dann hat man zwei Metallringe genommen, zwei sehr kleine Metallringe die nicht geschloßen waren, sondern einmal eingeschnitten, und an den Enden wo der Schnitt war, da hat man die Ringe flachgehauen mit ´nem schweren Hammer.
Dann hat man in mühsamer Arbeit ein Loche in diese jetzt flachen Enden gebohrt.
Und jetzt müsst ihr euch vorstellen wie der Arbeiter da sitzt (Geflecht zeigen) und die Enden übereinander biegt, damit die Ringe wieder geschloßen werden können..und damit das dann funktioniert und auch richtig was aushält, wird da noch ein kleiner Keil reingehauen, hier (zeigen) das nennt man dann Niete.
Dürft ihr aber nicht mit eurem Papa verwechseln.."

So, und das wars auch schon wieder...

Peter Lustig

Löwenzahn I.G.

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Eintrag #28 vom 07. Jun. 2004 09:24 UhrMarkus Single Profil

nach oben / Zur Übersichtja schon, aber

Inhalte müssen zum Teil didaktisch reduziert werden, um die Inhalte verständlich zu machen. Das schließt aber nicht aus, dass man die Erklärung des Vernietens macht. Damit wollte ich sagen, dass man aufpassen muss, wie man das rüberbringt. Sonst begreifen die Kinder nichts oder sehr wenig. Es bringt halt nichts, wenn ich von vernieten spreche, bevor ich nicht geklärt habe, was eine Niet ist. Genauso wenig kann ich etwas von Handnaht erzählen, wenn nicht klar ist was eine Handnaht ist.
Hoffe ein wenig verständlicher argumentiert zu haben.

Gruß
Markus

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Eintrag #27 vom 07. Jun. 2004 09:04 UhrJens Börner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtNicht "Reduzieren"

sondern falsch ist es, falsches zu zeigen. Wenn man dann auch noch inhaltlich "reduziert" um so schlimmer; vernieten kann man kann einfach an die Tafel malen, und die Kinder machen grosse Augen, wenn ihnen klar wird, was für eine Arbeit das ist.

Ich muss da nur an die "Drachenkinder" vor einiger Zeit denken.

Ich meine, was soll das eigentlich? Einerseits nehmen es die betreffenden "nicht so genau", denn das ist ja Aufwand, aber andererseits wird an Schulen gerannt und von "the Real Thing" erzählt.

Mir is klar, dass sich sowas wunderbar in den Referenzen macht, aber hier geht es nicht um Konkurrenzkampf oder Profilierung, also wenn ihr nicht bereit seid, es konsequent zu tun, dann lasst es bitte. Seid so ehrlich mit euch selber und fragt bei der nächsten Gruppe an, "die es so genau nimmt".
Hier geht's nicht um einen wohlklingenden Punkt auf der Webseite, sondern um die Bildung einer kommenden Generation.

Und ich habe keinen Bock denen erst wieder den Käse auszutreiben, der ihnen bereits im Kindergarten erzählt wurde.
Gruss, Esca

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Eintrag #26 vom 07. Jun. 2004 08:41 UhrMarkus Single Profil

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Es ist aber schon richtig, dass man altersgerecht unterrichten muss. Gerade das Beispiel Kettenhemd ist recht gut, weil es nicht einfach ist, einem Vorschulkind oder Kinder bis zur Klassenstufe 4 zu erklären was vernieten ist. Für uns sind das alltägliche Dinge und es erscheint uns logisch was wir erzählen/erklären. Jedoch muss das für die Kinder nicht zu treffen. Und da ist die Frage dann schon berechtigt, ob man es da nicht ein wenig reduzieren kann/soll. Natürlich ist das nicht der Freischein zur falschen Darlegung.

Markus

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Eintrag #25 vom 07. Jun. 2004 07:29 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur Übersichtnur mal so

Ich habe mein verschweißtes Kettenhemd damals verkauft, nachdem sich so ein kleiner Bengel vor mir aufbaute, sich das anschaute und meinte: Im MA hatten die aber noch keine Schweißgeräte.

Ein etwa gleichaltriger Kollege von ihm erklärte mir dann korrekt die Helmentwicklung vom Nasalhelm über Hundsgugel bis Schaller mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen.

MA ist bei Kindern gerade schwer in und es gibt viele gute Kindersachbücher zum Thema. Besonders die von der Insel sind richtig klasse. Und von daher bin ich mir nicht sicher, ob man den Kleinen heute noch Marktquatsch erzählen muß oder kann.

Joachim

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Eintrag #24 vom 07. Jun. 2004 01:37 UhrRoland Schulz Email

nach oben / Zur Übersicht@ Thomas Arnold

"Mir sieht es da nun eher so aus, das da irgendwelche sehr historische in den Klassenräumen unterricht geben? kann es das sein,? Dann habe ich da was falsch verstanden,."

Wer oder was sind historische? Abgesehen davon..ja, das kann es sein. Denn wie Esca vor mir es bereits formuliert hat:
JA, Kinder können sich solche Unterschiede merken und sie verstehen!
Ich selbst habe in zwei KINDERGÄRTEN und einigen Schulen (Grundschulen, Gesamtschulen etc.) einige solcher Bescuhe organisiert und gemacht.

Meine Erfahrung dabei: Selbst die Kindergartenkrümel haben uns zum Teil bessere und intelligentere Fragen gestellt als einige Erwachsene bislang...

""Das hat es aber im Mittelalter nicht gegeben" wenn man sich mal in eine Dunkle Ecke zum Rauchen verdrückt oder sonst was auftaucht, was man normal nicht macht.

Antwort: "Das Haus da drüben hat es auch noch nicht gegeben und es ist da" Ist nur ein Beispiel :)
Gibt es da nicht irgendwo schon einen Raum dafür?"

Was willst du uns damit sagen?


Roland

Leben und Handwerk der Alamannen I.G.

www.oliver-schulz.de/alamannen

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Eintrag #23 vom 06. Jun. 2004 23:55 UhrJens Börner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtUnd kann man mir mal...

...verraten, wie man den Kindern zeigt, dass Kettengeflecht vernietet war, wenn man gleichzeitig sich ein hemd zurechtbiegt? Oder Feuerspuckt?

Meister, man kann selbst Erstklässlern den Unterschied zwischen HMA, SMA und FMA verständlich machen- und oh nein! Die merken sich das auch noch...

Also wenn ihr mal wieder auf nem Markt steht, und Feuer spuckt, und euch ein Kind kritisch anguckt und fragt, woher ihr wisst, dass man das so gemacht hat, dann hat's ja was gebracht. Habe die Ehre.


*Sauer*
Gruss, Esca

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Eintrag #22 vom 06. Jun. 2004 23:19 UhrWalter Ruf Profil

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@ Thomas:
Was soll uns dein Post sagen?

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Eintrag #21 vom 06. Jun. 2004 22:07 UhrThomas Arnold Profil

nach oben / Zur Übersicht???

Ach ja, da fällt mir noch was zu dem Satz ein
"Das hat es aber im Mittelalter nicht gegeben" wenn man sich mal in eine Dunkle Ecke zum Rauchen verdrückt oder sonst was auftaucht, was man normal nicht macht.

Antwort: "Das Haus da drüben hat es auch noch nicht gegeben und es ist da" Ist nur ein Beispiel :)
Gibt es da nicht irgendwo schon einen Raum dafür?

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Eintrag #20 vom 06. Jun. 2004 22:01 UhrThomas Arnold Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSchulveranstaltungen oder Schulung?

Mir sieht es da nun eher so aus, das da irgendwelche sehr historische in den Klassenräumen unterricht geben? kann es das sein,? Dann habe ich da was falsch verstanden,.
Zu Kettengeflechten: Klar kann ich denen auch zeigen, wie man es gemacht hat. und da nicht eben nur Ringe zu biegen.
Mir geht es da mehr darum, das die Kinder auch wissen, was dann normal ist. also das Kettengeflechte Vernietet oder verschweist waren, das Man keine Turnschuhe oder Bundschuhe hatte, das ein Landsknechtzelt nichts bei Wikis zu suchen hat etc.
Als da eben schon mal bei sich selber zu erkären anfangen und da geb ich dann auch viel zu, das gewisses eben im Mittelalter anders war.
Das ist ein himmelgroßer unterschied.
Aber wen es spaß macht, einem Kindergartenkind den genauen unterschied zwischen HMA SMA usw. zu erklären, der soll es machen. der hat warscheinlich selsbt keine Kinder und weis nicht, was die sich dann davon merken können. (oder hören sich selber gerne reden)
@ Steffen ... Ups :) Bin da ganz Deiner Meinung :)

Generell aber wird da von den Kindern gewisses erwartet, was eben mal da sein muss. und auch wenn ich dann sage, das es im MA nicht so war, dann bringt das relativ wenig bei Kindern.

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Eintrag #19 vom 04. Jun. 2004 10:21 UhrSteffen Zimmermann Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSchulveranstaltungen, das für und wider

Moin Leute,

ich habe mir das Thema mal durchgelesen und bin doch schon recht verwundert. EIgentlich über beide Seiten.
Zum ersten, es kann nicht sein, dass in einer Schule Marktmittelalter betrieben wird. Schon alleine die Frage nach Feuerspuckern in diesen 700 Jahren dürfte einen ganzen Threat sprengen. Bei den Abbildungen von Gauklern die ich kenne sind keine Feuerspucker dabei.
Zum zweiten, ich halte nichts davon Kinder auf die Spass Gesellschaft vorzubereiten. Schule soll Wissen vermitteln. Wenn möglich mit Spass und lustig, Fakt ist aber, die Schule ist zur Vermittlung von Bildung da.
Dann, was wir als kindgerecht finden, das empfinden die Kleinen teilweise als albern.

Was die A-Fraktion betrifft. Das ist kein Freibrief stundenlang über Zahlen und Fakten zu referieren. Kindgerecht ist das Schlagwort. Das heißt im weitesten Sinne Geschichte "BEGREIFBAR" zu machen. Originale oder Repliken anfassen und ausprobieren.
Ihr könnt auch einem dreijährigen nicht gerade was über Zeitfenster erzählen. Die machen einen wissenden Blick, aber das wars. Wer noch kein Gefühl für Zeit hat, braucht auch nix über Zeitfenster zu wissen.

Ich habe jetzt Erfahrungen aus dem Kindergarten, Sonderschule, Gymnasium Oberstufe.... Grundsätzlich ist, klar, die Kinder wie auch die jugendlichen haben sehr starkes Interesse. Es gibt immer wieder die Dummschwätzer unter den älteren. Da habt Ihr zwei Möglichkeiten souverän drüber weg gehen oder gemeiner sein als diese Typen.
Die Erfahrung zeigt, es ist großes Interesse am Alltagsleben da. Vor allem eben immer wieder die Frage, wie hat ein 17 jähriger Junge bzw. Mädchen gelebt. Wie sahen die Klamotten aus etc...
Meine Schwiegermutter hat das ganze Zeug mal mit zum Geschichtsunterricht in die Schule genommen. Problem, ich könnte meine Ausrüstung nun direkt bei der Schule abgeben, da direkt andere Lehrer auf den Zug aufgesprungen sind und das Projekt bei den Schülern eingeschlagen hat wie eine Bombe.

Ich sehe es als wichtig an, im Vorfeld mit den Lehrern zu sprechen. Die Zielgruppe genau zu analysieren und dafür zu sorgen, nur gute Ausrüstung dabei zu haben. Lieber weniger, dafür aber gut!!!

Immer wieder gut kommt auch die Kinderkleidung an, die wir für unseren kleinen haben. Das lieben die Kinder und auch die Älteren (löst das ist ja niiiiiiiiiiiiiiiiiiedlich Effekt aus).

Also weniger ist mehr. Wichtig ist einfach nichts falsches zu erzählen und zu Themen zu denen man keine Ahnung hat die Klappe zu halten.


Servus
Steffen

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Eintrag #18 vom 02. Jun. 2004 23:48 UhrRoland Schulz Email

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@ Thomas

Und was hat das dargebotene dann mit irgendeiner Form von LERNEN zu tun?
Das wäre dann ja wie im Mathematikunterricht zu lernen, daß 3 x 3 = 10 ist....

Oder bildet man so die künftige Generation von Hillermarkt und KZK Besuchern aus?
Damit die da die erlernten Sachen schneller wiederfinden?
Macht ihr evtl. auch in weiterführenden Schulen sowas, vielleicht ne Art Filmabend, so mit Braveheart, der erste Ritter, Prinz Eisenherz oder Robin Hood (der mit dem Fuchs als Robin)?


Gruß,

Roland

Leben und Handwerk der Alamannen I.G.

www.oliver-schulz.de/alamannen

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Eintrag #17 vom 02. Jun. 2004 23:41 UhrJens Börner Profil

nach oben / Zur Übersichtörks

Und das läuft dann unter "Schulveranstaltungen"? Erzählt ihr den Kleinen womöglich noch, das wäre Mittelalter? Na danke.
Das fällt bei mir unter Kindesunterhaltung, aber nicht unter Schulveranstaltungen. Just den Kindern muss man später mühevoll erklären, dass Kettengeflecht eben nicht aus gebogenen Ringen besteht. Danke vielmals.
Gruss, Esca

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Eintrag #16 vom 02. Jun. 2004 22:08 UhrThomas Arnold Profil

nach oben / Zur ÜbersichtKindergärten

Wir haben eigentlich regelmässig Kindergartenfeste.

hierzu muss ich sagen, das die Feste so geplant werden sollten, das nicht nur die Kinder was zu tun haben, auch die erwachsenen, also die Eltern.
Soll ja in den meisten fällen ein Tag der Familie sein.
Was gut ankommt ist ein Tisch mit einigen Zangen und Kettenringen. evtl. noch ein Muster mit Kettengeflecht.
Ich nehme da Kupferringe. die können die kleinen dann biegen.

Ansonsten dieverse Stationen zum Spielen/Aufgabe erledigen.

Showkampf machen bei uns zum einen unsere Kinder mit Holzschwertern, zum anderen dann auch wir,.
Anfangs dachten wir uns, das die kleinen da angs bekommen, aber die schreien ja förmlich danach, das wir Kämpfen.

Abschließend gibt es dann immer eine kleine Feuershow.

Wer mehr erfahren will, kann mich ja an Mailen :)

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Eintrag #15 vom 02. Jun. 2004 09:34 UhrMarkus Single Profil

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Hi allerseits,

ich muss hier ebenfalls eine Lanze für die Lehrer brechen. Zumal ich auch seit Februar im Schuldienst bin. An Grundschulen und Hauptschulen haben wir ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Lehrer sind kontaktfreudig und man tauscht Informationen aus. Ich kann auch Stephans Ausführungen nur bestätigen. Bei einer Lehrprobe in Heimat und Sachunterricht in der Grundschule bat mich ein Lehrer um Hilfe, der zwar Geschichte studiert hat, jedoch mit Schwerpunkt Keltentum. Beim Thema Mittelalter wurde es dann schwierig. Wir konnten dann Bruche, Beinlinge vern. Panzerhemd usw. ausleihen.

Was mich aber hier weiter interessieren würde - wie kann man Leuten bei schulischen VA Einhalt gebieten, die offensichtlich nicht annähernd eine Ahnung haben.

Wie weiter oben schon angeführt, macht unser Verein auch solche VA mit Kiga´s und Schulen. Wer sagt mir, ob ich/wir oder andere als Verein das Wissen und die nötige Ausrüstung haben um nicht wieder gefährliches Halbwissen weiterzugeben.
Es ist ein heikles Thema, da man hier auf Schulklassen losgelassen wird und Wissen vermittelt. Und trotzdem bleibt die Frage, wer sollte/darf/kann solche VA guten Gewissens machen und wer nicht? Ich würde es für wichtig und richtig halten, hier deutliche Worte zu finden. Selbst wenn es mich selber oder meinen Verein selbst betreffen würde.


Gruß
Markus

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Eintrag #14 vom 01. Jun. 2004 11:50 UhrStefan Erdenkäufer Profil

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Hallo, zusammen!

Durch die ganzen, sehr interessanten und aufschlussreichen, Posts zieht sich ein wenig der rote Faden, dass Lehrer keine rechte Ahnung haben und sich außerdem auch noch ungern belehren lassen. Abgesehen davon, dass die Kritikfähigkeit bei den meisten Lehrern etwas defizitär ausgebildet ist (Die sind es gewohnt zu belehren, nicht belehrt zu werden), muss man da ein bisschen differenzieren:
Gymnasiallehrer unterrichten nur die Fächer, die sie - recht intensiv - studiert haben. Ein Geschichtslehrer am Gym wird also immer einige Ahnung von der Materie haben und sich natürlich besonders "freuen", wenn man ihm da mit Besserwisserei kommt. Bei denen ist also, wie in den Posts schon erwähnt, hochgradige Diplomatie angebracht.
Bei Realschullehrern sieht es ähnlich aus, nur dass deren fachwissenschaftliches Studium in keiner Weise mit dem des GL konkurrieren kann. Die haben also oft große Lücken und wissen das meistens auch. Sie sind daher in der Regel leichter handlebar als GymLs.
Grund- und Hauptschullehrer (so wie ich) schließlich sind arme Schweine. Sie haben ein paar Fächer studiert und müssen dann in der Praxis unterrichten, was gerade von ihnen verlangt wird. Cool, gell? Und selbst wenn Geschichte zur Fächerverbindung gehört, so ist der fachliche Anteil meistens lächerlich gering. Selten einmal ist es das Hauptfach, dann hat er so viel Ahnung wie ein Realschullehrer.
Wenn einer von denen also mal gar keine Ahnung hat: nicht wundern, er kann eigentlich nix dafür.
Die sind meistens recht dankbar, wenn man ihnen da auch fachlich weiterhilft und nehmen jedes Angebot zur fachlichen Mitgestaltung gerne an. Dabei muss ganz besonders viel Wert auf die Vorbesprechung gelegt werden, um den Lehrer dann nicht vor der Klasse dumm aussehen zu lassen. Am besten gibt man ihm/ihr entsprechende Literatur mit, um sich einzulesen. Und falls im Vorfeld vom L selbst falsche Informationen vermittelt wurden, sollte damit sehr behutsam umgegangen werden. (Also nicht: "Das ist Käse, wer hat Euch denn den Schwachsinn erzählt..."), sondern mit "neuesten Erkenntnissen", "nicht mehr aktuellen Schulbuchinhalten", "hat man bis vor wenigen Jahren noch geglaubt" oder Ähnlichem kommen.

Gruß,
Stephan fonne Varenbach

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Eintrag #13 vom 17. Feb. 2004 13:41 UhrHarald Sill Profil

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Hi Joachim.

Oh, ich wollte auch mit nichten sagen dass es gut ist wenn Lehrer mit MA-Marktgedanken kommen.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen dass es bei dem Wald von MA-Märkten nicht unbedingt einfach ist die richtigen Bäume zu sehen.
Und da das Mittelalter nicht unbedingt den wichtigsten Teil des Geschichtsunterricht darstellt sind Wissenslücken bei den Lehrern zwar alles andere als schön, aber nachvollziehbar.

Ich bin voll deiner Meinung dass die typischen MA-Marktgeschichten in der Schule nichts zu suchen haben.
Und enthusiastische Junggruppen mit sehr mangelhaftem Kentnissstand gehen sicher gern an schulen und bringen was sie zu wissen glauben voll mit Elan rüber.
Da sind die Blicker dann schon gefragt da gegen zu halten.

Wie du geschrieben hast ist es nicht einfach sich einzubringen wenn man kurz vor knapp etwas machen soll und schon ein Konzept vorgegeben bekommt.
Überprüfen muß man es dennoch. Bei kurzen Sachen wie ein bis zwei Schulstunden ist aber kein großer Raum zum manövrieren.

Wie wichtig eine gute Recherche ist, und wie schnell man Unsinn verbreitet weiß ich.
Ich bin nicht der große Recherchierer, sondern ein Werkler. D.h. ich verlasse mich bei Dingen die über meien direkten Bereich hinausgehen im Besondern, aber auch füer einen Teil meiner Belange auf das was ich von andern mitbekomme.

Zum Glück bin ich ein guter Zuhörer.
Und obwohl ich mit Metallkrams nichts am Hut ahbe weiß ich mittlerweile viel über Schwerter und Kettenhemden.
Aber mir wird beinahe schlecht bei dem Gedanken wie lange ich der Meinung war dass die meißten Schwerter im Mittelalter stumpf waren.
Die Begründung: wenn man mit einem scharfen Schwert auf ne Rüstung klopft wird es eh stumpf, alse nimmt man gleich einen Metallprügel und bricht damit Knochen.
Was für ein blühender Unsinn das in bezug auf Schwerter ist brauche ich wohl nicht weiter auszuführen. Für einen ohne weiterführendes Wissen hört sich das aber erst mal logisch an.
Da die Leute die was wissen aber auch wissen das ihr Wissen beschränkt ist gehen sie damit vermutlich auch vorsichtiger um als die die denken viel zu wissen. Alles klar? *g*

Für Schulveranstaltungen und natürlich auch für Lehrer gilt also: Es ist kein Problem etwas nicht zu wissen, solange man es zugibt, und im Fall des Lehrers auch mal nachschaut um es nachzureichen.
Aber um das zu können braucht man eine gewisse menschliche Reife. Und es gibt überall genug Leute die diese Reife nie erlangen.
daß muß man nicht gut finden, kann man auch nicht ändern, man kann nur versuchen es besser zu machen.

So, Philosophie aus. *g*

Gute Tage
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #12 vom 17. Feb. 2004 07:52 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHarald

Aber Harald, seit wann ist Hass destruktiv und nicht zielführend??? Gehört er doch zu den schönsten menschlichen Triebfedern überhaupt :-)

Um es noch mal zu schreiben. Ich bin kein Freund von Märkten. Entsprechende threads und entsprechende Einträge darin von mir gibt es zu Genüge. Muß ich hier nicht wiederholen. Ist mir inzwischen auch egal, denn wer da hingeht, weiß es nicht besser oder will es nicht besser wissen.

Anders sehe ich es aber bei Veranstaltungen mit Lehrcharakter. Warum bitte soll ich es gut finden, wenn die gleichen Fehler und Vorurteile gegenüber dem MA, die man auf jedem MA- Markt sehen muß, nun auch in Schulen an Kinder weitergegeben werden. Nein, da spiele ich nicht mit. Unsere Alternativen hatte ich genannt. Meist spricht man uns jedoch sehr kurzfristig an, da steht das Konzept (wenn überhaupt eines existiert) schon fest. Da kann man sich dann nicht mehr groß einbringen.

Joachim

PS
Ich habe nichts gegen einen Markt auf dem Schulhof, also gegen einen Markt an sich, wohl aber etwas gegen einen dieser typischen MA-Märkte auf dem Schulhof .

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Eintrag #11 vom 16. Feb. 2004 17:02 UhrHarald Sill Profil

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Hi Susa.

etwas kürzer nun. habe keinen Nerv mehr da mein vollständiges Post von einer Störung beim Provider geschluckt wurde.

Lehrer kennen nur oder fast nur das Marktmittelalter weil es überwiegt.
Zudem sind eine ihrer Quellen Schulbücher, und die pauschalisieren mitunter bis hin zur Fehlinformation.

Projekte die über den Umfang von 2 Schulstunden oder den Wandertag/Projekttag hinausgehen sind sehr arbeitsintensiv in der Vorbereitung für alle Beteiligten.
Zudem läßt der Lehrplan Variationen zu, die müßen aber gegenüber dem Rektor gerechtfertigt werden.

größere Projekte sind fächerübergreifend eine tolle Sache.
Da müßen aber zum einen die einzelnen Fachlehrer mitspielen, und die Lehrplanrelevanz muß gegeben sein. Mit eine guten Begründung, die so ein Projekt darstellen kann läßt sich aber durchaus mal ein Inhalt aus einer höhern Klassenstufe vorziehen. Auch das bedarf theoretischer Vorbereitung.
Ist alles machbar soweit die Lehrer mitspielen.

Falls ich es noch nicht geschrieben habe.
Ein bischen Diplomatie ist oft angebracht, da z.B. Geschichtslehrer nicht selten gewisse Resistenzen haben sich von einem "MA-Futzi" in ihrem Fachgebiet korrigieren zu lassen.

Gute Tage
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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