Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Astrologie

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Eintrag #9 vom 19. Feb. 2004 17:17 UhrGunter Krebs Profil

nach oben / Zur ÜbersichtKnochenwerfen

Knochenwerfen ist schon okay, schließlich waren Würfel ja auch meist aus Knochen. Allerdings lautet da die Zukunftsprognose, dass man leicht um hab und Gut kommen kann... ;-)

Aber noch eine Randbemerkung zum Thema: Man sollte vorsichtig sein, modern-esoterische Ansichten auf die mittelalterliche Astrologie zu übertragen. Denn vieles, was in der Eso-Szene heute als von alt her überliefert bezeichnet wird, ist moderne Erfindung.

Gunter Krebs - turba-delirantium.skyrocket.de

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Eintrag #8 vom 19. Feb. 2004 16:40 UhrLucie Stumm Profil

nach oben / Zur Übersichtja...

Da wird doch gerade einiges klarer. Schade eigentlich, denn gerade das Knochenwerfen finde ich so interessant ;)
Lucie

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Eintrag #7 vom 19. Feb. 2004 15:06 UhrGunter Krebs Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAstrologie und Kirche

Die Astrologie als Teil der Astronomie war durch aus geduldet, nicht aber die Zukunftsdeutung aus den Sternen, die, IIRC, seit dem 3 Jh. verpönt war. Ein Einfluß der Sterne und Planeten auf das Schicksal war durchaus nicht im Gegensatz zur kirchlichen Lehre.

So sind durchaus auch in kirchlichen Büchern Astrologische Symbole abgebildet z.B. im Hortus Deliciarum der Äbtissin Herrad von Landsberg (mitte 12. Jh.).

Als Randbemerkung: Herrad wusste offensichtlich nicht was ein Skorpion ist: Dieser sah in der Abbildung der Tierkreiszeichen aus wie eine Mischung aus Schildkröte und Chamäleon ;-)

Gunter Krebs - turba-delirantium.skyrocket.de

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Eintrag #6 vom 19. Feb. 2004 14:08 UhrDirk Jerusalem Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAstrologie innerhalb der Astronomie

noch ganz vergessen ...

die Astrologie wurde wirklich als Teilgebiet der Astronomie gelehrt und gehörte damit zu den 7 artes liberalis (freien Künste/Wissenschaften). Da wurde von kirchlicher Seite also garantiert nichts verdammt, sondern vielmehr an den Universitäten (ab Hochmittelalter) gelehrt.

Warum auch nicht ... alles integriert sich in die von Gott gegebene Ordnung, in die Abfolge der Monate und Jahreszeiten.

Was hingegen nicht bei der Kirche beliebt war, war das Lesen der Zukunft oder des Schicksales aus Knochenwurf, Vogelflug etc. die sogenannten dunklen Künste (artes magicae)(aber da kenne ich mich nicht aus).

Ab wann es da den Übergang gab, daß die Astrologie nicht mehr als Wissenschaft angesehen wurde kann ich nicht sagen, vermute aber stark spät neuzeitlich. Vermutlich ebenso wie das Verständnis der Nutzung astrologischer Mittel zur "Vorhersage" der Zukunft wie wir das heute kennen als "Wochenhoroskope".

Wo und wie stark die Astrologie im normalen Leben Einfluss fand, das kann ich leider auch noch nicht sagen.
Terricus

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Eintrag #5 vom 19. Feb. 2004 13:19 UhrDirk Jerusalem Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAstrologie

hallo nochmal,

ist mir gerade so über den Weg gelaufen, aber es finden sich garantiert zahllose weitere Werke aus dem Hochmittelalter wo Tierkreiszeichen erläutert werden. Ein schönes online wäre z.B. image.ox.ac.uk/show?[…]
das auf Mitte 12.tes Jh. datiert wird.

Gruß,
Terricus

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Eintrag #4 vom 18. Feb. 2004 08:09 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAstrologie und Kampfkunst

Jörg erzählte mir mal, daß Astrologie auch in einem Fechtbuch aufgetaucht wäre.
Von wegen, nur in Japan hätte man die Kampfkunst auch philosophisch, esoterisch oder wie immer man das bezeichnen will, verstanden.
Für Details gebe ich an die Fechtexperten weiter.

Grüße

Joachim (Stier oder so)

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Eintrag #3 vom 17. Feb. 2004 16:24 UhrLucie Stumm Profil

nach oben / Zur Übersichthm...

Danke auf jeden Fall.
Lucie

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Eintrag #2 vom 17. Feb. 2004 11:54 UhrDirk Jerusalem Profil

nach oben / Zur ÜbersichtBeispiel Spanien (Leon, Kastilien)

Hallo,

eine sehr bekannte Persönlichkeit, die sich anscheinend sehr deutlich mit der Astrologie (da ist Astronomie und Astrologie meines Wissens nach nicht getrennt!) auseinandergesetzt hat, war Alphons X. (der Weise) (13.tes Jh.), seines Zeichens König von Leon und Kastilien (und zwischendurch auch fürs deutsche Reich, auch wenn er nie deutschen Boden betrat).

König Alfons X. von Kastilien versucht in einem zu Toledo 1240 einberufenen Kongreß von ca 50 arabischen, jüdischen und christlichen Gelehrten, das ptolemäische Weltbild mit neuen Beobachtungen der Planetenumlaufbahnen in Einklang zu bringen.

Auch seine Werke die sich nicht speziell mit Astrologie befassen wie bspw. das bekannte Spielbuch weisen immer wieder astrologische Verweise auf.

so short,
Terricus

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Eintrag #1 vom 15. Feb. 2004 21:53 UhrLucie Stumm Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAnsehen der Astrologie

Hallo!

Habe hier bisher nur mitgelesen, um mal einen Eindruck zu bekommen. Aber jetzt beginnt es langsam mit den Fragen.
Hat jemand von Euch Quellen, wie angesehen die Astrologie im HMA war und die Leute angesehen wurden, die sie praktizierten? Es wird ja auch zu der Zeit Menschen gegeben haben, die sich damit beschäftigt haben. Ich kann mir allerdings nicht so richtig vorstellen, dass es von der Kirche als etwas anderes als finsterer Okkultismus angesehen wurde.
Und dann wäre natürlich noch die Verbreitung der Astrologie zu dieser Zeit interessant. War es Importware (z.B. aus Arabien) oder hat man sich eher lokal damit auseinandergesetzt? Also ohne sich Erkenntisse anderer zu Nutze zu machen.

Danke schon mal
Lucie

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