Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Zelteinrichtung / Schlafstätten

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Eintrag #35 vom 12. Mai. 1999 11:53 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Indy. Genau das meinte ich. Ergänzen muß ich allerdings noch, daß die Nadelholzfüllung erst in zweiter Linie der Liegequalität dienen; mit nur einer Decke drüber drücken die Zweige doch noch sehr durch. Hauptzweck ist vielmehr die Isolation gegen Kälte und Nässe von unten, dann die Steigerung der Elastizität der Unterlage. Für die eigentliche Polsterung lege ich dann auf die Nadelholzunterlage meinen Strohsack. Schöne Alternative übrigens zum SDtrohsack: Eine dünne Roßhaarmatratze, Marke Futon oder so. Vorteil: Man hat seine fertige Matratze dabei und ist nicht auf Stroh angewiesen. Nachteil: Selbst zusammengerollt ist sie noch recht sperrig. Moin Philipp. Es gibt drei Lösungsmöglichkeiten für die Rundzelte: 1. Schirmkonstruktion mit Speichen. Wird von Past Tents überwiegend eingesetzt und geht auf einen Entwurf von Gerry zurück, gestützt auf Abbildungen aus u.a. den Schweizer Bilderchroniken (Zelt ohne Seitenwände, stürzendes Zelt usw.). Vorteil: Leichter Auf- und Abbau, wenig Transportprobleme, Stauraum unter´m Dach. 2. Ringkonstruktion. Mir noch kein Beispiel bekannt. Wie soll der Ring transportiert bzw. vor Ort gebaut werden? 3. Abspannen des Zeltdaches nur mit Seilen. Machbar, habe ich auch schon gesehen, aber es vergrößert den Umfang der Zeltumgebung beträchtlich. Kannst Du dir vorstellen, um wieviel größer ein Lager wird, in dem jedes Zelt eine Grundfläche von 10m Durchmesser (wenn´s reicht) hat? Oder wie man in einem Lager voran kommen soll, das voller langer Spannseile ist? Stell´Dir vor, Du verläßt nachts Dein Zelt, um durch´s Lager zu wandeln… 4. Zeltkonstruktion mit einer Mittel- und vielen Seitenstangen, die das Dach von unten und die Wände von innen stützen und mit Spannseilen gestützt werden. Vier. Es gibt vier Lösungsmöglichkeiten. Dietrich

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Eintrag #34 vom 10. Mai. 1999 17:48 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen, Nadelholzmatratze? Sollte es sich dabei um den alten Waldläufertrick handeln? Ich kenne folgendes Prinzip: 2-4 Rundhölzer in Form eines Rechteckes (so groß, wie das “Bett” werden soll!) auf dem Boden auslegen, mit Pflöcken fixieren (nur außen!!!). den Zwischenraum mit so vielen “Daxen” (bayr. für die dünnen, gebogenen Zweige der Nadelbäume) wie möglich füllen, wobei man darauf achten sollte, die Wölbung nach oben zu legen. Decke drauf, fertig ist die perfekte Matratze! saubequem, wenig Arbeit und, da nichts faulen kann, besser für den Zeltplatz, als die vielen Strohreste, die sonst übrig sind! Danke, für´s Erinnern an diese Technik, hab´ ich schon lang nicht mehr gemacht! Werd´s am nächsten Lager anwenden. Indy

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Eintrag #33 vom 06. Mai. 1999 15:20 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Hallo Gunther, mea culpa, “Günther” sollte natürlich “Gunther” heißen. Moin Philip, zu den Bodenbelägen bekomme ich (hoffentlich) noch nähere Infos. Kann ich aber momentan noch nicht mit dienen. Wer hat gesagt, daß das una. ist? Derjenige müßte doch dann eigentlich genaueres (mit Quellenangabe) als Beweis für seine Aussage haben. Also, bitte melden! Die von Dir genannte Adresse ist (natürlich) mal wieder englisch, da muß ich heute abend mein Wörterbuch zücken. Mein Englisch ist leider völlig eingerostet :( Aber die abgebildeten Wappen scheinen wirklich aufgenäht zu sein. Wahrscheinlich wurde beides gemacht (nähen und malen). Die Ornamente würde ich jedenfalls lieber malen als applizieren. Warum willst Du Deine Zelte verkaufen? Kannst Du sie nicht umrüsten? Ansonsten gibt´s da jemanden im thread “Zelte von Past Tense”, der etwas unzufrieden mit seiner Kohte ist. Vielleicht findest Du dort einen Abnehmer? So, muß noch die Gewandung meiner Tochter fertignähen. Bis dann Steffi, die wieder gaaanz vorsichtig reloaded

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Eintrag #32 vom 06. Mai. 1999 15:00 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Habe ein bischen nachgeforscht, und noch eine Seite gefunden: www.pbm.com/~lindahl/rialto/tent-painting-msg.html Dort wird vermutet, daß die Verzierungen aufgemalt wurden, da das auch mit Bannern so gehandhabt wurde. Ich suche weiter… Philipp

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Eintrag #31 vom 06. Mai. 1999 13:56 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Steffi! Teppiche und Felle? Das ist gut, benutze ich schon länger, mußte mir aber immer das Gemaule von anderen anhören, daß das unA sei. Habe es aus P-Gründen und weil mein Zelt eh´ (noch) Plastikkram enthält, aber trotzdem gemacht. Wo hast Du die Info her? Ohne Quellen glaube ich aus Prinzip nichts, und wenn es noch so naheliegend, schlüssig oder logisch erscheint. Zur Inneneinrichtung: Fassen wir doch einfach mal zusammen, was wir schon auf zeitgenössischen Darstellungen in Zelten an Gegenständen gesehen haben: (www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/pictures/ sei bei folgenden URLs immer vorangestellt.) Bodenbelag, WAHRSCHEINLICH Teppich: king_rene/krtent.1.jpg Ein Bett: dream.jpg Eine Tafel: froissart/i3_0008.jpg Eine Bank: chroniques/i1_0085.jpg Ein Scherenstuhl: chroniques/i1_0044.jpg Kisten und Gepäck: frombob/tentpic1.bigger.html Also eigentlich alles, was an Inneneinrichtung sinnvoll ist. Einziges Problem ist, daß das Bett in einer offensichtlich kirchlichen Abbildung, die aus mittelalterlicher Sicht die Antike, und nicht die mittelalterliche Gegenwart darstellt, zu finden ist. Da aber auch die Gewandungen und sogar die Rüstungen und Waffen in mittelalterlichen Darstellungen der Antike meist dem jeweils zeitgenössischen Stand entsprechen, können wir, so glaube ich, annehmen, daß Betten zumindest bei gut situierten Leuten auch im Zelt zu fenden waren. Trotzdem halte ich diesen Punkt nicht für geklärt, und die Suche nach entsprechenden Darstellungen ist für mich nicht beendet. Ich habe gestern noch mit Gabriele über Bestickung/Bemalung gesprochen, und sie hat eine dritte Alternative vorgeschlagen, die ich für am wahrscheinlichsten halte, zumal immer wieder helle Muster auf dunklerem Grund zu sehen sind. Gabriele meint, die Verzierungen könnten aufgenäht sein. Damit wäre das Ganze in greifbare Nähe gerückt, denn das Sticken hätte ich mir nicht angetan. Ich bekomme immer mehr Lust, neue Zelte zu machen, und die alten zu verkaufen… Alles Gute, PhilipP P.S. Gßnther heißt GUnther.

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Eintrag #30 vom 06. Mai. 1999 12:31 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Phillipp, sind schon länger in meiner heimatlichen Linksammlung. Sind aber unauthentische SCA-Links ;-) Bis dann Thorsten

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Eintrag #29 vom 06. Mai. 1999 12:25 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin Philip, Du weißt ja: Frauen und Technik ;) Wäre nett, wenn Du, Günther, meine Unzulänglichkeit in Sachen Computer etwas kaschieren könntest und die überflüssigen Beiträge löscht. Danke!!! Ich versuche gerade etwas über die Zeltbemalung und die verwendeten Farben heraus zu finden. Mal sehen, ob was dabei rumkommt. Bis wir damit weiterkommen, laßt uns doch wieder ins Zelt kriechen und ein bißchem Innenarchitekt spielen. Sooo viele Zelte und sooo wenig Einrichtung? In dem Zusammenhang: WER hat das schöne Wetter geklaut?!? Ich habe eine Info bekommen, der zu Folge die Zelte mit Fellen und Teppichen ausgelegt wurden. Auch Wandteppiche wurden verwendet. Bis dann Steffi, die jetzt gaaanz vorsichtig die Reload-Taste drückt :)

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Eintrag #28 vom 06. Mai. 1999 11:24 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten, z.B.: 1328-1390: www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/pictures/froissart 1340: www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/pictures/romance.jpeg 1360: www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/[…]/tentpic1.big[…] 1328: www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/[…]/tentpic4.big[…] Hallo Stephanie, frag mal Gunther, ob er Deine zusätzlichen Einträge nicht löschen möchte. ;-) (Ist tückisch mit dem Reload, nicht? *grins* ) Alles Gute, Philipp

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Eintrag #27 vom 05. Mai. 1999 17:18 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Phillip, das Bild stammt aus der Zeit gegen 1480. Ich hatte schon gehofft wieder ein Bild mehr zu Zelten meiner Zeit (1350) zu finden. Sagt mir bescheid, wenn Ihr da was findet, vielleicht kenne ich´s ja noch nicht. Bis dann Thorsten

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Eintrag #26 vom 05. Mai. 1999 17:16 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Na gut, einen noch, dann mu0 ich aber! Wenn der Stoff nach dem Besticken imprägniert wird, dürfte er dicht halten. Er wird ja auch genäht, und die Nähte halten nach dem Imprägnieren auch dicht. Womit wir beim Thema imprägnieren wären, aber das hatten wir schon in einem anderen Thread, also bitte nicht hier! Chiao, Phil

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Eintrag #25 vom 05. Mai. 1999 17:13 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Dietrich, Wenn Du mit Schirmkonstruktion das Dach eines Rundzeltes meinst, bin ich auch sehr an Deinem Problem interessiert. Frage: Wie weit bist Du da? Bei den Erwähnten Bildern ist eines (angeblich von 1347) www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/pictures/[…]/i3_[…] das mit dem Kommentar “Note the tent in the foreground, partially collapsed but still retaining its conical roof shape. This suggests some sort of rigid or semirigid internal framework, e.g. a hoop or a hub-and-spoke construction.” versehen ist. In meinem Zelt habe ich eine Speichenkonstruktion, und wenn ich die Seiten lockere (z.B. beim Abbauen) kippt es auf dem Mittelmast genauso zur Seite, wie in dem Bild. Mit einem Ring würde es anererseits wahrscheinlich ähnlich umkippen. Andererseits: In www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/[…]/krtent.1.jpg ist kein Mittelpfosten sichtbar, aber ein schöner Bodenbelag und ein Fenster! www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/[…]/tentpic2.big[…] hat wiederum Mittelpfosten, und die Art wie da abgebaut wird, macht die Benutzung von Speichen sehr unpraktisch. Einen großen Ring zu verwenden halt ich wegen des Transportproblems für unpraktikabel, auch wenn der Ring aufgemacht und gerade gemacht werden kann, wäre die resultierende Stange bei einem Zelt mit 4 m Durchmesser 4*3.14 > 12 m lang! Auf einigen Abbildungen sind die Abspannseile flacher als das Dach, ziehen es also in einem Winkel nach außen, der eine Skelett für das Dach unnötig machen würde. Huch, ich muß weg, bis später! Welche Infos hast Du schon gesammelt? Alles Gute Philipp

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Eintrag #24 vom 05. Mai. 1999 17:00 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, auch kurz was von mir. Als alter Camper weiß ich, daß jede Verletzung der Außenahut nicht so prickelnd ist. Demgemäß tendiere ich - auch nach den Abbildungen eher zum “Bemalen”. Sobald ich etwas Zeit habe (also Frühjahr 2032 - höchstwahrscheinlich Eintritt in Rente, wenn ich nicht´n Herzkasper bekomme) werde ich das live an meinem neuen, baumwollweißen und damit langweiligem Zelt ausprobieren. Kann dann ja mal schreiben was es ergeben hat. Vorher teste ich aber noch Stoffe und Farben. Hat da jemand Erfahrung? Michael Maucher hatte doch auf Freienfels einen kleinen, bemalten Verkaufspavillon. Falls Du mal wieder mitliest, wie is´ der bemalt? Bis dann Thorsten

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Eintrag #23 vom 05. Mai. 1999 16:44 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin, Zelte besticken? Ich weiß nicht, aber mein (hoffentlich noch halbwegs gesunder) Menschenverstand sagt mir, daß es nicht besonders klug ist, in etwas, das kein Wasser durchlassen soll, Unmengen von kleinen Löchern zu piksen. Von daher halte ich Bemalen für eher wahrscheinlich und auch nicht unbedingt unaufwendiger. Natürlich müßte die Farbe wasserfest sein. Kurzer Eintrag diesmal, muß zum Pferd. Bis dann Steffi

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Eintrag #22 vom 05. Mai. 1999 16:37 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Steffi, ja, das wär auch ein schönes Sub-Thema in diesem Thread. Waren die Zelte bemalt oder bestickt? Ich weiß es nicht, aber das mittelalterliche Zeitverständnis und die Eigenart mittelalterlicher Handwerker und Künstler, jedes Objekt möglichst aufwendig gestalten zu müssen, läßt mich vermuten, daß die Zelte bestickt wurden. Würde mich brennend interessieren, nachdem ich die Bilder gesehen habe, finde ich so ziemlich alles, was auf Märkten an Zelten zu sehen ist, auch unsere, eher langweilig. Das Ganze ist, so glaube ich, eine Recherche und einen anschließenden Artikel in der Bibliothek und den Tempora-Nostra-Referaten wert. (Jaja, was ich nicht alles Vorhabe, Met-Brauanleitung, Schmiede-Anleitung, Blasebalg-Bauanleitung, Manesse komplett, Wissensdatenbank, und jetzt auch noch ein Zelt-Artikel! - Japs!) Alles Gute, Philipp

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Eintrag #21 vom 05. Mai. 1999 15:40 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Hallöchen alle zusammen, zuerst eine Bitte: Ich bekomme schon mails von Leuten, die keine Lust mehr haben, in der Taverne was zu sagen, weil die Reaktionen manchmal etwas heftig ausfallen. Ich denke, wenn wir den hier bis jetzt angeschlagenen freundlichen Umgangston beibehalten könnten, werden sich auch wieder mehr Leute zu Wort melden. Danke schön!!! Zurück zum Thema: Wenn ich das bisher geschriebene richtig interpretiere, komme ich zu dem Ergebnis: Nichts genaues weiß man nicht. Irgendwie scheint jeder für sich zu experimentieren. Sicher scheint bisher nur zu sein: 1.) Mit Strohsäcken liegt man eigentlich nicht daneben. 2.) Beleuchtung mit ßllampen 3.) Lebensmittel nach Haltbarkeit ohne Kühlung auswählen. 4.) Irgendwie scheinen die wenigsten damit zufrieden zu sein ;) Daß niemand gerne unter dem freien Himmelszelt schläft, ist auch verständlich. Trotzdem, finde ich, sollte es schon Unterschiede geben, ob ich das einfache Zelt eines Bauern vor mir habe oder das eines Atelichen. Was ich versucht habe herauszubekommen, ist: Wo liegen diese Unterschiede? Was ist für den jeweiligen Stand und die Zeit akzeptabel und was nicht? Leider ist die Quellenlage mal wieder mehr als bescheiden, so daß ich weiterhin auf Vermutungen angewiesen bin. Moin Dietrich, wie ist das Wetter in Nizza? Dein Einwand bzgl. der Ladekapazität ist natürlich berechtigt. Ich denke, daß vieles auch von den örtlichen Gegebenheiten abhängig ist. Gibt´s Stroh oder nicht? Muß man selbst kochen, versorgt man sich vor Ort oder steht eine Küche zur Verfügung? WAS stellen wir hier eigentlich dar (Markt, Turnier, Schlacht,…)? Bei euch (1476/ Company) gibt´s ja meist ´n festes Thema. Ich glaube schon, daß es diesbezüglich Unterschiede gab in der Einrichtung (Zweckmäßig bei Belagerungen, repräsentativer bei Turnieren…). Gestatte mir eine blöde Frage: Was sind “Nadelholzmatratzen” Klingt unbequem :) Das Problem bei den Veranstaltungen, die wohl die meisten von uns besuchen, ist, daß der überwiegende Teil von uns damals gar nicht da gewesen wäre (was suchen z.B. einfache Bauern in einem Turnierlager?) und erst recht nicht mit einem (eigenen) Zelt. Hallo Philip, schön, daß Dich das Thema nicht langweilt :) An Bildmaterial bin ich immer interessiert, ich gedulde mich aber gerne, bis Du´s abgelegt hast. Die Seile wurden als (Latten-)Rost für die Strohsäcke benutzt. Sogar mein Opa hatte in seiner Kindheit noch ein Bett nach diesem Prinzip. Hab´ mir die von Dir genannte Seite mal angesehen: schöne Bilder, aber leider auch nicht viel über Einrichtungen zu finden. `Ne Art Zeltboden scheint´s aber gegeben zu haben. Dafür bin ich mir jetzt sicher, daß ich unser Zelt auch irgendwann mal bemalen werde :) Das mit dem Seifenrezept war nich´ so ganz ernst gemeint. ich glaube, Kernseife kaufen ist einfacher ;) Bis dann Steffi

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Eintrag #20 vom 05. Mai. 1999 11:04 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen. Abbildungen, welche das Zeltinnere zeigen, sind in der Tat extrem selten. Wir suchen schon seit vielen Jahren Abbildungen, unter anderem auch, um endlich das ungeloeste Raetsel der Schirmkonstruktion loesen zu koennen. Gerry Embleton, der meines Wissens die meisten Abbildungen ueber jede Thematik des Mittelalters hat, kennt auch nur zwei Bilder von moebilierten Zelten, und dabei handelt es sich jedes Mal um die Zelte von Hoch- und Hoechstadel. Man sollte auch bedenken, dass nach Abbruch des Lagers fuer jeweils acht bis zehn Mann ein Wagen zur Verfuegung steht, auf dem Zelt, Kochutensilien, Lebensmittel, Schlafsachen, Waffen und Teile des persoenlichen Gepaecks transportiert werden muessen. Adelige oder auch einzelne Ritter moegen eigene Wagen gehabt haben, aber man rechne sich mal aus, wie gross dann der Tross einer auch nur kleinen Armee sein muss, wenn jeder Ritter seinen eigenen Wagen, plus einen oder zwei weitere fuer seine Leute, plus die Wagen der Heerfuehrer, plus Bagage und Verpflegung, hat. Bei so wenig Staukapazitaet bleibt dann das Bett wohl eher zu Hause. Wir sind im Moment dabei, fuer unsere Gruppe verschiedene Lagersituationen zu definieren und dann fuer jedes Treffen vorher festzulegen. Dabei unterscheiden wir: Marschlager. Zelte, Kueche, jeder bringt sein eigenes Gepaeck, also Deckenrolle mit Strohsack und soviel Gepaeck, wie er beim Marsch mit sich tragen kann. Standlager, z.B. bei Belagerungen. Gleiche Ausstattung, nur mit etwas mehr Klamotten, einigen festen Installationen wie Zaun, Verschanzungen, befestigten Wegen und ausgebauten Schlafstellen (Holzumrandung und Nadelholzmatratzen). Und dann gibt es noch die verstaerkte und die feste Burgbesatzung, was aber an dieser Stelle keine Relevanz hat. Im Prinzip kann aber jeder an Klamotten mitbringen, was er will. Nur- er muss sich das Zeug morgens auf den Buckel schnallen und damit abmarschieren. Dietrich

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Eintrag #19 vom 05. Mai. 1999 10:36 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Stephanie, ich bin keineswegs gelangweilt durch diesen Tread, eher im Gegenteil, es war vielmehr, wie Du vermutest, die Erbsenzählerei. Tja, die von mir auf die schnelle gefundene Abbildung von dem Relief in Chartres ist tatsächlich unbrauchbar, das liegt aber am Foto, und nicht am Relief. Gabriele hat eine vernünftige Aufnahme davon zu Hause. Ich werde die Abbildung (und die anderen Bettenbilder ) beizeiten einscannen, und dann an dieser Stelle sagen, wo sie zu finden sind. (Ich kann es Dir auch per eMail schicken, aber wenn ich es irgendwo ablege, haben alle etwas davon.) Grundsätzlich aber scheinen mittelalterliche Betten eher filigran gebaut, mit 4 Pfosten an den Ecken (etwas länger am Kopfende), verzierte beschnitzte Bretter, die die Pfosten verbinden, und ein paar parallel von vorne nach hinten verlaufende Seile, auf denen so etwas wie ein Matraze liegt. Zum Kopfende gehen die Seile hoch, man schlief - wie die Mimbari ;-) - leicht aufrecht. Die Bretter gehen recht hoch, außer an der Langen Seite, wo eingestiegen wird. Das scheint einge gute Basis für ein mobiles Bett zu sein. Denn alles läßt sich steckbar einrichten. Die Seile könnten auch dem Zusammenhalt gedient haben. Betten gehörten wohl - im Gegensatz zu Sitzmöbeln, Kommoden o.ß. - nicht zu den Gegenständen, die über Generationen vererbt wurden, so daß es heute nur sehr wenige Originale gibt. Im tyroler Raum soll es wohl noch recht alte Möbel geben, die Jahrhunderte nach dem HMA an hochmittelalterliche Möbeln angelehnt gebaut wurden. Mir fällt gerade ein, daß eigentlich Gabriele mehr dazu sagen kann, aber jetzt habe ich schon so viel geschrieben, und werde das auch abschicken. Danke für das Seifenrezept, aber wenn ich tatsächlich mal sooo viel Holz verbrennen sollte, daß mehr als eine Hand voll reiner weißer Asche übrig bleibt, werde ich es vorziehen, diese für Keramik-Glasier-Versuche zu verwenden. Nun aber zurück zum Thema. Ich habe bisher nur sehr wenige zeitgenössische Abbildungen, die mit Kreuzzügen zu tun haben, gefunden. Sehr selten scheinen Abbildungen von Zelten zu sein, und noch viel seltener solche, wo etwas vom Zelt-Inneren zu sehen ist. Immerhin habe ich im Internet unter www.adelphi.edu/~sbloch/sca/tents/pictures eine Sammlung von Bildern gefunden, die ein wenig weiterhelfen dürften. Also, mein Vorschlag an alle: anschauen und sich dann weiter beraten. Alles Gute, Philipp

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Eintrag #18 vom 04. Mai. 1999 21:09 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin Leute, alles, was ich wollte, ist, meinen 20. Jhd.-Krempel zu entrümpeln und durch einigermaßen vernünftige, passende Sachen zu ersetzen. Ist ja ganz schön die Gewandung und das Lager möglichst korrekt herzurichten, aber wenn ich dann ins Zelt krieche, komm´ ich mir vor wie ein verkleideter Camper? Zumal auch die Touris immer sehr neugierig sind, wie “man” denn so nächtigt. Mir persönlich ist das dann schon ziemlich peinlich, wenn ich zugeben muß, daß sich meine Zeltausstattung nicht wesentlich von der ihren auf dem holländischen Campingplatz unterscheidet. Am meisten stört es aber mich SELBST! Da mir der überwiegende Teil der Zelteinrichtungen, die ich bisher gesehen habe (einschließlich meines eigenen), nicht gefielen, wollte ich mal so in die Runde fragen und vielleicht ein paar Positiv-Beispiele hören bzw. im Laufe der Saison sehen. Keinesfalls war es meine Absicht, eine dieser wenig ergiebigen A.-Diskussionen zu starten. Es ist natürlich immer ganz nützlich, wenn man weiß, wie´s wirklich war. Dann kann jeder für sich selbst entscheiden, wie nah er da ´ran will. Moin Thorsten, aaalso, das Platzangebot auf ´nem Pferd ist doch mehr als bescheiden (wobei das Pferd schon vorhanden wäre). Dann müßte ich unter freiem Himmel schlafen. Als Frau hätte ich sowieso ´ne Herberge aufgesucht und in einem Heerlager wahrscheinlich eh´ nichts zu suchen…, aber lassen wir das, ich hatte nicht die Absicht, unser (meine die MA-Szene) ganzes Tun in Frage zu stellen ;) ßllämpchen klingt gut; kann ich Dir was Gutes tun und Geld bei Dir lassen? Hab´nämlich momentan wenig Zeit zum töpfern. Wann sieht man sich denn mal wieder? Hallo Philip, interessiert Dich das Thema generell nicht, bringt Dich der Gedanke an Betten zum gähnen oder ist es die Erbsenzählerei, die Dich einschlummern läßt? Das von Dir erwähnte Relief ist wirklich nicht sehr gut als Vorlage zu brauchen. Ich habe noch einige Abbildungen von Betten aus verschiedenen Epochen aus meiner Tischlerlehre, für die ich allerdings keine Gewähr übernehmen kann. Außerdem sind da auch nur Betten für den stationären Gebrauch (in Häusern) abgebildet. ßbrigens hätte ich da noch ein Rezept für Seife, das ich Dir schicken könnte (…man stelle eine Lauge aus Hartholzasche her, nehme Rinder-Talg, wobei Straußen- oder Löwenfett noch besser wären,…) ;) Hallo Ingo, in gewisser Weise hast Du recht, was Dietrich betrifft :) So langsam bekomme ich das Gefühl, meinen Beruf verfehlt zu haben: Kind erziehen, Pferd erziehen, Hund erziehen, mich erziehen, Veranstalter erziehen, … Allerdings stehe ich noch ziemlich am Beginn meiner MA-Darstellung, aber die Einrichtung eines Zeltes gehört für mich irgendwie dazu. Gibt´s denn keine Aufzeichnungen, wie das z.B. unsere allseits beliebten Kreuzfahrer so gehandhabt haben? Wenn jemand Camping-Erfahrung hat, dann ja wohl die (bitte nich´ lynchen). Vielleicht sollten wir einen Wettbewerb starten: Wer designed das schönste mobile Feldbett in mittelalterlicher Optik? ;) Bis dann Steffi PS: Moin Olm, Hundekauknochen in den Größen s bis xxl gibt´s auch in jedem Zooladen, bei der Genossenschaft oder in größeren Supermärkten. Viel Spaß beim glibbern!

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Eintrag #17 vom 04. Mai. 1999 19:13 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Ingo, was ist Dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen, mich in diesem ultra-friedlichen Thread so anzumaulen? Na ja, war wahrscheinlich nicht so gemeint, egal! Ich hätte wohl kaum den Kerzenleuchter als Beispiel genommen, wenn ein solcher auf unserer Tafel stünde. Ich habe es nur als Beispiel genommen, da so ziemlich alles, was schmiedeeisern ist, ohne Rücksicht auf den Zeitgeschmack als a angesehen wird. Auf Seife müßte ich dann nicht verzichten, wenn ich tatsächlich Kernseife benutzen würde, die es aber nur noch im ßko-Laden oder Reformhaus o.ß. gibt. Wenn ich mal Lust und Zeit habe, kann ich ja auch noch Kernseife kaufen. - Wichtiges Detail - Gähn! Da es auf MA-Märkten so mächtig viiiiiiele Herbergen gibt, werden wir in Zukunft (wie dann wohl alle anderen auch) unsere Zelte und die Verpflegung zu Hause lassen, und dort einkehren. *grübel, Pause* Klar weiß ich, daß der durchschnittliche Reisende bla bla bla, aber wir (und die meisten anderen Gruppen) stellen nunmal ein LAGER dar, und ein LAGER ist keine HERBERGE. Also: Selbst schlachten (verboten in Deutschland) oder kühlen (verboten durch Brutalauthentiker) oder Hunger leiden/vegetarisch vegetieren (für MICH verboten durch MICH! JAM! HAPS! HUNGAAA!) Da ziehe ich das Kühlen vor! Alles Gute! Philipp

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Eintrag #16 vom 04. Mai. 1999 18:35 Uhr Ingo Ratsdorf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ratsdorf eine Nachricht zu schreiben.

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Na, bisweilen erstaunt ihr mich (POSITIV wohlgemerkt). Mir scheint, Dietrich hat viele Leute zu sehr verdorben oder kultiviert - man scheint sich echt Gedanken zu machen. Mir scheint, euer Hauptproblem sind die Veranstaltungen. Also wenn ich bei einer Veranstaltung einen Zeltplatz in einer Senke bekommen würde oder in einem Schlammloch oder kein Stroh oder Heu bekommen würde, dann würde ich ganz schnell wieder zusammenpacken. Aber das ist sicherlich Einstellungssache. Generell solltet ihr evtl. die Veranstalter besser erziehen - solange keiner was sagt, wird sich nichts ändern. Zu den Lebensmitteln: Natürlich ist es kompliziert, so Dinge wie Milch oder Fleisch so aufzubewahren, daß es kein Eigenleben entwickelt. Aber Milch z.B. hält sich durchaus 4 Tage (Frischmilch) oder sogar 10 Tage oder mehr (H-Milch), solange man sie nicht in die Wärme stellt. Und da wären wir wieder beim Problem der Veranstaltung: Beste Möglichkeit wäre Grube ausheben, aber wer kann das schon auf ´nem Markt? In dem Fall: keine Milch. Nun kommt wieder das Argument der Kinder. Schön, nun wird nicht mehr machbar und ihr solltet den Tetra-Pack irgendwo verschwinden lassen. Nur um das mal klarzustellen: Auch wir versuchen nicht das Unmögliche möglich zu machen, sondern nur alle sich _bietenden_ Möglichkeiten auszuschöpfen. Irgendwo ist halt immer die Grenze. Ich habe auch immer nur von den machbaren und zumutbaren Dingen gesprochen, ich reiße auch keine Plomben raus. Hallo Claudia Glücker, hallo Stephanie Kleine-Beck! Bring deinen Freunden (oder Veranstaltern) bei, daß du Heu, Stroh oder Laub brauchst!! Hallo Philipp Klostermann! Schaff dir anständige Unterwäsche an und schmeiß den Kerzenleuchter raus! Und wieso solltest du auf Seife verzichten?? BTW: Der reisende im MA kehrte in der Herberge ein und aß dort, er hatte kaum ein Zelt und Fleisch dabei! Soviel für heute. Grüße, Ingo Ratsdorf

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