OK, das Ganze noch mal mit weniger Emotionen. Gut, ich stimme zu, dass das ernsthafte Betreiben eines Hobby, das über Blockflöte hinaus geht dauerhaft teuer werden kann. Auch richtig ist, dass man sich etwas Stoff kaufen kann und sich hinsetzt und sich ein einfaches Gewand schneidert. Dann stellt man halt erstmal einen Bauern oder sowas einfaches dar und baut darauf auf. Dagegen habe ich nichts, das ist OK und wer das möchte, der mag das tun.
Aber ich bitte um Verständnis, dass dieser nicht mein Weg ist, da ich aus einem Hobby einfach keine allzugroße Wissenschaft machen möchte (was man mir gerne anlasten darf und kann). Ich habe gewisse Vorstellungen von der Figur, die ich darstellen will und bemühe mich einigermaßen "A" zu sein (oder auch nur auszusehen).
Dass ich dabei zu einer gewissen Romantisierung neige, sei mir verziehen ;-)
Klar ziehe ich z.B. die Stiefel, die ich bereits in meinem Beitrag erwähnt habe vor. Aber im Moment bin ich nicht gewillt, ca. 380,- Flocken dafür hin zu legen. Also versuche ich einen vertretbaren Kompromiss und - sorry - meine Variante halte ich durchaus für vertretbar.
Ebenso halte ich maschinengenäht für vertretbar und dafür könnt Ihr mich gerne auf den Scheiterhaufen werfen...
...zum Glück bin ich auf eine MA-Gruppe gestoßen, die den Spass dem "A"-Fanatismus ebenso vorzieht, wie ich.
pax vobiscum
Das Ziel ist hier im Forum nicht urige Atmosphäre und Ritter spielen, sondern gezielt ein hist. Ereignis, eine Epoche, etc. erlebbar zu machen.
Wer kennt das nicht, alles ist schön stimmig, bis eine Gruppe, die "Bielfelder-Highland-Barbaren" (frei erfunden!) aufkreuzen und ihre Lager aufschlagen... Voll coole Jungs, mit blauer Gesichtsbemalung, Kilts, und Flokatifell um die BW Treter/Biker-Boots.
Was glaubt ihr, wie toll man mit diesen Nachbarn in die Geschichte abtauchen kann?
Ist das tolerant, anderen trotz fester Regeln den Event zu versauen? Oder kennt ihr ein Fantasy-Burgfest-Ambiente-Märkte? Imho heissen die Mittelaltermarkt, und Mittelalter ist ein definierter Zeitraum, der dokumentiert ist...
Entweder man hält sich dran, oder nennt es nicht Mittelalter/mittelalterlich (=wi_im_Mittelalter), sondern macht Pipi Langstrumpf Reenactment:
"Wiedewidewitt, mach mir die Welt, wie sie mir gefällt..."
Oder, um eine Art Gleichnis zu stellen:
Stell dir vor, Du bist Mitglied in einem Motorad Club...
Ihr fahrt alle tolle, liebevoll gepflegte Maschinen, steckt jede Menge Arbeit hinein...
Jetzt kommt Karl Huber zu euch, und sagt er möchte mitmachen...
Karl ist ein super netter Kerl, und auch Biker...
Und weil er so nett ist, überprüft ihr sein Motorad gar nicht...
Beim ersten Ausflug dann kommt auch Karl mit...
Mit dem Damenfahrad seiner Mutter...
Und nicht nur dass er euch erklärt, dass das ja dasselbe ist wie euer Motorad, nein, Karl besteht auch darauf, dass ihr alle auf ihn wartet (wobei ihm scheissegal ist, dass es euch jeden Spass am Hobby versaut), weil wenn ihr einfach davonfahren tätet währt ihr ja intolerant, elitär, arrogant und verbohrt...!
(Nicht zu vergessen, das Austauschen der Fahradpumpe gegen ein nueres Modell muss die selbe Anerkennung ernsten, wie das 3 wöchige Restaurieren eine Zündap Krads von `42!!!)
Und genau das ist das Problem mit der "Lass mich doch, ich mag ja nur ein wenig Spass in meiner urigen Klamotte haben" Fraktion...
Und auch wenns keine Absicht ist, es gibt Leute die das stört, denen dadurch das Hobby verlitten wird...
Und solange eine Veranstaltung als "Historisch" oder "Mittelalterlich" ausgewiesen wird finde ich es eben denjenigen gegenüber unfair, trotzdem seinen Dickkopf durchzusetzen und als Ritter Kunibert der Geruchlose oder Groo der Blahbar aufzuschlagen.
Also, in diesem Sinne: JA zur Toleranz, aber bitte nicht nur für eine Seite und nicht als Ausrede für Faulheit, Egoismus und Selbstäuschung!
Sorry, aber bei so viel Sinnlosigkeit muß ich mich doch nochmal einklinken:
Michael, wenn Du den Thread von Anfang an gelesen hättest - und ich hoffe, Du bist dazu in der Lage, trotz der Probleme mit der korrekten Schreibweise von "Toleranz" - würdest Du wissen, daß die ersten Antworten genau das zum Zweck hatten, dem Anfänger eine kostengünstige Möglichkeit zum Einstieg ins Hobby zu geben (Eintrag Nr.2).
Zum Thema Toleranz: Wieder muß ich auf's Lesen hinweisen. Praktisch alle derartigen Fragen in den entsprechenden Threads (und es sind deren einige) wurden von Leuten, die schon etwas mehr Erfahrung in der Szene haben, sehr zuvorkommend und höflich beantwortet. Wenn dann aber immer die gleichen Ausreden (ja, es sind Ausreden) kommen, wird's halt vielen zu dumm. Und Verständnisresistenz und Intelligenzallergie sind leider sehr verbreitet...
Thema "sich gewisse Sachen nicht leisten können":
In nahezu jedem Hobby ist eine intensivere Beschäftigung mit demselben i.d.R. mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden. Wenn Du also den Marathon nicht nur bei Dir im Wald laufen willst, mußt Du in die Reisekosten zu einem "Event" investieren. Hochseeangeln wird ebenso eine teure Sache, wenn man z.B. in den Alpen wohnt.
Wieso sollte es also im Hobby "Mittelalter" anders sein? Wieso erwägen "alte Hasen" nur selten, Adel/Ritter/Panzerreiter etc. darzustellen?
Meine Anfängerklamotte hat ca. 150-200 gekostet. Weit weniger als der dämliche Anderthalbhänder, der jetzt als Staubfänger rumsteht, weil er für's Hobby kaum zu gebrauchen ist.
Dein Zitat trifft leider die Sache ebensowenig. Natürlich kann man sich über Geschmack nicht streiten, aber hier geht es darum, daß man sich auch über historische Fakten nicht streiten kann. Ernsthafte Beschäftigung mit welchem Hobby auch immer bedeutet, nichts hinein zu interpretieren. Beim Fußball stehen die Regeln in einem Buch z.B. der Fifa oder des DFB. Bei unserem Hobby eben in den entsprechenden Quellen. Und genauso wie beim Fußball die Verwendung großkalibriger Faustfeuerwaffen zur Abwehr des Gegners in den Regeln nicht explizit ausgeschlossen werden muß, muß dies für die Verwendung von Zweihändern im Hochmittelalter nicht getan werden.
verabschiedet Euch doch mal von der "Urban Legend" "A" is teuer..
das isses eben nicht!
OK - kauft Euch Schwert, Schild, Rüstteile, Kette Stulpenstiefel und ne Bauwoll und Panneesamtklamotte - werdet dafür nen 1000er beim Marktbeschicker los und versauft Euer Taschengeld beim Methändler beim nächsten Mittelaltermarkt.
Habt Spass - und fühlt Euch FREY.
oder investiert in wie schon von Suse und so vielen anderen geschrieben in ein paar Meter guten Wollstoff - etwas Leinen
ein paar gute Schuhe und nen Gürtel - alles incl Tischgeschirr etc für 400 Euro maximal -
näht ein bisschen mit der Hand - dauert wenn man sich bemüht nen Monat - auch bei Anfängern -
Ist es nicht schön, wie all die "A"-Päpste und "historisch korrekt"-Fanatiker einem Mut machen, sich für das Thema Mittelalter und seine Darstellung zu interessieren?!
Ich bin begeistert, von Eurer "Tolleranz" (oder gehört das auch zu historisch korrekten Darstellung?).
Aber klar, tut nur alles als "Rechtfertigung für nicht historisch korrekte Darstellung" ab und mach Euch bloss keine Gedanken darüber, dass sich ein Schüler oder Student (trifft mich nicht)evtl. gewisse Sachen nicht leisten kann und nicht jeder Zeit und Muße hat alles selbst zu bauen...aber das ist sicher nur eine Ausrede, gelle ;-)
De gustibus non est disputandum.
Gab's im Hochmittelalter eigentlich Frühmittelaltermärkte? Dann hätte ja ein Homi dort Frümi-Ausrüstung kaufen können!
Also, es gibt zwei Schienen, die ihr fahren könnt.
Zum einen praktische Tipps wie "für ne Robin-Hood-Verkleidung brauchst Du ne grüne Blickdichte Strumpfhose, ein grünes Wams und Mutters überbreiten 70erJahre-Gürtel"
Zum anderen: was weiß man, was hat man gefunden, was erarbeiten uns die Wissenschaftler, was kann ich als fundierte Vorlage heranziehen. Fundiert heißt begründet. Wunschdenken ist keine Begründung.
Dann kann man sich noch drei Fragen stellen:
1.Will ich auf Mittelaltermärkten einfach irgendwie dazugehören, damit ich schneller Freunde am Metstand finde? Dann reicht eine Verkleidung sh. oben.
2.Will ich ein Bild davon gewinnen, wie es zu einer bestimmten Zeit wirklich war? Dann reicht weder die Verkleidung noch ein Mittelaltermarkt.
3.Will ich in der Lage sein, anderen ein fundiertes Bild in Wort und Tat zu vermitteln?
Dann ist der Ansatz 2.) richtig, es wartet viel Arbeit und die Bereitschaft, immer wieder seine Meinung umwerfen zu lassen, ist dringend empfohlen. Ob das dann in Schulen, Museen, Unis oder auch auf den allfälligen Märkten geschieht, oder gar in Zivil als Führer in irgendeinem historischen Gemäuer steht einem ja frei.
Was ich für gemein halte, ist einem Anfänger Tipps Richtung "Verkleidung" sh. o. zu geben. Weil, vielleicht gewinnt er Freude am Erforschen und Weiterbilden. Und dann hat man ihn durch leichtsinnige Basteltipps dazu gebracht, viel Zeit, Geld und Mühe zum Fenster rauszuwerfen. Ist auch im richtigen Leben so: Etwas falsch zu machen ist oft genauso aufwendig wie es gleich richtig zu machen. Nur daß das Ergebnis für die Katz ist.
Ich finde, daß TV! zu schade ist, um es mit irreführenden Basteltipps zu füllen.
Warum kommen eigentlich immer die selben langweiligen und dummen Ausreden für den selben langweiligen und dummen Schlunz? Gibts nicht wenigstens mal was neues?
Alle diese Ausflüchte für schlechte oder falsche Kleidung und Ausrüstung sind schon in ...zig Threads gekommen, und immer widerlegt worden. Am besten da nachlesen aber nicht immer wie eine tibetanische Gebetsmühle wiederholen, das ist mittlerweile so unendlich fad.
.....könnte man auch ein Paar Gummistiefel mit Ponal einkleistern und mit Leinen überziehen, das sieht dann auch echt prima aus.Und Leinen ist auch noch "A"
Gruß Wolf www.gewandungen.de
Zitat:
"OK, mein letzter Eintrag in diesem Thread: Habt Spaß, tragt, was ihr wollt, findet immer neue Ausreden, aber bitte:
Nennt es nicht Mittelalter!"
OK, dürfen wir es dann "mittelalter-lich" nennen?
Was soll der Quatsch, es geht doch nicht um Ausreden, aber wenn man mit dem Hobby gleichwie erst beginnt, dann möchte man auch möglichst schnell an die Öfentlichkeit. Und wenn es dann noch nicht bis auf den letzten Faden perfekt ist, ist es auch egal.
Oder soll man sich so lange verstecken, das kann doch nicht Dein ernst sein...
Pax vobiscum
Mal zum Nachdenken: Ist es nicht vorstellbar, dass sich Ausrüstungsgegenstände über lange Zeit innerhalb einer Familie vererbt haben (besonders die teuren). Also könnte ein Kettenhemd innerhalb einer Familie durchaus über 100 Jahre immer weitergegeben worden sein (arme Ritter halt). Ist es nicht weiterhin vorstellbar, dass es - wie heute ja auch - "Paradisvögel" gegeben hat, die sich dem Modediktat weniger unterworfen haben oder Ihre eignen Vorstellungen (auch von Waffen) realisiert haben. Z.B. Warum sollte es 1223 nicht bereits Zweihänder gegeben haben, wenn ein professioneller Söldner beim nachdenken über sein Handwerkszeug evtl. auf die Idee gekommen ist, seinen Schwertgriff zu verlängern.
Das solche Sachen nicht in Funden auftauchen heisst noch nicht, dass es Sie nicht gegeben hat.
Wenn wir in 500 Jahren Gegenstand von Ausgrabungen werden sei dahingestellt, ob man belegen kann, dass sich die Menschen die Haare Pink gefärbt haben (manche zumindest). Aber dass das gemacht wird ist unbestritten.
Irgendwann im 19. Jh hat ein gewisser Jim Bowie eine völlig neue Messerform entworfen, weil es Ihm gerade in den Sinn kam. Dass daraus eine sehr populäre Form wurde mag gottweisswie zu begründen sein, aber wäre es nicht populär geworden, wäre ein Einzelfall geblieben, hätte man später auch gesagt, dass gab es nie?!?!?
Pax vobiscum
oh natürlich sind Bikerboots mit Gamaschen nicht wirklich "A", das ist mir auch klar. Aber sie sehen mehr "A" aus, als Springerstiefel oder Turnschuhe. Das lässt sich kaum verleugnen.
Lasst den Leuten doch bitte Ihre Kettenhemnden wenn sie Spass daran haben, auch wenn das gute Stück NICHT exakt so hergestellt wurde, wie man es damals tat (obwohl man sich schon erst überlegen sollte, was man damit macht)
Ich finde es schön, wenn jemand die Zeit und die Muße aufbringt, alles genauso mit genau den Mitteln zu machen, wie man es im Mittelalter nun mal getan hat, obgleich da einige Zweifel bei mir aufkommen. Überlegt mal: man kann Stoffe so weben und behandeln, wie damals. Man kann Kettenhemden flechten wie damals und man kann von mir aus auch Schwerter sschmieden wie damals. Aber eines macht warscheinlich keiner wie damals: Wohnen und arbeiten!. Also bleibt immer ein wenig "A" auf der Strecke (möglicherweise sogar schon bei den Werkzeugen, die zum Bearbeiten benutzt werden).
Ich finde, man muss solche Sachen nicht immer bis zum Excess führen und letztlich soll es Spass machen und nicht zum Zwang werden. Und wenn ich dabei finde, dass meine Stulpenstiefel und meine olivgrüne Tunika mit Kaputzenmantel "trefflich" aussehen (auch wenn die Wolle Industrieproduktion und maschinengenäht ist), dann lasst mir den Spass (immer noch besser als Springerstiefel;-))
Zum Thema (Stulpen-)Stiefel verweise ich auf folgende Seiten
Ich finde es übertrieben, jedes nicht vernietete Kettenhemd gleich entschieden abzulehnen. Wenn nur noch vernietete akzeptiert würden, bliebe von der deutschen (militärischen) HoMi-Szene sicherlich nicht viel übrig. Selbst anspruchsvolle Gruppen lehnen solche Kettenhemden derzeit nicht ab, soweit ich dazu im Internet Informationen gefunden habe. Es ist halt - wie so oft - ein Kompromiss. Nicht jeder hat das Geld, allein für die Kettenpanzerung aus vernieteten Ringen 1.000 auszugeben, zumal wenn man noch nicht recht weiß, wie sehr einem das Hobby auf Dauer zusagt. Ein Kettenhemd aus (rostendem) Stahl mit nur gebogenen Ringen sieht zumindest aus einigen Metern kaum anders aus als ein vernietetes. Ein verzinktes Kettenhemd wirkt da schon sehr viel auffälliger.
Es ist immer eine Frage des persönlichen Anspruchs oder des Anspruchs, den eine Gruppe an ihre Mitglieder stellt. Ich finde es schon erfreulich, wenn jemand hinsichtlich Rüstung und Kleidung nach Schnitt, Typ und Farbe stimmig ausgestattet ist und klar einer bestimmten Zeit und einem bestimmten "Darstellungstyp" zugeordnet werden kann.
Zur ursprünglich gestellten Frage:
Man sollte sich stets erst überlegen, welche Art von Person (vergröberte Bsp.: Bogenschütze, Ritter, Bauer, Handwerker) aus welcher Zeit man darstellen möchte (auf zumindest 50 Jahre genau). Dann recherchiert man, welche Ausrüstung dazu passt. Ein Kettenhemd beispielsweise wurde kurzärmelig von ritterlichen Kämpfern jedenfalls ab dem 12. Jahrhundert nicht mehr getragen. Ab dieser Zeit müsste es auch meist knielang und vorne und hinten geschlitzt sein. Es gibt noch weitere spezifische Merkmale. Bei einem einfacheren Kämpfer ist ein kurzärmeliges und kürzeres Kettenhemd dagegen bis ins Spätmittelalter möglich. Im Hochmittelalter wäre ein einfacherer Kämpfer aber eher nur mit einem Gambeson ausgestattet. Je nach Zeit und Typ gehören natürlich auch bestimmte Helm- und Schildtypen zur Darstellung. Diese eher groben Merkmale sind schon aus weiter Entfernung klar erkennbar und sollten wirklich beachtet werden, wenn man zumindest ein geringes Interesse an Authentizität hat. Auf den nächsten Stufen kann man sich dann etwa überlegen, wieviel Wert man auf Fragen wie Handnaht/Maschinennaht oder gar Art der Färbetechnik etc. legt.
Jedenfalls ist es sehr wichtig, sich erst alles gründlich zu überlegen und dann einzkaufen bzw. zu basteln. Das erspart einem Enttäuschungen.
Berthold
Nichts für ungut, Philipp, aber der Tip mit dem Rotwein ist genauso gut - oder schlecht - wie der weiter unten mit den Gamaschen über die Bikerboots.
Fakt ist, ein unvernietetes Kettenhemd aus Federstahl hat nix mit dem Mittelalter zu tun, es sieht auch nach Rotweinbehandlung komplett anders aus. Wer jemals die feine Arbeit eines erhaltenen Kettenhemdes aus dem 14. oder 15. Jh. gesehen hat (Bild z.B.: www.hochmittelalter.net/Projekte/[ ]/v03010021.jpg
hallo.
ich hab mir selbst ein kettenhemd gebaut, und weiß was das für eine sch... arbeit ist. daher mein hinweis: du wirst niemals einen für deinen aufwand angemessenen preis erhalten. mittlerweile bekommt man ketenhemden für 120 euro (kinderarbeit aus indien), und DEINE arbeitszeit ist doch wohl einiges mehr wert, oder? mein tip: leg das teil für ein paar tage in rotwein ein. am besten billiger mir hohem säuregehalt. dann werden die ringe zumindest mal schwarz. das sieht dann ziemlich a aus, und wenn ich das richtig verstanden habe geht es dir wohl eher ums aussehen als um das material.
ich hoffe, dass ich nun nicht von den "hardcore-a-vertretern" zerfleischt werde, aber jeder der mal draht gewurmt, geschieden und dann gebogen hat kann das hier sicher nachempfinden.
stell's einfach mit 1 Euro Startgebot rein, der Preis pendelt sich dann schon ein. Nachdem es neue Hemden für teilweise unter 200 zu kaufen gibt, solltest Du nicht allzu optimistisch sein, was den erzielbaren Preis angeht.
Ringe zum Vernieten gibt's z.B. bei Fabian Lange vom TV-Admin-Team (Fabian im Chat), da hab' ich meine auch her.
Nichtsdestotrotz solltest Du vielleicht das Kettenhemd zurückstellen und mit einer Zivilkleidung beginnen, nackt nur mit Kette kommt auf Veranstaltungen nicht unbedingt toll ;-)