In diesem Falle hätte ich Dir ebenfalls Herrn Geibig empfohlen. Ich hätte Dir da eine Telefonnummer, das kommt Billiger...
Er hat mal in einem Vortrag diverse, zum Teil recht aufwändige Griffbelegungen (rekonstruiert anhand von Fundstücken) gezeigt. Er könnte Dir sicherlich mit Bildmaterial aushelfen.
Noch kurz zu den Beispielen auf meiner Seite, bevor jemand meckert:
Bei meinen Wicklungen an Schau- und Freikampfwaffen lege ich hauptsächlich Wert darauf, das sie nicht zu teuer werden und in der Praxis taugen. Deshalb standartmäßig breite und meist schwarze (werden im Gebrauch sonst sowieso schwarz) Lederriemen. Ich verwende meist modernes, recht dünnes und weiches Leder mit griffiger Oberfläche.
Historische Griffe sind aber meistens, wie bereits gesagt, weit aufwändiger gemacht.
Euer Traumschmied
danke für den Tipp. Das Buch klingt sehr vielversprechend, liegt leider mit 128 Euronen (habe gerade beim Verlag nachgeschaut) leicht ausserhalb meines Etats.
Werde ich mir mal für später vormerken und zunächst versuchen, das Buch über Fernleihe etc. zu bekommen.
Moin,
auch hierzu empfehle ich:
Alfred Geibig,
Beiträge zur morphologischen Entwicklung des Schwertes im Mittelalter
Neumünster, 1991
Wachholtz Verlag
Der Geibig geht auch speziell auf den Gefäßaufbau ein und bietet einen möglichen Aufbau einer Hilze an. Dürfte gerade für dich als FrühMi spannend sein.
Pax, Timm
erst einmal danke für Deine Antwort!
Da habe ich doch gleich mit das Wichtigste vergessen (rotwerd)...
Ich habe hier sowohl ein Wikingerschwert (Ganz vage Ähnlichkeit mit Petersen "U", Wolkenknauf, gerade Parierstange, etwa 9-10 Jahrh.) als auch ein Modell mit Scheibenknauf (12. Jahrh.), beides recht mittelmässige Ausführungen mit schwarzem Griffbezug, der mehr nach Folie aussieht. Allein eine passable Griffwicklung würde sie zumindest so aufwerten, dass sie wenigstens als Deko taugen. (Von ausbalanciert kann kaum die Rede sein...)
Orientiert hatte ich mich bisher z.B. an den Mustern von Paul Binns (relativ schmale Lederstreifen). Jetzt habe ich mal auf Deine Seiten geschaut - Hut ab! Habe ich gleich gebookmarkt. (Ich hatte eigentlich vor, mir im nächsten Jahr ein PB zuzulegen - jetzt überlege ich ob ich nicht noch etwas länger spare... Deine Schwerter sind verlockend!)
Du hast beim Dybäck-Schwert breitere Streifen genommen - sieht auch sehr ansprechend aus.
Welche Technik schlägst Du vor? (Im Pampers-Zeitalter sind Wickelspezialisten ja ohnehin Mangelware...)
Zunächst die obligatorische Frage: Welche Zeit, welcher Schwerttyp?
Über Griffbezüge weiß man allgemein nicht viel. Besonders bei frühen exemplaren (und auch bei vielen jüngeren) waren die Griffbezüge soweit ich weiß meist wesentlich aufwändiger gemacht, als man dies von den gängigen Herstellern (wobei ich mich selbst nicht ausschließen möchte) kennt.
Euer Traumschmied
das ist meine erste Frage hier (bisher habe ich immer begeistert mitgelesen). Ich hoffe die richtige Rubrik getroffen zu haben.
Wie wird die (Leder-)Umwicklung an einem Schwertgriff historisch korrekt angebracht?
In vielen Literaturquellen (wie Osprey-Bände) gibt es zwar haufenweise "Explosionszeichnungen" von Schwertern/Schwertgriffen. Nur zur Art der Wicklung habe ich noch nichts aussagekräftiges gefunden.
Eine gut gewickelte Replika sieht ja von außen aus, als habe der Lederstreifen keinen Anfang und kein Ende.
Wird das Leder z.B. feucht aufgewickelt? An einem Ende überlappt und am anderen irgendwo hindurchgezogen?
Über Tipps/Links würde ich mich sehr freuen
HaiTabu