ich will nicht unnötig darauf herumreiten, aber es könnte sich ja auch um ein Missverständnis hinsichtlich der Klasifizierung und Einordnung von Quellen handeln, deshalb:
Zum einen sind gerade Sagen - wie Ivain ja schon geschrieben hat - durchaus voll von Beschreibungen und Charakterisaierungen nicht realer Dinge, um die Fremdheit des geschilderten Wesens oder die Außergewöhnlichkeit des geschilderten Ereignisses zu beschreiben.
Desweiteren handelt es sich bei Schwab um eine um ca. 2300 - 2500 Jahre nach Entstehen verfasste und literarisch bearbeitete ßbersetzung respektive wohl sogar Neufassung. Ich weiß es nicht, aber ich bezweifle, dass hier der text noch akkurat einen Originaltext wiedergibt. Damit ist es als Quelle aus mehreren Gründen untauglich.
Doch, auch und grade in Sagen kommen Dinge vor, zu denen es keine reale Entsprechung gab.
Wovon berichtet denn die Amazonensage ?
Von einem unglaublichen fremden Volk von FRauen, weit weit weg.
Was läge näher, um diese Fremdheit zu unterstreichen, als ihnen neben dem Kernthema auch weitere fremde Riten, und eine ebenfalls fremde Sachkultur anzudichten ?
Du hast natürlich Recht, dass Sagen keine wissenschaftlich fundierte Grundlage darstellen. Aber ich gehe davon aus, dass in zeitgenössischen Sagen auch nichts vorkommt, was es nicht irgendwie in einer gewissen Form und weise gab. Kann mir zumindest nicht vorstellen, dass die Autoren der Sagen gänzlich abstrakte Waffen für ihre Charaktere erfanden.
Und ja, gegen Ende des Threads wurden tatsächlich auch einzelne Anwendungsgebiete erwähnt. (Im Gegensatz zu einem der ersten Postes). Ich wollte einfach verdeutlichen, dass die Doppelaxt nicht eine Sondererscheinung von einzelnen betrunkenen Schmieden war, sondern durchaus eine lange Vergangenheit, die sich über weite Regionen erstreckt aufweist :-]
Und was den Einsatz angeht: Ich habe schon mit einer relativ kleinen Gebrauchs- Doppelaxt, einer namhaften deutschen Schmiede gearbeitet. Ich muss sagen, dass eine Doppelaxt in Sachen Handling durchaus Vorteile, gegenüber einer asynchronen aufweist! Obwohl das möglicherweise auch nur Geschmackssache ist, aber ich fand, dass sie außergewöhnlich gut in der Hand lag, und sich gut führen lies (und ich habe mich damit nicht selbst verletzt ;-) )
so grundsätzlich, wie von Dir bemängelt, ist doch die Existenz von Doppeläxten gar nicht bestritten worden, vielmehr wurden doch z.B. Byzantinische Reiter genannt.
Allerdings wäre ich sehr vorsichtig mit der Bezugnahme auf Gustav Schwab und den Sagen des klassischen Altertums. Schon die Existenz der Amazonen an sich, ist nicht ganz unumstritten, viel mehr gilt dies noch für ihre Ausrüstung und dergleichen. Entscheidend ist jedoch, dass Schwabs “Sagen des klassischen Altertums” eben eine Sagensammlung darstellt und kein wissenschaftliches Werk über die Amazonen oder sonstwen. Nichtsdestotrotz kann es niemals schaden, die klassischen Sagen zu kennen, deshalb: gutenberg.spiegel.de/schwab/sagen/schsagen.htm und frohes Lesen!
Das Image der Doppeläxte hat leider durch die heutige Hollywood- und LARP Verwendung sehr gelitten. Ich will hier auch gar keine Wikinger Klischees verteidigen. Aber der Doppelaxt gleich nachzusagen, es hätte sie nie gegeben, halte ich für eine ungerechte Bestrafung, da sie ja auch nichts für die Hollywood Regiseure kann.
Beispielsweise sind Doppeläxte (die optisch durchaus gut in ein Black Metal Video passen würden!) bei den Osmanen durchaus üblich gewesen. Wie gesagt auch einhändig geführt, und nicht in der Gimli-Größe.
Hier sind beispielsweise gleich 3 Originalfunde von derartigen ßxten:
Von mir im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien fotografiert.
Weiters schreibt Gustav Schwab in seinem Buch “Sagen des klassischen Altertums” von (evtl rituell verwendeten) Doppeläxten bei den Amazonenkriegerinen.
Es gibt weiters einen Bodenfund der den Wikingern zugeschrieben wird, der durchaus als “Doppelaxt” interpretiert werden kann. ßhnelt zwar nicht den Hollywood ßxten (Die Axtblätter sind klein und asynchron) aber es ist dennoch eine Doppelaxt.
Möchte hier gar nicht die Doppelaxt für Mittelalertliche Darstellung verteidigen, aber ihr nur aufgrund eines Klischees, das über sie verhängt wurde, jede Existenz zu verweigern halte ich wie gesagt für ungerecht ;-)
(Mal ganz davon abgesehn, dass der Post-Schreiber sie ja auch gar nicht für Darstellung, sondern für ßbungszwecke verwenden wollte^^)
Also zur Verwendung der Doppelaxt kann ich nur sagen:
Die eignen sich super um Laminat an engen Stellen anzudrücken. Ein großes “Daumenhoch” für die Dobbelbartaxt in dieser Situation ;)
Die Dobbelbartaxt ist heut zu Tage eine Modere, Kanadische Holzfälleraxt, die gerne und gut zum Axtwerfen geeignet ist. Es gibt aber, soweit ich weiß, einige Funde (oder einen Fund) zu Doppelbartäxten, und zwar aus der Steinzeit (waren wohl eher rituell im Einsatz)
Soviel zur Theorie der Doppelbartaxt.
Die unten genannte Beschreibung ist schon nicht schlecht, doch finde ich, fehlen mir einige sachen drin.
Also:
Nimm n Ausgangsmaterial… so n 30×20 iger Flachstahl, den stauchst du beidseitig an (um Material “zu gewinnen”). Dann Meißelst du in der Mitte des Stahls n Langloch rein, und spreitzt es mit einem Augendorn (also eine Positivform des Axtstiels).
Das Axtauge kannst du dann, wenn du den Dorn drin hast, auch noch weiter bearbeiten.
Die Enden des Flachstahls “fächerst” du nun mit der Hammerfinne, (also ziehst den Stahl aus, damit er breiter wird.) Diese Riefen schmiedest du nun mit der Hammerbahn platt… naja.. und das solls dannn im groben gewesen sein.
sie vom Pferd herab benutzt wurden, und dabei es günstig ist, wenn die Hiebrichtung egal ist. Und ob man jemanden mit einem Schlag kampfunfähig macht, hängt ja wohl eher vom Schlag und dem betroffenen Körperteil bzw. meiner Technik ab, denn von der Grösse der Waffe.
Ne “zweihändige” Axt fällt wohl eher in den Bereich Stangenwaffe, die man dann zu Fuss nutzt, und auch hier muss das Blatt weder riesig noch gar zweiblättrig sein.
Riesige zweiblättrige ßxte stehen einem Gimli gut an, aber sonst wohl nicht vielen.
Eine Doppelaxt bzw. zweiblättrige Axt kann nur eine Zweihandwaffe sein, denn ansonsten ist das zweite Blatt sinnlos. Man wird sie wohl vor allem benutzen, um den Gegner mit einem einzigen Schlag kampfunfähig zu machen. Für alles andere ist sie zu schwer!
Ah danke. Das hilft mir schon weiter. Nun würd ich noch gerne wissen wie groß der Stahlstab mindestens sein muss und wie groß das Loch so ca sein sollte.
Tja, nun ich weis aber leider auch nicht wie ich das axtblatt machen soll. Ich will ja nicht ne “normale” axt sondern eben so eine Doppelaxt wie man sie in dem Bild sieht bzw so in der art. Ich habe es schon einmal versucht. Allerdings hat sich das Stück eher in die länge ausgedehnt anstadt dass es zur seite Gewachsen ist. Ich suche jetzt halt wen der mir sagen kann wie ich das Stück bearbeiten muss, dass es sich mehr zur seite als in die länge ausdehnt. Und wenns geth noch wie ich dann später diese specielle Form hinbekomme.
dann mach doch einfach erstmal das axtblatt. niete dann eine eisenlasche horizontal hinten in der mitte des blattes an, und treib den stiel dann durch die lasche.
wenn das teil dann mit der lasche nach hinten an der wand hängt dürfte das doch “seeeeeehr ambienteträchtig” aussehen.
Ich betreibe ja auch garkeinen schaukampf oder sowas in der art. Ich will mir eine Doppelaxt für meine Wand machen, habe aber keinen Plan wie das gehen ich da vorgehen soll um die form hinzubekommen. Für schaukampf verwende ich eh das falsche Eisen.