nochmal kurz:
also, am kommenden sonnatg werden jürgen und ich wieder da sein.
ich werde ein paar pasteten machen und jürgen schenkt wieder unterschiedlichen gewürzwein aus.
ich zeige unterschiedliche handarbeitstechniken und hab wieder ein paar nette sachen aus dem 'durchschnittlichen' haushalt des späten 15ten dabei :-)
viele grüße und dann ja vielleicht bis sonntag ;-)
nadine
hallo karen
schön, dass es dir gefallen hat :-)
für die verlängerung hat robert mich um eine weitere hauswirtschaftliche 'darbietung' gebeten...die ich nur zähneknirschend angenommen habe.
aber ich hoffe, mit fällt noch etwas nettes ein, womit ich euch dann beglücken kann :-)
Ich fand die Modenschau auch sehr interessant, und ich muß dazu sagen, daß ich deswegen extra weniger Zeit in Herzberg verbracht habe, nur um pünktlich um 16 Uhr in Göttingen zu sein.
Ist schon geplant, was es in der Verlängerung der Ausstellung für Veranstaltungen geben wird?
hallo zusammen
doch noch eine kurze rückmeldung von mir :-)
mir hat es auch sehr gut gefallen und ich finde, dass zur verlängerung der ausstellung ruhig noch iene modenschau kommen könnte (das ist weitaus weniger stressig, als stundenlang fingerfood vorzubereiten, dass dann in 2 stunden aufgefressen ist).
wie rollo shcon treffend sagte, war es sehr schön und ich würde mich freuen, euch das eine oder andere mal wiederzusehen :-)
ja...., da Nadine nichts mehr von der "Gutingi-Front" schreibt werde ich jetzt mal diesen Part übernehmen.
Also am letzten Wochenende gab es eine Modenschau angefangen im FMA bis hin zum SMA.
Wir, die Models, hatten schon arges desinteresse bei den Göttingern befürchtet..... von wegen das Wetter ist zu gut - die gehen alle ins Freibad......
Pustekuchen!!!
Gegen allen Erwartungen waren beide Modenschauen sehr gut besucht.
Viele der Besucher haben uns anschl. erzählt das sie diesen Termin auf keinen Fall versäumen wollten. Das Publikum war nicht nur sehr interessiert sondern auch ziemlich "Fachkundig".
Was bedeutete das wir (die Darsteller) anschl. noch relativ lange Fragen der Besucher beantworten mussten.
Fazit: Eine sehr gelungene Veranstaltung auf einem hohen Niveau.
Bitte gebt uns mehr davon!!!
Auch möchte ich es nicht versäumen, alle anderen Models zu grüßen, es war schön, mit Euch, diese "Multi-Period-Modenschau" zu machen.
Diesen Sonntag waren deutlich mehr Leute da als am letzten, was einerseits damit zusammenhängen könnte, "daß Essen immer gut ankommt" (was einige meinten), vielleicht aber auch daran, daß es am Samstag noch einen Artikel in der Zeitung gab. Das darin angekündigte Brot mit 50% Emmer, das am Sonntag verkauft werden sollte, war aber anscheinend schon nach einer halben Stunde ausverkauft.
War nett und hat mich auf Ideen gebracht (ob sich dieses Zwiebelrezept auch so abwandeln läßt, daß man es im Kugeltopf kochen kann?).
Ich bin jedenfalls schon gespannt auf den nächsten Sonntag.
Bis denn
Karen Thöle
Ich wollte nur nochmal ein kleines bisschen Werbung für diesen Sonntag (und natürlich auch alle folgende) machen ;-)
Ich freue mich shocn farauf, den einen oder anderen von Euch zu sehen....Ich habe eben noch den Clairet abgefüllt und bei der Gelegenheit probiert: schon alleine deswegen lohnt es sich ;-)
Das mit der lebendigen Geschichte, die Du ansprichst, sind wahrscheinlich die Zusatzveranstaltungen, die es immer sonntags gibt. Die Termine sind auch auf dem Link zu finden, den ich weiter oben gesetzt hatte; ich hab die Punkte, die noch kommen, aber der Einfachheit halber mal hierhin kopiert:
"So., 26. Juni 2005, 11.00 bis 18.00 Uhr
Mittelalterliche Hauswirtschaft
Nadine Schulz (Göttingen) und Jürgen Koitek (Fernau) bieten "Fingerfood" sowie Getränke an und erläutern ihre Bestandteile und Herstellung.
So., 3. Juli 2005, 11.00 bis 18.00 Uhr
Mittelalterliche Töpferei
Johannes Klett (Fredelsloh) zeigt historische Töpfertechniken und bietet getöpferte Repliken nach originalen Vorbildern aus Gutingi zum Kauf an.
So., 10. Juli 2005, 12.00 und 16.00 Uhr
"Modenschau" vom frühen zum späten Mittelalter
Die "Interessengemeinschaft zur Darstellung frühmittelalterlichen Lebens" (Hannover), "honovere 1470" (Hannover) und das "Projekt Westfali" (Duisburg) führen Kleidungsstücke vom frühen bis zum späten Mittelalter vor und erläutern Trageweise, Materialien und Geschichte.
So., 17. Juli 2005, 11.00 bis 18.00 Uhr
Bronzegießerei und Lederbearbeitung
Ute und Sven Mündel (Goslar) demonstrieren verschiedene Arbeitsschritte des historischen Bronzegusses und stellen Gürtel und Schuhe nach mittelalterlichen Vorbildern her.
So., 24. Juli 2005, 11.00 bis 18.00 Uhr
Mittelalterliche Schmiede und Münzprägung
Kai Hobein (Holzerode) und Anette Strohmeyer (Göttingen) zeigen Schmiedetechniken und prägen nach Originalvorlagen Göttinger Hohlpfennige"
Die erste Veranstaltung (Brettchenweben und Gewichtswebstuhl) hab ich leider verpaßt, bei der zweiten, der Knochenschnitzerei, war ich aber da.
Der Knochenschnitzer hatte im Innenhof aufgebaut, hatte einige Nachbauten eines Göttinger Dreilagenkammes von ca. 1120 dabei sowie einige Kämme (Dreilagen- und Langzinkenkämme), Würfel und Spielsteine nach anderen Vorlagen. Die Verarbeitung hat er überwiegend erklärt; weil er dachte, er würde im Innenraum aufbauen, hat er sich nichts zum Vorführen der Arbeit mitgenommen. Da er normalerweise einen Germanen des 1. Jahrhunderts darstellt, hatte er leider keine zum Kamm von 1120 passende Kleidung.
Auf die anderen Veranstaltungen bin ich gespannt, weiß aber auch nichts genaues drüber. Und das beantwortet auch die Frage von David: Ich habe keine Ahnung, was für Repliken und aus welchen Epochen am Sonntag gezeigt und verkauft werden.
Hallo Karen,
unser Verein hat für die Ausstellung die die Textilen Reko-Leihgaben und Schuhe zu Verfügung gestellt. Es soll auch irgendwie ein Programm mit lebendiger Geschichte geben, hast Du da Info´s zu gefunden?
Viele Grüße
Sylvia
Anfang Juli ist ja ein Töfer dort, der wohl auch Rekonstruktionen von in Göttingen ergrabenen Keramiken anfertigt und verkauft.Wäre ja regional für uns durchaus spannend. Meinst du, daß sich das auch auf den von dir erwähnten Zeitrahmen begrenzt? Vielleicht hast du ja dort "vor Ort" etwas mitbekommen... :o)
Ich war am Sonntag nochmal da. Und inzwischen weiß ich auch, warum so wenig Sachen aus dem 13. Jahrhundert dabei sind.
- Die Ausstellung konzentriert sich auf die Funde eines einzigen (wenn auch großen) Grabungsareals, das das "alte Dorf" Gutingi repräsentiert, das schon lange vor der Gründung der Stadt Göttingen existierte und auch noch einige Jahrhunderte neben dieser her existierte, bis es schließlich von der wachsenden Satdt geschluckt wurde. Aus dem übrigen Göttingen sind keine Exponate dabei (auch nicht die schon genannte Blockflöte).
- Das Grabungsareal hat nur die "Hinterhöfe" der Häuser erwischt, weil an der Stelle, wo die Wohnhäuser standen, auch heute noch oder wieder (unterkellerte) Häuser stehen. Der Straßenverlauf ist nämlich ungefähr gleichgeblieben. Auf diesem Grabungsgelände hat man Grubenhäuser von bis einschließlich etwa 1120 gefunden, und jüngere Funde nur in tief gegrabenen Kloaken. Und da ist leider fast nichts aus dem 13. Jahrhundert dabei.
Also keine böse Absicht der Ausstellungsmacher ;o) Für andere Zeiten ist es dafür sicher keine schlechte Ausstellung.
danke für deinen Bericht.
Auch wenn nicht viel aus dem 13. Jhd. dabei ist, werden wir wohl trozdem mal hinfahren. Interessant ist es allemal und ein schöner "Ausflug" ist ja auch was wert...;o)
So, nun war ich da, und mußte leider feststellen, daß für mich (mit Interesse am 13. und 14. Jahrhundert) nicht wirklich viele interessante Objekte dabei waren.
Es gibt einige Vitrinen mit Objekten von etwa 600 n. Chr., dann etliche Gegenstände von ca. 1100, eine ganze Menge Gläser von ca. 1600 und einige Vitrinen mit Stücken aus der Barockzeit. Fürs 13. und 14. Jahrhundert überraschend wenig; das interessanteste für mich waren die 25 kleinen Knochenwürfel aus dem 14. Jahrhundert, die - wenn ich mich nicht irre - zur Knochenschnitzerwerkstatt gehörten, die in Göttingen ausgegraben wurden. Die Flöte, auf die ich mich schon gefreut hatte, war übrigens nicht dabei.
Interessant könnte die Ausstellung vor allem für Leute sein, die sich mit dem Knochenschnitzen beschäftigen, denn dazu gab es neben den schon erwähnten Würfeln auch eine ganze Reihe verschiedener Kämme und Kammfragmente sowie der ganze Abfall und die Rohmaterialien zu sehen.
Ergänzt wird die Ausstellung der Fundstücke durch eine ganze Reihe von Rekonstruktionen: ein Gewichtswebstuhl (zur Verfügung gestellt vom Freilichtmuseum Oerlinghausen); eine Kleiderpuppe mit Schuhen, Ober- und Unterkleid, Schleiertuch, Gürtel und Fibel; in einer Vitrine zwei wendegenähte Schuhe; der Weg, wie ihn die Bewohner des Dorfes Gutingi angelegt hatten; ein Film, der die Lage der ausgegrabenen Häuser sowie den Aufbau von einem von ihnen zeigt.
Auch eine Kinderecke gibt es. Die Fragen mit den Antworten zum Hochklappen erinnerten mich an Düppel. Das Computerspiel, in dem man selbst virtuell eine Ausgrabung ausführen und dann eine Ausstellung vorbereiten kann, lehrt zunächst mal Geduld und dann vor allem Begriffe und Inhalte zur Steinzeit, das Neueste, was man dort finden kann, ist "Wikingerzeit".
Ich habe gerade festgestellt, daß es in Göttingen vom 11.6.-7.8.2005 eine Ausstellung "Gutingi - vom Dorf zur Stadt" gibt, mit dem Untertitel "Neueste Ergebnisse der stadtarchäologischen Arbeit".
Ich war noch nicht da, erwarte mir aber interessante Exponate, weil die Stadtarchäologie in Göttingen in den letzten Jahrzehnten doch sehr aktiv war und unter anderem so spektakuläre Dinge wie die nur wenig beschädigte Blockflöte aus dem 14. Jahrhundert ans Licht gebracht hat.
An jedem Sonntag gibt es noch zusätzliche Aktivitäten. Öffnungszeiten, Räumlichkeiten sowie Informationen zum Rahmenprogramm gibt es unter www.paulinerkirche-goettingen.de
Wenn ich da war, werde ich mich nochmal melden.
Bis denn
Karen Thöle
Im Jahr 2004 wurden in Inningen bei Augsburg mehrere Gräber aus dem 7. Jhd. gefunden. Sie enthielten ausgesprochen reiche Grabbeigaben, darunter z.B. tauschierte Gürtelbeschläge, zahlreiche Waffen und auch drei Gläser.
Das Eiserne Kreuz - Geschichte einer Auszeichnung
von 1813 bis zur Gegenwart
Das Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen zeigt in Minden eine vom Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow konzipierte Ausstellung zur Geschichte der volkstümlichsten und international wohl bekanntesten preußischen Auszeichnung.
Unabhängig von soldatischem Dienstgrad und zivilem Stand verliehen, steht das Eiserne Kreuz in unmittelbarem Zusammenhang mit den preußischen Staatsreformen nach 1806 und dem modernen Gedanken der allgemeinen Wehrpflicht.
Auf einer Ausstellungsfläche von über 200 qm werden über 200 Exponate, darunter Orden, Ge-mälde, Uniformen, Fahnen und unterschiedlichste Erinnerungsobjekte zur Geschichte des Eisernen Kreuzes, von seiner Stiftung im Jahre 1813 bis hin zur Gegenwart und seiner Verwendung in der Bundeswehr, zu sehen sein.
Zahlreiche Ausstellungsstücke stammen aus den Beständen des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden und aus der stadtgeschichtlichen Sammlung der Zitadelle Spandau.
Auch aus der Sammlung des Preußen-Museums konnten interessante, bislang noch nicht gezeigte Exponate ergänzt werden.
Die Objekte stellen die wechselhafte Geschichte dieser Auszeichnung vor dem Hintergrund der politisch-gesellschaftlichen Umbrüche im 19. und 20. Jahrhundert dar. Sie verkörpern den Wandel der politischen Einbindung des soldatischen Dienstes ebenso wie die persönlichen Schicksale ihrer Träger.
Der nach 1945 eingetretene Wandel in der Bewertung soldatischer Tugendbegriffe findet in der zuvor bereits in Wilhelmshaven und Gatow gezeigten Ausstellung eingehende Betrachtung und regt mit ihrem bewusst kritischen Ansatz zu differenzierter Auseinandersetzung an.
Dass dabei ebenso wenig die einseitige Verdammung wie die unreflektierte Verherrlichung bei der Bewertung zugrunde gelegt werden dürfen, wird deutlich.
Die Ausstellung "Das Eiserne Kreuz - Geschichte einer Auszeichnung" wird im Preußen- Museum am Simeonsplatz vom 23. Januar bis 4. April 2005 zu sehen sein.
(Außer Mo. und Fr. täglich zwischen 11 und 17 Uhr)