@Andreas:
Vorab: Als guter Freund der Perschaus glaube ich nicht, dass sie irgendetwas verheimlichen wollen, dafür sind sie viel zu nett und ehrlich. Aber wenn sie DIR erzählen, dass der Spaten verschweißt ist, dann heißt das noch lange nicht, dass das hier öffentlich rumposaunt werden muß!!! So liest sich das, als ob das Teil absichtlich (um Geld zu sparen, weil die beiden keine Ahnung haben, was auch immer) falsch bestellt worden wäre. Fakt ist aber, sie haben es erst im Nachhinein erfahren, das war so nicht mit dem Schmid abgesprochen und entsprach nicht den Vorgaben! Das ist einfach keine Art und Weise mit Informationen umzugehen. Nur weil man mit anderen über dies und das spricht, heißt es noch lange nicht, dass man diese Info gleich weltweit verteilen muß. Ich weiß z.B. von x-Leuten hier, wo was an welchem Helm geschweißt wurde, von anderen Fehlern ganz zu schweigen, einfach weil sie es MIR und halt nicht der ganzen Welt offen und frei erzählt haben. Trotzdem werde ich darüber nichts schreiben. Das hat was mit Vertrauen zu tun. Ich gehe mal nicht davon aus, dass der Eintrag böse gemeint war, aber vom feinen Stil zeugt das nicht. Das schaut so verdammt nach Bloßstellung aus. Vielleicht mal drüber nachdenken.
Ein paar Überlegungen zum hölzernen Blatt:
Ist es möglich daß der Spaten nicht aus einem Stück gemacht wurde?
Die seinerzeitigen Dinger waren gewiß nicht so stabil und belastbar wie die heutigen mit Metallblatt/-tülle.
Ein Verschleißprodukt wurde doch eigentlich Material-/zeit-/kostengünstig gefertigt.
War das Blatt zweiteilig und um den Stiel geleimt (genietet)? Könnte die breite, hufeisenförmige Eiseneinfassung nicht nur der Kantenhärtung bzw, dem Kantenschutz, sondern auch zur Stabilisierung der zwei Blatthälften dienen, um sie vor einem Splittern zu bewahren?
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis; ie genôte
Ich habe mit Michael bereits Kontakt aufgenommen, und würde mich über Feedback speziell von Dir, Timm ;), sehr freuen, da so ein Teil doch mal ganz praktisch wäre ;)
Gruss, Jens
Moin, ich mache demnächst für einen Freund ein solches Spateneisen (allerdings nach einem ungarischen Fund). Ich werde dann über die Ergebnisse bericheten.
Pax, Timm
Tolles Thema :o)
Nach so einem Spaten lechze ich auch schon eine geraume Weile.
Die Stielformen sind recht vielfältig:
Bei Herrad Um 1180) ist ein Stiel zu sehen, wie wir in heute gewohnt sind (T-Stiel). Um 1200 und für die ganze 1. Hälfte des 13. Jh. gibts zich Abbildung mit dem D-Stiel. Im Sachsenspiegel (um 1330)gibts auch einen runden Knauf mit Loch (O-Form) zu sehen und in der Wolfenbütteler Version des Sachsenspiegels gibts einen Spaten (oder eher eine Schaufel?) ganz ohne Stiel.
Befgestigt wurde das u-förmige Eisenblatt mit (mindestens) zwei Nieten oder Nägeln oben an den Seiten des Eisenblattes.
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis; ie genôte
So ich habe das ganze Net durchsucht und finde niemanden, der Spaten oder Schaufeln verkauft, macht oder vertreibt.
Ich suche also einen Spaten, wie wir ihn von mittelalterlichen Abbildungen aus dieser Zeit kennen.
Ein Schildförmiges Ende mit einem Eisenbeschlag, einem Stiel der trapezförmig in den Griff übergeht.
So kenne ich ihn. Falls jemand andere farianten kennt ...alles sagen bitte ;)
handwerklich bin ich leider nicht so begabt, mir einen solchen selbst zu fertigen, also wer sowas kann melden.
Allg. alle Infos bitte zu Spaten - ob Abbildungen, Verkäufer oder Hersteller.
Finde es nur sehr komisch, dass ich nichts dazu im Internet gefunden habe. Falls jemand dem Film Luther gesehn hat - in der Sequenz, wo Luther für den Jungen, der sich erhängt hat das Grab ausschaufelt seiht genau den Spaten so wie ich ihn suche.