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Eintrag #4 vom 23. Mai. 2005 21:50 UhrChristian Packschies
Nope, das stimmt so nicht Christian:
1) Wurden bereits im ersten Weltkrieg Tarnuniformen ausgegeben.
2) Wurde Tarnkleidung in Schottland von den Jagdaufsehern im 17ten Jahrhundert getragen. Diese Ghilie Suits (vom gälischen Wort für "Bursche") waren braune, Lose Jacken / Mäntel auf denen ausgekämmter Stoff und Schaafswolle aufgenäht wurde.
also ich sage direckt zu beginn, das ich keine Quellen für das folgende habe, also Schlachtet mich nicht das folgende ist lediglich meine subjektive Meinung.
Das was wir heutzutage unter Tarnkleidung verstehen (sprich z.B. Armeetarn) wurde im 2ten Weltkriegt erstmalig eingesetzt.
Voll abgetarte Spähtruppen wie in der Moderne gab denke ich gar nicht.
Geht man ein wenig weiter in der Zeit zurück, in die Napoleonischen Kriege wird man erstmalig auf
Armee Einheiten wie "Jäger" Treffen, welche in Preußen zum Beispiel grüne Uniformjacken trugen, was möglicherweise einen gewissen Tarn effekt haben konnte.
Im Mittelalter gab es soweit ich weis keine wirkliche Tarnkleidung. Aufklährung erfolgte eher
durch:
Spione in Zivil
Schnelle berittene Einheiten
Topographie
Da sich Heere in meist größeren Formationen bewegten oder sogar in einem einziegen Heereswurm
waren Sie gemeinhin nicht schwer ausfindig zu machen und auch aus größerer Entfernung zu beobachten, was Tarnkleidung sowieso überflüssig gemacht hätte. Im großen und ganzen denke ich reichte es sich in ausreichender Entfernung, vieleicht auf einen Hügel zu legen um unerkannt zu bleiben und die mannstärke zu schätzen.
Alleine durch den Umstand das sich Heere entlang
von Straßen bewegten und nicht Querfeldein durch jeden Wald waren Sie wohl nicht besonders schwer auszuspähen.
Interressanter dürfte es da schon werden wenn man sich mit Hinterhalten oder Meuchelmördern beschäftigt, wobei zweitere wohl eher ihr Handwerk
in durchschnittlicher Altagskleidung versehen haben (immernoch die Beste Tarnung wenn man in der Masse verschwinden kann).
Bei Hinterhalten hat man aber vieleicht dennoch versucht sich zu tarnen, wenn das Gelände unvorteilhaft war. Möglicherweise dadurch das man Metall durch Ruß den verräterischen Glanz nahm, sich schlamm ins gesicht schmierte oder bräunliche Kleidung trug. Alles recht wage ich weis aber "Tarnkleidung" machte wohl auch nur in den seltesten Situationen Sinn und wurde wahrscheinlich nicht wirklich oft benutzt.
Bewertung:
Eintrag #1 vom 23. Mai. 2005 18:20 UhrJohannes Höfer
Habe jüngst angefangen, mich im Rahmen des Späher- und Wildererunwesens zum Thema "Tarnung im Mittelalter" schlau zu machen... Da findet man leider fast nix.
Lediglich Aussagen über die "offizielle" ehrenvolle Kriegsführung, höchstens mal einen Verweis aufs 4. Bild des "Bellifortis" (was ich bis heute noch nicht zu Gesicht bekommen habe...) - wo finde ich was über Kundschafter?