Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Anfänger - Frage zur Kombination von Kleidung

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Eintrag #23 vom 16. Jan. 2006 10:51 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kenne bisher nur die Kombination, daß der Schleier auf dem Gebende befestigt ist (Manesse), dann sieht man sehr häufig Haarnetz und Gebende (Gebende = ein oder mehrmals vertikal um den Kopf geschlungene “Kinnbinde” und dann ein horizontal um den Kopf getragener “Reif” - damit meine ich aber nicht diese komischen dicken Wülste, sondern sowas wie einen steilen (Pillbox-)Hut ohne Deckel) - oder halt verschiedene Trageweisen von Kopftüchern. Oder bei jungen Frauen halt Schapel und offenes Haar. Für 1180 kenne ich noch Kombinationen aus einem langen rechteckigen Schleier und einem “Schapel”. Aber für 1250? Naja, da bin ich ja mal auf die Quelle gespannt. Man soll ja nie von sich behaupten, schon alles zu wissen…
Viele Grüsse, Alexandra

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Eintrag #22 vom 16. Jan. 2006 06:38 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Der Codex Manesse - zugegebenermaßen ca. 50-70 Jahre später entstanden, also um 1300 und später - ist reich an Bildbelegen für Schapel in Kombination mit dem Schleier, einfach mal die Manesse-Suchmaschine anwerfen. Ob der Ansatz, daß unverheiratete Frauen das Schapel ohne weitere Kopfbedeckung trugen (durften) stimmt, weiß ich nicht, evtl. hat jemand auch dafür Belege.
Belege für Schapel und Schleier für die Zeit um 1250 reiche ich nach.
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #21 vom 16. Jan. 2006 00:29 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hallo Kirsten,
also ich persönlich kenne auch nur die Variante Schapel und “nichts” oder Kopftuch, Gebende oder dergleichen.
Aber Schapel UND Kopftuch habe ich auch noch nicht gesehen.
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #20 vom 15. Jan. 2006 16:09 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Alexandra
Das Schapel ist doch nur der Reif und unter dem Reif trägt man doch noch was??!
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #19 vom 15. Jan. 2006 12:20 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Kopftuch unter Schapel? In welcher Quelle hast Du denn das gesehen?
Viele Grüsse, Alexandra

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Eintrag #18 vom 14. Jan. 2006 18:00 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Leutz
Welche Form hat das Kopftuch unter einem Schapel.
Welche Länge, aus welchen Stoff besteht es und welche Farbe? Ich interessier mich für die Zeit um 1250, stelle eine junge unverheiratete Frau des niederen Adels dar.
Danke schon mal für eure Mühen!
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #17 vom 30. Okt. 2005 14:02 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, Tatsache ist doch, daß wir aus dem 13. Jahrhundert hauptsächlich einen Kleidertyp kennen, der eben diesen engen Unterarm und den weiten Oberarm hat. Das ist sozusagen unser Basisschnittmuster, welches wir in den Kleidern der Hl. Klara und Elisabeth wiederfinden. Wir können dann nur Unterschiede, die wir anhand von Abbildungen ersehen können, feststellen und dazu Spekulationen betreiben. Z.B. daß eine Adlige wohl mehr Keile eingesetzt hatte und einen anderen Stoff, z.B. Seidensamit mit Mustern, verwendet hatte. Oder daß dann noch Borten/Applikationen an Armbündchen und Halsausschnitt der Surcote angebracht waren. Was wir ja über in jedem Fall über feudale Gewänder wissen ist, daß man für diesen Kleidertyp Knöpfe am Unterarm getragen hat. Na, und wir können eben anhand der Bußgewänder ersehen, daß “einfachere Modelle” - nach denen hier nebenbei bemerkt gefragt war - dann wohl weniger Keile hatten, nicht ganz so lang waren, einfachere (Woll-)Stoffe verwendet wurden, evtl. Schlitze am Unterarm zum Umschlagen, etc…
Oder bin ich da jetzt ganz falsch dran mit meinen ßberlegungen? Ich meine, gibt es jemanden, der seine Cotte fürs 13. Jahrhundert nach anderen Kriterien schneidert?
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #16 vom 28. Okt. 2005 09:52 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Stimmt, Jürgen. Aber man sich schon anschauen, wie diese Kleider grundsätzlich gearbeitet sind.
Freilich hilft das hier an dieser Stelle nicht wirklich weiter.
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #15 vom 28. Okt. 2005 01:13 Uhr Jürgen Löber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Löber eine Nachricht zu schreiben.

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Also meiner Ansicht nach kann man die Bußgewänder nicht 100% verallgemeinern. Selbst heute gibt es noch einen deutlichen Unterschied zwischen asketisch-sittsam und prunksüchtig-sexy. ;)
Gruß, Jürgen

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Eintrag #14 vom 24. Okt. 2005 13:43 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Also, das würde ich auch sagen. Auf den Schnitt aus einer “Mittelalterzeitschrift” kannst Du nicht immer vertrauen. Schau Dir doch Quellen aus dieser Zeit an. Z.B. die Kreuzfahrerbibel. Im 13. Jahrhundert waren die ßrmel am Unterarm ganz enganliegend und am Oberarm weit (ähnlich wie heute Fledermausärmel geschnitten sind). Das hat man erreicht, indem man einen Keil hinten am Oberarm eingesetzt hat. Dann hast Du entweder einen ganz langen oder zwei ca. schulterbreite Stoffbahnen für Vorder- und Hinterteil (evtl. mit Verschluß oben auf der Schulter) und Keile auf jeder Seite, die den Umfang dann ausmachen. Es gibt von diesem Schnitt noch zwei erhaltene Kleidungsstücke: Das der Hl. Klara und das der Hl. Elisabeth. Schau mal unter diesen Stichpunkten hier in der TV nach!
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #13 vom 24. Okt. 2005 11:43 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Ich bin zwar nicht gefragt worden, aber ich würde sagen:
Ne, nicht zwingend… *g*
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #12 vom 24. Okt. 2005 11:31 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Alexandra
Mi den Tütenärmeln habe ich mich vertan, die heißn nicht so.Ich schau mal nach wie man sie nennt und dann berichte ich es.
Ich habe das Schnittmuster aus pax et gaudium, dann müsste es doch eigentlich stimmen, oder?
Danke für die Hilfe
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #11 vom 20. Okt. 2005 20:06 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Hey Kirsten,
was ich noch zu bedenken geben möchte: Du sagst, Dein Kleid hat Tütenärmel. Diese sind hauptsächlich im ausgehenden 12. Jahrhundert (so 1180 bis 1200 zu finden.) Ich habe zwar schon gehört, es gäbe irgendeine Quelle um 1230, wo auch mal Tütenärmel abgebildet sind, gesehen habe ich sie aber noch nicht und bin mir deshalb nicht sicher, ob das stimmt. Kleider mit Tütenärmeln sind haufenweise im Hortus Deliciarum abgebildet. Ich denke, das ist DIE Quelle für diese (französische) Modeerscheinung.
Du schreibst, daß Du eine Bürgersfrau um 1250 darstellen möchtest. Das passt dann Dein Kleid überhaupt nicht. Näh Dir doch einfach ein Neues. Es käme ja auch nicht mehr darauf an wenn Du eh am werkeln bist. Und einen Surcot kannst Du dann auch tragen. Bei Kopfbedeckungen hast Du mehrere Möglichkeiten: Gebende oder Schleier (siehe entsprechenden Thread). Schau doch z.B. mal unter www.hochmittelalter.net auf den Klamottenzettel. Und sich Dir Farben heraus, die damals auch färbbar waren. Das nur so als Tipp…
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #10 vom 16. Okt. 2005 14:49 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Roland
Da hast du mir jetzt schon sehr geholfen, dann weiß ich jetzt zumindest dass ich nich völlig falsch liege. Dann muss ich mich wohl jetzt auf die Suche begeben.Mal sehen ob ich fündig werde.
Danke nochmal
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #9 vom 15. Okt. 2005 22:25 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hi Kirsten,
ich würde persönlich sagen wollen, daß du damit zumindest nicht auf jeden Fall falsch liegst.
Zumindest geben dir diverse Abbildungen beispielsweise dahingehend recht.
Fragen nach Ausstattung, Kleidung und Ausrüstung sind als Pauschalaussagen meist schwer zu beantworten. So irrwitzig es klingen mag, aber am einfachsten wird es dann zu beantworten (und auch darzustellen), wenn du dich an konkrete Personen oder mindestens Regionen und/oder einen bestimmten Stand hältst.
Beispiel:
Wenn jemand den Gottfried von Arnsberg (gest. 1371) in seinem Rüstzeug versuchen will darzustellen, dann kann er sich beispielsweise relativ gut an dessen Grabmal im Kölner Dom orientieren, denn da liegt der Mensch in seinem vollen Gerödel.
Man muss dann eigentlich “nur” noch die dort gezeigte Montur anfertigen/beschaffen und prüfen, ob etwaige “Regiefehler” an der Grabplatte vorliegen. Es könnte sein, daß einzelne Teile nicht der Mode in G.´s Sterbejahr entsprechen, da Grabmäler meist eben erst NACH, und zum Teil um einiges nach dem Tod entstanden sind.
Mal so als Beispiel, Kirsten. Wenn du so eine junge, unverbrauchte Edeldame aus deiner Region und Zeit festmachen kannst, dann wäre dir schon sehr geholfen. ;-)
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #8 vom 15. Okt. 2005 16:47 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Roland
Ich müsste also bei einer unverheiateten Edeldame um 1250 mit einem Schapel recht richtig liegen??
Will hier net rumnerven oder überflüssige Fragen stellen,aber wills halt auch richtig A machen.
Danke für deine Mühe
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #7 vom 15. Okt. 2005 16:26 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für den Tip, werde gleich mal nachschauen.
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #6 vom 15. Okt. 2005 14:24 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hallo Kirsten,
TV hat eine hervorragende Suchfunktion. Einfach mal ausprobieren, habs auch grad mal probiert. Und siehe da, es geht immer noch! :-)
Links unter “Suchen” einen Suchbegriff eingeben (z.B. Kopfbedeckungen), dann auswählen ob in Einträgen oder Thementiteln gesucht werden soll, dann auf die Doppelpfeiltaste klicken und warten.
Heraus kommt z.B. das hier:
/tempus-vivit/taverne/thread.php?tid=1388&action=addvisit&from=0#120
Und da wird genau über dieses Thema ausführlichst
palavert, mit allerbesten Erkenntnissen.
Musst du nur lesen. :-)
Klingt komisch? Is aber so .. ;-)
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #5 vom 15. Okt. 2005 13:21 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Kleine Frage: Was war denn für eine Kopfbedeckung “in” zur Zeit um 1250 für eine Bürgerin?
Und was trug denn eine Edeldame m 1250? Das ist nämlich auch mein Problem?
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #4 vom 14. Okt. 2005 22:46 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Kombination von Surkotte und Cotte mit Tütenärmeln? Irgendwie bringst Du grade die Jahrhunderte durcheinander glaub ich. Und als Bürgerin würde ich auch kein Schapel tragen sondern eine normale Kopfbedeckung wie sie zu der zeit getragen wurde.
Liebe Grüsse, Sanni

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