Also langsam wird das hier lächerlich ! Egal welcher Thread (bis auf einige wenige Ausnahmen) : Es dauert nicht lange und schon werden die Messer gewetzt. Wenn jetzt jemand meint, daß ich pauschalisiere, kann ich nur sagen : THAT´S IT !!! Anregungen in Sachen Zelte hat es wohl mehr als genug gegeben, und bislang hat noch keiner bei mir bekannten Veranstaltungen einen Alexbesitzer des Feldes verwiesen - auch Tim nicht ! Sollte ich mich hier irren; Bitteschön, mein Pech … Dann gibt´s einen Grund mehr zum Lästern ! Ich lasse meinen Frust - wenn überhaupt - direkt am Verursacher aus … und das geht auch etwas weniger “Mezzo Forte” … Gruß,
Hallo!! Schön, das hier so fein wieder gestritten wird! Ich hab es langsam satt, immer wieder dieses Thema durchzukauen. Was machen wir eigentlich? Erlebbare Geschichte oder Mittelaltercamping? Die Diskussion über die armen, kleinen Anfänger geht mir auf den Zeiger! Im Tennisverein kann ich auch mit keinem Tischtennisschläger an einem Match teilnehmen - sprich Schnürlederhose und Rüschenhemd reichen auch nicht für MA. Hier wird nur aus einem Grund über das Thema debattiert: Unsere Mittelaltercamper haben einfach Angst davor, das sie in der nächsten Zeit Ihre Spielwiese verlieren! Und in dem Punkt haben sie nicht ganz unrecht. Veranstalter wie Michael Wolf schmeißen langsam das Handtuch und Veranstalter wie Ars Militia geben den Takt vor! Ich hoffe, das es in Zukunft noch viel mehr Veranstalter wie Hadu (Ars Militia) gibt, das wir endlich mal anfangen können, solchen Gruppen wie den 1476 die Stiefel putzen zu dürfen!!! Denn die (also Dietrich & Co.) wissen, was sie wollen! Viele in der Marktszene setzen “Spaß haben” mit Metsaufen, Pöbeln, nett am Lagerfeuer sitzen, klönen und sich über “A”-Päpste aufregen gleich. Leider ist das nicht so! Denn Ihr betreibt reine Volksverarschung!!! Ferner finde ich es schön, das man mich als “A”-Papst bezeichnet (das wertet auf alle fälle mein Ego auf). Damit weiß ich jedenfalls, das ich anscheinend wohl WICHTIG bin. Ich habe einfach das Gefühl, das “A”-Fernatiker und MA-Camper nicht zusammen passen. Wie wäre es denn, wenn Ihr einfach mal Euer eigenes Dingen aufzieht und dann einfach mal hier berichtet. Schafft Euch eure ureigenste Welt, mit Eurer Vorstellung von dem, was Ihr verkörpert. Ich denke, es wird mit Sicherheit ein tolles Spektakel (ernst gemeint) wo jeder mit Sicherheit auf seine Kosten kommt. Tut mir dabei bitte nur einen Gefallen, erklärt den Leuten (Besuchern), das es sich hierbei nicht um Geschichte handelt, sondern um eine rein erfundene Fantasiewelt. Zu Jochen Wolf: Ich kann Dietrich nur 100%ige Rückendeckung geben. Denn er versucht sich, dem Publikum und allen wirklichen Interessenten Geschichte näher zu bringen. Dietrich hat doch hier lediglich Fakten verteilt und keine Polemik. Ich habe jedenfalls noch nicht erlebt, das Dietrich mich mit einer Frage im Regen stehen lassen hat. Er ist immer hilfsbereit und zuvorkommend gewesen. Aber, Jochen, ich hoffe, du hast schon etwas weltbewegendes auf die Beine gestellt, das Du Dir so einen Ton leisten kannst! So, ich bin es eigentlich Leid, über dieses Thema zu debattieren. Gesagt worden ist IMHO alles. Alle Fragen, warum ein Alex nicht “A” ist sind hinreichend (zumindest für mich) geklärt worden.
Hallo Jochen. Du kannst ja mal in der TV- Gemeinde rumfragen, ob ich jemals jemanden, der mich ernsthaft nach etwas gefragt hat, mit “Spott und Schande” überzogen habe. Auch der “einzige Hüter der Authentizität” bin ich nicht; hätte auch keine Ahnung, wie ein solcher überhaupt aussehen und sich gebärden sollte. Aber ich bin der Meinung, daß ein Höchstmaß an Authentizität oder, um den korrekteren Ausdruck zu verwenden, Originaltreue unsere einzige Legitimation ist, wenn wir eine “historische” Darstellung machen. Und diese Einstellung verteidige ich. Dieser Kampf währt hier bei TV jetzt schon über ein Jahr, und es ändert sich nicht viel. Die Streiter wechseln, aber die Argumente bleiben immer die gleichen. Manche der Authentiker- Fraktion steigen frustriert aus, manche der Gegenseite lassen sich bekehren, andere werden einfach plattgewalzt. Ja, kommt auch vor. Aber die Marktszene ist unerschöpflich, immer mehr Leute entdecken diese Seiten, und jeder muß erst einmal sein “Ja, aber…” loswerden, bevor er ernsthaft zu lesen beginnt. Was nicht immer heißt, daß er auch versteht oder wenigstens akzeptiert. Zurück zum Thema. Arndts Frage war: Was spricht gegen die Verwendung von Alex- Zelten? Und seine Argumente FßR die Verwendung waren nicht etwa, daß diese Art von Zelten belegbar sind, sondern nur, daß sie preisgünstig seien. Und meine Antwort lautete: Dagegen spricht, daß sie modern sind und das man das sofort erkennt. Der gesamte Rest dieses Threads ist nur eine Auswalzung dieser einleitenden Worte. Zu Deinen Fragen: Ich weiß ziemlich genau, wer ich bin, ich glaube, hier mit “Polemik und Verbalinjurien” um mich werfen zu können, weil hier bisher noch jeder damit durchgekommen ist, ich brauche kein Intellektuellen- Zeugnis, der Bruch von Logik- Regeln (?) ist ein stilistisches Mittel, etwas Konstruktives zu diesem Thema- was soll das sein? Wenn ich einen Beleg von Alex- Zelten im MA hätte, hätte ich ihn bestimmt genannt. Meine Reaktion liegt nicht am Thema, wie Du ja schon bemerkt hast, sondern daran, daß wieder jemand die endlose Diskussion an einem neuen Nagel aufgehängt hatte. Und “die Weisheit mit Löffeln gefressen”- schön wär´s. Abschließende Bemerkung: Wenn ich mir ein Alex- Zelt mittelalterlich rede, kann ich das mit meinen Springerstiefeln auch. Gummisohle gegen eine solche aus Leder tauschen, Hanfschnur als Schnürsenkel, Fell drum, fertig. Dietrich
Friedhelm, Du brauchst Dich nicht für Deinen Ton zu entschuldigen!!! Das sollten andere tun, oder zumindest mal darüber nachdenken!! Sag mal Dietrich, was glaubst Du eigentlich wer Du bist, daß Du Dich so als der einzige Hüter der wahren Authentizität aufspielst? Wieso glaubst Du eigentlich, daß Du einfach so und von allen unkommentiert hier mit Polemik und Verbalinjurien der ersten Reihe um Dich werfen darfst? Deine Erwiderung auf Arndts simple Frage stellt Dir nach meinem Dafürhalten nicht gerade ein Intellektuellen-Zeugnis aus. SO sollten wir einfach nicht miteinander reden! Leider irrte ich mich, als ich vorhin bei der Lektüre dachte, daß sei wohl ein Ausrutscher. Dein zweiter Eintrag steht dem ersten in nichts nach, von dem krassen Bruch jeglicher Logikregeln einmal abgesehen, den Du begingst, als Du Dich öffentlich zum Verteidiger der Strickkette aufgeschwungen hast und das nur, um Arndt einen reinzuwürgen. Zum Thema hast Du hier in diesem Tread jedenfalls noch überhaupt nichts konstruktives beigetragen. Gut, dachte ich, das Thema schmeckt dem lieben Dietrich halt nicht! Aber in anderen Treads, die irgendwas mit Authentizität zu tun haben, verhälst Du Dich auch wie die Axt im Hause! Näheres Hinschauen hat mir gezeigt, daß Du jede Menge Fachwissen zu haben scheinst. Aber auch Du hast nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Laß doch andere “Unwissende” an deinem Reichtum teilhaben ohne VORHER Lehrgeld in Form von Spott und Schande zahlen zu müssen!
Hallo nochmal Kleine Richtigstellung: 1. Ich habe nichts gegen Leute die ihr Wissen (historisch belegbar oder nicht) weitergeben.Nur das wie stört mich bei manchen.(Lehrmeistermentalität) 2. Auch ich bin Besitzer eines Alex (Hochgesetzt) Das Ding hatte nie einen Reißverschluß oder Plastikhaken 3. Wer auf meinen “Unterton” nachtragend reagiert hat selbst Schuld 4. Ich möchte Arndt seinen Threat nicht kaputt machen, den finde ich nämlich gut 5. Ein A-Papst ist für mich jemand der seine Meinung unbeeinflussbar anderen aufdrücken will. Der Interessen anderer auf seine Art niedermacht. Ich hoffe ich habe mich nicht zu sehr im Ton vergriffen und wenn ´tschuldigung.
Du hast ja (zumindest im ersten Teil) Recht, man sollte nicht unbedingt als schlechtes Beispiel herhalten… (aberderhatdochauch…) Aber ich würde hier eine Trennlinie ziehen: 1. Der “Anfänger”, der mit teils recht spaßigen Provisorium auftaucht und nach Infos gräbt und 2. Der fast schon “Insider” mit Zelt. Meiner Erfahrung nach kauft (näht, klaut) man sich sein Zelt nicht gleich im ersten Jehr des MA-Fibers sondern sit schon eine ganze Weile als “Eintages-Fußgänger” unterwegs. Sojemand sollte dann schon in der Lage sein, die gröbsten Patzer zu erkennen und zu umgehen. Außerdem ist bei solch einer größeren Anschaffung wie einem Zelt gründliche Vorabinfo immer (auch für den Geldbeutel) wichtig. Anders als z.B. bei der Gewandung kann man hier meist nicht so schnell umsteigen. Kleines Rechenbeispiel: Meine erste ernsthaft so gedachte Gewandung sollte einen Ritter geben. Der liegt nun in der Ablage unter “Fantasy-Magier” weil total daneben. Danach kam dann der Schotte mit Kilt, der schon etwas besser aussah, dessen Kilt aber 1. 500 Jahre daneben lag (ich im 12. der Kilt im 17.) und 2. nicht mehr als ein seltsam Tüchlein um die Hüften war. ABER: Mit diesem Ding angetan wurde ich von einer Schottengruppe in Lich aufgegriffen, die mich prompt in ihr Lager schleiften und mir zeigten, was ein Plaid ist, un wie man ihn wickelt. Ein Woche später hatte ich eine neue “a” Gewandung, abgesehn der Schuhe. Läßt man die Gimmicks nebenbei raus, haben mich diese drei Versuche grade mal 150-200 Mark gekostet. Und den Stoff vom ersten Kilt werde ich bald in einer Hose wiederfinden. Was ich meine ist: Ein Anfänger macht viel improviesiert, aber das eigentlich nur an seiner Gewandung. Ein Zelt legt er sich erst zu, wenn er schon einige Zeit dabei ist und (hoffentlich) von kompetenten mitteilungsfreudigen Veteranen unter die Fittiche genommen wurde. Der Sehen-sofort-Kaufen-Typ ist doch wohl eher selten.
Hallo zusammen! Thorsten: Wenn Du eine Quelle für Barchent hast, lass´ es mich wissen, ich suche auch danach! Friedhelm: Ich habe lange nachgedacht, ob ich Dir auf Deinen Eintrag etwas antworten soll. Wie Du liest, habe ich mich für ´ja´ entschieden. Zitat:“…A-Päpste. Die mit ihren Kommentaren all denjenigen den Einstieg vermiesen die noch nicht in der MA-Szene aktiv sind.” Ich war am 17./18: Juli zusammen mit meiner Freundin auf der Ronneburg bei einer Veranstaltung von 1476 (von denen ich jetzt einfach mal annehme, daß u.a. sie mit dem ebenso blödsinnigen wie polemischen Label “A.Päpste” gemeint sind) und ich habe JEDE MENGE Spaß gehabt, obwohl auf diesem Forum ja schon desöfteren behauptet wurde, das Authentiker keinen Spaß haben können… Ich habe VON NIEMAND UND ZU KEINEM ZEITPUNKT irgendwelche auf mich bezogenen Kommentare zu hören bekommen, die darauf abzielten, mir den Einstieg ins Hobby ´MA-Reenactment´ zu vermiesen, ganz im Gegenteil. Ich habe noch nie freundlichere und hilfsbereitere Leute getroffen. Ich habe niemals das Gefühl gehabt, daß man auf mich herabsieht, da ich Anfänger und daher nicht ´würdig´ bin, um in Ihrem ´erlauchten Kreise´ mitzumachen. Meiner Freundin und mir wurde mit Tips zur Herstellung von Klamotten, Eßgeschirr, Strohsäcken, etc. weiter- und ausgeholfen und jeder nahm sich Zeit, um unsere Fragen zu beantworten. Nichts von wegen hochnäsig, gar nichts. Diese Attitüde ist mir ehrlich gesagt bisher nur bei manchen “Markt-MA´lern” begenet. Zitat: “Wenn ich als Neueinsteiger die Threats lesen würde würde ich mich anschließend entweder erst nach der Plünderung einer Bank (wegen des vielen Geldes für einen A-Auftritt) oder gar nicht mehr auf Märkten sehen lassen.” Nun, ich lese und poste hier schon seit einiger Zeit und ich habe mich entschlossen, bei den “A.Päpsten” mitzumachen und zwar gerade WEIL ich die Einträge von Dietrich und Co. gelesen habe. Ich habe keine Bank geplündert, ich bin weder Millionär noch Topmanager und ich kann auch kein Geld sch….., und trotzdem funktioniert es! Ich habe für meine Ausrüstung bisher etwa 600 DM ausgegeben und ich glaube nicht, das noch allzuviele Kosten auf mich zukommen, bis ich eine wirklich gute und authentische Grundausstattung zusammen habe. Das heißt natürlich auch: keine Blankwaffen, keine Rüstung. Wozu auch? Vernünftige Klamotten sind ja wohl für einen Anfänger hundertmal wichtiger als Kettenhemd und Tschechenprügel. Die Basis muß stimmen. Alles andere kommt mit der Zeit. Lieber etwas länger warten (und sparen) und sich dafür dann etwas vernünftiges kaufen. Im übrigen wurde mir an besagtem Wochenende desöfteren gesagt: “Laß Dir damit Zeit, das brauchst Du noch nicht, und wenn Du es brauchen solltest, kannst Du es Dir bei einem von uns leihen.” Hört sich für mich nicht danach an, als würde bei den ´A.Päpsten´ von der ersten Minute an eine vollständige Ausrüstung vorausgesetzt… Zitat:“Ihr (ich meine unsere A-Fanatiker) sprecht immer davon dies hat es nicht gegeben und das hat es nicht gegeben. Habt ihr eine Zeitmaschine zur Verfügung?” Nö, haben sie nicht. Ebenso wie der Rest der Welt. Aber mal ganz ernsthaft: Was ist bitteschön an dieser “Hätte-Wäre-Wenn”-Pseudologik so interessant, daß sie so oft bemüht wird? Um eigene Unzulänglichkeiten zurechtzubiegen? Weis ich nicht, ist mir ehrlich gesagt auch egal. Fakt ist: Was ich nicht belegen kann (durch die sattsamt bekannte ´Dreifaltigkeit´ “zeigenössische Abbildung/(primäre) Textquelle/ existierende Originalstücke”) hat in einer ernsthaften, *historisch korrekten* Darstellung nichts zu suchen! Natürlich weis niemand ALLES und natürlich kann niemand heute sagen “Genau so ist es früher gewesen!” Aber man kann sagen “Das was wir haben und was wir tun, ist nachweisbar!” Der Rest ist Spekulation und solange kein Nachweis dafür existiert, bleibt es auch genau das und ist zweifelhaft. Sobald ein Nachweis für die Existenz einer solch zweifelhaften Sache auftaucht, ist alles in Butter, doch bis dahin gilt: Lieber etwas nicht tun, als etwas möglicherweise falsches tun! Dies gilt nur für den Bereich der von mir genannten , historisch korrekten, Darstellung. Wenn man diesen Anspruch auf historische Korrektheit nicht hat, kann man sich natürlich auch auf Spekulationen einlassen, nur dann darf man eben NICHT sagen, daß das, was man tut historisch korrekt ist! Logisch, oder? So, daß waren meine zwei Pfennig zu diesem Thema, ich stehe jederzeit für ernsthafte Diskussionen zur Verfügung. Gruß
Moin, Dietrich! Der durchschnittlichge Neueinsteiger heute war auf einigen Märkten, und auf den meisten stehen Alexe rum, unkommentiert und ungetarnt, manchmal sogar mit Reißverschluß. Und dann kriegt unser Neueinsteiger den Katalog eines Pfadfindersortimenters in die Finger und denkt sich:“Die Teile habe ich doch schon tausendmal gesehen, die könn´ doch nich falsch sein, und bezahlbar sindse auch, jedenfalls billiger als die Tschechen und Engländer”. Und dann kauft er sich eins, und auf dem ersten Markt, den er als “Aktiver” besucht, und auf dem er stolz sein neues Zelt aufbaut, wächst einer vor ihm aus dem Boden und sagt: “Dein Zelt ist scheiße, total unauthentisch und überhaupt blahblubberschwätz…” Und dann ist der Einsteiger beleidigt, versteht die Welt nicht mehr, weil ein Haufen von den Gruppen mit den vielzitierten Namen und den prominenten Mitgliedern die ja auch haben. Und weil diese Gruppen ja auch immer wieder in der Hauspostille des Mittelalters und hier in diesem Forum zitiert und erwähnt werden, hat er dann gedacht, daß er auf der sicheren Seite ist mit seinem Alex, und dann kriegt er gleich Prügel wegen seinem Zelt. Ich habe Verständnis für verwirrte bis verärgerte Alexbesitzer… Und Kritik an Ton und Wortwahl steht mir eh nicht zu;o) Sicher, man hätte sich ja kümmern können, man hätte ja recherchieren können, man hätte ja mal nachfragen können…aber wer mit nichtautenzkompatibler Klamotte auf einem Markt Informationen sucht, wird leider sehr oft als Plastic oder als Tourie eh für den Oktoberfestkunden gehalten und sehr oft ignoriert oder mit blabla abgespeist, damit sich die Lagerbewohner möglichst bald wieder dem Rollenspiel hingeben können. Außerdem endet die Kompetenz bei vielen Gruppen bei Waffen und Rüstung, weshalb es bei den tausenden von Märkten recht schwer ist, überhaupt fundierte Infos zu bekommen. Wer nicht nach diesem Muster gestrickt ist: Bitte nicht angesprochen fühlen!!!! Fakt ist doch einfach, daß sich die Szene, egal welcher Couleur, aus den verschiedensten Ecken rekrutiert. Fantasyleute, die konvertieren wollen, akademisch vorgebildete Leute mit Fachwissen, Hobbyhistoriker, und auch die Beachparty-Fraktion und alles, was dazwischen liegt. Die allerwenigsten fangen mit Bücherwälzen und Infossammeln an, sondern eher mit Marktbesuch, mit Leuten klönen, und infos sammeln, bevorzugt bei den Leuten, die die Stichworte “historisch” und “authentisch” in jedem Satz mindestens dreimal unterbringen. Dann verläßt man sich auf diese Aussagen und orientiert sich danach, und dann kriegt man Haue, weil man denen geglaubt hat. Und die richtig guten Gruppen trifft man ja nie an, weil die ja nie auf Märkte gehen… Und die Märkte werden ja immer so gerne als Wissensfundgrube annonciert… Zwischen der TV- und Karfunkel-“Mittelalter”-Szene und Gruppen wie Compagnie of Saynte George, IG Wolf, 1476 etc. besteht nun mal ein erheblicher Unterschied in der Herangehensweise an die Geschichte und ihrer Darstellung. Und diese Diskrepanz treibt in den Diskussionen in diesem Forum die tollsten Blüten. Liebe Gemeinde! Solange die Gruppen, die was drauf haben, sich fernhalten, und die Gruppen, von denen man aufgrund ihrer Medienpräsenz annehmen sollte, daß sie was draufhaben, und alle Einzelpersonen in dieser Richtung sich aufs Meckern beschränken und auf ihrem Wissen hockenbleiben wie es Huhn auf dem Ei, wird sich so schnell nichts tun, und auch der Informationsaustausch in diesem Forum ist leider nur ein winziger Bruchteil dessen, was möglich wäre. Gruß Ivo
Dietrich: Diesmal stimme ich dir von der Aussage her 100%ig zu. Was Friedhelm da abläßt, kann so net angehen. Aber eine Bitte (an _ALLE_), bevor sich das hier wieder zur sittsam bekannten “a” un“a” - Schlacht ausartet, schweigt solche Einträge lieber tot. Das gehört nicht hierher, hier gehts rein um die Zelte, und die _FAKTEN_ (!!!) über deren “a”-Grad. Weil, gekloppt wurde genug.
Ahoi, Gemeinde! Habe auch ein Alex und schätze es nach wie vor als bequeme Heimstatt (Habe es mir in meiner frühen Rollenspielzeit als sogenanntes “Ambientezelt” angeschafft, weil neonbunte Iglus auch bei den Plastics scheiße sind;o). Auf einigen Bildern aus dem frühen 16. Jahrhundert finden sich Zelte, die so ähnlich aussehen wie der hochgebockte Alex, sich aber in einigen Details wie Beleinung und eben Eingang deutlich von den neuzeitlichen Modellen unterscheiden. Meines Wissens handelt es sich beim Grundschnitt des Alex um einen napoleonischen Entwurf. Vielleicht kann uns ein auch-Napoleoniker in diesen Hallen etwas mehr verraten. Was das Material für Zelte im Allgemeinen angeht, würde ich jedem Zeltbastler zu schwerem Baumwollköper raten. Die Fadenbindung dieses Materials ist belegt, die Optik des Textils also in Ordnung, und ohne Brandprobe werden die wenigsten ein Material vom Anderen unterscheiden können. Dann ist das Material zwar nicht 150%a., aber auf alle Fälle haltbarer als dünne Rohnesselfähnchen, bei vernünftiger Abspannung auch ohne Imprägnierung recht wasserdicht und auf alle Fälle recht nah an der CD. Und außerdem noch im bezahlbaren Bereich. Mithin ein tragbarer Kompromiß und auf alle Fälle besser als blinkendweiß oder chemoneonbunt. Finde ich zumindest. Baumwollköper findet sich im Textilhandel meist im Regal mit den Jeansmaterialien und ist meist auch “naturfarben”, also in gebrochenem Weiß erhältlich. Wer dieses Material verwendet, kann, zumindest von der Optik her, nicht viel falsch machen, und auch eine Färbung dieses Materials sieht etwas “uriger” aus als nachgefärbtes bleichweiß oder bunt gekaufte Stoffe. Den unteren Mannschaftsdienstgraden und eigentlich auch allen anderen würde ich von einer Färbung generell abraten, denn solange kein Schimmel draufsitzt, ist das mit dem Zelt wie mit einer Jeans- es wird immer echter und persönlicher durch die Flecken, für die man selbst verantwortlich ist. Abgesehen davon, daß den immer wieder gerne rollengespielten Veteranen tausender Schlachten ein gewisser “used-look” besser zu Gesichte steht als ein leuchtendes Persilweiß. Was NICHT! bedeutet, daß ich der “versifft ist authentisch”-Fraktion das Wort rede!!!;o) Bleibt wacker, Gruß Ivo
Moin Friedhelm. Definiere Authentik- Papst, damit jeder weiß, ob er sich angesprochen fühlen darf. Nimm den agressiven Unterton aus Deinen Formulierungen raus, damit Du nicht irgendwann mal angekackt wirst. Was bringt Dich auf die Idee, ein “authentischer” Neueinsteiger bräuchte im Vergleich zu einem “spaßigen” Neueinsteiger Unsummen für seine Erstausstattung? Es kommt nicht darauf an, wie, sondern als was Du einsteigen willst. Meine gesamte HMA- Ausstattung hat mich weniger als DM 500,- gekostet, und das auch nur, weil ich den Schuhen von Dave McCabe nicht widerstehen kann (und die sind teuer!). Wenn Du eine “mittelalterliche” Darstellung geben und Dich dabei auf der sicheren Seite befinden willst, mußt Du dich unweigerlich an dem orientieren, was belegt ist, und nicht an dem, was hätte sein können. Sonst läufst Du bald im Strickkettenhemd rum (“sie hatten Wolle, sie konnten stricken, und Stahl war damals schon sooo schwer!”). Die Aussage lautet auch nicht: Das hat es nicht gegeben (bis auf die Fälle, wo es das fragliche Teil tatsächlich nicht gegeben haben kann, aus welchem Grunde auch immer), sondern sie lautet: Es gibt keinen Beleg dafür, daß es das gegeben hat, und deshalb ist seine Verwendung nicht legitim. Ich verstehe immer noch nicht, wie ich mit meiner Einstellung MEINE Zeit als Neueinsteiger überlebt habe; ich hätte mich doch erschießen müssen! Wer fühlt sich hier niedergemacht? Von wem? Und warum? Also, Du klingst Dich hier ein, ohne etwas Konstruktives beizusteuern, beschimpfst und beschuldigst wahllos in alle Richtungen, ohne aber Roß und Reiter zu nennen, und spielst Dich zum Beschützer oder Rächer der armen “Niedergemachten” auf, ohne darum gebeten worden zu sein. Wie nennt man so was? Ego pflegen? Dietrich
Einen habbich noch, wegen der Baumwolle und so. In Italien und Spanien sind seit Anfang des 13. Jhdts. Baumwollmanufakturen nachgewiesen. Es wurde aber in Mitteleuropa seltener reine Baumwolle verwendet, sondern eher ein Bauwoll-Leinen-Mischgewebe in Köperbindung, der sogenannte Barchent. Da dies spätestens ab dem 14. Jhdt. in Europa als preiswerter Stoff sehr verbreitet war, wäre es auch denkbar, daß es für Zelte verwendet wurde (Auch heute noch ist Baumwollköper ein Spitzenzeltstoff). Wer also es selbst im Zeltstoff so hart durchziehen will, der möge nach Barchent suchen (und mir sofort bescheid geben, wenn er welchen gefunden hat, ich bin hinter diesem Stoff her, wie der Teufel hinter der lieben Seele ;-) Bis denn Thorsten
Moin Friedhelm, ich dachte primär ging es in diesem Thread darum wie ma. die Alexzelte sind. Das ist doch an sich ´ne ganz klare Fragestellung. Ob man sie sich jetzt holt oder nixcht bleibt jedem selbst überlassen, ich habe schließlich selber auch eines, auch wenn ich es nciht für einen öffentlcihen Auftritt nutzen würde. Ich weiß nicht ob Du mich zu den A-Päpsten zählst, da ich versuche die mir zur Verfügugn stehenden, geschichtlichen Quellen auszunutzen, doch laß Dir gesagt sein, daß das böse A.-Wort nicht mit teuer gleich zu setzen ist. Das ahben wir schon x-fach durchgekaut und deshalb verstehe ich´s nicht, daß Du das wieder aufbringst. Man kann günstiger als mit einem Alex ein Zelt selbst bauen (ich verkaufe auch gerne die Zeltstoffe dazu ;-) und auch der Rest ist bei ein wenig vorheriger Nachforschung recht preisgünstig möglich. Ich habe schon öfters geschrieben, daß ´ne Menge Anfänger mit ´nem Schwert für 500,- durch die Gegend rennen, doch sich keienrlei Gedanken um ihre Klamotten machen. Es ist nicht der Anfänger, der natürlich Fehler macht (ich war ja selber auch mal einer), der mich ärgert, sondern der Erfahrene, der sich nicht weiter entwickelt. Bis denn Thorsten
Moin Christoph (ich meine Gellhaus:) und der Rest, ich denke das Problem ist nicht das Rundzelt an sich, sondern beim Alex die Dachkonstruktion. Für das einfachere Volk wäre im HMA auch eher ein Dachzelt angesagt, obwohl ich mir denke, daß Zelte nicht zur Grundausrüstung des Infanteristen gehörten. Es gibt ein Zitat eines Engländers aus dem 100-jährigen Krieg, der sich über die Frischlinge lustig machte, die bei Ankunft in einem Lager sich nicht erst mal einen Unterstand bauten. Ich habe auch ein italienisches Bild von ca. 1320 gesehen (den Link habe ich irgendwo zuhause), wo einige wenige Zelte des normalen Pavillion-Typus standen und der Großteil in Unterständen, ähnlich einem Dachzelt aus Zweigen u.ä. untergebracht waren. Bei den Stoffpreisen im MA wäre es nur natürlich, daß sich nur die Offiziere und Reicheren Zelte leisten konnten. Im SMA, wo´s halt die größeren Manufakturen gab, werden die Zelte wohl etwas häufiger sein. Da ich mir aber denke, daß der örtliche Förster nicht gerade freundlich reagiert, wenn man seinen Wald plündert, sollte man besser dch bei den Zelten bleiben ;-) Wie gesagt plädiere ich für eine größere Anzahl an Dachzelten ähnlich des Geteld-Typus des FMA. Bis denn Thorsten
Immer wieder lese ich in den Threats die Postings unserer A-Päpste. Die mit ihren Kommentaren all denjenigen den Einstieg vermiesen die noch nicht in der MA-Szene aktiv sind. Wenn ich als Neueinsteiger die Threats lesen würde würde ich mich anschließend entweder erst nach der Plünderung einer Bank (wegen des vielen Geldes für einen A-Auftritt) oder gar nicht mehr auf Märkten sehen lassen. So das vorweg. Ihr (ich meine unsere A-Fanatiker) sprecht immer davon dies hat es nicht gegeben und das hat es nicht gegeben. Habt ihr eine Zeitmaschine zur Verfügung? Jetzt kommt der Verweis auf geschichtliche Unterlagen die den Aussagen zu Grunde liegen doch hierzu ein Beispiel und eine kleine Frage. Forscher finden in dreihundert Jahren eine Bildzeitung sowie ein Sternmagazin und veröffentlichen diese Funde dann. Glaubt dann jeder das die Welt so aussah wie in der Bild oder dem Stern beschrieben? Ich denke das Geschichtsschreibeung mit Vorsicht zu genissen ist, denn was wird denn niedergeschrieben? Das alltägliche Leben oder vielmehr Geschehnisse die besonders waren. Ist es dann nicht möglich das Dinge die nicht überall niedergeschrieben sind trotzdem vorkamen. Sind nicht auf vielen mittelalterlichen Bilddarstellungen Einhörner abgebildet? Hat es deswegen Einhörner gegeben? Darüber sollten unsere A-Päpste vielleicht mal nachdenken. So long und viel Spaß beim Niedermachen und Ego pflegen