Zum Fasten hat sie nach mittelalterlicher Ordnung reichlich Gelegenheit. Ohne in Details zu gehen, hier nur einige Grundinformationen:
Fastenzeiten von je sechs Wochen vor Ostern und vor Weihnachten (ab dem 15. November, daher die winterlichen "Karnevalstage" vom Fest des hl. Martin am 11.11. mit Gänsessen bis 14.11.)
Fasten an Mittwochen, Freitagen und Samstagen durchs ganze Jahr
Wobei Fasten heißt: kein Fleischverzehr und keiner von Landtierprodukten (also eigentlich auch keine Eier und kein Gflügel)
Fisch war zwar (den Laien an den meisten Tagen, auch nicht immer!) erlaubt, aber nicht immer und jedem erschwinglich. Dass der Fischotter - von einigen! - auch als Fisch gezählt wurde, ist zwar eine schöne Vignette am Rande, aber schon deshalb aufs Ganze nicht sehr wichtig, weil der Fang dieser lieben Tierchen natürlich dem Inhaber des Jagdrechtes vorbehalten war.
So, dann man los mit dem Fasten!
Mit freundl. Gruß Nikolaj
es wäre schön, wenn Du Deine Frage ein wenig präzisieren könntest. Der Kalender mit 12 Monaten hat selbstverständlich schon im Hochmittelalter existiert, man verwendete den Julianischen Kalender. Vor der Gregorianischen Reform wurden allerdings die Schaltjahre noch anders berechnet.
Ansonsten frage ich mich, wie man sein Leben nach einem Kalender richten will? Falls Du damit das Leben nach den Jahreszeiten meinst: Frühling, Sommer, Herbst und Winter gab es auch schon im Hochmittelalter ;-)
Hallo,
eine freundin mochte ihr Leben gern nach einem Kalender aus dem hochmittelalter richten. Da bei ihr diese seite nicht funktioniert, frage ich euch, ob ihr vielleicht Bild- bzw. andere Bezugsquellen für so einen Kalender habt.
vielen Dank
Christoph Teubner