vorweg: nein, ich habe leider auch keine Ahnung, wie genau Pferdeställe bei den Germanen aussahen. Falls der von euch gebaute Stall auch seiner Bestimmung dienen soll, stoßt ihr aber evtl. auf Probleme mit dem gültigen Tierschutzgesetz, das u.a. Boxengröße, Licht, etc. vorschreibt. Es wäre also möglich, daß ihr vom historischen Vorbild ohnehin abweichen müßt.
Kurze Antwort: nein, weiss niemand. Zumindest nicht genau.
Etwas laengere Antwort: bei 'den Germanen' waren (sehr, sehr stark verallgemeinert - ich lege da wirklich nahe, Dich auf eine bestimmte Zeit und Region festzulwegen) Tiere mit im Woghnhaus untergebracht. Die Wohnhaeuser waren Pfostenbauten, bei denen sich im allgemeinen zwei Pfostenreihgen im Inneren befanden. Es boete sich an (und ist hin und wieder archaeologisch nachzuweisen) den fuer die Tiere bestimmten teil des Innenraumes mit Flechtwaenden (oder Holzwaenden) abzuteilen, so dass eine Art 'Boxen' entstehen, in denen man Pferde, Kuehe, Schafe oder Ziegen unterbringen kann. Diese waren wahrscheinlich nur ungefähr brust- bis schulterhoch und irgendwie verschlossen, aber wie genau sie aussahen, ist spekulativ.
Ausgrabungsberichte koennten Dir helfen. ES gibt etliche gut erasste Siedlungen, die auch teilweise oder ganz rekonstruiert worden sind. Aber dafuer muesstest Du eine genauere Vorstellung von Ort und Zeit haben. Zwischen einem Chaukenhaus der Prinzipatszeit und einem Thueringischen Gehoeft der Karolingerzeit z.B. gibt es ziemliche Unterschiede.
Ianus