das Problem liegt in der Fragestellung. Sie impliziert "Wieviele Leute sind A?". Richtig müsste es aber heißen "Wieviele Darstellungen sind A?".
Es ist völlig unmöglich und von Ansatz her höchstgeradig unwissenschaftlich, einen Menschen authentisch darstellen zu wollen, mit all seinen Lebensumständen, seiner Sprache, seiner Denkweise, seinem Tagesablauf, seinem gesllschaftlichen Background etc.
Was man aber authentisch machen kann, ist eine Darstellung. Dabei geht es jedoch immer nur um Ausschnitte aus dem Alltagsleben.
Ich kann also einen Handwerker darstellen, der gerade sein Handwerk ausübt. Dazu brauche ich belegbare Klamotten, belegbares Handwerkszeug und belegbare Fertigungsweisen. Darüber hinaus, kann ich Sachkultur (z.B. Keramik, Möbel, etc.) zeigen und im besten Falle auch benutzen und erklären. Das hat aber nichts mit mittelalterlicher Lebensweise zu tun! Geht ja auch schlecht, wenn man von Besuchern umringt ist.
OK, man kann natürlich eine Privatveranstaltung ohne Besucher machen und kann von miraus 2 Wochen in seinem Zelt leben, MA-Klamotte tragen und meinentwegen mittelhochdeutsch reden. Und was ist dann daran authentisch? Wer hat den im MA so gelebt? Und was hat man davon, außer 2 Wochen Realitätsflucht in ambientiger Umgebung? Jetzt erzählt mir nicht, dass man dann besser verstehen kann, wie die Menschen im MA gelebt und gefühlt haben...
Also, es geht nicht darum, einen ganzen Menschen authentisch zu machen. Es geht um Details. Und da wird z.B. auch eine Wikinger-Fellmütze nicht plötzlich authentisch, nur weil die Wikinger ja Fell hatten und auch Mützen und weil die ja nicht blöd waren.
Für eine authentische Darstellung greift man auf das zurück, was belegbar ist. Und wenn die belegbaren Wikingermützen halt uncool sind und nicht der angestrebten Wunschdarstellung entsprechen, dann sollte man ein anderes Hobby machen und braucht sich um den ganze A-Sch.. nicht zu kümmern.
Jedenfalls wird eine Fantasie-Ausrüstung nicht dadurch besser oder authentischer, dass der nächstbeste A-Papst ja schließlich auch Plomben im Mund hat und sein Zeltstoff nicht handgewebt ist.
So, das musste jetzt mal raus, nachdem ich mir jetzt schon seit Tagen diese ganzen A-Debatten zu Gemüte führe...
@ Oliver Schulz: "Schwartenbretter" ??? Das ist natürlich unbedingt "A"...
@Torsten Schmidt: Es wäre von Vorteil, wenn du dich bemühen könntest, etwas verständlicher zu schreiben.
Wie wäre denn mal eine Liste von Dingen die heutzutage _möglich_ sind? Die wäre mindestens genauso lang, aber viel hilfreicher. Viele deiner Argumente resultieren m.E. schlicht aus Unwissenheit...
ganz ehrlich. Macht das hier zu.........das bringt doch nix mehr.
Ewig die alte Leier.
Jeder definiert seinen Anspruch selbst, er sollte eben nur mit der Bezeichung und der Argumentation aufpassen. Und diesen ganzen "Schmonsens" hatten wir schon zur genüge.
Moin,
das läuft jetzt hier aber nicht grad aus dem Ruder....oder?......;-)
Ich schiff mir in die Bruche...oder Brouche...Brouch....ach egal......lol
Gruß Wolf
Hä,
also wie jetzt.Teuschland?Ich glaube da teuscht du dich.
Diutschin Lant oder Tiutschlant wäre in etwa die mittelhochdeutsche Entsprechung.
Davon ab glaube ich nicht dass die Leutchen die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen sich als deutscher oder teuscher Ritter bezeichnen.
Eisen bekommt man heute auch noch in verschiedenen Qualitäten wobwei wohl eher Stahl in Frage käme.
Aber das ist ja eh alles sinnlos weil ich kein teuscher Ritter bin:)
Franz zum Lohe www.homburger-reisige.de
Meiner Meinung nach dürften weniger als 1% "a" sein, und die sind auch am aussterben!
Weil einer der richtig "a" ist sich bei der kleinsten Verletzung auf Veranstaltungen nach Historisch überlieferten Heilverfahren Behandeln lassen müßte.
Zudem ist es kaum möglich sehr viele Historische
Mterialien zu bekommen zb Eisen, das Eisen was heute zu bekommen ist ist qualitäts mäßig wesentlich hochwertiger wie vor 1000 Jahren.
Einzig Stoffe dürften noch so zu bekommen sein wie vor 1000 Jahren.
Im laufe der letzten Jahrhunderte hat sich das Wissen der Meschen in einigen Punkten zu sehr erweitert und andere Dinge haben wir leider vergessen oder sie sind verloren gegangen weil wir sie durch andere sachen ersetz haben ( zb Kupferkessel nach meinem wissen giebt es in Teuschland nur nuch einen der dieses alte Handwerk behersch und er ist an die 70 ).
Nächst sache ist einiges wollen wir auch nicht mehr zb unser Landesnahme ich habe noch keinen auf einer Veranstaltung erlebt der behauptet hat er sei ein Teuscher Ritter es hieß immer nur er sei ein Deuscher Ritter oder sonst was nie wurde der alte Name unseres Landes verwendet.Noch was wir haben heute auch keine Könige und Kaiser mehr die unser Leben bestimme, einzig die Kahtolische Kirche ist geblieben und die hat ihren einfluss auf das was richtig oder falsch ist längst verloren leider konnte sie voher noch jede menge verschwinden lassen so das wir es heute nich mehr überprüfen können ob es bestimmte Dinge gab oder nicht.
Diese Liste liesse sich unendlich weiterführen ohne das wir zu einem Ergbnis kommen würden, weil irgend jemand mit sicherheit anderer meinung ist wie ich.
Mein rat an euch alle ist lebt euer Hobby sogut wie möglich aus, holt euch Tips von anderen was ihr vileicht verbessern könnt. no body is perfect
Einzig vileicht verbannt alle Kostümsaufer von den Veranstalltungen ( die haben nicht den nötigen ernst dafür, nur Met im Kopf).
Und am wichtigsten lasst diese beschissene Diskussion über "Wieviele sind "A"?" das bringt nur unfrieden und igendwann ufert es aus.
Gruss @ all Torsten Schmidt
Ich habe auch Handgewebte Stoffe, an meinen Zelt sogenannte Schwartenbretter als Planken ( ich finde Baumarktbretter glantkannt fürchterlich ) nur in der Zelteinrichtung mogel ich ( habe unter den Fellen kein Strohsack sondern eine Schaumstoffmatratze aber so das man sie nicht sieht ( also gemogeld und Retoschiert ) bei den Stoffenm auchte ich auch auf farben die Natürlich herzustellen sind ( auch wenns künstliche gefärbt ist, und deshalb "Gnie" und nicht "A"!
Oliver Schulz
"Die allermeisten handgefertigten Kleidungsstücke, die mir bislang untergekommen sind, sind verglichen mit maschinengenähter Stangenware wirklich erkennbar teurer oder nur für "Reiche" erschwinglich."
Zunächst mal, Oliver, muss dir kein Mensch irgendwas beweisen, weil dich hier kaum einer überzeugen will.
Es steht dir völlig frei zu tun und zu glauiben, was DU willst.
Ebenso steht es natürlich wiederum jedem frei, sich dann über dein Tun und Handeln eine Meinung zu bilden.
So einfach ist das.
Der mehrheitliche Konsens geht bei den meisten Usern hier dahin, dass man - wie es etliche schon schrieben - die EIGENE Motivation hat, so nah es eben LOGISCH sinnvoll und machbar ist, an das Original heran zu kommen.
Ob ein Zelt handgenäht, handgewebt oder mundgeklöppelt sein muss ist so lange völlig nebensächlich, wie die Erkenntis und der Wille nicht vorhanden ist, dass es durchaus handwerklich machbar und finanziell realistisch ist, eine einfache aber gute Darstellung zu realisieren.
Es ist nun einmal oft so, dass dein Spruch häufig von Leuten gebracht wird, die damit die Defizite ihres persönlichen Equipments schönreden wollen.
Denk in Ruhe drüber nach, wie es gemeint ist oder tue es halt nicht, das ist mir persönlich völlig gleichgültig.
Fakt ist jedenfalls, dass die allerwenigsten Leute, die eine vorzeigbare und fundierte Darstellung betreiben, sich und ihr Tun als "A" bezeichnen.
Im Gegenteil hört man von dieser Gruppe eher die Aussage, dass sie quellenorientiert an die Sache herangehen und versuchen sich historischer Kleidung nach aktuellem Wissensstand anzunähern.
Und zuletzt noch eines:
Die allermeisten handgefertigten Kleidungsstücke, die mir bislang untergekommen sind, sind verglichen mit maschinengenähter Stangenware wirklich erkennbar teurer oder nur für "Reiche" erschwinglich.
Den Beweis treten wir gerne dadurch an, dass wir dich z.B. für 1250 von Kopf bis Fuß einfach aber stimmig (zivil) einkleiden und dich das weniger als 500 kostet.
Und mit der Handwebung bin ich auch immer sehr vorsichtig. Manche verwenden handgewebte Stoffe, nur weil sie handgewebt sind. Viele der "modernen" Handwebstoffe, vor allem Wollen, unterscheiden sich doch sehr von den Mittelalterlichen. Da ist so mancher maschinengewebte Stoff dem historischen Vorbild ähnlicher...
Der technische Ablauf des Webens hat sich ja auch nicht verändert. Um mal von dem Zeltbeispiel wegzukommen, ist m. E. ein vernünftiger Schnitt + historisch adäquate Färbung + korrekte Bindung und Fadendichte + ordentlich ausgeführte Handnaht wichtiger als Handwebung. Noch wichtiger wäre es eigentlich, wo wir einmal beim Thema sind, Wollstoffe aus entsprechend mittelalterlichen Schafrassen zu gewinnen...:o)
Nur mal so am Rande.
hmmm zeigen ist schlecht mit dem Zelt, aber Bekannte von uns aus Belgien haben ein Handgewebtes und handgenähtes Wikizelt. hab leider kein Foto und seh die wegen der Entfernung nur recht selten, also großes Indianerehrenwort.
Hangenähte Zelte sind sowieso nicht so selten... naja und bei Ebay gibts den Stoff schon ab 4 uro/meter