Dankeschön...naja, ein bisschen zeichnen kann ich, aber dafür reichts wohl auch nicht...
mag nicht so gerne nur feste Paarreime, das hört sich in einem ganzen Gedicht immer so steif und monoton an. Gebe aber zu, die Auflockerungen nicht wirklich systematisch eingebracht zu haben.
Man könnte ja eigentlich mal eine Art Sage entwerfen, indem einer anfängt, sagen wir zwei drei Strophen macht und dann der andere dran ist und man sich so abwechselt. Man müsste natürlich schon vorher ein Denouement entwerfen und den Klimax bei einer bestimmten Strophenanzahl festlegen...was hältst du davon? www.ignifer-mortis.de
Musste doch direkt auch mal das andere Geschlecht beleuchten...hab mich mal grob an deinem Anfang und Rhythmus orientiert...
Lasst mich erzählen was ich einst hörte
von der Maid, die alle Recken betörte
schön wie das Reh zu des Vaters Leide
war sie der Männer Augenweide.
Gross warn die Augen und offen die Münder
der Herren, die in Gedanken schon Sünder
wenn sie ihre dicken Zöpfe sahen
doch keiner traute sich ihr zu nahen.
Stolz war die Jungfer, von edlem Gemüt
und keusch wie die Blume, die eben erblüht
und ach, auch wehrhaft war das Kind
der so viele verfallen sind.
Starke Helden, geschmeidge Recken,
konnten in ihr kein Feuer wecken,
so mancher, der meinte sie zu verführen
musste ihre Fäuste spüren.
Nur der flinke, verschlagene spilmann,
der so schön vom Tode sang
brachte ihr stolzes Herz zum erbeben
an seiner Seite wollte sie leben.
Ihr Vater brüllte völlig von Sinnen:
Mit diesem Schlucker willst du von hinnen?
Lieber schliess ich dich unter meinem Dach
den gernde diet läufst du mir nicht nach!
Wenn du sonst keinen willst ist auch das mir recht
dieser Halunke ist MIR zu schlecht
der hätt dich um all dein Gut betrogen,
nun geh, und übe dich weiter im Bogen.
Und dann kümmer dich um die Führung der Küche
seit Stunden hör ich von dort nur noch Flüche.
Keine Sorge, mein Kind, und weine nicht
irgendwann werden wir beide uns einig...
Ich finde es auch sehr gut, finde auch, dass man sowas öfter zur Bereicherung anbringen kann. Nur die Zeiten sind nicht ganz grade, diese Sprünge fallen schon auf. Dies ist als konstruktive Kritik für den nächsten Text gedacht...
Lasst mich Euch erzählen was ich einst hörte
vom Recken, der alle Weiber betörte.
Schön wie der Hahn auf des Herren Gut
stolziert er herum wie ein Hahn es stets tut.
Die Weiber seufzten entrückt, wenn er ging
betrachten verstohlen sein Schwert, das hing
stets an seiner Seite, bereit es zu zücken
um sich mit des Mutes Ruhm zu schmücken.
Jungfern und Mägde und Edelfraun
strömten herbei, um ihn anzuschaun
wenn er auf dem Kampfplatz die Gegner besiegt
und fragen sich wer wohl Nachts bei ihm liegt.
Der Kampf ist vorbei, unser Recke ein Held,
der Jubel noch in seinen Ohren gellt,
da tönt eine Stimme weit über den Platz:
"Das Essen wird kalt, komm nach Hause, mein Schatz!"
Der Held, er versucht sich noch zu verstecken,
sucht Zuflucht hinter Bäumen und Hecken.
Doch der Herrin Hand ergreift sein Ohr
und zieht ihn daran aus dem Busch hervor.
Und weil es bis heut so geblieben ist
der Recke sich hütet vor häuslichem Zwist.
So kräht unser Hahn nun an Weibes Herd
und hofft, dass sich hier nun sein Ruhm vermehrt.