Mir ist schon oft aufgefallen dass es hier einigen ja recht wichtig ist, einen Markt so autenthisch wie möglich zu haben.
Aber ich Vermute ein Michelin für MA würde nicht funktionieren, wenn nicht die Frage beantwortet wird "Wie viel MA wollen wir eigentlich".
Wenn es ordentlich nach Scheiße riecht (Nachttöpfe vor dem Zelt entleeren), sich keiner die Zähne putzt und mehr einfaches Volk vertretten ist, würde ich sagen, kommt es den ganzen schon ziemlich Nahe. Nur wer möchte dahin?
Man sollte von vornerein an einer Mittelalterlichen "Rekonstruktion" eines Marktes sprechen, damit Hygiene und Co erhalten bleibt.
Auch dass zur Schaustellen von Kampfkünsten auf einen Markt ... war das wirklich so? Und was ist mit der vielen Musik? Würden die Geistlichen sowas nicht schnell abbrechen?
Und was bleibt dann zum Schluß, wo ist da noch die Unterhaltung?
Ich glaube das Größte Problem würde das Festlegen der Kriterien sein.
Holger hat da einen interessanten Punkt angesprochen:
Die Links werden hier ja auch bewertet.
Wie funktioniert das?
Wer bewertet die, aufgrund welcher Vorraussetzungen / Maßstäbe?
(Nicht falsch verstehen, ich will hier niemandem auf die Füße treten! ;-) )
Hier wird ja auch ein Bewertungssystem eingesetzt, dass auf irgendeiner Grundlage basiert.
Und gegen diese Grundlage(n) / dieses System scheint ja auch keiner was zu haben.
Scheinbar gehts also doch mit Bewertungssystemen, ich hab nur manchmal das Gefühl, das sich "keiner rantraut."
Zunächst einmal stimme ich Ivain grundsätzlich voll zu. So bringt das nix. Und mit ein Bischen Eigeninitiative isses auch schlicht überflüssig.
Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre `ne Liste mit den Märkten, auf die selbst der grottigste Gromiverein dankend verzichtet. Mal so richtig ablästern ;-)
Bringt das was? Ja, SPASS! und sonst? Ich glaube nix...
Euer Traumschmied
Sicher alles Richtig, aber hier wird ja, ob mit Recht oder nicht (keine Bewertung), die eine oder andere Veranstaltung auseinander genommen, und dass von relativ anonymen Personen.
Was ich selbst nicht so gesehen habe, ist Spezialisierung denn Mittelalter ist ja nicht gleich Mittelalter.
Es war ja nur ein Vorschlag, da ich selbst beim gewissenhaften durchlesen oft nicht weiß was ich von den Kritiken halten soll. Ich als Nutzer lese doch nicht aus Schadenfreude die hier geschriebenen Kritiken, ich will mich informieren. Was machen andere (was machen die gut, was machen die schlecht) und wo könnte man mal hin.
Da lese ich mir Obermoschel durch und weiß am Ende nix.
Angst vor rechtlichen Auseinandersetzungen hätte ich wenig, freie Meinungsäußerung. Mir selbst fallen auf anhieb einige Leute ein, die Marktfechter beurteilen können. Bei Ausstattung gibt es ja auch einige Leute deren Sachkompetenz nicht geleugnet wird.
Die Finanzierung des Ganzen wäre wohl das Problem.
Und selbst eine A-Debatte kann man einschränken. 100 % geht ja nicht, da müsste man nur mit Originalen arbeiten. Also kann man nur von einer maximalen Annäherung sprechen. Wie bei Schulnoten muss es Spielräume geben.
Nebenbei, die Links werde hier ja auch mit Sternen bewertet und ich finde das sehr hilfreich
Es gibt - nicht nur hier - zu den meisten Veranstaltungen Kritiken, und bei "der Kibotuclub von Hinterkleinbach macht nen MA Markt mit Bierzelt im Wald" Märkten, die eher selten erfaßt werden, weiß man doch eh, was zu erwarten ist.
Wenns wirklich drum geht, zu entscheiden, ob man hinfährt oder nicht, reicht ne kurze Webrecherche.
Der Michelin ist ja viel mehr, da stehen ganz andere Mechanismen hinter, die für die MA Szene weder umsetzbar noch sinnvoll wären.
Und, der große Vorteil an den Kritiken in der jetzigen Form ist der, daß die kritisierende Instanz heterogen und transparent ist.
Sprich, während ihc bei einer unabhängigen Instanz darauf hoffen muß, daß deren Urteil auch meiner Meinung entspricht, kann ich hier besser nachprüfen, wer denn eine VA wie sieht.
Lobt eine Personengruppe eine VA in den höchsten Tönen, die von anderen kritisiert wird, kann ich mir Bilder der Personen/Gruppen und deren Meinungen zu anderen VAs ansehen.
Stelle ich dabei fest, daß die eine Partei Fuzzis sind, und meist entsprechende Rummel-VAs loben, während die andere einen eher bemühten Ansatz hat, kann ich trotz unterschiedlicher Aussagen gut entscheiden.
In einer Einrichtung wie dem Michelin entfällt diese Möglichkeit der Gegenprüfung.
Gruß, Ivain
Eigentlich eine gute Idee. Soetwas könnte helfen unnötige Fahrkosten zu schrecklichen Veranstaltungen (mein Trauma Burg Eisenhart Belzig) zu vermeiden. Bei den hohen Spritpreisen sicher ein guter Ansatz :-)
Ich sehe nur das große Problem einer neutralen und objektiven Bewertung. Harte Fakten wie Eintrittspreis und Anzahl der Klos sind eindeutig. Aber wie die historische Darstellung bewerten? Da beurteilt jeder aus einer anderen Warte gemäß seines eigenen Anspruchs und der eigenen Kenntnis. Ich würde mir z.B. nicht zutrauen einen guten von einem "bemühten" Wiki zu unterscheiden. Nur wirklicher Mist sieht in allen Epochen gleich aus.
Ich glaube selbst ein guter und engagierter Versuch würde in kurzer Zeit von den kritisierten Veranstaltern und ihren "Fans" niedergeschrien werden. Man erlebt es hier doch zu Genüge. Holger, wenn du so ein Bewertungsforum aufmachen willst, mach es auf einem Server im Ausland. Dann kann man dich nicht so leicht verklagen :-)
Eine "szenefremde" und wirklich unabhängige Instanz als Stiftung Mittelaltertest wäre also nötig. Nur wo soll die herkommen?
Mein Fazit: Ich stimme dafür, sehe aber wenig Möglichkeiten.
Tschüß, Olaf
Um eine Orientierung zu schaffen, für den Besucher und nicht zuletzt für den Veranstalter oder Organisator.
Nur um mal einen neuen Eintag zu nehmen:
Thema 3982 "Europäisches Mittelalterfestival in Horsens" Ein Besucher schriebt von seinen persönlichen Eindrücken. Es hört sich gut an, aber die Bilder sprechen eine andere Sprache.
Oder
Thema 3914 "Reenactorlager in obermoschel" da wird was veranstaltet und es geht wohl mächtig in die Hose. Eine objektive Bewertung kann dem Veranstalter im Vorfeld, wenn die Bewertungskriterien bekannt sind, oder danach bei einer Verbesserung helfen.
Immer wird, viel zu oft mit Recht, an Veranstaltungen kein ganzes Haar gelassen. Bewertungen eben wie beim Michelin können helfen Druck aufzubauen, damit nicht mehr so viel Unrat auf die Besucher gekippt wird.
In der Gastronomie geht es doch auch, daher der Vergleich mit dem Michelin
wieder mal das übliche am Anfang: ich habe noch keinen Thread gefunden wo ich das hier loswerden kann:
Hier werden Märkte und Veranstaltungen bewertet, sicherlich ist das hilfreich und wenn man die Leute kennt die die Bewertung schreiben ist das auch gut einzuschätzen.
Gibt es eigentlich in irgendeiner Form schon Ansätze so was wie einen Michelin für historische Veranstaltung zu schaffen.
Nach meiner Meinung kann man ziemlich gut objektive Bewertungskriterien schaffen um eine Vergleichbarkeit zu erreichen.
Folgender Ansatz:
Unterteilung
1. Veranstaltungen mit dem eigenen Anspruch historisch (museal) zu sein
2. Veranstaltungen als Marktunterhaltung
3. Veranstaltungen mit historischen Teilbereich (Stadtfeste)
Dann so was wie:
1. Erreichbarkeit
2. Ausschilderung
3. Parkplätze
4. Eintrittspreise
5. Preise für Essen und Trinken
6. behindertengerecht
weiter mit
Umfeld usw. bis hin zu den dargebotenen Leistungen der Akteure
Das ganze setzt natürlich voraus, dass es Tester gibt, die die entsprechende Erfahrung und Kenntnis haben. Das ist natürlich ein Arbeitsaufwand, aber die Michelintester testen ja auch nicht jeden Tag einen neuen Koch. Es könnte aber durchaus erfolgreich sein so etwas zu veröffentlichen.