Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Wurfspeer

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Eintrag #9 vom 02. Okt. 2007 17:47 UhrJohann Anton Mattes Profil

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@Michael: Ja, ich meinte diese Steinzeitlichen schluedergeräte. Das der Pilum über lange zeit eine der Hauptwaffen der Römischen Infanterie Darstellte istr mir schon klar. Stelle selber einen Legionär dar. Wenn auch im beginnenden 3.Jahrhundert - Da erlebte die Hasta , die stoßlanze, gerade ein Comeback. (Aber die kann man aber auch schmeißen wenns sein muss. Sollte man zwar in der regel nicht aber man kann es.)
Mfg: Johann

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Eintrag #8 vom 26. Sep. 2007 08:14 UhrSascha Klauss Profil

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@Michael,
gerade KdG hat veranlasst dass ein Bacullum (Streitkolben) durch Pfeil und Bogen ersetzt werden soll. Man geht von einem Schreibfehler in der Abschrift aus und interpretiert es als Jacullum, einen Wurfspieß, was auch Sinn machen würde, eine Distanzwaffe, durhc eine andere zu ersetzen.

Sascha

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Eintrag #7 vom 25. Sep. 2007 20:52 UhrMichael Flotzinger Profil

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In der englischen Wikipedia gibt´s nen Artikel namens "javelin" (das englische Wort für Wurfspeer), der nur leider recht lückenhaft ist. Gerade die Sektion "Middle Ages" ist noch äußerst unvollständig, aber immerhin ist die Rede von angelsächsischen Speerwerfern, sowie von spanischen, wobei letztere im 13. und 14. Jahrhundert beliebte Söldner gewesen sein sollen, die besonders in Italien, der Levante (wo immer die ist, ich bild mir ein, es war Frankreich), sowie im von den Nachfahren der Kreuzfahrer des sogenannten "4. Kreuzzugs" beherrschten Griechenland zum Einsatz kamen. Ihre Speere (den Namen hab ich mir nicht gemerkt) gelangten später sogar irgendwie bis zu den Zulu in Südafrika, die noch im 19. Jahrhundert damit den Engländern kräftig einheizten (zumindest bei zahlenmäßiger Überlegenheit).
MikeF

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Eintrag #6 vom 24. Sep. 2007 21:16 UhrMartin Fischer Profil

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Hallo,

Wurfspeere scheinen über das ganze Mittelalter in Gebrauch gewesen zu sein.

Was das Hochmittelalter angeht, fällt mir spontan ein, dass im Parzival-Roman der Titelheld seinen ersten Gegener - den Roten Ritter - mit seinem Wurfspeer niederstreckt. Und zwar voll ins Auge. Das Ding wird im Roman, soweit ich mich entsinne, als "Javelin" bezeichnet, was ja noch heute ein gängiger Begriff für diese Gerätschaft ist.

Darüber hinaus werden aber auch auf dem Wandteppich von Bayeux munter Wurfspieße geschleudert.

Eine spätmittelalterliche Variante des Wurfspießes hört übrigens auf den Namen "Schefflin".

Du solltest also mal unter den o.g. Begriffen recherchieren...

Gruß
Mätes

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Eintrag #5 vom 24. Sep. 2007 19:52 UhrMichael Flotzinger Profil

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Äh, WAS BITTE?! Der wurfspeer war neben dem Schwert die wichtigste Waffe der römischen Legionäre. Oder beziehst du dich auf die steinzeitlichen "Speerschleudern"?`

Was das Hochmittelalter betrifft, so schreibt Siegfried Fiedler in "Taktik und Strategie der Lansknechte" über die vorgeschriebene Bewaffnung der Wehrpflichtigen unter Karl dem Großen (also etwa zu Beginn des HMA, je nachdem, wann man diesen ansetzt), dass dazu eine "Lanze (Wurfspeer)" gehörte. Könnte jetzt natürlich möglicherweise auch bedeuten, dass nicht ganz geklärt ist, was das für eine Waffe war, da man unter "Lanze" ja eigentlich eine Nahkampfwaffe versteht. Und natürlich befasst sich dieses Werk, wie der Titel ja vermuten lässt, ja hauptsächlich mit der frühen Neuzeit, sodass man an der Authenzität der Aussage natürlich zweifeln könnte.
MikeF

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Eintrag #4 vom 26. Sep. 2006 15:03 UhrJohann Anton Mattes Profil

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Ob diese schleudergeräte im Hochmittelalter eine Rennaissance erlebten weiß ich nicht.

In römischer Zeit jedoch verwendete man sie bereits nicht mehr.

Und im MA (und auch noch in die frühe Neuzeit hinein) würden mir als Speerschmeißer im militärischen Kontext in Europa nur die Irischen Kerns einfallen. Aber es kann sein, dass es da noch mehr gab. Und wie diese Speere ausgesehn haben weiß ich leider auch nicht. Aber Du kannst ja selber in dieser Richtung weiterforschen, wenn es Dich interessiert.

Ich hoffe ich konnte wenigstens ein bisschen helfen.
Mfg: Johann

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Eintrag #3 vom 26. Sep. 2006 10:01 UhrUli Gasper Profil

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Moin!

Wurfspeere machen jedenfalls Spaß.

Eine nicht ganz authentische Bauanleitung:

Man nehme:

Mehrere Söcke (z.B. Besenstiele)
Stahlrohr, in welches diese bündig reinpassen

Von diesem Stahlrohr schneide man 15-20cm lange Stücke mit der Flex, haue sie auf der Hälfte platt (geht besser durch erwärmen), und schneide nach dem Abkühlen mit der Flex die Spitze zu. Die offenen Seiten zuschweißen und das ganze abschleifen und schäften und dann werfen.
Gruß, Uli

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Eintrag #2 vom 25. Sep. 2006 22:35 UhrSimon Schinagl Profil

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Hallo!

Auf alle Fälle wurden Sie zumindest auf Hoffesten als "Sportgerät" im Rahmen von Wettkämpfen eingesetzt. Zu lesen in "Höfische Kultur" von J, Bumke, S. 304

Simon - www.Gratia-Dei.de

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Eintrag #1 vom 25. Sep. 2006 14:34 UhrMartin Steiner Profil

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Hi
Mich würde interessiern, ob im Hochmittelalter noch Wurfspeere eingesetzt wurden. Wen ja, wie sahen sie aus? Verwendete man sie im Krieg oder zur Jagd? Hat jemand eine Bauanleitung? Wurden die in der Steinzeit verwendeten Speerschleudern noch verwendet? Gibt es sonst noch irghendwelche relevanten Informationen dazu?
Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten.

Gruß
Martin

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