ich hab hier noch eine Spandose, sie ist kreisrund, ziemlich gross, ist im Inneren in 12 Fächer unterteilt (könnte zur Aufbewahrung von Gewürzen gedient haben) und ist aussen mit vergoldeter Teigmasse in einem Maßwerk-Muster verziert. Sie ist um 1500 datiert.
Sie wird im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt und ist u. a. im Buch "Die Stadt im späten Mittelalter" von C. H. Beck auf Seite 102 Abb. 157 und im Buch "Aus alten Apotheken" von H. Stafski auf Seite 15 f. genannt worden.
Liebe Grüsse, Sanni
das wichtigste im Buch ist Seite 239 - dort ist die Dose mit der Fundnummer 1.374 mit spätem 13.Jhdt angegeben. Die anderen Funde habens in die Datierungsliste nicht geschafft.
Gruss Lui
Zwischen 13. und 15. überwiegend.... soviel hab ich dann schon herausgefunden ;-)
Nur wenn ich nach der genauen Datierung der einzelnen Funde suche, scheite ich. Das ist ´ne Wissenschaft für sich, sich in dem Buch zurechtzufinden *seufz*
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blond... ;-)
Falls jemand das "Holzfunde aus Freiburg und Konstanz" (Ulrich Müller)hat und da bei der Datierung der Stücke durchblickt, wäre ich sehr dankbar, wenn er mir seinen Trick verrät. Tolles Buch, tolle Tafeln, tolle Tabellen, tolle Texte, aber bei der Datierung der einzelnen Funde blick ich nicht durch...
"Auch wenn sich die Herstellung der Freiburger Schachteln prinizipiell nicht von den aus dem SMA und der frühen neuzeit bekannten ornamental verzierten Schachteln unterscheidet, so sind die F. Stücke mit einfachsten Mitteln ausgeführt."
und:
"Sie zeigen, daß Spanschachteln im MA den Charakter von universell eingesetzten Gefäßen oder Verpackungen hatten, denen zumindest in einfacher Ausfertigung eine geringe Lebensdauer zu bescheinigen ist."
Welche Datierung die aus London z.B. haben, weiss ich jetzt grad nicht auswendig.
Gruß, Jens
Im Hochmittelalter sind mir bis jetzt keine Funde für Spandosen bekannt, und sonst kenne ich nur Originale, die aus dem 15. Jahrhundert stammen.
Eine ovale Spandose ist in Quedlinburg im Museum, die ist ins 15. Jahrhundert datiert und die ist wie Mike schon anmerkte, anders angefertigt als die Spandosen von heute. Ein ca. 1 mm starker Span ist um das Bodenbrett herumgebogen und mit einem schmalen Span verknotet. Boden- und Deckelbrett sind fixiert durch einen flachen Zapfen, der an einer Langseite durch den Span gesteckt ist.
Christian
Ich häng mich aus akuter Faulheit mal mit rein-
ab wann ist die Stiftverbindung denn nun nachweissbar? Aus dem SMA kenne ich sie, wie sieht es im HMA aus?
Gruß, Jens
Wobei es kein größeres Problem darstellt, diese umzuwandeln. Da man sie ja ganz einfach nähen kann. Kleine Löcher bohren und mit Bast zusammen nähen.So kann man, mit etwas Geschick, den Originalen ziemlich nahe kommen.
Karl