Zitat: „Insoweit sind die “Herren” Wissenschaftler zwar nicht nur Herren, sondern auch Damen, aber in jedem Fall Archäologen und Grabungstechniker.“
Ja und?
Zitat: „Wer den Artikel bis ganz unten gelesen hat, findet dort die Angaben der Archäologen zur Rekonstruktion des Meppener Ofens.“
Habe ihn ganz gelesen, siehe:
Zitate Anfang:
Die Höhe des originalen Ofens ist unbekannt. (West Stowe)
…groß genug für einen Erwachsenen, um mit gekreuzten Beinen und gebückt darin zu sitzen… (Das nenne ich mal eine wissenschaftlich exakte Angabe.)
Über die Konstruktion wissen wir nichts genaues. (Aha!)
Die Lösung hierfür war ein um den Kopf geschlungenes nasses Handtuch. (try-and-error oder? Belege?)
Natürlich war dieser Ofen zusammengebrochen und somit können wir keine genauen Angaben über Höhe und Größe machen.
…auch die Dicke des Auftrags konnten wir ungefähr ermitteln. (ungefähr?)
Problematisch ist immer die Frage nach der Größe der Öffnung (mit oder ohne Tunnel). Da hilft nur weiteres experimentieren. Gleiches gilt für den Rauchabzug . (schlaumeierisch für: wir wissens nicht und probieren rum, oder?)
(Zitate Ende)
Da stecken noch viel mehr Ungereimtheiten in dem Text. Bei denen wird’s aber schwierig, wenn ich es nur kurz zitieren und kommentieren will. Es geht mir auch nur darum zu zeigen, daß etwas nicht automatisch toll und „besser“ ist, nur weil es von Wissenschaftlern gemacht wurde und im Garten vom Museum steht. Dirk hat als „Laie“ genauso drauf los gelegt wie die: Ästegeflecht, Öffnung, Abzug, Höhe. Zugeständnis, er hat keine Feuersteine für den Untergrund verwendet.
Und er wird niedergemacht weil er nicht irgendeinen Buchtitel beigefügt hat, in dem ein Ofen steht.
Gruß
Peter
PS: Von rekonstruierenden Damen steht übrigens nichts im Text (ist für die Sache auch unerheblich :-)
»Der Lehmofen wurde schon in der Steinzeit so gebaut und der Steinofen ist so gebaut wie man ihn baut wenn man Schamott und Ziegelsteine hat!!«
und
»Sein Vorbild war die genaue Form und Größe eines Ofens aus dem 7. Jh., der an dieser Stelle bei archäologischen Ausgrabungen gefunden worden war.«
doch so einen gewissen Unterschied.
Du nicht?
Mal davon ab, daß “die Herren Wissenschaftler” auch “nur” ein Verein sind und selbst wenn sie vollständig daneben liegen würden, es die inhaltliche Korrektheit der hier geäußerten Kritik in keinster Weise schmälern würde.
Die Vorgehensweise der Herren Wissenschaftler im Bericht auf rete-amicorum.de ist kaum anders als die von Dirk. Die haben auch mit try-and-error gearbeitet. Nur das diese Öfen im Garten eines Ausstellungszentrums bzw. eines Freilichtmuseums gebaut wurden.
“Lehmofen Archäologie” zu Googeln ist doch keine Arbeit, und benötigt sicher weniger Zeit, als einen Beitrag zu schreiben, in dem man nach dem Link fragt. Wie dem auch sei, ich komme der Anfrage gerne nach: www.google.de/search?[ ]
Archäologisch ausgegrabene Backöfen sind ja nicht so selten, da gibt es genügend Beispiele, auch ohne auf persönliche Grabungserfahrungen zurückgreifen zu müssen.
Es reicht sogar schon eine Google-Suche aus, um zahlreiche Berichte zu Grabungen und Rekonstruktionen in Museumsdörfern zu finden, mit dazugehöriger Literatur.
… warum das jetzt nicht gehen soll bleibt schleierhaft.
Wie schon festgestellt sind Befunde von Lehmöfen keine Raritäten und ich denke nicht, dass ein paar Eckdaten zum Aufbau und zur Materialverwendung, versandt an den Fragesteller, einen solch großen Schaden bedeuten würden.
Aber das ist ja nur meine Einschätzung. Vielleicht sidn ie Öfen ja auch so “neuartig”, dass sie den Grundstock der Publikation bilden sollen.
“Klasse, schöner wärs,wenn Du mindetens dem Frager Deine Erkenntnisse, Fundlage o. ä. zur Verfügung stellen würdest. Ich nehme mal an, das hast Du bereits.”
Da die “Erkenntnisse” noch nicht publiziert sind ist mir das leider nicht möglich.
Es gibt aber genügend bereits ausgewertetes Material welches für jeden Interessierten einsehbar ist.
Ich wollte nur wissen ob der gezeigte Ofen einem historischen Vorbild entspricht.Den Reaktionen entnehme ich dass dem nicht so ist.
Ach Wilfried. Kannst Du nicht einmal etwas vernünftiges posten? Seit Du hier postest, kommt entweder nur unverständliches, oder unüberlegtes, bzw. -recherchiertes.
Hi, also, Du hast mindestens einen Backofen ausgegraben. Klasse, schöner wärs,wenn Du mindetens dem Frager Deine Erkenntnisse, Fundlage o. ä. zur Verfügung stellen würdest. Ich nehme mal an, das hast Du bereits.
@ Jens Börner
Der Wolfenbütteler Sachsenspiegel ist aus dem 13. Jahrhundert.
Die Form ist gezeichnet, die Wandstärken sowie die Grüße ergeben sich aus der Aufgabe und den verwendeten Werkstoffen, aus der Größe des Backraums und der Ofenart ergibt sich die Lage und die Größe des Abzugslochs.
Runde , oben geschlossene Backöfen gibt es weltweit und sie sind zum Brotbacken , wie wir Brot kennen, Wärmespeicheröfen und zum Fladenbacken , Pizze etc., Abluftöfen?, also Öfen , die über die Abluft heizen. Die letzteren können kontinuierlich benutzt werden,sind aber im Bau sehr heikel, da eine spezielle Rauchgasführung gefordert ist.
Beide Typen werden auch heute noch sowohl in Lehmbauweise als auch mit Schamottsteinen gebaut und das weltweit nach den gleichen Regeln.Wer davon abweicht, nun, der kann nicht bzw schlecht backen.
Selbstverständlich kann ich diese Aussagen nicht beweisen, denn ich habe die Details der von mir besichtigten 2 “Pizzaöfen” nicht fotografiert und mir auch die Filme im Fernsehen nicht mit Datum und Sendezeit gemerkt. Auch habe ich die Aussagen der Bäcker nicht protokolliert und mir auch ihre Namen nicht gemerkt. Und da die Herren Ofenbaumeister genau wie die Herren Schmiedemeister nicht schreiben, wirds mit Bauen aus Büchern auch nix.
Aber das haben wir schon immer so gebaut, gemacht und nur so gehts, sollte reichen.
Dirk, der Eingangspost fragte “nachdem wir das Thema Backofenbau mit diversen Fachleuten des 21. Jh besprochen haben, stellt sich für uns die Frage: wie wärs mit einem historischen?”
Es geht halt um wirklich historische Öfen. Dein Ofen funktioniert, ohne Zweifel, aber es entspricht nicht wirklich einem historischen Vorbild. Deine Aussage “Der Lehmofen wurde schon in der Steinzeit so gebaut” kann ja schon wegen der verwendeten Ziegel und geschliffenen Steinplatten nicht stimmen.
Ein wirklich historischer Ofen basiert auf einem historischen Vorbild (oder auf einem bestimmten historischen Typus). Da ist z.B. nicht unwichtig, wie die Ofensohle angelegt wurde, die äußere Form des Ofens (ja, es gibt noch was anderes als nur runde), ob so ein Ding wirklich einen Schornstein hatte, ob es davor eine Aschegrube gab etc.
Und dein selbstgebauter Ofen berücksichtigt diese Fragen halt nicht. Wenn man sich was zum Brotbacken in seinen Garten bauen will, reichts wenn das Ding funktioniert. Wenn man einen historischen Ofen nachbauen will (um ihn z.B. auf Veranstaltungen vorzuführen), reicht das bei weitem nicht. Und da wir uns hier in einem historischen Forum befinden und nicht auf einer Bastlerseite, sind Deine Angaben halt ungenügend.
Komisch, Dirk, Ich lese in der Eingangsfrage und im Titel die Worte “Backofenbau +Recherche”, sowie “wie wärs mit einem historischen”.
Schön, dass Du einen gebaut hast, alleine stellt sich die Frage, was diesen zu einem historischen gemacht, es sei denn, das “seit Jahren” heisst 200 ;)
Und die Frage von Thomas war ja auch klar verständlich und nachvollziehbar:
“Entspricht der Ofen historischen Vorbildern?”
Worauf Du wiederrum postuliert hast, dem wäre seit der Steinzeit bereits so, was beeinhaltet, dass dem im Mittelalter auch so war.
Was Du jetzt wiederrum mal konkret belegen können solltest.
Wenn es dir nur darum geht, dass Du einen funktionierenden Ofen gebaut hast, was uns ja für dich freut, dieser aber keinerlei historische Grundlage hat, dann hätte deine Antwort auf die Frage von Thomas einfach lauten können:
“Nein. D.h. ich weiss es nicht”.
Tat sie aber nicht.
Was mich wiederrum mal wieder mich fragen lässt, warum man nicht einfach bei der Wahrheit bleiben kann, und unbedingt sich mit Federn schmücken muss, deren Farbe man nicht kennt, obwohl der Hut auch so schon schön ist.
Und da mich das Thema durchaus auch interessiert: konkretes? Ich selber habe, ehrlich, keinen blassen Schimmer.
Vorbilder, oder auch Quellen, sind das, worüber man sich in diesem Forum bevorzugterweise unterhält, anstatt etwas einfach anzunehmen. Das ist das, was _beweisst_, dass “wurde schon in der Steinzeit so gebaut und der Steinofen ist so gebaut wie man ihn baut wenn man Schamott und Ziegelsteine hat”.
Denn irgendwoher musst Du die Aussage ja auch haben.
Das, mal ehrlich, wüsstest du, wenn Du hier im Forum auch mal quergelesen hättest, und wüsstest, wo Du dich befindest.