Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Zundergefäß im Hochmittelalter?

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Eintrag #11 vom 09. Nov. 2006 22:17 UhrJoey Störmer Profil

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Leider werde ich ihn wahrscheinlich nicht wieder sehen, weil ich ihn einfach auf einem Markt kennen gelernt habe.

Ich habe mir das ganze mal nachgebaut.
Den Zunder mit Feuerstein und Feuerschläger einfach in das Horn gepackt, dann einen Lederkreis, der etwa 5cm über den Rand des Horns übersteht auf die Öffnung gepackt, und einen zurecht geschnitzten Holzstöpsel reingedrückt. Das ganze habe ich mal ins Wasser gepackt gehalten (also richtig in die Badewanne) und es hat sogar eine ganze weile dicht gehalten, bevor es auch nur etwas Feucht im Horn geworden ist.

Ich habe erstmal ein bisschen bei Goggle gesucht, aber wirklich einen Nachweis habe ich dafür noch nicht finden können. Ich habe aber auch sonst nirgendwo etwas davon gelesen, wie man das Zeug aufbewahrt hat.

Johan von Dreiadlerstein

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Eintrag #10 vom 09. Nov. 2006 15:21 UhrJohannes Kulick Profil

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horn kenn ich nur als schleifstein aufbewarung. dafür hatte ich im hörnerthread auch mal ne Quelle für's 13. angegeben. War in irgend ner Zeichnung zu sehen.
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #9 vom 09. Nov. 2006 11:06 UhrElisabeth Otte-Witte Profil

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Begegnest Du dem besagten Wikinger demnächst mal wieder und kannst ihn nach einer Quelle für diese "Zunderaufbewahrungshörner" fragen? Praktisch klingt das tatsächlich, aber man weiß ja nie... Bei Wikingern und Hörnern werde ich immer so hellhörig :D
Viele Grüße, Elisabeth

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Eintrag #8 vom 09. Nov. 2006 00:02 UhrJoey Störmer Profil

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Mir hat letztens ein Wikinger erzählt, das diese um 1000 herum Zunder, Feuerstein und Feuereisen ein einem Horn, welches fest mit einem Holzstopfen verschlossen war, bei sich getragen haben. Macht auch Sinn, weil da wirklich keine Feuchtigkeit ran kommt, sogar wenn das Horn mal im Nassen liegt.
Persönlich finde ich das besser als Leinen- oder Ledersäckchen, da bei denen immer irgendwo die Feuchtigkeit durch das Material kommt.

Johan von Dreiadlerstein

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Eintrag #7 vom 08. Nov. 2006 13:50 UhrAlexandra Krug Profil

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Habe mal gehört, auch die Magyaren trugen immer eine Tasche an ihren Gürteln (so eine mit den schönen Silberplatten drauf z.B.), darin bewahrten sie stets Feuerstein, Schlageisen und Zunder auf. Insofern scheint der lederne Beutel oder die Tasche am Gürtel wohl durch die Zeiten und Kulturen dafür verwendet worden zu sein, was ja auch Sinn macht.
Viele Grüsse, Alexandra

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Eintrag #6 vom 08. Nov. 2006 10:04 UhrPatrick Cassitti Profil

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Ötzi hatte nur ein Gefäß aus Birkenrinde bei sich, der Zunder war in einem kleinen Lederbeutel aufbewahrt, den er wahrscheinlich am Gürtel trug.
Patrick

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Eintrag #5 vom 07. Nov. 2006 23:28 UhrMartin Steiner Profil

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Ich meine eigentlich ein Gefäß für Zunder als Zündmittel. Soweit ich weiß hatte Ötzi zwei Birkenrindengefäße bei sich. Eines zum Tranport von Zunder und trockenem Graß und eines zum Transport von Glut.

gruß
Martin

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Eintrag #4 vom 07. Nov. 2006 08:24 UhrSascha Klauss Profil

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Geht es um Zunder als Zündmittel / "Streichholz" oder, wie bei Ötzi gefunden, den Transport von was glimmenden oder brennendem in einem Glutbehälter, der gewiss höhere Anförderung stellt, als ein trockenes Gefäß?

Gruß
Sascha

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Eintrag #3 vom 27. Okt. 2006 14:05 UhrStefan Deuble Profil

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Leider ohne Datierungshinweis, aber wohl Wikingerzeit, was durchaus HMA sein kann, in Kirsten Langenbach "Eisenzeitliche Schiffsausrüstung im Bereich von Nord- und Ostsee" S. 123:
"Ob Zunder wirklich zur Ausrüstung zu zählen ist, kann nicht mit Sicherheit entschieden werden, doch wurde er in einem Fall in einer mit Wachs verklebten Walnußschale gelagert, um ihn vor Feuchtigkeit zu schützen (Thule Bd. 16, 284; IF 28 (Heimskringla, Haraldssona s.) Kap. 11).

Grüße,
Stefan

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Eintrag #2 vom 27. Okt. 2006 12:04 UhrJens Börner Profil

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...zunder mit sich rumtragen? Ich mache doch selten irgendwo ein Feuer. Aber wenn dann gibt's ja ne ganze Latte an Lederfunden und Beuteln- Gürteltaschen meines Wissens eher weniger in dem Zeitraum.
Spanschachteln und gedrechselte Holzgefäße würden sich zur aufbewahrung anbieten, oder Leinensäckchen...
Gruß, Jens

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Eintrag #1 vom 27. Okt. 2006 11:48 UhrMartin Steiner Profil

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Salvete!

Wo bewahrte ein reicherer Bauer um 1270 eigentlich seinen Zunder auf? Gab zu dieser Zeit es in Mitteleuropa noch Gefäße aus Birkenrinde wie sie Ötzi bei sich hatte und wenn ja, wurden diese zur Aufbewahrung von Zunder genutzt? Gürteltaschen zum Transport des Feuerzeugs sind mir bekannt, doch gehe ich nicht davon aus, dass man den Zunder darin lose transportierte. Für alle Antworten habt Dank!

Gruß
Martin

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