Ich hatte dir im letzten Jahr schon in der "MC" auf deinen Post geantwortet, aber entweder bist du im Urlaub oder kommst dort nur nicht mehr vorbei! =;o)
Ich dachte mir, dass du vielleicht eher hier zu finden bist, daher schreibe ich dir hier noch einmal von meinem Fund, bzw. Funden, denn es hat sich noch etwas aufgetan...
Zum einen wäre da der "Tabulettkrämer" aus "Die Kleidung der Deutschen", die Zeichnung stammt aus dem "Grossbasler Totentanz" (um 1440).
Und dann habe ich noch in "Handel und Handwerk des Mittelalters im Spiegel der Buchmalerei" die Abbildung eines Straßenverkäufers mit Bauchladen gefunden (um 1480).
Die Abbildungen habe ich dir eingescannt und sie sind hier zu finden:
Jens, kennst Du "Fahrendes Volk im Mittelalter" von Ernst Schubert? Das Buch befaßt sich auch mit wandernden Krämern/Hökerern/Kleinhändlern. Es hat selber eher wenig Quellenzitate, aber über die Literaturangaben müßte man ganz gut zu Quellen kommen.
@PatricK:
Ob das als Beweis für straßenverkäufer zu werten ist, bezweifle ich, es könnte ja z. B. auch sein, dass man das Essen auf der Straße unterbinden wollte (wird zuweilen als unschicklich angesehen und zieht außerdem Ratten und so an).
Und ich hör ja schon auf, sonst ist Jens böse, der wollte ja keine Spekulationen *duck*
Gruß
Katrin. www.vidforli.org
Wie siehts mit Krilden aus? ;) Also spontan fällt mir eine Verordnung aus Italien ein (Ende 14. Jh., die Stadt weiß ich nicht mehr, vielleicht finde ich die Textstelle noch), die Besitzern von Gasthäusern den Straßenverkauf, sozusagen das take-away, verbietet. Das ist sicher als Maßnahme zu werten, um die Konkurrenz für Straßenverkäufer einzuschränken (sonst hätte die Verordnung keinen Sinn). Ob diese jedoch ihre Speisen an fixen Marktständen oder wie Hot-Dog-Verkäufer vor dem Bauch trugen, dazu hab ich keine Informationen.
Patrick
Suche Bild-und Textquellen zu Krämern, Strassenhändlern, bzw. primär zu frontal(?) getragenen Warenplattformen, also "Bauchläden" in Form von Körben, Brettern oder Holzkästchen.
Darüber hinaus bin ich für Hinweise auf Verordnungen, Textquellen zu Strassenverkauf und co. im betreffenden Zeitraum dankbar.