Gehe ich ins Ausland und mit Hakenkreuzzeichen repräsentiere ich mein Land, ja in der richtigen Weise. Jedenfalls in der wie, z.B. viele Amerikaner denken.
Dort wird die Ardenneoffensive nachgespielt und der alte SS Funker kontrolliert dort, jetzt als Oberst, ob es wirklich so war, wie es die Reenactor darstellen, ein tolle Doku war das, ehrlich.
Ohne erhobenen Zeigefinger, aber jeder konnte sich sein Teil denken.
Der Alte hat in seiner chicen Uniform eigentlich nicht viel erzählt, nur das man seine Meinung nicht frei äußern darf in der BRD. Der freut sich aber sicher über Leute, die sein Zeichen hier hochhalten.
Jedenfalls möchte ich nicht mit Leuten spielen, wo ich weiß, dass ein oder zwei, dass aus politische ßberzeugung tragen, nicht aus geschichtlichem Interesse.
Russland? Da sieht man auch öfter Demos mit eindeutigen Fahnen und Zeichen.
Ich nehme mal an, dass die meisten Russen auch wissen, dass es sich nicht um ein reines Glückssymbol handelt. ;-)
Wenn ich solche Texte lese, dann überlege ich mir mal nächste Saison eine KuKluxKlan Darstellung. Ist auch schon ein paar Tage her und die aktuellen politischen Gruppierungen nehme ich einfach nicht wahr. Kreuze haben bestimmt auch schon viel früher gebrannt.
Hat jemand Lust einen Schwarzen zu mimen?
Mir geht es weniger um die Gesetze.
Ich bin hier erschrocken, über die Gleichgültigkeit, die herrscht.
Und bitte nicht wieder, es ist ein uraltes Zeichen-
Ja ist es, eins das fast vergessen war.
Die Popularität hat es einen Mann zu verdanken und nicht irgendwelchen Buddhas am andren Ende der Welt.
Das Problem heute mit dem Hakenkreuz umzugehen ist wirklich ein exklusiv deutsches.
Ich bin in Rußland, bekomme von dortigen Reenactors ein Schild mit Hakenkreuz geschenkt. Weigere ich mich es anzunehmen und beleidige meine Gastgeber damit aufs Gröbste?
Ich bin auf Island, jedes Schiff einer Flotte von Wikingerschiffsnachbauten trägt am Mast eine Hakenkreuzflagge. Weigere ich mich an Bord zu gehen?
Ich bin in England und treffe u.a. auf WKII-Reenactors, natürlich mit HK-Symbolen. Sie bemerken, daß ich Deutscher bin und kommen begeistert auf mich zu. Renne ich schreiend davon?
Keiner der genannten ist Nazi, alle sind überzeugte Geschichtsdarsteller.
Vielleicht ist genau dort ein Ansatz zu finden …..
Wir durften bisher mehrfach bei Veranstaltungen im Ausland dabei sein. Bei jeder dieser Gelegenheiten war ich nicht nur mit dem Begriff “Deutsch” gefordert, sondern auch im Umgang mit offensichtlichen Nazis.
Am heftigsten war ßsterreich: Ein schlapper Bubi (ich bin Bauarbeiterin und sollte sowas sagen dürfen) mit einem “Befreit Rudolf Hess” Tattoo war mein persönliches Hight-Light. Es gibt sehr viele Symbole, die ich nicht sehen muß. Hakenkreuze waren, wie gesagt, daß harmloseste, was uns da vorgeführt wurde ……
Mir kam in den Sinn, daß wir wirklich behindert sind - denn im Geburtsland von Aldolf Hitler trägt man scheinbar weiße Weste und jedes Symbol, daß die Weltanschauung zeigt ……
David - das ist der Punkt - Vergangenheit aufarbeiten ist wichtig - besonders als Vorbereitung auf Auslandsaufenthalte.
Wir könnten jetzt wohl bis zum St.Nimmerleinstag diskutieren… was ja grundsätzlich in ordnung ist. Zum einen habe ich nichts mit Esoterik oder Religion als solches etwas zu tun. Ich kann damit nicht wirklich etwas anfangen. Jedem der es möchte seinen Glauben lassen fällt mir nicht schwer. Für viel Menschen ist er gut und wichtig. Egal unter welchem Zeichen er steht. Ich finde es nur schade, das uralte Hochkulturen, die sehr lange Bestand hatten mit dem 3. Reich in Verbindung gebracht werden und ihre Symbolik plötzlich als esoterischer Hokuspokus abgetan wird. Ist das nicht etwas sehr kurzsichtig betrachtet? Radikalismus in jeder Form ist gefährlich und sollte zumindest im Auge behalten werden. Ich glaube ich habe auch klar zum Ausdruck gebracht, das es mir rein darum geht nicht irgendwelche Symbole in Vertretung für das wahre ßbel in die Pflicht zu nehmen. In einer bekannten Onlineauktion wird grade eine Swastika-Fiebel mit Pferdeköpfen versteigert. Ich finde sie einfach nur schön in ihrer Schlichtheit und hätte ohne diese Diskussion wohl keinen Gedanken an irgendeinen politischen Hintergrund verschwendet. Was sich wer wann und aus welchem Grund auf seinen Schild pinselt oder nicht ist rein seine persönliche Entscheidung und nicht hinter jeder Swastika würde ich einen Nazi vermuten. Sollte es einer sein wird er sich durch seine ßusserungungen und sein Verhalten offenbaren und dann mit den Konsequenzen leben müssen. Welche Zeichen werden wohl als nächstes verboten werden müssen? Ich finde man sollte das Feld nicht so einfach räumen und irgendwelchen Extremen Teile unserer aller Geschichte überlassen. Ich denke wir werden diese Problematik nicht hier lösen können und es ist sicher auch nicht der richtige Platz dafür. Ich möchte mich bei meinen “Wiederstreitern” für ihre Sachlichkeit bedanken und dafür das der gute Ton gewahrt wurde, auch wenn in diesem Thema ja wirklich einiger Zündstoff liegt.
ich sehe es wie viele andere auch. Die Mittelalter und Neuheidenszene wird schnell in verruf kommen, wenn wir Symbole verwenden, die im Dritten Reich und auch heute bei den “Rechten” noch gerne im Gebrauch waren.
Heil Odin, Heil Thor, … waren damals durch aus gebräuchliche Grüße.
Dei Caesaren wurde mit erhobenem Rechten Arm gegrüsst.
Dennoch ist man heute noch sehr Klug beraten diese Dinge nihct zu machen. Schhon allein um der Szene nihct zu schaden.
Irgendjemand hat hier seine Großeltern ins Gewicht gebracht.
Meine ehrliche Anteilnahme für die schweren Verluste, die Deine Familie durch die “Nazis” erlitten hat. Dennoch ist das kein “Garant” für Deine politische Einstellung. Denn jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.
Was würde das denn für alle Nachkommen der Angehörigen von SS; Gestapo usw. bedeuten? Sind die jetzt alle sofort vorbelastet? Sicher nicht, die haben nämlich auch einen eigenen Kopf.
Also, um zum Thema zurückzukommen. Es gibt so viele schöne Symbole die man auf einen Schild machen kann, ohne mit dem Gesetz und dem eigenen Gewissen in Konflikt zu kommen.
Wie wäre eine Triskele als ersatz für das Sonnensymbol, oder eine Weltesche?
Da stimme ich David zu. Außerdem kommt mir vor, dass das Hakenkreuz als Symbol stark überbewertet wird. Das ist wahrscheinlich noch eine Nachwirkung der Propaganda aus der nazi-zeit, denn wenn man sich die archäologischen Funde einmal ansieht erkennt man, dass das Hakenkreuz im alten Europa nicht die grundlegende Bedeutung hatte, die man ihm gern zuschreibt. Es ist nur eine von vielen Varianten des Radkreuzes, und keine besonders häufige. Sie hatte sehr oft einfach nur dekorativen Charakter.
Ich frage mich aber, ob diese angesprochene ursprüngliche “wundervolle Bedeutung” des Hakenkreuzes nicht eher von heutigen esoterischen Strömung reininterpretiert wird.
Es gibt aber auch Symbole die so sehr beschmutzt sind, daß sie nicht mehr reinzuwaschen sind. Schade für die alten Zeichen, das ist dann aber nunmal so.
Das Hakenkreuz ist bei den meisten Menschen eben nicht wegen seiner langen Geschichte vor 1933 bekannt, sondern wegen den damit verbundenen Greuel danach.
Und aus Geschichte lernen, heisst nicht, die Geschichte “irgendwann mal gut sein zu lassen”…
Ich bin auch der Meinung wir sollten aus der geschichte lernen und verantwortungsvoll mit unserer Gesellschaft umgehen. Keine Frage. Es ärgert mich nur das an sich harmlose Zeichen verboten werden. Wichtig wäre es doch aber die Leute, die damit Schindluder betreiben zu bekämpfen. Das Sonnensymbol hat ursprünglich eine wundervolle bedeutung. Man hat sie nur pervertiert… wie leider so vieles andere auch.
Sollen wir das Nibelungenlied schlecht finden nur weil es im 3.Reich zu Propagandazwecken verunglimpft wurde?
“Ich will nur das man als deutscher Staatsbürger wieder leben kann ohne sich für etwas schämen zu müssen, für das man nicht verantwortlich ist.”
Ich bin zwar kein deutscher Staatsbürger, stamme aber auch aus einem “belasteten” Land, und ich habe nicht das Gefühl, mich für etwas schämen zu müssen. Wir haben jedoch als Folge der Ereignisse vor 60 Jahren die Gelegenheit, bestimmte Fehler nicht mehr zu begehen, daher spüre ich sehr wohl eine Verantwortung, soweit wie möglich dazu beizutragen, dass so etwas nicht nochmal passiert. Das hat aber nichts mit einer Buße oder mit Schämen zu tun, es handelt sich um Verantwortungsbewusstsein. Dass in anderen Ländern auch Völkermorde begangen werden ändert ja nichts an der Bewertung der europäischen Vergangenheit, die ja alles bisher geschehene in den Schatten stellt.
Eigentlich tut es ja nichts zur Sache aber ich werde Euch doch mal über meine Herkunft aufklären.
Der Vater meiner Mutter wurde im Rahmen der Massenvernichtung in Treblinka ermordet. Er passte wohl als Roma nicht so ganz in das Reinheitskonzept der damaligen Regierung. Meine Mutter wurde von den Nazis (das waren ja damals alle Deutsche) Jahre lang versteckt und unter Gefahr für das eigene Leben beschützt.
Also wenn hier jemand Grund hätte angekotzt zu sein, dann sicher ich!
Ich war damals noch nicht geboren und die meisten hier wohl auch nicht. Ich will nicht das etwas vergessen oder beschönigt wird. Ich will nur das man als deutscher Staatsbürger wieder leben kann ohne sich für etwas schämen zu müssen, für das man nicht verantwortlich ist.
Wollen wir jetzt mal beleuchten wo überall auf der Welt Völkermord betrieben wurde und noch immer wird? Die Liste ist leider sehr lang! Ich behalte etwas auch sehr gut in Erinnerung ohne es bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit breit zu treten. Man sollte wirklich gegen fehlgeleitete und ewig gestrige Gruppen etwas unternehmen aber ein Symbol zu verbieten ist hier völlig sinnlos und reine Augenwischerei.
Es wäre wenig sinnvoll das Kreuz oder den Halbmond oder was auch immer zu verbieten… es bringt nichts. Ich für mich habe meinen Frieden mit der Geschichte und den Deutschen (hups, bin ja selbst einer) gemacht. Und ja, ich hätte sehr gerne einen Großvater gehabt.
Ich finde es wirklich schade, das uralte Symbole mit einem Makel behaftet werden und deren Gebrauch unter Strafe gestellt wird. Nicht das Symbol als solches ist schlecht, nur die Einstellung der Menschen die es benutzen oder missbrauchen. Wenn man einer Problematik nicht Herr werden kann, dann bekämpft man eben ihre Spuren? Wie sinnvoll! Aber das ist ja so typisch für unsere Gesellschaft, so bequem! Zu viele Menschen ohne Arbeit… dann ändern wir eben die Statistik! Aber darüber müssen wir hier sicher nicht diskutieren.
Sehr vieles hängt eben von der Sichtweise ab, was für den einen das Symbol für fehlgeleitete politische Einstellung (sieht er das selbst auch so?, das ist für den anderen da Symbol für den Urquell des Lebens und für den wieder nächsten einfach nur ein schönes Muster. Wie gesagt alles hängt ab von der Sichtweise!
Thema Kreuzzüge: Ging es da wirklich nur um Religion? Nicht auch um Politik, Macht, Kapital?
Natürlich mussten die armen, geknechteten Christen und heiligen Stätten von den Muslimen befreit werden… Stachel im Fleisch der ganzen Christenheit! Sicher für einige schon. Die bösen, bösen Moslems! Sie haben seltsamerweise praktisch jede Religionsausübung unter ihrer Herrschaft geduldet… AUA, jetzt bekomme ich sicher Prügel!
Zurück zum Thema… mir persönlich hat ein Symbol noch nie etwas böses getan! Ich hoffe, die ständige Erinnerung an das 3.Reich und seiner (wirklich grausamen) Folgen wird irgendwann zu dem werden, was es ist GESCHICHTE!
Geschichte kann uns lehren Fehler zu vermeiden und vieles mehr. Nur sollten wir endlich aufhören alles zu stigmatisieren und uns permanent selbst Asche auf Haupt zu streuen. Es war siche nicht toll, aber irgendwann ist mal gut! Wer also aus Gründen seiner Darstellung die Swastika als Schmuck oder sonstwie tragen möchte, sollte das auch gefälligst ohne Anfeindungen und Erklärungsnot tun dürfen!