da ich das Thema als viel zu verallgemeinernd behandelt sehe, kann die Spitze - wenn es sie denn gibt - eher hier als Holzhammer angesehen werden, der auf alles darniedergeht, der nicht den von Julia gestellten Ansprüchen entspricht. Man kann sicher seitenlang über die verschiedenen Ansätze diskutieren, doch hat sich Julia das in diesem Artikel meiner Meinung nach zu einfach gemacht. So wie er formuliert ist, gibt er keine “deutliche Wahrheit” wieder, sondern verprellt - zumindest in dem Kontext dieses Forums - eine Menge Leute, deren Ziel ein anderes, als das Eure ist und die was anderes als Grobmittelalter machen (Ich habe übrigens jahrelang im Rahmen der SCA etwas ähnliches gemacht und schäme mich keinen Deut dafür). Zugegebenermaßen habe ich mich da angesprochen gefühlt, da ich nicht mit Euren Zielen konform gehe und ich mich in der Zwischenzeit immer mehr von der Planung des perfekten Kostüms fortbewege.
Was mich daran nervt - und das betrifft nicht nur Julias Artikel, sondern den Ton in diesem Forum in der letzten Zeit - ist nicht, das Fehlen von Toleranz gegenüber Schluder und Falschinformation - da denke ich, stehen wir auf ähnlicher Seite - sondern das Verkennen von verschiedensten Ansätzen an das Thema Mittelalterdarstellung heran zu gehen, die von einer pseudo-perfekten Darstellung abweichen. Ich sage bewußt pseudo-perfekt, da ich speziell in der letzten Zeit Informationen aus Archäologie und Museen zugekommen sind, die die Relevanz meiner eigenen und vieler anderer Darstellungen doch arg relativieren.
Irgendwer hat vor ein paar Postings gesagt, das es nur zwei Darstellungsformen gibt, GroMi und unsere meiner Meinung nach arg künstlich aufgeplusterten Darstellungsversuche. Dem möchte ich vehement widersprechen - halte es sogar für äußerst überheblich. Man kann sich anstrengen innerhalb seines Konzeptes eine adäquate Darstellung aufzubauen, doch im Endeffekt wird es so viele Ansätze geben, wie es Darsteller gibt.
Ob man das - um wieder auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen - in einem simplen Zeitungsartikel widerspiegeln kann, glaube ich nicht. Silvia hat da meiner Meinung nach für diese Thematik einen veritablen Ansatz gezeigt, um dem Leser klar zu machen, um was es Julia geht. Es hört sich aber für mich, so wie der Artikel aktuell geschrieben wurde, an, als ob nicht die Leser der Fuldaer Wochenzeitung angesprochen werden sollten, sondern eher die Leser dieses Forums.
Was die wirkliche Welt außerhalb unseres kleinen Kreises angeht, so hat vermutlich der Großteil diesen Artikel überlesen oder schon vergessen … 22 Jahre in der Werbung haben, was das Konsumenten- und Leseverhalten angeht, da meinen Optimismus äußerst gedämpft.
Bis denn
Thorsten
(der sich schon wieder zu viele Gedanken um die Befindlichkeiten anderer macht)
Also zunächst mal muss niemand sein Haupt in Demut beugen, weder vor uns noch vor dem, was wir tun.
Albert, du hast das nett gemeint und dafür auch ein Dankeschön. :-)
Aber das ist weder Julias noch meine Intention oder Denkweise. Im Gegenteil sehen wir uns beide nicht als irgendeine Besonderheit.
Höchstens als zwei unter vielen, die bemüht und in einigen Bereichen einigermaßen weit gekommen sind.
Abgesehen davon steht diese hier ja eigentlich auch gar nicht zur Debatte. ;-)
Nur so viel zum Thema selbst:
Julia schrieb einen Artikel, indem sie in wenigen Sätzen (das gibt die Zeitung eben vor) eine Fragestellung und hier speziell einen Unterschied aufzeigen sollte.
Sie hat das mit der ihr eigenen spitzen Zunge und ihrer höchsteigenen Prise Sarkasmus getan, die man oftmals nur dann einschätzen kann, wenn man sie kennt. Ich kenne sie fast vier Jahre und selbst mir fällt das manchmal schwer *ggg*
Man hätte das Thema anders angehen können, einige gute Anregungen kamen hier schon. Nur leider kann man keine fundierte Gegenüberstellung oder auch nur Beschreibung des EIGENEN Hobbys auf so engem Raum platzieren.
Und darin liegt die eigentliche Krux.
Gräben vertiefen? Nein, ich glaube eher hier wird mit etwas deutlicheren Worten, als so mancher es gern hören mag, etwas angesprochen, was eben einfach nicht wegzuschieben ist, wenn man ehrlich ist.
Thorsten, du hast dabei völlig recht - es ist wie immer: Der Ton macht die Musik..
Das ist meiner Ansicht nach auch das einzige, was man hier wirklich bemängeln kann.
Nicht der Inhalt und die Aussage, aber die eine oder andere Spitze hätte in UNSEREN Augen (und in so manch anderen sowieso) nicht sein müssen, das mag sein.
Ich habe den Artikel bereits gelesen, als er noch ganz frisch war und dazu schon das gleiche gesagt.
Trotzdem ist er inhaltlich verdammt nah an der Wahrheit. ;-)
welche Qualifikationen meinst Du jetzt? Die als Kaninchenzüchter, als Vorbeter, als Textilien-Fachfrau,als First-Person Darsteller oder als Journalist? Ich kann beruhigt über Julias und Rolands wirklich schöne Website sehen ohne mein Haupt in Demut zu beugen, da die beiden in vielen Aspekten in der Zwischenzeit ein anderes Hobby wie ich haben und ich ihre Leistungen respektiere, ihnen aber nicht nacheifern will.
Wir sprechen hier nur von dem Artikel - Ihre sicher großartigen Qualitäten hat hier niemand in Frage gestellt. Eine perfekte Darstellung oder Handwerkskenntnisse heißt nicht, daß man sacrosankt ist (sorry Julia, das geht natürlich nicht gegen Dich, nur gegen den Diskussionsstil hier). Wir haben hier alle unsere diversen Kompetenzen, Konzepte und auch Prioritäten, die eigentlich zu tragen kommen sollten. Das das in diesem Forum in der letzten Zeit immer mehr durch eine diffuse Mainstream-Mentalität abgelöst wird, auf die man peinlichst genau achten muss, um hier in der Diskussion anerkannt zu sein, ist eine Entwicklung, die mich dazu gebracht hat, hier zu posten, da ich einige dieser Tendenzen in dem Artikel wiedererkannt habe.
Ob man das genauso sieht, bleibt jedem selber überlassen. Ich bin zugegebenermaßen ob der verschiedenen Abschweifungen hier auch off-topic geraten, doch plädiere ich dafür die entsprechenden Post - inkl. diesem - in diesem Thread zu löschen und ad acta zu legen, um gegebenenfalls die Diskussion, wenn gewünscht, in entsprechender Lokalität neu zu beginnen.
Eintrag #18 vom 11. Apr. 2007 21:46 Uhr
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Böse Teelichthalter in der Fuldaer Zeitung - und Reaktionen dazu
Guten Abend,
ich finde Julias Artikel ganz hilfreich, um meine schenkwütigen Verwandten von weiteren solchen Gaben wie Brieföffner “sieht doch fast aus wie ein echter Dolch, kannst Du bestimmt für die Burg brauchen” und dergleichen, abzuhalten.
Ich o.a. Artikel meiner Frau gezeigt, die im übrigen nichts mit meinem Hobby am Hut hat. Sie toleriert aber wohlwollend meine Begeisterung, wenn ich weitschweifend über meine neue Gewandungsdetails berichte.
Ihr Kommentar zu diesem Zeitungsbericht: “Jetzt verstehe ich besser, warum Du des öfteren wenig begeistert Dreinblickst, wenn etwas in dieser Machart von unseren Bekannten an Dich überreicht wird. Auch, daß Du unsere Bekannten nicht unbedingt bekehren willst, sondern nur wenn sie um nähere Informationen bitten..
Ich versuche seit Jahren so authentisch wie möglich meine Darstellung, als Ministerialer und auch als Fußsoldat in der Hochgotik, zu erreichen. Werde aber immer ein ”Lernender und Suchender" sein.
Ich würde mich freuen, wenn wir hier nicht unsere Energie verschwenden, indem wir verzweifelt die Grundaussage des Artikels übersehen. Bloß um Differenzen auszuspähen, die sowieso nur die Insider unseres Hobbys verstehen.
Wer Julias Qualifikationen anzweifelt, sollte mal Ihr Homepage ansehen und dann demütig in sich gehen.
“Sicherlich wird der Artikel keine GroMis bekehren - aber Hand auf’s Herz: wer glaubt daran noch?”
*Ich* glaube daran. Man kann es einem “GroMi” nämlich nicht ansehen, ob er nur seine romantischen Gefühle auf einem Middelalda-Spectaculum ausleben will oder ob er eigentlich eine belegbarere Darstellung will, aber Anfänger oder von den vielen Möglichkeiten verwirrt ist.
Ich finde den Artikel gar nicht schlecht geschrieben. Wenn nur eine bestimmte Anzahl an Zeilen zur Verfügung stehen, kann ich nicht lang und breit erklären, wie und warum das eine Mittelalterdarstellung ist und das andere nicht.
Mir wäre allerdings auch im Hinblick auf die Angabe “200 Reenactor in Deutschland” eine etwas neutralere Formulierung à la “einige Hundert Reenactor” lieber gewesen.
Sicherlich wird der Artikel keine GroMis bekehren - aber Hand auf’s Herz: wer glaubt daran noch? Beziehungsweise, wer glaubt, dass der immer wieder bemühte achso lernwillige Anfänger, der ja so gerne wollte, wenn er nur könnte und Infos bekäme,blablablabla, jetzt von diesem Artikel abgeschreckt wird und trotzig einen Steckstuhl schnitzt?
Ich habe manchmal den Eindruck, als trauten wir den Leuten einfach zu wenig zu. Auch ohne eine bloße “Friß-oder-stirb”-Attitüde zu vertreten kann ich ein bisschen Durchhaltevermögen, Konsequenz und Kritikfähigkeit erwarten. Es gibt andere ßußerungen, die ich für herabwürdigender halte. Wer sich jetzt aufgrund dieses Artikels von den “intoleranten A-Spassbremsen” vergrätzt fühlt….nunja, wie soll ich’s sagen? Ich will halt auch nicht mit Jedermann mein Hobby teilen. Dann mögen diese eben auf Mittelaltermärkten bleiben und ich mache etwas anderes….
Ich sehe durch jahrelange Erfahrung mit sowas jedoch in Heikos Beitrag und Julias Antwort darauf durchaus die Saat eines A-Gebetsmühlen-Pflänzchens - von der ich hoffe, daß sie nicht aufgehen wird.
Sorry, wenn vielleicht ein wenig meine Ruhrpott-Schnauze mit mir durchgegangen ist, doch denke ich nicht, daß das hier eine A-Diskussion ist/werden soll. Julia hat den Artikel hier eingestellt, damit wir unsere Meinung dazu geben können und nichts anderes machen wir - ein Flamewar sieht dann doch etwas anders aus ;)
Insofern denke ich, daß eine konstruktive - in diesem speziellen Fall stilistische - Diskussion durchaus gegeben ist und vielleicht dem einen oder anderen beim Verfassen eines ähnlichen Artikels helfen kann, sich nicht in allzu viele Nesseln zu setzen.
Das Problem ist halt, das die Schrift keine Konnotationen rüber bringen kann und noch nicht mal Emoticons in Zeitungen erlaubt sind.
Wäre der Artikel nur in dem Fuldaer Blatt/Onlinemedium gestanden, hätte das vermutlich niemand kommentiert. In einem Forum wie diesem eingestellt, ist es meiner Meinung nach aber wichtig zu kommentieren und ich erlaube es mir sogar zu kritisieren.
Was wird das jetzt? Die übliche A-Diskussions-Gebetsmühle?
Ist euch ohne das Spectaculum-Forum langweilig?
Ich jedenfalls finde sowohl den Artikel als auch die Diskussion darüber höchst überflüssig. In dem Artikel werden - diesmal in einem Medium, in dem man nicht so schnell Kontra bekommt wie in einem Forum - die aus den Foren bekannten Textbausteine weiterverwendet.
Leider fehlt dem Artikel, so wie er unten verlinkt ist, jeder Zusammenhang. Wo gehört er hin? Neben einem Bericht über eine Veranstaltung? Neben einen Veranstaltungshinweis? Zu einem Artikel über dich, Julia?
Ich schließe mich Sascha und Sylvia an: eine Darstellung deines Hobbys hätte mehr gebracht und nicht nur die Gräben vertieft.
Mhm, o.k.. In der Schule würde es dann Abzüge für das Verfehlen des Themas geben. Denn ich habe heraus gelesen, daß es Leute gibt, die machen das richtig (die besagten 200) und der Rest sind nur Loser, die nicht ein anderes Hobby betreiben, sondern mehr oder weniger vorsätzlich Leute verarschen. Etwas überspitzt von meiner Seite formuliert, doch so habe ich das gelesen.
Was Deine Definition von Reenactor angeht, so steht die eigentlich schon ziemlich fest und hat nichts mit der von Dir genannten Zahl zu tun. Wenn Du geschrieben hättest, es gibt vielleicht 200 Darsteller, die Deinen persönlichen Ansprüchen gerecht werden, dann hätte es besser geklungen (wenn auch immer noch etwas vom hohen Roß) und hätte die sicher mehreren tausend Darsteller, die definitionsmäßig Reenactment betreiben nicht herabgesetzt.
zunächst mal zu meinem Wissen: ich bin Handwerkerin, keine Historikerin. Zu Kaisern und Königen habe ich nur ein äußerst rudimentäres Wissen und würde nie Leuten darüber etwas erzählen wollen.
Zu Färbetechniken und Kleidungsvorschriften etwa habe ich etwas mehr Ahnung - und erzähle darüber, wenn ich gefragt werde.
In dem von dir zitierten Satz finde ich gerade nicht wieder, wo ich von meinem Wissen erzähle, noch davon, zu wissen, wie es vor meiner Geburt war. Ich kann dir sogar sagen, dass ich die ersten 10 Jahre nach meiner Geburt relativ wenig von Politik mitbekommen habe :-)=)
Was ich dir aber bestimmt sagen kann, ist, dass sich die Leute nicht auf afrikanischen Stühlen sitzend, Schmuckstücke aus fünf Jahrhunderten tragend, Kleidung aus Polyester in falschen Schnitten anhabend und im Zelt die Ravioli-Dose auf dem Gasbrenner stellend befunden haben. Auch wenn ich dir nicht beweisen kann, dass es nicht doch so war *g*
Beweis mir erstmal, dass die damals nicht auch telefoniert haben! :-)
Eigendlich ein netter Artikel, wenn auch nur was für insider. Allerdings habe ich ein Problem mit folgendem Satz:
“Auf so genannten Mittelaltermärkten, wie es sie zum Beispiel auf der Ronneburg gibt, mag man auf afrikanischen Stühlen sitzen, Schmuckstücke aus fünf Jahrhunderten tragen, Kleidung aus Polyester in falschen Schnitten anhaben und im Zelt die Ravioli-Dose auf dem Gasbrenner stellen, um Touristen und ihren Kindern zu erklären, wie es im Mittelalter war.”
Ich glaube kaum das Du nicht viel mehr darüber weist wie es im Mittelalter war, wie die Leute die sich Raviolis im Zelt kochen. Ich möchte damit Dein Wissen nicht in abrede stellen, aber sich hinzustellen und von sich zu behaupten man wüsste wie es im MA gewesen ist, das halte ich für sehr gewagt.
Um zu wissen wie es war würde es vorausetzen das Du Dich in die Denk- und Verhaltensweise eines Menschen im MA hineinversetzen könntest und das Du mal im MA gelebt hast. Um mal in der jüngeren Vergangenheit zu bleiben: Könntest Du jemandem sagen wie es in den 30er, 40ern, 50ern dieses Jahrhunderts war? Du könntest auch nur das wiedergeben was Du mal in einem Buch gelesen hast, aber letztenendes wäre das auch nur ein kleiner Ausschnitt und nicht die ganze Wahrheit.
Intention des Artikels war es nicht, ein Hobby besser/schlechter als das andere darzustellen, sondern dem Laien klar zu machen, dass es da zwei verschiedene Hobby gibt. Es sollte auch keine Werbung für eins der beiden sein, und die unangenehme Grundstimmung kommt wohl daher, dass so viele diesen Unterschied nicht kennen - und bei Erklärung nicht verstehen wollen.
Bei 100 Zeilen in der Zeitung bleibt man immer an der Oberfläche - das ist bedauerlich, aber leider nicht zu ändern. Deshalb habe ich mir den einen Aspekt - Unterschied der zwei Hobbys - rausgegriffen und den für ein jüngeres Publikum ansprechend präsentiert.
Die Zahl 200 ist natürlich sehr schwierig. Ich sollte eine Zahl schreiben, und mit meinen Ansprüchen sind es fürs Mittelalter etwa so viele Leute. Mit anderen Ansprüchen sind es sicherlich mehr.
Ich sehe das ganze leider ähnlich wie meine Vorredner. Der Artikel ist für außenstehende schwer verständlich, es fehlt ein wenig der “Rote Faden”.
Eine Definition des Deko-Mittelalters wäre wichtig gewesen, vielleicht eine Kritik an der Vermarktung einer ganzen Epochen, um mehr Deko-Artikel verkaufen zu können.
nett geschrieben, doch verschiedene Anspielungen in der Glosse werden Leute, die nicht Reenactment im weitesten Sinne betreiben, schwer verstehen (Afrikastühle etc.). Die Zahlen halte ich, wenn man die Thesen von Collingwood als gegeben annimmt, doch für recht diskussionswürdig, da meiner Meinung nach “Reenactor” in bedeutend größerem Maße existieren. Nach der Begriffsdefinition würden schon die rund 150 deutschen Leute, die an der Nachstellung der Schlacht von Hastings teilgenommen haben - ohne Ansicht des Ausrüstungsstandards - als Reenactor gelten und dann frage ich mich, wer die anderen 50 sind … Es hört sich hier ein wenig an, als ob Du Dich einer “Elite” zuordnen möchtest und vom Rest des darstellerischen Fußvolkes absetzen willst.
Hätte ich den Artikel in einem Internetforum gelesen, so hätte ich ihn als “Rant” abgetan, als ein Ablassen von Dampf, auf das man nicht weiter eingehen braucht und welches schnell vergessen ist. Hier als Zeitungsartikel hört sich das an, als ob Du Dich um jeden Preis abgrenzen willst und dazu auf alles rumhackst, was Dir nicht passt. Interessanter wäre gewesen, zwar das Grobmittelalter als Aufhänger zu nehmen, doch dem Leser mitzuteilen, wie er eine “gute” Darstellung erkennt. Das ist schwierig in der kurzen Form der Glosse, doch hätte dem Leser sicher mehr gebracht.
AUch eine Differenzierung ist nicht zu erkennen - für einen Museumspädagogen z.B. ist ein handgefäbtes und mundgeklöppeltes Kostüm nicht notwendig, doch kann er durch gezielte Aktionen auch ohne die Qualitätsmerkmale, die Du persönlich an Deine Darstellung stellst, eine gute “Darstellung” betreiben und dem Publikum was mitgeben - habe ich am Ostermontag erst erlebt.
Insgesamt habe ich versucht, den Artikel neutral zu lesen ohne auf meine paar Jahre Erfahrung mit Mittelalterdarstellung zu achten. Ich finde, er hat eine für mich etwas unangenehme Grundstimmung, er wirkt überheblich und macht andere Leute - die GroMis - herunter, was Dich zugegebenermaßen nicht gerade in einem vorteilhaften Licht erscheinen lässt.
Ich hoffe Du verstehst das jetzt als konstruktive Kritik an dem Artikel und nicht an Deiner Person. Ich kenne Dich nicht persönlich und selbst dann würde ich keine Kritik an Dir üben. Ich habe tagtäglich die verschiedenen Ergüsse meiner Texter vor den Augen, die ich bewerten muss und in diesem Geiste habe ich mir Deinen Artikel mal kritisch vorgenommen.