Soweit bei nur wenigen Minuten Recherche im Internet zu erfahren war, ist noch keine Ausgabe digitalisisert. Unter www.manuscripta-mediaevalia.de kannst du alle verfügbaren Handschriften recherchieren und unter gso.gbv.de alle (soweit) verfügbare Literatur um und zu Veldekes Eneas.
Die Eneas-Handschrift von 1210/1220 sowie der Landgrafenpsalter 1208/1213 werden in der 3.Thüringischen Landesausstellung zur Heiligen elisabeth ab dem 7.7.2007 auf der Wartburg zu sehen sein.
Viel Vergnügen!
der literarische Ursprung einer Geschichte ist nicht unbedingt immer eine Datierung aller Werke die unter diesem Namen entstanden sind.
Sehr häufig wurden populäre Geschichten, wie diese eben auch, in den folgenden Jahrhunderten erneut niedergeschrieben und illustriert.
Eindrucksvolles Beispiel hier auch der die "Weltchronik" (bspw. die des Rudolf von Ems, E.13. Jh). Davon gibt es zig Handschriften aus mehreren Jahrhunderten.
Selbst der Codex Mannesse vereint in sich mehrere Stile von verschiedenen Künstlern (Nachtragsmaler) über 50 Jahre hinweg. Hier ist der Stilwechsel innerhalb der Entstehungzeit sehr deutlich abzulesen.
"Wie kommt es, dass sich dann solche Abbildungen finden?"
Abschriften ?
Blättert man die ersten Seiten durch, findet man diese: www.manuscripta-mediaevalia.de/[ ]/hs_hd_cpg403_90[ ]
Ich gehe schwer davon aus, daß 1419 das Entstehungsdatum dieses Bandes und somit der Illustrationen ist.
Schaut man auf andere Werke, stellt man fest, daß sehr Illustrationen sich an der Mode der Zeit orientieren, in der sie entstanden.
Ein wohl jedem bekanntes Beispiel ist die Kreuzfahrerbibel, optisch um 1250 obwohl die "Geschichte" darin ja deutlich älter sind.
Oder späte Kreuzigungsszenen, in denen die Soldaten um das Kreuz Christi in Landsknechtsmontur posieren.
Die Liste wäre beliebig lang.
Gruß, Ivain