Ich bin ja nicht wirklich ein Experte für Christliche Kultur aber das "Ding" könnte tatsächlich die Bundeslade sein:
bitte betrachtet es mal im dargestellen Zusammenhang, vor dem Teil beten Menschen und draußen davor wird ein Tieropfer vollzogen.
Es handelt sich doch sicherlich um eine Abbildung aus der Bibel oder zu einm Bibeltext handeln.
Die Form des "Dings" allerdings da gebe ich den anderen Recht ist die eines Tabernakel (wird zur Aufbewahrung der Hostie glaube ich verwendet) oder eines Reliquienschreins. Auf dem Bild ist es aber als etwas anderes angedacht.
Hallo
Ich weis zwar nicht mehr woher ich das habe, aber ich hab mal gelsen, dass das Ding ein Reliquenhalter sein soll, bzw. einen Darstellen soll. Das Ding sei in Zahlreichen Handschriften ein Symbol für eine Reliquie (Schon mal versucht eine Reliquie so zu zeichnen, dass ein Betrachter des Bildes das Ding auch als solche erkennt?), genauso wie z.B. der Pseudo-Kettenpanzer oder Festungsmauern, die etwa anderthalb mal so groß sind wie eine abgebildete Personen nur Symbole sind. Wie dir sicher schon mal aufgefellen ist, sind mittelalterliche Handschriften voll davon, und damals verstand auch jeder (Gelehrte) ihre Bedeutung. Ich bezweifle aber, dass es das Ding (außerhalb von Handschriften) wirklich gab.
Gruß
Martin
Solche klerikalen Gerätschaften gibt es oft zu sehen.
Meistens am nächstgelegen Bischoffsitz und der dazugehörigen Schatzkammer oder Museum.
Für NRW wäre das die Kölner Schatzkammer im Dom Schnüttgen Museum, in Essen die Schatzkammer am Münster, in Paderborn im Diözesanmuseum, Aachen und Münster werden auch so etwas haben.
Habe ich ein Bistum vergessen dort?
Vieles datiert auch ins 13. Jahrhundert, ist aber gar nicht einfach nachzubauen, wegen dem Materialwert oder dem technischen, handwerklichen Aufwand.
Auch sollte man wenn man es dennoch versuchen will/muss auf die reichlichen Tragealtare konzentrieren.
der große Archäologe Dr. Henry Jones (Jr) trägt als Spitznamen den Namen des Familienhundes "Indiana" (und nicht Indianer), nur so mal als Richtigstellung
@Ulli Den Einwand kann ich vollkommen nachvollziehen, es will sicher niemand mit religiösen Symbolen Schabernack treiben. Wir haben uns darum auch nen echten Pater ins Boot geholt, damit das alles in geregelten Bahnen läuft.
@Gabriele Dankeschön für die Aufklärung, damit hat sich das Ding auch schon erledigt. ;-)
Das Tabernakel ist - auch heute - einer der heiligsten Gegenstände in einer katholischen Kirche, weil es eben die geweihten Hostien verwahrt. Daher halte ich die Verwendung eines Tabernakels in der Living History für eine genauso heikle Sache wie die Darstellung einer Eucharistiefeier.
Wenn die Darsteller genau wissen was sie da tun und es authentisch machen und potentiellen Zuschauern gegebenenfalls vorher sagen, dass es eine Darstellung ist, dann mag es im Sinne einer theater-ähnlichen Vorstellung angemessen sein.
Es gibt zu diesem Thema bereits mindestens einen Thread in diesem Forum, in dem das Für und Wider diskutiert wird. Ich bin kein Fachmann für klerikale Darstellung, daher sage ich nur meine ganz persönliche Meinung dazu.
das könnte ein Tabernakel sein, der Aufbewahrungsort für die Hostien. Leider wird aus dem Bildausschnitt der Gesamtkontext nicht ersichtlich. Darum ist meine Vermutung sehr vage.
Ein Tabernakel gehört aber m.E. nicht in ein Darsteller-Lager.
Um ganz ehrlich zu sein: ich hab keine Ahnung, was das ist, was es symbolisiert hat usw. Kann vielleicht jemand etwas Licht ins Dunkel bringen?
Besten Dank und schönen tag noch