Ich kann dein Problem nachvollziehen, da wir auch gerade vor der Entscheidung standen ein neues Zelt zu kaufen. In erster Linie dürfte es auf die Form ankommen. Zelte mit Seitenstangen in der Art von FamWest und Konsorten scheiden von daher schon mal direkt aus, da hier die Form eben gar nicht stimmt. Past Tents oder auch Arma Bohemia bieten dann Speichenradzelte an die zumindest vom äußeren her sehr gut aussehen. Material ist hier Baumwolle. Da wollten wir eigentlich unser Geld anlegen. Verhindert wurde das durch die reiche Verwendung von Metallösen. Bestellt ahben wir jetzt bei Lutz Schmidt, und zwar ein (ja was nun A-Zelt? Double Wegde?) einfache zweimastiges Kegelzelt. Das ist von der Grundfläche sehr angenehm, das Packmaß ist erträglich und es wirkt nicht direkt wie Graf Koks von den Gaswerken.
Handgenähte Zelte sind momentan selbst bei sehr guten Gruppen noch die Ausnahme. Da bleibt das von den gewerblichen Anbietern auch nur noch Tentorium, dessen Zelte mir aber vom Aussehen nicht so gut gefallen haben wie das das ich mir bestellt habe.
Das ist mir schon klar und ich verstehe auch, dass solche Fragen eigentlich nicht zu beantworten sind, aber ich kann es auch direkter formulieren:
Warum schlägst du mir Matulszelte vor, wenn diese deiner Meinung nach nicht okay sind, da nicht handgenäht? Das ist doch sonst auch nicht deine Art, z.B. bei Kleidung.
Daher wollte ich einfach wissen, ob du mir die Zelte empfohlen hast, weil du denkst, dass sie FÜR UNS okay sind, da wir ja eh nicht so hohe Ansprüche haben oder weil unser Budget nicht mehr erlaubt, oder weil du der Meinung bist, dass es bei einem Zelt nicht SO wichtig ist, ob handgenäht oder nicht.
Mir ist klar, dass es auf MA-Märkten ja eh egal ist, da dort selbst Fam West Zelte zur Oberklasse gehören, aber falls wir doch einmal auf eine Reenactmentveranstaltung gehen wollen: kann es da sein, dass man mit einem Matulszelt nicht genommen wird? Oder wird das (meistens) toleriert?
Christian
Und um ihm eine Antwort zu geben, mit der er auch etwas anfangen kann:
Das handgenähte Leinenzelte das Optimum sind, keine Frage.
Die Zahl derer, die solche besitzen ist aber sehr sehr klein.
Die Zahl der maschinengenähten Leinenzelte ist deutlich größer, und ich habe zumindest nie davon gehört, daß jemand aufgrund dessen ernstzunehmend in die Kritik geraten wäre.
Gruß, Ivain
"und auch von den anspruchsvolleren Leuten zumindest toleriert wird",
"zumindest den "allgemeinen Standard" erfüllen"
Und auch wenn Du die Antwort nicht haben willst:
Christian, Du musst selbst entscheiden, worums dir geht: es so zu machen, wie es "andere machen" oder so wie es "toleriert" wird (wobei das ja wohl klar nach Gegenüber und Veranstaltunganspruch schwankt), oder eben so nah an der Quelllage wie möglich.
Einen "allgemeinen Standard" gibt es nicht. Teilnahmevorraussetzungen für Veranstaltungen sind individuell definiert.
Gruss, Jens
Hallo Christian, hallo Jens!
Danke für eure Hinweise, das mit der Baumwolle bei den Past Tents Zelten ist mir wohl entgangen, hatte schon so einige Empfehlungen in Erinnerung. Ich hatte bisher in den Einträgen auch immer so das Gefühl, dass Baumwolle doch weit verbreitet ist und auch von den anspruchsvolleren Leuten zumindest toleriert wird. Aber wahrscheinlcih ist es doch am besten Leinen zu nehmen, gerade wenn man sieht, dass der Preisunterschied z.B. bei Matuls ja gar nicht so groß ist!
Die Seite von Lutz ist ja im Moment leider offline, aber ich habe gelesen, dass seine Zelte sehr teuer sein sollen (mir ist klar, dass man dafür auch tolle Qualität bekommt, aber das übersteigt unser Budget wahrscheinlich wohl etwas).
Daher meine Fragen zu den polnischen Anbietern, die mir Jens empfohlen hat:
Die Tentorium-Zelte sind ja auch nicht gerade billig, handgenäht schon gar nicht. Da kommen mir die Matulszelte schon eher entgegen. Das 5m "Umbrela tent" aus Leinen für 1000 Euro würde ich dort wählen. Aber diese Zelte sind ja auch nicht handgenäht, wie steht IHR denn dazu? Unsere Ansprüche sind IM MOMENT eh NOCH nicht so hoch, wir würden auch Baumwolle oder Mischgewebe nehmen, wenn man es nicht sofort sieht. Allerdings denke ich mal, wenn sich das bei uns weiterhin so entwickelt, wird uns das bald nicht mehr genügen (erste Ausrüstunggegenstände und Kleidungsstücke werden schon wieder verkauft und ihr seid schuld :-) ). Also wollen wir bei so einer großen Anschaffung zumindest den "allgemeinen Standard" erfüllen!
Werden maschinengenähte Zelte, wenn sie zumindest aus Leinen sind und von der Form her passen, von den meisten "geduldet" oder sollten wir da besser doch auf ein handgenähtes Zelt von Tentorium oder auf eines von Lutz sparen?
Bitte keine Antworten wie "das muss jeder selbst nach seinen Ansprüchen entscheiden", da unsere Ansprüche eben NOCH nicht so hoch sind, aber es hoffentlich bald/irgendwann werden!
Kurz zu sagen wäre noch, für 8 -10 Leute muss es kein Doppelspeichenrad sein. In nem herkömlichen Pavillon mit 4-5 Meter Durchmesser lassen sich locker soviele Leute unterbringen. Natürlich nicht mehr so luxuriös, aber ihr wollt ja ein Manschaftszelt. Für das Geld, das ihr bei Fam West oder sonstwo für Den Artus ausgeben wolltet kriegt Ihr da bei Matuls bestimmt was.
Karl
[Diesen Thread sollte man vielleicht in einen der bestehenden Zeltthreads verschieben oder thematisch umbenennen]
Hallo Christian,
Schön, wenn ich euch helfen kann, allerdings muss ich sagen, 90% steht eh in bestehenden Zeltthreads, der Rest deines Beitrages ist meiner Ansicht nach eher eine rethorische Frage.
Eine Absolution der Art "nimm ruhig Baumwolle denn das andere ist teuer" wirst Du nicht bekommen.
Und wenn euch daran gelegen ist, es gescheit zu machen, erledigt sich die Frage, ob FamWest, Baumwolle usw. taugt, von selber....
Was Aussagen auf der Homepage von FamWest betrifft, muss ich wohl auch nichts dazu sagen. Past Tents verkauft imho übrigens auch nur Baumwollzelte.
Nachdem wir uns jetzt entschieden haben, eine Fechtschule im Nürnberger Raum darzustellen und dank Jens' Denkanstößen immer mehr bestrebt sind möglichst A zu sein, sind wir nun bei der Zeltfrage angekommen. Ich habe mir daher wirklich fast alle Zelt-Themen und die Online-Dragons der Company durchgelesen und mir die Abbildungen im Hausbuch angeschaut, aber es sind noch ein paar Fragen geblieben: im Prinzip kommt für uns nur die Speichenradkonstruktion in Frage (gefällt uns am Besten und ist sicher belegt) und da wir zuerst ein Gemeinschaftszelt anschaffen wollen und meist so 8 bis 10 Mann sind, hätten wir gerne ein Doppelspeichenradzelt.
Dazu gleich die erste Frage: natürlich ist es eh nicht wirklich A, dass wir in einem Zelt und dann auch noch alle zusammen übernachten, aber davon abgesehen: ist diese Art von Zelt zu "protzig" für uns? Auf der Abbildung im Hausbuch ist diese Zeltform ja z.B. für die Heerführung und auf der Homepage von Fam West steht: "Ob farbig oder naturfarben, die edle Form deutet immer auf Adel". Mir ist klar, dass so eine Herstellerhomepage nicht gerade eine tolle Quelle ist, aber ist da was dran? Ist diese Zeltform nur für die Reich(st)en bestimmt gewesen?
Und dann noch eine Frage zum Hersteller: uns wurden die Zelte von Fam West empfohlen und dort der 360g Baumwollstoff! Was haltet ihr von diesen Zelten und von dem Stoff? Ich weiß, dass die meisten hier Leinen bevorzugen, aber das ist ja auch eine Preisfrage! Ach ja, das Modell bei Fam West heißt ARTUS. In den älteren Beiträgen werden ja auch oft die Zelte von Past Tents empfohlen. Leider ist deren Homepage ja nicht sonderlich aussagekräftig, allerdings verstehe ich nicht, warum es immer heißt, dass deren Zelte so teuer sein sollen?! Laut deren Preisliste kostet so ein Doppelspeichenradzelt gerade mal 750 Pfund! Kann das sein?
Also mal kurz unsere Wünsche: Doppelspeichenradzelt (falls ihr uns davon nicht abratet), Platz für ca. 8 Personen, max. 2000 Euro. Was würdet ihr uns da empfehlen? Herteller, Material, etc.
Hoffe, ihr könnt uns da helfen. Wir möchten bei so einem teuren Ausrüstungsgegenstand eben keinen Fehlkauf machen!
Christian