@Alexander: Mein Einwurf darfst du nicht als Vorwurf verstehen, ich denke beide Ansätze "StadtMensch blamiert sich in Wildnis" und "Stadtmensch hilft den Wilden mit seinen KnowHow" sind beides zwei ausgelutschte und wenig kreative Filmkonzepte.
Ich sage nicht, daß es mir lieber gewesen wäre. Wie auch, der Film ist mir recht egal.
Ich meine nur, daß meine Beschreibung realistischer ist, und die Gegeüberstellung beider Szenarien eine gewisse Komik nicht entbehrt.
Und Pfadfinder, Erste Hilfe usw. hin oder her, ich denke trotzdem, daß ein Mensch, der in der Zeit aufgewachsen ist, einfach durch größere Erfahrung die anfallenden Probleme weit besser lösen kann, als ein moderner Mensch.
Geistiger Horizont hin oder her, das Wissen, was auf der anderen Seite der Berge liegt, füllt mir auf dieser Seite nicht den Bauch.
Erste Hilfe und das Wissen um Infektionen bringt mir nichts, wenn ich mit den vorhandenen Mitteln nur unzureichend umgehen kann.
"Weicheisein" krönt das ganze nur (je nach Person), zuerst kommt die Erfahrung.
Gruß, Ivain
@Alexander: Dir wäre also mehr "21. Jhd. versagt im 13. Jhd. aufgrund von Unwissenheit, Weicheisein und Hochnäsigkeit" lieber? ;-)
Andererseits ein gut ausgebildeter Pfadfinder, mit einer berufsbezogenen Schulausbildung...
Der einigermaßen aufgepasst hat in den naturwissenschaftlichen Fächer, ein wenig Ahnung hat von Erdkunde und vielleicht schon mal mit Mama und Papa einen Urlaub in den Alpen gemacht hat und irgendwann mal ein Wochenendkurs in Erste Hilfe gemacht hat.
Da dürften schon einige praktische Talente zu stande kommen.
Vor allem dürfte sein Horizont wesentlich größer sein, als der eines Kindes des 13. Jhd., er weiss das die Alpen hoch sind, kennt vielleicht sogar die Geschichte der Kreuzzüge...
Bei dem Helm hab ich im ersten Moment gedacht: "OH! Bayreuth wurde bestohlen!"
Was möglicherweise reizvoll sein dürfte, ist die Darstellung des Mittelalter im Jugendbereich.
Wie gelungen das ist, bleibt fraglich.
Und wenn ich mir die Gewandung angucke, dann weiss ich dass dies wieder ein Film ist, den ich was die Darstellung des Mittelalters angeht, wahrscheinlich nicht empfehlen kann.
Ohne jetzt groß über den Film unken zu wollen, aber bei der Stelle
»Aufgrund seines für die Kinder unerklärlichen Wissens, das der Schar der Kreuzzügler wie Magie vorkommt, wird er schnell von den einen verehrt und den anderen gefürchtet. Und obwohl es ihm gelingt, den jugendlichen Pilgern im Kampf gegen Hunger, Krankheiten und marodierende Raubritter zu helfen«
Mußte ich doch arg grinsen.
Wenn ich mir den typischen Vertreter der heutigen medien- und konsumgeschädigten Generation so ansehe, dann fällt mir beim besten Willen nicht ein, welches in so einer Situation praktisch anwendbare Wissen ein solcher besitzen sollte.
In meiner Vorstellung wäre ein solcher Zeitreisender mehr am Jammern, als von Nutzen...
Keine Microwelle, kein Supermarkt, keiun fließendes Wasser, kein Klopapier...
Und.. Harte Arbeit für fast alle Dinge des täglichen Lebens. Ne...
Wie gesagt, nicht als Filmkritik zu sehn, sondern einfach auf die Vorstellung des 15jährigen Zeitreisenden bezogen...