Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Any Anglo-Saxon personnel around?

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Eintrag #11 vom 10. Dez. 2007 10:02 UhrSascha Klauss Profil

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Meiner Meinung erinnert man sich genug an die Sachsen leider oft in einem sehr verzerrten Zusammenhang, zu sehr geprägt von Glorifizierung und Heldenepos, welches sich bei genaueren hinsehen in Luft auflöst.
Wenn man es schafft diese Altvorderen als Menschen ihrer Zeit darzustellen und nicht die Jahrhunderte zwischen damals und heute, mit ihren ganzen unterschiedlichen Interessen und Richtungen, einfach auszublenden, wie es so viele tun, die eine persönliche Beziehung zwischen denen und sich ziehen, dann ist schon viel erreicht.
Leider, leider ist neben der ganzen "Nichtbildung", das größte Problem die eigennützige auf ein heutiges politisch/religiöses Ziel gerichtete aus nutzen der Geschichte, ob es nun irgendwelche Sachsen betrifft oder andere Vorkommnisse von anno dazumal.

Sascha

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Eintrag #10 vom 10. Dez. 2007 02:53 UhrRoland Schulz Email

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aloha wilfried,

ein prima sächsischer name übrigens, nebenbei bemerkt. Zur sache:

ich kann dir sogar ein wenig folgen, wenn du von der verdummung und der wieder modern werdenden verrohung, verallgemeinerung und pauschalisierung redest, die ich in weiten teilen der bevölkerung ebenso erlebe.
allerdings, um das mal beim namen zu nennen, kann man diese entwicklung meistens da erkennen, wo wir von sozialen randgruppen und bildungsunterschicht sprechen - beides nimmt bedauerlicher- aber erklärlicherweise in deutschland (aber nicht nur hier, sondern im gesamten westlichen kulturkreis) zu.
das hat nicht zuletzt etwas mit perspektivlosigkeit, fehlenden vorbildern und idealen, der verkümmerung von menschlichen netzwerken und sich daraus ergebender gesellschaftlicher kälte zu tun.
aber das wäre ein mehr als abendfüllendes thema, über das ich gern einmal mit dir persönlich philosophiere, wenn sich das mal ergeben sollte. hier aber - und in so einem thread erst recht nicht - halte ich den platz für wenig geeignet. ;-)

meiner ansicht nach ist JEDE politisierung einer wie auch immer gearteten historischen darstellung falsch und darüber hinaus brandgefährlich. ebenso sollte eine verquickung von modernen ansichten und historischen lebensweisen aus der gleichen gefährlichkeit unterbleiben, finde ich.


"Angelsächsisches Reenactment kann jenseits dieser düsteren Majorität demokratisch, libertär und im Sinne einer antifaschistischen Disposition ablaufen (die ihren Namen einmal verdient). Das heisst: Abkehr von der Autorität des Völkischen und der Diktatur irgendwie hierarchisch strukturierter Vereine."


was soll man mit so einem gerede denn anfangen? und abgesehen von der unsinnigkeit dieser verknüpfungen, ist es auch in der sache selbst grundlegend falsch und verdreht die fakten.
was hatten angelsachsen denn mit demokratie und antifaschismus zu tun? abgesehen davon, dass sich die angelsächsische phase britanniens zwischen etwa 450 und (mit einigen dänischen unterbrechungen) 1066 überwiegend durch uneinigkeit, chaos und kleinkriege auszeichnet, waren sachsen, jüten und angeln weit davon entfernt, in unserem heutigen sinne "libertär" zu sein.
und ob das der dänenaxt nun passt oder nicht: ohne die normannische eroberung, die darauf folgende neuordnung, zentralisierte organisation des landes und seine modernisierte verwaltung, die abschaffung der überholten stammesstrukturen, wäre aus england vermutlich nie etwas nennenswertes geworden.
vielleicht wäre die weltsprache nummer eins dann heute französisch oder spanisch.

ich halte rein gar nichts von solchen experimenten, in eine historische darstellung nun ausgestorbene religionen, moderne ideologien oder irgendwelche rassischen hirngespinste zu verpflanzen.
weder gehört es da historisch hin, noch ist es in irgendeiner form vertretbar sowas am ende noch vor anderen leuten auszuleben! gott bewahre!
man kann sich durchaus gegen verkrustete vereinsstrukturen und klüngel aussprechen, gegen nicht wenige psychos und profilneurotiker, intrigen- und ränkeschmiede, die dieses HOBBY (!) dafür benutzen irgendwelche freizeitthrone unter ihren hintern zu bauen. DAS würde ich sogar jederzeit aus eigener erfahrung unterschreiben!
man kann sich vielleicht auch über die flucht in "trendige darstellungen" mokieren, selbst das kann ich noch irgendwo nachvollziehen.
man kann aber NICHT - zumindest nicht ohne widerspruch - politische oder andere parolen mit historischer darstellung und deren ausübung kombinieren!

meine 5 cent.. ;-)


gruß,
roland

leben und handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #9 vom 09. Dez. 2007 18:57 UhrWilfried Masberg Profil

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@ roland
nö, machen wir nicht, haben wir 2000 jahre nicht gemacht und werden wegen was weiß ich auch nicht anfangen ;-)
un betten Anarchie schad nie
im ernst, in der heutigen Zeit der Verdummung und des über einen Kamm scherens ist der Thread irgendwie nicht ganz überflüssig und auch eigentlich nicht politisch, jedenfalls versuche ichs mal so zu sehen. Und tatsächlich ist es heute fast schwerer als früher, wenn man als Angehöriger eines "sächsischen " "Stammes", gegen das Vergesssen der "Traditionen" " antritt".
Ihr merkt, mir fehlen die Vokabeln, und nicht nur mir sondern dem Menschen aus Siebenbürgen und dem aus Sussex auch! Und auch dem aus Dithmarschen.Und auch fehlen die Möglichkeiten, der Jugend so scheinbar sinnlose Dinge wie Fechten, Bogenbauen und -schießen, mit Pferden pflügen, Reiten , ein Boot bauen und ein Haus aus Fachwerk und Lehm bauen, beizubringen.
Aber dieses Können führt zu dem Respekt und der Toleranz gegenüber dem Mitmenschen.
Und dieses vermißt der Danesax wohl bei vielen Darstellern oder besser er erkennt es nicht.

Und was er auch nicht sieht, ein Reenactor versucht,BELEGTE Geschichte nachzuerleben, die geschichtlichen Belege über "Sachsen" wurden von Ludwig dem Frommen vernichtet, jedenfalls das was Karl der Große hat aufschreiben lassen, die "Belege " vorher hat ja der schon vernichtet.Wenn es die schriftlich oder in Bildern gab.
So, und nun auf zum fröhlichen Streit

Wilfried

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Eintrag #8 vom 09. Dez. 2007 17:59 UhrRoland Schulz Email

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martin, das muss es sein! ;-) das hätte mir auch selber einfallen können, stimmt.

ein wirklich aussichtsreicher kandidat, in der tat.

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Eintrag #7 vom 09. Dez. 2007 17:08 UhrSascha Klauss Profil

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Lange lebe das ottonische Reich und seine Reenacter!
Alle anderen sind doof!
;-P

Sascha

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Eintrag #6 vom 09. Dez. 2007 11:34 UhrMartin Opitz Profil

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Vielleicht gibts ja einen Wettbewerb für die sinnloseste Threaderöffnung bei TV!, von dem wir bloß nix wissen.

Das ist jedenfall ein heißer Kandidat für den Titel.

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Eintrag #5 vom 09. Dez. 2007 10:28 UhrHeiko Marquardt Profil

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Ohje, jetzt wird das Mittelalterhobby auch noch politisiert.

Ich kann jetzt irgendwie nicht nachvollziehen inwiefern ich das leben und streben unserer Altvorderen mit einem modernen Politikum, welches damals noch gar nicht existent war, in Verbindung zu bringen.

Wieso muss eigendlich alles und jedes politisiert werden? *angenervt*
Viele Grüße

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Eintrag #4 vom 09. Dez. 2007 01:10 UhrRoland Schulz Email

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könnte man hier bitte noch die internationale einblenden? wenigstens als mp3 oder so?
das gäbe dem ganzen noch so einen besonders revolutionären touch!

angelsachsen aller länder vereinigt euch! *ggg*

;-)

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Eintrag #3 vom 08. Dez. 2007 19:53 UhrThorsten Seifert Profil

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Um was geht es eigendlich? Ich wede aus dem Eintrag nicht schlau.
Thorsten (Dagobert, Ministrie et Miles Karls des Großen)

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Eintrag #2 vom 08. Dez. 2007 19:15 UhrMike Wendl Profil

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Hö?

Admin!
Gruss Lui

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Eintrag #1 vom 08. Dez. 2007 19:09 UhrFabian Hesse Profil

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... sehen übel aus. Der bundesdeutsche Reenactment-Mainstream ergibt sich zum einen der Racket-artigen Wiki-Reenactment-Mehrheit, zum anderen der den ewigen Sieg liebenden Teilzeit-Normannen (gern auch via Flamen oder Salier). Dort wie hier erwarten den Interessierten Herrschaft und Zwang - auch in dieser zweiten Realität.

Dies muss nicht so sein. Angelsächsisches Reenactment kann jenseits dieser düsteren Majorität demokratisch, libertär und im Sinne einer antifaschistischen Disposition ablaufen (die ihren Namen einmal verdient). Das heisst: Abkehr von der Autorität des Völkischen und der Diktatur irgendwie hierarchisch strukturierter Vereine.

Hey Ho, let`s go!

Wer Bock hat poste!

MfG Daneaxe
Still Daneaxe...

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