Also, den Text meiner Vorschreiberin habe ich mal als Anhalt genommen und siehe da:
Im Stauferkatakog sind 3 Prunkmäntel abgebildet die auf Ende 12. Anfang 13. Jhd datiert sind.
Das wäre z.B. mal ein Anhalt das es sie gegeben hat ob das aber reicht um sie als allgemeingültigen Beweis einzuführen sei dahingestellt.
ich habe mich ja auch schon mit der Recherche zu den diversen Mantelformen beschäftigt (wenn auch mit etwas späterer Zeitstellung) - aber ich fürchte, rein aus den Abbildungen in Miniaturen wird es schwierig, eine Mantelform sicher zu identifizieren. Halb- und Dreiviertelkreis in Abbildungen kann man wohl kaum unterscheiden .(vielleicht anhand der Anzahl der Faltenwürfe? smile)
Selbst die Unterscheidung Rechteck- oder Rundmantel wird bei der stark stilisierten Abbildungsweise schwierig - und gar beim sogenannten 'Zackenstil' (ein bißchen nach Deiner Recherchezeit) manchmal unmöglich. Ich würde daher nach erhaltenen Textilien in Deiner Zeitstellung schauen - Prunkmäntel, sakrale Mäntel etc.; da findest Du zumindest Hinweise, ob eher Halbrund- oder Dreiviertelkreis dominieren (wobei das sicher kein repräsentatives Ergebnis ist). Vor allem in den Kirchenschätzen könntest Du fündig werden.
Äh, ich sehe zwar einen Smiley, aber dennoch: >> ein Kreismantel hat keine Ecken ;) << ist unrichtig: selbstverständlich hat auch ein Kreismantel "Ecken". Vorne oben und unten jeweils zwei.
Nicht, dass jemand hier was falsch versteht. ^_^
Sarah Thursfield schreibt in ihrem "Medieval Tailors Assistant" auf Seite 174, dass die kreisförmigen Mäntel um 1200 allgemein üblich waren.
Das anhand zeitgenössischer Abbildungen nachzuprüfen fällt mir schwer, da ich nicht sicher bin, wie man auf Abbildungen Rechteck- und Kreismäntel voneinander unterscheided - über einen Tipp diesbezüglich würde ich mich ebenfalls freuen.
Hallo!
Ich (Templerdarsteller) stehe kurz davor, mir einen neuen Mantel zu nähen und suche zu diesem Zweck Schnittmuster, die auf Funden basieren für 1190. (Die Seiten von Marc Carlson kenne ich bereits)
Nach meinem bisherigen Kenntnisstand war wohl im wohlhabenden Umfeld der Halbkreismantel vorherrschend, hierzu hätte ich aber gerne noch weitere Meinungen.
Speziell würden mich Belege für dreiviertelkreismäntel interessieren, da ich davon gehört habe, aber nichts finden konnte.
Es tauchen auf zeitgenössischen Abbildungen recht viele Broschen / Scheibenfiebeln auf; ist eine Schnürung dennoch denkbar? Kennt jemand Belege (außer dem Sknurmantel)?