Hallo,
zunächst einmal fände ich es über die maßen bedauerlich, wenn Jörg wegen solcher Kleingeister sein Angebot nicht mehr wie bisher auf den Veranstaltungen aufrecht erhalten könnte oder auch nur wollte.
Eine juristische Beurteilung des Verhaltens dieser Gestalten ist recht schwierig, denn die Info stammt ja - über Sylvia - aus dritter Hand. Deshalb richtig: Nötigung und Erpressung sind juristisch nicht notwendig mit den umgangssprachlichen Begriffen gleichzusetzen. Und um die Wirrnis komplett zu machen, sieht das Ganze sowieso eher nach einer falschen Verdächtigung aus....
Deshalb würde ich auch Jörg nur raten, sich einem Gespräch mit diesen Leuten nicht zu stellen, die sollen ihn gefälligst anschreiben. Ansonsten läuft er nämlich höchstens noch Gefahr, dass er keinen Zeugen hat und ihm sonstwelche ßußerungen angehängt werden. Entgegen den landläufigen Sprichwörtern ist nämlich das gesprochene Wort viel geduldiger, als das geschriebene, denn letzteres lässt sich nachweisen, beim Gespräch ist man halt auf Zeugen angeiwesen. Und diese armseligen Gestalten hatten ja offenbar nichts besseres zu tun, als auch ja in Mannschaftsstärke aufzutauchen, um nur ja ausreichend Zeugen aufbieten zu können...
Davon abgesehen: sollten diese Gestalten nochmals vorstellig werden, ganz konkret nachhaken, wo denn die "Fotos" seien und wie denn die "Zeugen" heißen, sprich, mal "Butter bei die Fische" zu tun. Das Maul aufreißen und was von Zeugen und Beweisen fabulieren, ist einfach, meist nimmt man solchen Intriganten den Wind aus den Segeln, wenn sie konkret auf die angeblichen Beweise angesprochen werden.
Unabhängig davon sollte er sich aber mal bei den zuständigen ßmtern kundig machen und genau nachhaken, was die Anforderungen sind. Auch da sitzen in der Regel Menschen, denen es allemal lieber ist, wenn sie im Vorfeld freundlich angesprochen werden, als das sie im Nachhinein als Buhmänner und Kontrollettis umherschleichen müssen.
Nebenbei bemerkt: kein Gesundheitsamt geht aufgrund irgendwelcher verwackelter Fotos von einer Publikumsveranstaltung her und straft ohne Nachforschungen ab. da wird durchaus erstmal überprüft, ob an den Vorwürfen auch was dran ist, sprich da taucht mal ein Mitarbeiter bei einer VA auf und sieht sich das Ganze an. Wenn dann - wie ich vermute - offenbar wird, dass da halt mal zwischendurch ein Besucher den Bratfisch-Teller zur persönlichen Müllverklappung am Stand zwischen den Räucherfisch schmuggelt oder das ein Kind mal einen Fisch anlangt, dann wird dieser Mitarbeiter im Zweifelsfall höflich darauf hinweisen und anhalten, das abzustellen. Ende und aus. Von wegen "Wir machen Deinen Laden dicht" So schnell schießen deutsche ßmter nicht - und ausnahmsweise ist das hier auch mal gut so!
Ich hatte eben eine Anruf von Hjalti (www.wikingerlager.de/). Er distanziert sich von dieser Angelegenheit und bat mich dies mitzuteilen.
Vielen Dank an dieser Stelle für das nette und aufschlußreiche Telefonat.
Was ich als besonders schlimm ansehe ist die Art, wie diese Typen sich auf Ihre Erpressung vorbereitet haben. So wie es geschildert wurde, haben sich ja gleich mehrere Leute zusammengetan und während verschiedener Veranstaltungen förmlich auf Fehltritte oder Fotomotive, die als Fehltritt im Sinne der Ordnungsbehörden interpretiert werden können, gewartet.
Das erschreckt mich, denn das bedeutet, dass man sich bewusst zusammenschließt um unliebsame Mitmenschen, die den Mut haben, Wahrheiten zu äußern, mundtot zu machen.
das kann man nicht in zwei Sätzen in einem Forumsposting erörtern.
Lies mal in § 240 StGB (Nötigung) und in § 253 StGB (Erpressung) nach. Dann hast Du mehr Fragen als vorher ...
Aus meiner Berufspraxis (ich bin aber kein Jurist) erinnere ich mich, dass diese Tatbestände (gerade Nötigung) nicht immer so eindeutig sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mögen. Nötigung im "landläufigen" Sinne ist nicht zwangsläufig Nötigung nach § 240 StGB.
Darum meine Empfehlung, den Rat eines Anwalts einzuholen. So ein Forum ist kein guter Rechtsberater ...
In Deutschland heißt das übrigens nicht "Euer Ehren" sondern "Herr Vorsitzender" oder so ... ;-)
wenn die androhung einer anzeige mit der forderung verbunden ist, man solle dieses oder jenes unterlassen oder tun, da man SONST nämlich etwas anzeigt, dann ist der straftatbestand der erpressung (oder nötigung, müsste man klären) an sich erfüllt.
oder bin ich wieder auf dem holzweg? ;-)
Zwischen der einfachen Anzeige eines echten oder vermeintlichen Vergehens und der hier vorliegenden Aktion bestehen doch ein paar Unterschiede.
Zu drohen, negativ zu wertende Fotos an ßmter und die ßffentlichkeit zu geben, wenn bestimmte - unliebsame - Aussagen eines komplett anderen Themenbereiches nicht revidiert werden, das ist Erpressung.
Wenn vielleicht nicht im juristischen Sinne, dann auf alle Fälle im umgangssprachlichen und moralischem Sinne.
Desweiteren kann man ob der hier vorliegenden Haltung auch davon ausgehen, daß diese Bilder nicht unbedingt sachlich sein müssen.
Wir alle wissen, wie rücksichtslos auch grade Besucher sein können.
Wenn man es drauf anlegt, können Fotos auch Missstände zeigen, die nur Sekunden bestanden haben (Besucher legt Schale ab, lauernder Fotograf knipst, Jörg räumt, alles in 5 Sekunden, geht) oder gar provoziert (wer weiß denn, wer die Schalen liegen lies? ) sind.
Ich kenne die Situation nicht, aber ob der bisherigen Beschreibung des Vorgehens wäre ich über sowas auch nicht mehr überrascht.
... Rolands soziologisch-moralische Bewertung des Verhaltens dieser Leute teile ich zwar, allerdings ist die Anzeige einer vermeintlichen Ordnungswidrigkeit oder Straftat oder die Androhung der Anzeige bei einer Behörde nicht verboten und daher noch keine Erpressung oder Nötigung im strafrechtlichen Sinne.
Ich würde gleichwohl an Jörgs Stelle den Rat eines Rechtsanwalts einholen und im ßbrigen die Flucht nach vorn antreten und mich mit den zuständigen Behörden zu verständigen versuchen.
Kompliment an Jörg für seine glasklaren Stellungnahmen zu bestimmten Erscheinungen in der sog. "Szene".
wenn es sich so zugetragen hat - und ich kann es mir durchaus vorstellen, da ich bis auf die pseudowikis alle beteiligten zumindest flüchtig kenne - dann WßRE das meiner ansicht nach ein fall für die polizei. bedauerlicherweise hat jörg keine zeugen dafür, also wird es wohl im sande verlaufen.
aber vielleicht haben die verfechter der "ehre unseren ahnen!" mentalität ja so viel schneid und arsch in der hose, dass sie bei polizei/gericht zu ihren aussagen stehen.
nach meinen persönlichen erfahrungen mit solchen großmäulern, intriganten und verleumdern in diesem unserem hobby, glaube ich das allerdings nicht.
vielmehr glaube ich, dass es sich auch hier wieder um ganz arme lichter handelt, die im realen leben keine anerkennung bekommen, irgendwelche psychischen defekte oder soziale defizite ausleben oder einfach keinen bezug mehr zum rest der menschheit haben - vielleicht auch von allem etwas.
und auch dann sind ja grundsätzlich immer alle anderen schuld oder man ist einfach nur "falsch verstanden" oder "interpretiert" worden..kennen wir schon, danke!
leider sind solche (zensiert durch verfasser) keine so seltenen ausnahmen, sondern verhältnismässig oft anzutreffen.
man muss nur selber offen und ehrlich genug sein, dann wird man früher oder später auf sie treffen.
ich bewundere jörgs nüchterne sachlichkeit dabei, ganz ehrlich. ich selber habe diese größe so nicht. vielleicht habe ich solche ratten auch schon zu oft erlebt.
Hab zwar noch keinen von Jörgs Fischen gegessen, aber nur gutes von ihnen gehört, so daß ich schon sehr neugierig bin.
Ich meine, einerseits ist es richtig, so ein heikles Thema wie Lebensmittelhygiene bei nahrungsmittelherstellenden und -verarbeitenden Darstellungen anzusprechen. Eben damit Wege und Methoden gefunden werden, um mögliche Risiken für die Konsumenten zu minimieren.
Es als Druck- und Pressmittel zu verwenden ist einfach billig..
Meine erste Reaktion schwankte zwischen Bestürzung und tief empfundenem Zorn, ein Gefühl, daß ich im Zusammenhang mit der "Szene" schon lange nicht mehr verspürt habe, diese Leute haben es neu entfacht.
Ich kenne Jörgs Darstellung nur aus Berichten und Bildern, würde es aber trotzdem als mehr als bedauerlichen Verlust empfinden, wenn aufgrund solcher Bestrebungen selbige wegfallen würde.
Aber, diese Geschichte hat zwei Ebenen.
Auf der einen die der versuchten Erpressung, hier kann ich leider nicht mehr tun, als Jörg meine Solidarität auszudrücken.
Leute, die sich solcher Machenschaften bedienen, sind eine Schande für diese Szene, die Gesellschaft an sich, und absurderweise darüber hinaus noch für das Andenken, für dessen Ehre sie angeblich eintreten.
Auf der anderen, man kann nur mit Dingen drohen, die treffen. Wenn Jörgs Stand Auflagen des Gesundheitsamtes nicht erfüllt, ist es an ihm und seinen Mitarbeitern, das auf irgendeine Art zu ändern.
Ich bin kein Fachmann oder gar Jurist, vielleicht wäre es ratsam, sich mit einem solchen zwecks Erarbeitung eines Konzeptes auszutauschen, aber aus Erfahrung des Vereinslebens, speziell im Zusammenhang mit Festen hätte ich ein paar Ideen.
- Vereine mit nicht primärem Gewinnstreben haben deutlich andere Auflagen als kommerzielle Anbieter. Was wäre, wenn Jörgs Mitarbeiter einen Verein zur Darstellung gründen, der gelegentlich auch Fisch im Rahmen von historischen Festen verkauft, den er von Jörg bezieht? Vielleicht bringt eine solche Konstellation schon gewisse Erleichterungen.
- Anforderungen wie Kühltruhen, Waschgelegenheiten, Spuckschutz etc. lassen sich vielleicht durch Veränderungen im Aufbau lösen. Ein geschlossenes Zelt mit modernem Innenleben, Eis in die Auslage, Spuckschutz statt Plastik durch Schaffung von Abstand?
Welche Möglichkeiten bestehen hier?
Das sind jetzt nur ein paar unfertige Gedanken, die eigentlich erstmal nur ausdrücken sollen, daß ich es bedauerlich fände, wenn Jörg, und alle, die an dieser Darstellung beteiligt sind, die Flinte ins Korn werfen würden.
Durch den Anlaß gleich doppelt.
Ich hoffe, ihr findet einen Weg, bei Beibehaltung eures Anspruchs die Sache weiter gefahrlos zu betreiben.
Gestern bat mich Jörg Nadler um Hilfe.
Wir haben gemeinsam unter anderem im Wikingermuseum Haithabu einige Aktion zur Fischerei und Ernährung durchgeführt.
Dabei gab es Pfannenbrote, Bratfisch, manchmal Fischsuppe, Pasteten und einige nette Leckereien. Besonders wichtig war dabei neben der "frisch aus der Schlei"-Fischqualität die Verwendung von möglichst authentischem Koch-Geschirr etc. Ein Zugeständnis an die Moderne, von dem ich nicht abweichen würde, ist modernes Einweg-Geschirr für die Besucher.
Dies alles wird in Zukunft nicht mehr möglich sein.
Ich zitiere Jörg:
"Auf dem Holm bekam ich heute unerwünschten Besuch.
2 Paare und ein dazugehöriger Mann namens "Thorleif" ( er sagte, kennt "Hjalti") welche derzeit hier in der Region "auf Spuren der Wikinger" unterwegs sind, sprachen mich an, als ich vom Wasser kam.
Ich wäre doch wohl der Fischer, der im Internet die Wikinger mit Dreck überziehe.
Darüber würde in den Foren diskutiert.
Aber gerade ich sollte mit Kritik vorsichtig sein!
Es gäbe einige Fotos von verschiedenen Leuten, welche Pappteller mit den Speiseresten von Bratfisch zwischen meiner Räucherfischauslage zeigten.
Die Bilder stammten von verschiedenen Veranstaltungen,z.B Norddeich 2005, den Markt und Gerichtstagen 2006 in Schlewig und angeblich auch aus Haithabu.
Es gäbe genug Zeugen, welche bestätigen würden, das ich mich nicht dafür interessiere, wenn mir von den Besuchern die gebrauchten Teller mit den Speiseresten zwischen die geräucherten Fische gestellt würden.
Zudem wäre auf den Fotos erkennbar, das auch Reste von Bratfischen an den den Räucherfischen klebten und auch Kinder an den Fischen fummeln.
Bis Anfang Februar sollte ich meine Kritik überdenken und daraus Konsequenzen ziehen, sonst gingen die Bilder mit Zeugenaussagen an das Gesundheitsamt des Kreises Schleswig- Flensburg.
Und in das Internet gestellt wären diese Bilder die passende Antwort das Thema "Qualität" auf meiner Seite.
Ich antwortete, das ich mich nicht erpressen ließe und wollte forderte die Gruppe auf, ihre Anschuldigung und Forderung zu wiederholen, wenn ich als Zeugen einen Nachbarn oder Kollegen hinzuhole.
Als ich dann bei einem Nachbarn klingeln wollte (erstes Haus bei meinem Steg ), suchten diese "netten Leute" das Weite."
Das sind scheinbar die Mittel, die die selbsternannten "Hüter des Ahnen-Erbes Wikinger" (ein Kommentar, den ich von einem Besucher aus der "Szene" in Haithabu gehört habe) anwenden. Insbesondere wenn sachliche Argumente zur Qualität und zur Darstellung vorgebracht werden " üble Nachrede etc. trifft zwar auch persönlich, denn man ist ja nicht aus Stein, aber das geht eindeutig zu weit.
Gezielt mit der Kamera in der Nähe zu warten, bis mal einen Moment lang unbemerkt ein abgegessener Teller, von einem Besucher abgestellt (weil den selber in den Müll zu tragen anscheinend zu viel verlangt ist...), in der Auslage steht - ja, wer es nötig hat...
Und ja, selbstverständlich kommt es vor, das Kinder mal einen der Fische anfassen, die geräuchert in der Auslage liegen - ohne moderne Theke mit Verglasung lässt sich das eben nicht immer verhindern. Nur genau so eine Theke möchte sicherlich niemand in einem Freilichtmuseum sehen, genauso wenig wie große moderne Mülleimer direkt neben dem Stand...
Es würde mir leid tun, wenn das Totschlags-Argument "Einhaltung moderner Lebensmittel-Vorschriften" das Aus für viele qualitätvolle Präsentationen bedeutet und sich noch mehr ambitionierte Leute aus Angst vor solchen Drohungen und den Konsequenzen aus der lebendigen Präsentation von Geschichte zurückziehen.
Jörg wird seine Präsentation überdenken, sich nicht mehr von Freunden beim Fischverkauf helfen lassen und wahrscheinlich keine Termine mehr wahrnehmen können, die sich nur durch den Verkauf des eigenen Fanges finanzieren lassen.
Dann gibt es demnächst wohl nur noch Fischerei-Vorführungen ohne Fisch ........