Na, gegen so viel andere konnten die guten ja nicht ziehen. Es gab da nur das Deutsche Reich, lag drumrum. Und dagegen einen veritablen Krieg anfangen hieße Selbstmord , oder?
Wilfried
Als bei der Schlacht um Hemingstedt gegen die Schwarze Garde wurde alles was nicht aus Dithmarschen kam nieder gemacht. Ersäuft in den Überfluteten Feldern und Gräbern oder auf der Flucht erschlagen. Aber ich hab dort nichts gelesen das Trossweiber oder Kinder niedergemacht wurden. Fuhrknechte und ähnliches vom Tross waren ganz hinten in der Reihe und waren schon längst geflohen als die Garde noch aufgerieben wurde.
"Selbst bei Blutfehden, die in Dithmarschen noch bis in 16 Jhd. reichten, haben die Geschlechter eigentlich nie mit Absicht eine Frau oder ein Kind etwas getan. Das waren in ihren Augen diejenigen die es zu Schützen galt."
Trifft das auch auf Troßbuben, Pagen usw. zu die die feindliche Heere u.ä. bei sich hatten? Oder galten diese auch als Angreifer und daher auch über die "Klinge springen" mußten?
Meistens führten die Dithmarscher einen Abwehkrieg gegen Invasionen aus Dänemark und Schleswig Holstein. Sie plünderten hin und wieder mal in Friesland und Eiderstädt war ihr bevorzugtes "Einkauszentrum" um mal eben etwas zu holen das einem nicht gehört. Aber so wirklich mal in einen Krieg in ein anderes Land sind sie nie eingefallen.
Aber ich muss ehrlich zugeben das mir keine Begebenheit einfällt in dem die Dithmarscher im Spätmittelalter Frauen und Kinder hingerichtet hätten. Selbst bei Blutfehden, die in Dithmarschen noch bis in 16 Jhd. reichten, haben die Geschlechter eigentlich nie mit Absicht eine Frau oder ein Kind etwas getan. Das waren in ihren Augen diejenigen die es zu Schützen galt.
(1) Die Dithmarscher schlugen die Gefangenen, zumeist Holsten, einfach tot. Je nachdem wie der Mann bewaffnet war. Bevorzugte Bewaffnung der Dithmarscher Bauern war die Tzake(langes Messer/Bauernwehr, Schwert, Fausthammer und der lange Spieß.
(2)Einen Ketzter, also einen "evangelischen Priester" Heinrich (aus) Zütphen, Student aus Wittenberg bei Luther, haben sie auf eine Leiter gebunden, ein Dithmarscher (angeblich Johannes Holm) hat ihm mit einem großen Hammer die Gleider zerschlagen und dann wurde der Mann mit Leiter auf einen Scheiterhaufen geworfen.
1 Quelle: Walter Lammers "Die Schlacht bei Hemmingstedt" wird mehrfach auf Diversen Seiten erwähnt.
2 Quelle: Nis R, Nissen "Kleine Geschichte Dithmarschens" Seite 62
Wer Arten von Todesstrafen vollzogen Hussiten, die Bauern aus Diethmarschen usw. an ihren Kriegsgefangenen, sofern sie welche machten? Mir ist u.a. das Blutgericht von Weinsberg, geschehen am 16. April 1525, bekannt (Wurden hier die gefangenen Ritter usw., wie in einigen Büchern zu lesen ist, nackend durch die Spieße gejagt?). Wurden Pagen, Troßbuben usw. verschont?