Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Historisch vertretbarer Body - Mass - Index

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Eintrag #14 vom 27. Mrz. 2008 16:11 UhrAndreas Pilz Profil

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Wenn jemand aus eigenem Anspruch eine Darstellung wählt, die seiner Konstitution zuträglicher ist (ich habe mich mitunter aus diesem Grund selber gegen eine kämpferische Darstellung entschieden), dann ist das natürlich kein Problem.

Als Anspruch gegenüber anderen würde ich das aber verneinen.

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Eintrag #13 vom 27. Mrz. 2008 13:16 UhrDietrich Pott Profil

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Also, Andreas, aus Deiner Sicht heißt das also: Nein. ?

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Eintrag #12 vom 27. Mrz. 2008 13:14 UhrSven Wolfgang Pfeifenberger Profil

nach oben / Zur ÜbersichtGesunder Menschenverstand

...sollte doch ausreichen, um dieses Thema abzuschließen. Und natürlich eine gute Portion realistischer Selbsteinschätzung. Es sollte doch jedem ernsthaften Darsteller -ähnlich wie einem Schauspieler- klar sein (bzw. werden), welche Darstellung er/sie glaubwürdig vermitteln kann und welche nicht. Aber genau daran hapert es doch nur zu oft.
Das heißt, dass ein "Ritter" mit dem Gesicht eines 16jährigen und zu wenig Körperkraft um seine Rüstung zu tragen genauso unglaubwürdig ist wie jemand, der versucht einen "Handwerker" zu geben und doch zwei linke Hände hat. Und wenn ich nicht gut genug sehe, kann ich nunmal keinen Bogenschützen geben. So ist das eben. Das heißt leider nicht, dass es nicht doch versucht wird, aber das Ergebnis ist genauso unglaubwürdig als würde Marlon Brando heute noch versuchen, den wilden Rebellen auf dem Motorrad zu geben...
Wenn allerdings der schmale Teenie nen Handwerksburschen, der Grobmotoriker nen Kriegsknecht (wie ich zB) oder Marlon Brando den Mafiosi darstellt, kann es glaubwürdig werden.
Und ich bin mir sehr sicher, dass eine solche Überlegung dem Spass an der Sache keinen Abbruch tut!

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Eintrag #11 vom 27. Mrz. 2008 11:06 UhrAndreas Pilz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHallo Dietrich

Zu dieser Frage gehört für mich nun mal auch die Frage, der Zielsetzung und die Motivation der Darstellung.
Weil sich darüber definiert, welche Ansprüche man an seine eigene Darstellung stellt.
An dieser Frage kommt man kaum vorbei, auch wenn sie schon bis zum Erbrechen und bis ins letzte Detail besprochen wurde..

Aber gut. Zum Sachlichen der Diskussion wurden doch schon entsprechende Dinge angesprochen, die gegen eine Überbewertung des BMI sprechen.
Es kann schlichtweg keiner sagen, daß Menschen mit einem bestimmten Stand/ Beruf immer einen bestimmten BMI hatten. Wer anderes fordern würde, würde sich da nur wilden Spekulationen hingeben, die er aber letztendlich nicht belegen kann. Genausowenig wie Steckstühle für Wikinger oder Trinkhörner für des Riddas Gürtel.

Und solange man durch die Quellenlage (Und nein, Bilder in einer Handschrift sind keine Quelle für die Physiognomie der Menschen im Mittelalter), dann muss man halt mit dem Arbeiten, was man hat. Und wenn dabei ein übergewichtiger Ritter bei rumkommt.

Zudem als weiterer Aspekt der Diskussion sollte man sich auch einen Augenblick verdeutlichen, welche Wirkung eine These/ Forderung auf die Diskussionskultur haben könnte.

Ich sehne mich nicht nach Gesprächen wie "Naja, meine Gewandung ist zwar Murks, dafür passt mein BMI im Gegensatz zu deinem".

Und ich bleibe bei meiner Aussage, daß man die Sachkultur des Mittelalters unabhängig vom Darsteller vermitteln kann.. Nicht der, der die Klamotte trägt ist der entscheidende Faktor, sondern die Gewandung selber. Und ob sie in ihren Details den historischen Vorlagen und Quellen entsprechen.

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Eintrag #10 vom 27. Mrz. 2008 09:17 UhrDietrich Pott Profil

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Du weichst vom Thema ab, Andreas.

Die Frage war: Sollte bei der (historischen) Darstellung auch das äußere Erscheinungsbild der gespielten Rolle entsprechen?
und nicht, wie von Dir gefragt: Macht ihr Rollenspiel oder historische Darstellung?

Und versuche doch mal, eine Diskussion laufen zu lassen, ohne sofort wieder die "die böse A- Fraktion versucht uns das Hobby zu vermiesen"- Verschwörungstheorie einzubringen.

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Eintrag #9 vom 26. Mrz. 2008 15:28 UhrAndreas Pilz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtMal ne Grundsätzliche Frage..

Was ist denn die Grundlegende Darstellungsabsicht derer, die für die Beachtung des Körperbaus plädieren?

Ist es, sich selbst eine Rolle zu suchen, die einem Spass macht und in der man sich selbst wohlfühlt?

Oder einem interessierten Besucher die Sachkultur nahe zu bringen?

Auch bei letzterem sehe ich keinen zwingenden Grund, jetzt die Physiognomie als Ausschluss für eine bestimmte Darstellung zu nehmen.
Denn die Sachkultur kann ich auch vermitteln, wenn ich die MA- Klammote einer Schaufensterpuppe anziehe, und meine zwei Takte dazu sage.

Ich verstehe sehr gut den Grund für Authentizität. Bei manchen Diskussionen habe ich aber eher das Gefühl, daß es für mache Darsteller hauptsächlich erstrebt wird, um sich anderen Darstellern gegenüber überlegen fühlen zu können.
Wobei ich noch anmerken möchte, daß ich damit keinen Diskutanten hier persönlich anspreche oder auf ihn Abziehle. Da muss sich schon jeder selber klar werden, was seine Gründe sind.

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Eintrag #8 vom 26. Mrz. 2008 14:25 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHm...

Zugegebenermaßen aus nicht ganz unegoistischen Gründen habe ich in diversen Rüstkammern die Augen nach "Sondergrößen" aufgehalten.
Und wurde mehr als einmal fündig.
Entsprechende Berichte über die Besitzer solcher Stücke sind dann auch recht aufschlußreich.

Gut, da gehts nicht um Söldner, selbige sind nochmal ein anderes Thema, aber die Rechnung augebildeter Kämpfer = zwingend drahtig schlank würde ich nicht vorschnell pauschalisieren.
(Nicht, daß ich das jemand unterstellen möchte)


Ansonsten schließe ich mich dem Tenor an.
Es gab zu jeder Zeit ein Ideal, aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit eine breite Menge der Bevölkerung, die diesem nicht entsprachen.

Was man auch nicht vergessen darf, es ist ja nicht nur der BMI, der das Schönheitsideal entscheidet. Gesichtszüge, Haare, Größe, Körperform allgemein, bei den Damen die Art und Menge der Oberweite, das setzt sich aus vielen Faktoren zusammen.
Manche - wie das Gewicht - kann man prinzipiell beinflussen, manche - wie Gesichtszüge oder Haare in Farbe und Länge - in gewissen Maßen (damals und heute) manipulieren, aber irgendwo ist da dann auch Schluß.

Was dann wieder zum Punkt führt, nimmt man das Ideal oder die wahrscheinliche Realität.

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Eintrag #7 vom 26. Mrz. 2008 14:04 UhrDietrich Pott Profil

nach oben / Zur ÜbersichtRollenforming

Niemand wird ernsthaft verlangen, daß der Darsteller seinen Körper in die Rolle formt, die er sich ausgesucht hat. Ich würde mir allerdings wünschen, daß sich jeder die Rolle aussucht, die zu seinem Körper passt.....

Die Beispiele von Thorsten sind da schon recht gut; niemand, der 2 Meter groß ist, sollte sich als "Zwerg" ausgeben. Und jemand mit 30 Kilo Übergewicht wirkt als Söldner eher unglaubwürdig.....

Als ich zu dick und zu alt für die Rolle des Söldners wurde, habe ich meine Darstellung modifiziert und bin nun ein Handwerker, der sich gelegentlich murrend in sein Rüstzeug zwängt, um seinen Pflichtdienst in der städtischen Miliz zu leisten.

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Eintrag #6 vom 26. Mrz. 2008 13:27 UhrNiels Mertens Profil

nach oben / Zur ÜbersichtKoennt gut sein!

Naja, also ob ich fuer die Verhaeltnisse meiner Zeit (18. Jhd.) ein huebsches Kerlchen bin, kann ich nicht sagen. Aber ich bin von recht kraeftiger Startur und beim Anblick meiner Waden duerften wohl die meisten Herren dieser Zeit vor Neid erblasst sein.

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Eintrag #5 vom 26. Mrz. 2008 12:23 UhrSandra Neuser Profil

nach oben / Zur ÜbersichtOch nöö ...

Müssen jetzt alle propper gebauten Menschen Paläolithikum oder Barock machen? Sorry Thorsten, das kanns nicht sein. Als etwas moppeligere fühle ich mich jetzt diskriminiert. Ganz prima, haste's geschafft ...

Wie schon meine Vorredner gesagt haben, wirds zu jeder Zeit üppigere Menschen gegeben haben. Von denen man bildlich keine Notiz nahm. Oder ist das heute was anderes?

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Eintrag #4 vom 26. Mrz. 2008 11:37 UhrThorsten Piepenbrink Profil

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Ich denke Andreas meint, dass es sich auch damals um "Ideale" gehandelt hat. Und so wie glücklicherweise auch heute nicht alle Frauen wie irgendwelche Laufstegmodels aussehen, wird auch früher der allgemeine Körperkanon nicht vom heutigen abgewichen sein. Ein gutes Beispiel sind die hellenistischen und später Renaissance-Kanons zur Darstellung des Menschen, die auch heute noch den Großteil der Menschen umfassen.

Gut, dass im Reenactment keine Larp-Verhältnisse herrschen ... dort gibt es die Phänomene der fetten Elfen uns 2-Meter-Zwerge oder adipöser Vampire ...

Thorsten

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Eintrag #3 vom 26. Mrz. 2008 10:38 UhrWolfgang Ritter Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSchöheitsideale

Ich bin mir nicht sicher, was Du meinst bzw. welche Konsequenzen Du ziehen würdest. Bei den Veranstaltungen an denen ich teilnehme, wird etwa moderner Körperschmuck - sprich Piercings und moderne Ohrringe etc. - abgenommen, Tätowierungen werden abgedeckt. Das halte ich für selbstverständlich, um das Bild nicht zu zerstören.
Wenn Du aber meinst, man solle sich von der körperlichen Verfassung z.B den Darstellungen de Epoche annähern, halte ich das für inakzeptabel. Was soll da die Konsequenz sein? Eine "gotische Figur" anhungern respektive einen barocken Wanst anmampfen? Mal abgesehen von der Fragwürdigkeit im Hinblick auf historische Stimmigkeit halte ich das für eine psychische Störung und nicht für gelungene Darstellung.
Grüße
Wolfgang

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Eintrag #2 vom 26. Mrz. 2008 10:35 UhrAndreas Pilz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtGanz einfache Formel

Schönheitsvorstellung != Realität .

Ich denke, das beantwortet die frage schon fast vollumfänglich.

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Eintrag #1 vom 26. Mrz. 2008 10:12 UhrThorsten Seifert Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSchönheitsideale und Wirklichkeit

Hallo

Wie sieht es eigendlich aus, sollte man sich bei der Darstellung an die,in der Zeit vorherrschenden Schönheitsvorstellungen halten?

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