Es zeugt schon von einer ganz besonderen Chuzpe, von einer nur wenige Einträge zuvor verlinkten Homepage ganze Seiten ohne Quellenangabe als seine eigenen Texte hier herein zu kopieren.
Krapp als Pulver in Wasser, bis das Wasser eine schöne rote Farbe hat, dann erhitzen auf 40 bis max. 50 Grad, Knochen rein, ein paar Stunden drinlassen, rausnehmen, abspülen, fertig.
Meiner Meinung nach am einfachsten ist die Färbung mit Bienenwachs. Wachs in einem Metallgefäß schmelzen, Knochen rein (wir machen das mit unseren Paternosterperlen) und Wachs erhitzen (am besten mit einem Gasbrenner, Campingkocher o.ä.), bis das Wachs zu brennen anfängt. Je nach Brenndauer wird der Knochen dunkelbraun bis schwarz, man kann weiterfärben (also das Wachs nochmal brennen lassen), wenn die Farbe zu hell sein sollte.
Die Gefahr eines Verbrennens bzw. Reißens ist dabei nahezu ausgeschlossen.
Rösten einfach in der heißen Pfanne ist möglich. Ich hab das mit Würfelrohlingen probiert.
Wichtig: die Pfanne darf nicht zu heiß sein, und die Teile müssen besonders zu Beginn ständig in Bewegung bleiben, sonst zerspringen sie durch die auftretenden Spannungen. Auch beim abbkühlen drauf achten das sie nicht sofort zu stark abkühlen, da sind mir auch schon welche gesprungen.
Je nachdem wie lange und stark man erhitzt werden die Teile von dunkelbraun bis schwarz, will man tiefes Schwarz erreichen ist natürlich das Risiko das sie verbrennen größer.
Durch die gleichmäßige Erwärmung ist die Färbung nicht nur oberflächlich sondern die Kleinteile rösten durch. D.h. sie sind innen nicht mehr weiß sondern zumindest braun. Wenn man also hinterher Verzierungen (Kreisaugen bei den Würfeln z.B.) anbringen will ist einfärben angesagt.
Das haben schon mehrere Leute, mit denen ich gesprochen habe, ausprobiert. Das waren in der Regel Paternosterperlen und ähnlicher Kleinkram, der keinen großartigen mechanischen Belastungen standhalten muß. Wenn ich mich recht erinnere, haben sie einfach in ner Pfanne geröstet. Man muß natürlich aufpassen, daß man nur dunkel röstet und das Zeug nicht bis zur Kohle verbrennt.
Wie gesagt, für genaue Tips am besten Martin fragen.
Eintrag #6 vom 11. Apr. 2008 10:29 Uhr
Andreas Pilz
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Ich kenn mich zwar mit der Knochenverarbeitung nicht so aus...
Aber mit Röstungen wäre ich da eher vorsichtig, da bei zu hohen Temperaturen die organischen Anteile Schaden nehmen können, und der Knochen dann an Elastizität und Stabilität verliert.