Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Über alle Jahrhunderte

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Eintrag #22 vom 27. Okt. 1999 08:42 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Indy, mit Kohte und Lederhose könntest Du Dich als Wandervogel ausgeben und runde 100 Jahre und mehr in einer Klamotte vereinen…;o) Gruß Ivo

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Eintrag #21 vom 26. Okt. 1999 23:37 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Hahahaduwolff, wenn meine NSU Max, Bj. 1955 fertig ist, dann bin ich der Halbstarke, der Dich in der Kurve vorm Dorfkino schneidet, so daß Deine Rüben vonner Ladefläche Kullern. Im Hintergrund fährt unsere Fregatte 1806 in die Abendsonne hinein (außer unseren Seekisten ist nix von uns an Bord) und im Vordergrund bete ich vor der Fechtschule 1475 und denke dabei an meinen Vorfahren “Haduwolff” der nur im Hemd (ber Serk) Eindringle im Kaufmannsladen verdrosch. Gleichzeitig werde ich von drei Jeeps auf meiner Fox “Schwarzwahre transportierend, eingezingelt und komme nicht mehr dazu Jo von unserer Protestaktion Sommer 1968 auf dem Schulhof (Hi Hi Hitzefreiii! statt: Ho Ho Ho Tschi Min) der Hansaschule zu erzählen (damit er ein a…. Szenario hat). Ahem, kennt jemand den Film ”Timebandits"? Was zieh ich bloß morgen früh an??? Worum gings da ?? Hilfeeee !! Wann bin ich? Hat mal jemand die Uhrzeit,..äh Datum?? Gute Nacht Hartmut

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Eintrag #20 vom 26. Okt. 1999 16:59 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr allen! Multikulti find ich gut!!! Grundsätzlich kann jeder ja alles darstellen, wobei ich bei WKII auch meine Probleme habe, nicht nur weil ich neulich das kriegsfotoalbum meines Großvaters mit Lazerettfotos von Rußland durchforstet habe. Dietrich hat Recht, der Soldat als solcher ist auf “mobilen” Veranstaltungen glaubhafter darzustellen, als der “Spezereienhändler”, aber ich könnte mit meiner Frisur wohl eher den Hippie in Woodstock, als den Landser vor Stalingrad glaubhaft machen. Aber wer stellt Jimi Hendrix dar?! Ich denke, wenn wir mehr Medien hätten, die z.B. Agincourt so darstellen, wie es wirklich war, würde auch keiner mehr einen Ritter “ernsthaft a” darstellen wollen. Da brauch ich mir nur die Zeltausstattung des “gemeinen” Veranstaltungsteilnehmers in Deutschland anschauen. (Respekt vor allen a CW Dackelgaregenschläfern!!!!!) Die Diskussion um Dixieklos, Sanis und Warmduschen könnte dann auch entfallen. Oder lassen sich WKII-Aspiranten dann auch mit a-Papierverbänden die Wunden verbinden? Ganz abgesehen davon (wie a es geht, hatten wir schon mal diskutiert, glaub ich…)ist eine “korrekte” Rekonstruktion von Klamotten wohl leichter, je “jünger” der dargestellte Zeitraum ist, da Schnittmuster, Stoffqualität und Ausrüstungsstücke eher kompatibel zu unserer Zeit sind. Ich bin eh der Meinung, daß jedes Depeche Mode Konzert als ein 80-er Jahre Reenectment durchgehen könnte und ich in Lederhose als Landei ausm Wald auf einer Multiperiod 50´s bis 90´s Veranstaltung auflaufen könnte (sogar mit Kothe!!!) P.S. Die Kothe heißt übrigens Kothe, weil die meisten damit Scheiße bauen
Indy

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Eintrag #19 vom 26. Okt. 1999 16:53 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Tach ihr Läßterköppe! Wenn man sich nicht in hohen Adelsgefilden bewegt, dann hat sich die Mode der einfachen Frau in der Zeit von 500 v. Chr. bis ca. 1300 n. Chr. relativ wenig geändert. Der einzige Unterschied ist, das man im HMA als Bäuerin nicht ganz so farbenfroh sein kann, wie als Keltin. Ansonsten habe ich von der ´a´ noch keinen anrantzer bekommen Mein Zelt sieht aus, wie ein weißes zu klein geratenes Ritterzelt. Gruß Aisling

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Eintrag #18 vom 26. Okt. 1999 14:38 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Ich war´s nicht! Ich habe nix gesagt! (Und mit den Klamotten schaffst Du das auch? Doppelstaun!)
Dietrich

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Eintrag #17 vom 26. Okt. 1999 14:33 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Hallo Aisling, da fetzen sich hier die Leute hier über die korrekte Anzahl der Apsiden-Dreiecke eines A-Zeltes und Du schaffst es mit einem Zelt einen Zeitraum von 1700 Jahren abzudecken? *staun* Steffi

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Eintrag #16 vom 26. Okt. 1999 12:33 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Tach zusammen! Eine überzeugte Keltin möchte sich auch zu Wort melden. Ich stelle normalerweise eine wolhabende Keltin ca. 450 v. Christus da, gehe mit meiner Gewandung aber auch ohne Probleme als wolhabende Bäuerin ca. 1250 n Chr. durch. Ich habe das Problem, daß die meisten Keltischen Veranstaltungen in Süddeutschland stattfinden und mir das viel zu weit weg ist. Bei eine Multikulti Veranstaltung bin ich immer als Keltin mit dabe aber bei HMA Veranstaltungen bin ich selbst bei absoluten ´a´ Sachen mit dabei, weil ich mit meinem Zelt einen Kompromiss gemacht habe, so daß weder im MA noch in der keltischen Zeit als un´a´ auffällt (zwei Zelte waren mir definitiv zu teuer). Gruß Aisling

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Eintrag #15 vom 26. Okt. 1999 09:56 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, uahahaha, herrlich, das Ganze, ich habe übrigens noch einen LKW Mercedes-Benz L3500 Baujahr 1955, also kann ich auch noch eine Zeit anfangen… Nun ja, da war doch mal was mit Mittelalter, oder gar Hochmittelalter. Welche Szene soll denn da zerfallen? Die der Kostümsäufer, der Marktgeldraffer, der Balihemdverkäufer, der Larpies oder gar der minimalhistorischen HM-Reenacter? Wenn ich an das Aufbegehren der Handwerker u. Händler denke, die am 1. Mai Touries fordern, um Geld zu verdienen, an das Gemaule der Kohtenbesitzer und das Grollen all derer, die halt kein HM machen, dann denke ich, es gibt keine “Szene”, sondern lauter Splitterchen. Wir jedenfalls werden ein Treffen mit den bekannten Eckdaten machen…
Euer Haduwolff

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Eintrag #14 vom 26. Okt. 1999 08:41 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Und was ist mit den 60iger Jahren??? Da haben wir wirklich Probleme. Gerade jetzt wo Austin Powers im Kino läuft, kommen auf jede Beat-Veranstaltung mindestens 10 als Austin gewandete Freaks und schmeißen sich mit LSD voll. Dabei haben die gar kein Hintergrundwissen und können nicht mal Beatlesmania buchstabieren. Dann bin ich noch in einer 70iger Jahre Gruppe, da wir eine bestimmte Epoche genauestens rüberbringen wollen, haben wir uns auf den Zeitraum 12. Juni 1976 bis 12. Juli 1976 geeinigt, es darf z.B. nur Musik gespielt werden, die da gerade in der (deutschen) Hitparade zu finden war. Als wir neulich in Kreuzberg eine Hausbesetzung nachstellten, fanden das die Besitzer (ehemalige Besetzer) gar nicht lustig und hetzten uns die Cops auf den Hals und so a. wollten wir es dann doch nicht so mit Wasserwerfer und so. Keine Macht für Niemand! Wir haben es natürlich auch leicht, da man auf jedem Flohmarkt den authentischen Kram hinterhergeschmissen bekommt. Frage (und die ist ernst gemeint): hat noch jemand so eine LED-Uhr mit roter Anzeige, die auf Knopfdruck 2 Sekunden leuchtet. Die würde ich Euch abkaufen. Besitze bisher nämlich nur billigen Nachbau mit LCD Anzeige und das ist nicht a. Yeah, Baby, Yeah! Alles groovy? Joachim das Blumenkind (´67)

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Eintrag #13 vom 26. Okt. 1999 08:35 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Hartmut. Amerikanische MP, ca. 1946? Kein Problem! Freunde von mir (die Münchener Mafia) haben zwei Willy´s Jeeps, einen Dodge Van, komplette Uniform und Ausrüstung inklusive MP- Zusatzabzeichen. Wo möchtest Du denn gestoppt und kontrolliert werden?
Dietrich der Soldatenvermittler (multitemporär)

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Eintrag #12 vom 26. Okt. 1999 08:28 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen. Diese Geschichte mit dem multitemporären Event scheint ja vielen echt am Herzen zu liegen. Nur- so etwas habt ihr doch längst. Jeder beliebige MA- Markt ist ein multitemporäres UND multikulturelles Happening! Was ich da schon alles gesehen habe….. Nein, ernsthaft. Wer jetzt schon anfängt, aus der Marktszene heraus eine solche Veranstaltung zu planen, macht m.E. den zweiten Schritt vor dem ersten. Zunächst einmal- hat die Planung eines solchen Events überhaupt was mit den Bestrebungen der HMA´ler zu tun, etwas “Eigenes”, Zusammenhängendes auf die Beine zu stellen, also: HMA organisiert für alle anderen Epochen ein großes Treffen? Damit wärt ihr dann zu früh dran, denn es GIBT noch keine zusammenhängende HMA- Szene. ODER geht diese Bestrebung von den Marktlern aus, also: Mittelalter allein zieht nicht mehr, wir machen jetzt eine Art Markt für alle? Das könnt ihr voll vergessen. Die Römer haben ihre eigenen Märkte, die brauchen nicht noch mehr davon. ACW und Napoleoniker wird man mit so was nicht aus dem Wald locken, jedenfalls nicht die guten, und was von denen vielleicht kommen würde, wollt ihr bestimmt nicht. Wie es mit den anderen Zeiten aussieht, kann ich nur mutmaßen, aber zu einem Markt werden wahrscheinlich nur die kommen, welche auch sonst zu Märkten gehen. Für eine Veranstaltung wie Kirby Hall oder Mourmelon braucht es Teilnehmer, die fest in ihrer Zeit (oder Darstellung) verwurzelt sind und keinerlei Angst vor Vergleichen haben müssen. Nur wenn ich ein WKII- Lager eindeutig von einem ACW- Lager unterscheiden kann, darf ich die beiden nebeneinander stellen. UND ich brauche einen potenten (Geld, Beziehungen und Nerven) Veranstalter; so wie English Heritage für Kirby Hall oder die Französische Armee für Mourmelon. Haben wir so was? Hallo Nina, das altbekannte Problem mit Zivildarstellungen ist jenes, daß Zivilisten in den seltensten Fällen und in keiner Epoche regulär in Zelten gelebt haben. Und die Darstellungsmöglichkeiten für Zivildarsteller sind auch eher eingeschränkt; was könnte ich z.B. als WKII- Zivilist ohne feste Unterkunft auf einer Veranstaltung darstellen- einen Flüchtling vielleicht? Und was tue ich da- den ganzen Tag mit Rucksack auf dem Buckel und verängstigtem Gesicht in der Gegend rumrennen? Etwas überspitzt gezeichnet, aber der Gedanke kommt rüber, oder? Was macht z.B. ein respektabler MA- Kaufmann im Heerlager? Waren verkaufen, klar. Welche Waren? Wo ist sein Wagen? Was tut er den ganzen Tag? Schachern? Mit wem? Schwierig, schwierig. Als Halmpartier habe ich diese Probleme nicht. Also: Militär ist einfacher und glaubwürdiger darzustellen als Zivil. In jeder Zeit.
Dietrich der Multitemporäre

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Eintrag #11 vom 26. Okt. 1999 08:01 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Jetzt oute ich mich noch zu meinen anderen Epochen: Bevor ich 1986 in Kaltenberg ein Schwert in die Hand nahm, besaß ich die komplette Seekiste (mit Inhalt) eines Matrosen 1812! Leider bin ich am Elbeufer damit vereinsamt! Kannte Dich nicht, Haduwolf! Gut, SMA und Napoleonik ist klar (hallo Dietrich). WW 2 bekomme ich mit mir selber Schwierigkeiten. Es ist Zeit, diese Epoche zu entmystifieren. Dann wird diese Zeit für “fragwürdig Rechtslastige” weniger attraktiv (meine These). Ich trau mich aber definitiv nicht! (wenn ja, dann Kradmelder!!!! Oder Zweiradmechaniker!!) Mich interessiert, ganz dicht bei, die frühe Nachkriegszeit! Die stelle ich auch dar. Mit NSU-Fox und Anhänger hinten dran auf dem Weg zum Wahrentausch, leicht kriminelles organisieren von Ressourcen des täglichen ßberlebens. Habe aber wenig “Mitspieler”. Wer stellt amerikanischen Militärpolizisten da? Wer den Großhändler/Schieber? Ansonsten ist ein Display über die Jahrhunderte hinweg (“Timetunnel”) ein reizvolle Idee! Hartmut

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Eintrag #10 vom 25. Okt. 1999 18:55 Uhr Nina Reckefuß   Nachricht

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Hi, fuer mich ist reenactment immer dann interessant, wenn moeglichst viele Facetten einer Kultur dargestellt werden. Alas im HMA nicht nur Ritter, in WWII nicht nur Militaer,kurz gesagt. In Kirby Hall, wo ich dieses Jahr dank Lonon- Aufenthalt aufgeschlagen bin, ist mir dazu aufgefallen, dass prinzipiell mehr Militaer dargestellt wird, je spaeter die Epoche ist. Ruehmliche Ausnahme: Elizabethans, 17 Jhd (hoffe, ich habe mich nicht verrechnet), die ausschlieslich zivil waren. Aber Richtung WWI und WWII, sowie DDR-Grenzer (alles dagewesen), ist es ausschliesslich militaerisch, und daswar es wohl auch, was bei mir gerade bei WWII so ein mulmiges Gefuehl hinterlassen hat. Genausowenig wie die Wikinger nur aus kaempfenden seefahrenden Maennern und das HMA nur aus Rittern und Burgfraeuleins bestanden haben, genausowenig hat 1939-45 nur Soldaten gegeben. Wenn sich WWII auch ein bisschen der Zivilisten annehmen, wird es nicht nur runder, das mulmige Gefuehl verschwindet vielleicht, wenn man die Epoche als Ganze versucht darzustellen. Bis dahin ist WWI und WWII fuer mich baeh, egal auf welcher Seite. Nina

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Eintrag #9 vom 25. Okt. 1999 17:42 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, tja, nun oute ich mich auch mal. Der böse, böse Haduwolff, der finstere Oberhochmittelalterliche lebt, denkt und fühlt auch nicht nur mittelalterlich. Alle Zeiten haben ihre Geschichte, ihren Reiz und auch etwas abstossendes. Fürs 17./18.Jhdt. könnte ich schon schwärmen, so in Richtung Seekrieg, zumal Marine neben dem Mittelalter mein Hauptbetätigungsfeld ist. Auch wäre Seeoffizier der Confederated Navy, entweder auf einem Ironclad (Panzerschiff) oder Kaperkreuzer à la CSS Shenandoah oder CSS Alabama eine Rolle im Reenactement, die mich reizen würde, zumal ich auf Großseglern zu Hause bin und viele Meilen unter dem Kiel habe. Doch zurück zu den Veranstaltungen. Ein großes Multiperiod-Reenactement in Deutschland aufziehen, das wäre Klasse. Von den Römern bis heute…nun gut, wir habe da ein Geschichtsloch, erworben durch die Irrsinnigkeiten einiger unserer (Groß)-Eltern, das durch den Unfug der Erbschuld der Kindeskinder nicht so leicht zu überwinden ist. Vielleicht können wir lernen, mit unserer Geschichte zu leben, und uns selbst etwas zu vergeben, was in den meisten Ländern uns verziehen (aber nicht vergessen) ist. Nun schwärme ich mal etwas, und zitiere einen Satz eines alten Freundes: “…wer sich seiner eigenen Geschichte und Herkunft bewußt ist, muß sich gegenüber anderen Völkern und Kulturen nicht als besser hinstellen, sondern kann lernen und austauschen!” Ja, das war sehr unrealistisch, zugegeben. Also, ein großes Festival mit vielen internationalen Gästen wäre etwas ganz schönes. Seit Anfang des letzten Jahres suche ich mit Interessierten zusammen nach einem Gelände, das so ein Treffen längerfristig verträgt. Nein, ich habe keine Kreide gefressen, diejenigen, die mich immer angreifen wegen der Trennung der Zeiten brauchen keine Hoffnung bekommen. Reenactment ist für mich die weitestgehende Darstellung EINER gewählten Epoche. Nicht aller Durcheinander. Und was den Qualitätsanspruch angeht, so ist da in der MA-Szene recht wenig geboten, auch uns selbst eingeschlossen. Wir fangen erst an, Living History zu begreifen, in diesem geschichtslosen, rückständigen Land. P.S., wir suchen für nächstes Jahr einen Juden (13.Jhdt!) auf dem Markt als Geldwechsler. Kann man das in Deutschland…?!?
Euer Haduwolff

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Eintrag #8 vom 25. Okt. 1999 16:57 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Holger Schau auch mal in der Thread 290 / Blick über den Zaun. Da findest Du schon ähnliche Informationen. 1))
Hilmar (Henricus vom Raam)
1) (Jetzt gibts bestimmt wieder Prügel für den bösen Hilmar, der so einen Hinweis schreibt.

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Eintrag #7 vom 25. Okt. 1999 16:45 Uhr Ralf Martin Kloiber   Nachricht

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Hallo, Holger, zur Frage nach den verschiedenen Zeiten: soweit ich informiert bin, gibt es eine Gruppe, die die beruehmte Kavallerie des Takeda-Clans darstellt; dieser Clan beherrschte die ost-japanische Provinz Kai und wurde im 16. Jahrhundert von den Feldherren Oda Nobunaga und Tokugawa Iyeasu, dem Vater der japanischen Frühmoderne, vernichtet (ja, ja, die Schusswaffen). Ich meine, einen Termin von dieser Gruppe in einem aelteren Karfunkel gelesen zu haben.. viele Gruesse
Radolf von Fiedenheim

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Eintrag #6 vom 25. Okt. 1999 15:14 Uhr Grobe Michaela   Nachricht

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test
m.

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Eintrag #5 vom 25. Okt. 1999 14:52 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Tach zusammen, Dietrich hat ganz recht, ich denke, wenn man sich für die Vergangenheit also Geschichtliches interessiert, dann meist auch für mehrere Epochen. Das geht mir ähnlich, ich interessiere mich für fast alles, was damit zu tun hat, von Archäologie über Prähistorik bis hin zur aktuellen Situation der Menschheit im Vergleich zu früher (und damit ist ja schon die Zeit vor bloß 50/60 Jahren gemeint, die komplett anders war). Das macht ja unser Hobby auch aus, es ist lebendige Nachempfindung in jeder Hinsicht. Ich denke, daß es fatal ist, die Leute unserer Szene als Träumer oder Fantasten abzutun, es ist eine Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte. Alleine die Zeit, die man mit Recherchen verbringt, zeigt doch, wie intensiv man sich freiwillig damit beschäftigt. Und wieviel man immer wieder lernt ist erstaunlich. Ich denke, je technischer die Umwelt desto größer das Interesse an der Vergangenheit. Und das nicht nur in Hinsicht auf die ´gute alte Zeit´, denn das sie das nicht war, wissen wir ja. Faszinierend ist wohl eher das Auskommen mit einfachen Mitteln, was wir heute kaum noch nachvollziehen können. Das trifft sowohl aufs MA zu als auch auf andere Epochen der Vergangenheit.
Tina alias Arngard von Brunswiek, Grevin zu Valkenborn

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Eintrag #4 vom 25. Okt. 1999 14:42 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Holger, ich selber habe mein Interesse primär im Mittelalter angesiedelt, doch glaube ich durchaus, daß es möglich ist, mehrere Zeiten “gut” darzustellen. Wie schon Dietrich ausgeführt hat, hägt es eher mit der augenblicklichen Interessenlage zusammen, wieviel Zeit man in die eine oder andere Zeitspanne investiert. Ich selber habe z.B.in der letzten Zeit mein primäres Interesse auf das SMA (1340 - 1360) gelegt obwohl ich schon seit ein paar Jahren HMA (ca. 1180 - 1220) in der SCA mache. Das hindert mich nicht z.Zt. mir eine FMA Ausstattung zusamen zu bauen (Mein Sax is´ fertig!) und mein Auge ins spätere SMA zu werfen (Ich habe immer noch das westfälische Aufgebot vor Neuss im Kopf und Hartmuts Gambeson im Schrank.) Ich glaube durchaus, daß ich zumindest die Darstellung in vernünftiger Qualität hinkriege, auch wenn ich nicht immer gerade dei Megaahnung von sächischer Geschichte o.ä. habe. Es kommt halt auch imemr darauf an, was man darstellen will. Muß es immer Graf Koks sein, wird die Ausrüstung teuer, ist man auch mit einem einfachen Menschen zufrieden, kann´s auch relativ preiswert sein. Verschiedentlich kann Qualität auch einfach ´ne Frage des Preises sein. Würde ich Wiki machen wollen, so könnte ich ohne viel Mühe mir einen Großteil der Ausrüstung zusammen kaufen, da es dort schon gute Quellen gibt. ßhhnlich sieht´s mit SMA zur Zeit der Burgundischen Kriege aus. Hier kannst Du ohne viel Eigenaufwand schon eine recht gute Darstellung hinkriegen, wenn Du denn die Kohle hinlegen willst. Zu den Tabuthemen hat ja Dietrich schon einiges gesagt. Ich denke mir hier in Deutschland sind wir noch nicht so weit uns an WWII-Reenactment zu machen (Außer vielleicht - wie von Dietrich beschrieben - im musealen Rahmen). Auch denke ich mir WWI wäre hier ziemlich schwierig. Unsere britischen Nachbarn sind da um einiges schmerzloser (aber sie sind ja auch nicht die “bad guys” gewesen). Ich glaube hier würde es Zeter und Mordio geben, wenn es Reenactoren gibt, die - wie in GB existent - DDR-Grenztruppen von 1954 - 1989 darstellen. Ansonsten gibt es natürlich bevorzugte Rollen. Ich persönlich würde auch keinen Franken darstellen (eine Frage des Lokalpatriotismus). Auch würde ich mich im Englischen Civil War auf die Seite Cromwells schlagen oder im American Civil War Konföderierter sein. Aberdas aht weniger mit Tabuisierung als mit persönlichen Vorlieben zu tun. Bis dann Thorsten

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Eintrag #3 vom 25. Okt. 1999 13:57 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Holger. Civil War reicht nicht; ich hänge auch noch in der Napoleonik rum (aktiv) und habe Klamotten für FMA, HMA, römisch, 2. Hälfte 18. Jhd. und 1848. Klamotten im Sinne von: Einfache, aber originalgetreue Kleidung dieser Zeit. Soll heißen, ich kann jederzeit auf eine Museumsveranstaltuing/römisch gehen, ohne unangenehm aufzufallen. Wieviele Epochen Du machen “kannst”, hängt immer davon ab, wieviel Arbeit und Zeit Du investieren kannst und willst, um sie darzustellen. Und es ist immer eine Zeitfrage; was tun, wenn an einem Wochenende parallel eine gute MA- und CW- Veranstaltung läuft? Oder wenn man noch andere Hobbys hat? Ich stecke in dieser Geschichte jetzt seit 12 Jahren und behaupte von mir, daß ich CW, Napoleonisch und SMA GUT mache und vom Rest wenigstens etwas Ahnung habe. Allerdings habe ich auch schon gemerkt, daß ich für mich selber Schwerpunkte setze; mal interessiere ich mich mehr für´s SMA und tue dann auch mehr, mal gebe ich dem CW den Vorzug, oder ich lese mich verstärkt ins HMA ein. Alles gleichzeitig gleich intensiv zu betreiben ist schwer; vielleicht sogar unmöglich. Ob es Zeiten gibt, die man meiden SOLLTE- keine Ahnung. Hängt wohl von der persönlichen Ekelschwelle ab. Es gibt einige Dinge, die ich nicht täte; karolingischer Franke, napoleonischer Franzose, Mitglied der Verfügungstruppen. Solche Sachen eben. Militärisch hört es für mich so um 1870 auf, interessant und für mich darstellungswürdig zu werden. Aber man verändert sich; vor 10 Jahren habe ich entrüstet abgelehnt, als mir ein Amerikaner in Virginia anbot, bei einem D-Day- Reenactmnent als deutscher Landser mitzumachen. Was Amerikaner und Engländer übrigens nicht verstehen; für die ist der 2. Weltkrieg genauso Geschichte wie der 2. Kreuzzug und damit darstellungswürdig. Mittlerweile bin ich fast so weit, auch einen Soldaten des 2. Weltkrieges darzustellen; nicht beim Gefecht, das ist uninteressant, aber vielleicht als “Kleiderpuppe” oder um interessierten Zuschauern etwas über die Zeit zu erzählen. Der größte Teil der Zeitzeugen ist mittlerweile tot, und wenn sich niemand drum kümmert, wird die Geschichte des einfachen Menschen dieser Zeit verlorengehen. Also: Für mich persönlich- Landser ja, KZ- Wache nein. (Die gibt es übrigens in England. Bäh!)
Dietrich

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