Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) "Wangenloch" bei Axt

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Eintrag #6 vom 13. Jun. 2008 13:54 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAufhängen...

Bei Werkzeugen mag ich das gerne glauben, bei Waffen im allgemeinen und endgültig dann bei den Falchions würde ich es stark bezeifeln.

Und prinzipiell würde ich davon ausgehen, daß die Löcher an Falchions und Äxten, ob der gleichen Anordnung auch dem gleichen Zweck dienen.

Zu Guter letzt sind die Löcher oftmals zu klein, um dieser Aufgabe sinnvoll nachzukommen, und eine Gruppierung wäre dann auch nicht nötig.

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Eintrag #5 vom 13. Jun. 2008 13:49 UhrGeorg Mackowiak Profil

nach oben / Zur Übersichtob's hilft?

Ob es hilft, weiß ich nicht, aber vielleicht tut es das ja:
ich kenne Löcher im Blatt von Beilen aus den Bergmannsbeilen. Mein Opa hatte so eines "von der Arbeit mitgebracht".
Der Grund für diese Löcher war so simpel wie naheliegend: daran konnte man das Beil überall aufhängen.
Wie das und ob das bei historischen Beilen war, weiß ich nicht.
Klingt aber sinnvoll. Was "im Pütt" sinnvoll war und im Keller bzw im Stall sinnvoll war, war sicherlich auch vor Jahrhunderten genauso sinnvoll. Ist natürlich nur Spekulation, was frühere Jahrhunderte angeht, klar.

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Eintrag #4 vom 13. Jun. 2008 09:00 UhrChristopher Vila Profil

nach oben / Zur ÜbersichtFür Russland

Hi,
also für Russland habe ich Funde von Äxten mit einem Loch. Über den Zweck kann man wie schon gesagt spekulieren. Eine Theorie die ich mal gelesen oder gehört hab, weiß grad nicht mehr, war einen Stofffetzen hindurch zu ziehen der mit Gift beträuft war.
Gruß
Chris

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Eintrag #3 vom 11. Jun. 2008 15:01 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtLöcher.

Ich kenne schlichte Bohrlöcher in Richtschwertern und -äxten, sowie - im Vergleich seltener - aus diversen Waffen.
In Gleven, aktuell hab ich im Alexanderroman (Mitte 14.) Falchions gesehen, die vier Löcher unter dem Knick hatten, und noch ein paar andere Beispiele.

Für formbildende Muster, also Kreuze u.a., kenne ich selbst ad hoc keine Belege.

Über den Sinn wird viel spekuliert, überzeugen konnte mich bislang kaum eine Deutung.

- Die Gewichtsersparnis ist meines Erachtens zu gering, um den Aufwand zu rechtfertigen, hier erscheinen mir Hohlkehlen als sinnvoller.

- Bei Richtschwertern kenne ich noch die Deutung, daß Blei durch die Löcher gehämmert wurde, um sie kopflastiger (muharr, Wortwitz) zu machen, und so das Durchtrennen des Halses zu erleichtern. Da frag ich mich, wozu der Aufwand gut sein soll, da ein Richtschwert immer nur diesen einen Zweck hat, warum also nicht gleich entsprechend austariert.

- Eine andere Deutung ging in Richtung "Vater, Sohn, Heiliger Geist", also quasi ein Segenswunsch, allerdings habe ich nun auch Stücke mit 4 Löchern gefunden.

Was besseres habe ich aber auch nicht anzubieten.

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Eintrag #2 vom 11. Jun. 2008 14:20 UhrNiels Mertens Profil

nach oben / Zur ÜbersichtWerkzeuge des Scharfrichters?

Mir ist da so was in Erinnerung, dass die Handwerkszeuge der Scharfrichter durch so etwas wie drei Loecher in der Klinge gekennzeichnet wurden, kann es so etwas sein?

Wenn es von Belang ist, frag mal den guten Mann hier:
www.scharfrichter.org

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Eintrag #1 vom 11. Jun. 2008 13:09 UhrIngo Ludwig Profil

nach oben / Zur Übersicht"Wangenloch" bei Axt

Nachdem die Suchfunktion nichts ausgespuckt hat und auch Google sich dazu ausschweigt hier einmal die Frage in die Runde:

Bei einigen Äxten, die im "Mittelalterhandel" angeboten werden befinden sich einzelne oder mehrere Löcher, z.T. auch in Kreuzform angeordnet im Axtblatt. Bei einem anbieter laß ich die Bezeichnung "Wangenloch", konnte aber darüber nichts in Erfahrung bringen. Sind diese Löche auch bei historischen Äxten zu finden oder sind sie reine Fantasieprodukte moderner Schmiede. Welche Funktion könnte damit verbunden sein? Bei modernen Küchenmessern finden sich ja auch oft viele solcher Löcher, den Herstellerangaben zufolge um ein Verkleben der Klinge mit dem Schnittgut zu verhindern (zumeist wenn es um Käse geht) - doch gilt dies auch für Äxte?

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