Ohne entsprechende sportmedizinische Datenlage können wir nicht sagen, ob 3×2 Minuten Kampfzeit zu lange sind, doer nicht. Das Argument mit der “mangelnden Kondition” ist dabei eher unterzuordnen, es gibt garantiert in jeder Kampfsportart Wettkämpfer, die konditionell über die offizielle Kampfzeit hinaus kämpfen können. Die Zeitbegrenzungen wurden aber oft gewählt, um ein entsprechendes Risiko, das sich aus der körperlichen Belastung ergibt, für beide Kontrahenten zu minimieren.
3 x 2 Minuten Kampf ist Standard in den normalen Wettkämpfen vieler punktorientierter Kampfsport-Arten. Ich selber habe in dieser Art jahrelang Vollkontakt und Semi-Kontakt auf offenen Turnieren und beim Kickboxen gekämpft. Meine Erfahrungen mit Rüstungskampf beziehen sich auf die SCA, die ja auch Vollkontakt-orientiert ist, sich aber nicht so weit unterscheiden sollte.
Die Belastung im Kampfsport ist ähnlich, wenn nicht noch stärker, als im berührungsarmen Kampf mit Stahlprügeln, da naturgemäß eine Menge Treffer durchgehen und an der Kondition arbeiten. Meine Meinung ist: wenn man nicht mal fähig ist 3 x 2 Minuten (mit Pausen zwischen den Runden) zu kämpfen, sollte man schleunigst etwas an seinem Trainingsstand tun, um nicht sich selber oder andere durch fehlende Kondition zu gefährden.
3×2 minuten hört sich lächerlich an, aber das geht, wenn du durchgängig eins gegen eins kämpfst, selbst beim reenactmentfechten deutlich auf den waffenarm. wenn der dazu noch trefferzone ist und du zwei oder drei treffer auf den unterarm einstecken musstest, wird der arm spätestens in der dritten runde verdammt schwer. probiers einfach mal aus.
natürlich kannst du dir deine kraft auch einteilen. das geht aber nur, wenn der gegner es zulässt. agiert er viel, musst auch du viel agieren und das belastet. ausserdem führt ein übertriebenes einteilen der kräfte in einer kampfsportart, die so das nach begünstigt wie das reenactmentfechten, zu sehr statischem kämpfen und ewigem sich gegenseitigem belauern. das kann weder im interesse des fechters sein noch im interesse irgendwelcher zuschauer.
voll gerüstet, vollkontakt ist was anderes als 6 minuten linefight nach kodex belli 40 gegen 40. bei ca 40 gegen 40 linefight bekommt man in 6 minuten etwa 3-5 durchgänge hin wenn man sich beeilt.
für die die früh drauf gehen ist das ne kampf zeit von 1-2 minuten. die die net so flott verrecken kämpfen, je nachdem ob sie eher aktiv oder passiev kämpfen vielleicht 3-4 minuten.
wenn man die zeit zum dikutieren, neuaufbauen etc. abzieht bleiben vielleicht 4 minuten kampfzeit.
Warum sind 3×2 Minuten deiner Meinung nach zu lang?
Ich denke das man, wenn man schon eine Art Sport betreibt, diese Leistung haben sollte. Beim training ficht man ja auch nicht blos 6 minuten und hört dann auf.
O.K. es kommt drauf an wie man ficht bzw wie man seine Kraft einteilt, aber die 3×2 minuten sollten schon drin sein wie ich finde(persönliche Meinung)
Der Slogan “1000 Jahre Fulda” suggeriert, dass die Zeitspanne von vor tausend Jahren bis heute gemeint ist. Wenn Du eine Mittelalterveranstaltung im Zeitrahmen von 1250 bis 1350 in Nürnberg durchführen wolltest, würdest Du dann titeln: “100 Jahre Nürnberg” Und im Ernst erwarten, die Masse der Passanten würde nicht sofort an “1909 bis heute” denken?
… eine Abbildung eines Karolingischen Schildes gesehen, das sind keine einfachen Rundschilde, sondern Konkav Gewölbt und mit den Zuckerhutschildbuckeln.
Ein normales Schauprügeln mit solchen Schilden hätte einige Verletze zur Folge.
Damit sich der Veranstalter mal ein Bild von der Zeit machen kann, sollte er sich mal diese Handschrift von 820 ansehen
Geschichte, so wie man sie braucht. Ist ja nicht so schlimm, wie sich es anhört. Ich verstehe nur das Pochen der Veranstalter auf einen nicht existenten Anspruch nicht. Nennt es doch, wie es ist und alle hier sind zufrieden..
Dann mal viel Glück ob ihr überhaupt Darsteller für das 8/9. Jhr. bekommt, da gibt es nicht viele und die Paar sind eher Wahrscheinlich an einer Veranstaltung mit Qualität statt Quantität interesiert.
liegt das - schwerpunktmässige - 8. Jhd ausserhalb der angegeben 1000 Jahre Fulda. Zumindest wenn Ihr von heute an zurück rechnet. Nur für den Fall, dass das Euch noch niemand gesagt hat.
Eine der häufigsten Fragen ist, warum wir unsere Veranstaltung vom 26.-28.6.2009 ausgerechnet “1000 Jahre Fulda” nennen:
Eigentlich sind nunmehr über 1200 Jahre vergangen, seit diese historischen Ereignisse den Weg für unsere heutige Zukunft bereiteten. Wir, die Veranstalter, haben aber bewußt den Zeitraum von 1000 Jahren Zeitgeschichte gewählt, weil genau diese Zeitspanne, nämlich von der Karolingerzeit bis zum Barock, darstellerisch vertreten sein soll.
Als eingebürgerten Vogelsbergern ist uns selbstverständlich die große Bedeutung des Barock in Fulda bekannt und soll darum mit eingebunden werden.
Inhaltlicher Schwerpunkt unserer Veranstaltung ist das 8. Jahrhundert und die Verleihung des karolingischen Königsschutzes an die Klostergründung Eiloha, wie Fulda früher genannt wurde. Erst mit dem Sieg über den Herzog Widukind und die “heidnischen” Sachsenstämme im späten 8. Jahrhundert konsolidierte sich die ßra des Christentums in Mitteldeutschland.
Tanzgruppen oder historische Vereine, die in den entsprechenden Kostümen der genannten 1000 Jahre kommen oder sogar mitwirken möchten, sind herzlich willkommen und werden gebeten, sich anzumelden.
Um mal von der sich im Kreise drehenden A-Ambiente Diskussion wegzukommen. Ich habe mir eure Regularien für das Fechttunier angesehen und mit mehreren Fechtern diskutiert, die das insgesamt gesehnen für eine gute Idee halten.
Dennoch möchte ich folgendes zu bedenken geben:
1. Der Kampf ist unserer Ansicht mit 3 * 2 Minuten zu lang. Ich schätze, dass mehr als die Hälfte der Kämpfer vor der dritten Runde vor Erschöpfung aufgeben werden, bzw Unfug machen um trotz der Erschöpfung noch zu gewinnen.
2. Ein Preisgeld ist natürlich eine gute Motivation, vielleicht jedoch eine zu starke. Ich habe in Wolin gekämpftund mich mit den Russen im Brückenspiel geschlagen, jedoch befürchte ich, dass deine Veranstaltung verletzungsträchtiger sein könnte.
Dennoch bleibt es wie gesagt ein interessanter Ansatz und ich denke, dass ich teilnehmen werde.
Stellt euch vor, wir schreiben das Jahr 774 und die Strukturen des römischen Reiches sind in Bewegung. Eine wogende Front zieht sich durch Mitteleuropa: im Licht der Sonne herrscht das römische Recht und im Schatten der Nacht leben die alten Stammesbräuche.
Die Mächte im Süden und Westen, geführt von König Carolus unter dem Segen des Papstes, arbeiten daran, ein großfränkisches Reich Deutscher Nation errichten, regiert durch die Herrschaftsgebiete kaisertreuer deutscher Fürsten.
Im Norden und Osten sträuben sich die sächsischen und slawischen Stammesfürsten aus gutem Grund gegen die Unterwerfung durch die christlichen Eroberer.
Im Grenzgebiet der rivalisierenden Mächte liegt die Klostersiedlung von Eiloha, heute Fulda genannt. Dies ist das Bild, welches den Hintergrund für unser Eventszenario bietet:
Abt Sturmius erhält von König Carolus “ den man später Karl den Großen nennt - den Königsschutz für seine Abtei in der buchonischen Gau Eiloha. Anläßlich einer Heerschau wird ihm das Dokument von einem Paladin des Königs überreicht.
Die Heerschau soll die eingeladenen Sachsenführer beeindrucken und Frieden stiften”|..
Die Zeit der Ritterturniere liegt noch in ferner Zukunft. Die Infanterie benutzte Pferde hauptsächlich als Transportmittel und kämpfte Mann gegen Mann zu Fuß.
Was ist eine Heerschau?
Die mittelalterlichen Ritterturniere entwickelten sich aus den Heerschauen der Antike und des Frühmittelalters. Der kampffähige Heerbann eines Fürsten wurde im Frühling nach der Winterruhe zusammengerufen, um Ausrüstung und Kampfbereitschaft zu überprüfen.
Der Kampf aus dem Sattel heraus war noch weitgehend unbekannt, die Krieger kämpften zu Fuß. Die Männer trainierten gemeinsam die Kriegsdisziplinen Schwertkampf in Formation und Mann gegen Mann, Bogenschießen, Axt- und Speerwurf.
Durch diese Kampfspiele konnten lokale Rivalitäten bereinigt werden, denn die einzelnen Kriegsführer konnten die Kampfstärke der Konkurrenten im Vorfeld einschätzen.
Manchmal genügte schon ein Zweikampf der Champions, um eine Streitfrage zu entscheiden.
Im Rahmen der Heerschau steckte man ein Areal mit ßsten ab. Da der schnellwachsende Haselstrauch weit verbreitet war, wurde das “Haselfeld” zum Synonym für einen Kampfplatz.
Innerhalb dieses Kampfplatzes konnten benachbarte Stämme freundschaftliches Kräftemessen austragen oder es wurde auf Leben und Tod gekämpft (man kann diese Einrichtung gerne als Vorläufer des heutigen Fußball betrachten).
Mit entscheidenden Zweikämpfen für das Stammesschicksal verhinderte man das sinnlose Töten von Menschenleben, die als Arbeitskräfte auf ihren Feldern dringend gebraucht wurden.
Dieses historische Szenario ist der Hintergrund für die geplanten Schwertkampfmeisterschaften in Fulda. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung aus der Schwertkampfszene.