Militärdecken sind oft z.B. mit Mottenschutz behandelt und stinken dann, ich habe mal eine alte BW-Decke verarbeitet, die roch zwar nicht, war dafür aber so locker verfilzt, das die Nähte ausgerissen sind.
Bei einem Rechteckmantel fallen natürlich die Nähte weg, schau doch einfach mal bei Raer nach Decken, die kannst du dann wenigstens in die Hand nehmen und beschnuppern
Ich habe mich mal bei dem Hr. Stenner gemeldet und auch ein Musterstück bekommen.
1000gr/m² Loden in Naturgrau.
Naja, ich würde sagen das ist kein Loden sondern Industrie-Filz(von der Stabilität) her.
Ob das für einen Mantel geeignet ist kann ich nicht ganz sagen. Meiner meinung nach ist das schlicht zu schwer und für Bekleidung(auch wenn es um einen Mantel geht)nicht sooo gut geeignet.
Preis ist 29.80€ pro laufenden Meter bei einer breite von 150cm.
Einfach ne Mail hinschicken, was man sucht, und sich auf die Stoffproben freuen.
Die Auswahl ist sehr gross, wechselt aber immer wieder. Daher könnte es sich lohnen, wenn nix da ist, vielleicht mal nach 4 Wochen nochmals anfragen, oder einfach sagen, dass man um Proben bittet wenn was rein kommt.
Ich kann es sehr empfehlen.
Wer nicht unbedingt auf Naturgefärbt wert legt, also mit Farben die nur so aussehen, aber heute industriell gefärbt wurden, kann gut zugreifen.
Aber auch naturweiß und ungefärbt, sowieso naturfarbene Wollstoffe sind immer wieder zu erhalten, und das zu sehr guten Preisen.
Achja… Er freut sich, wenn ihr die Proben die ihr nicht mehr braucht zurück sendet.
Woher, wenn ich fragen darf, hast du denn diese schweren Lodenstoffe? War bestimmt teuer, oder? Da wo ich nachgeschaut hab, war schwerer Loden 750g pro Laufmeter, mehr gibts da nicht!
Von Futter habe ich keine Ahnung. Da ich es noch nie gemacht habe. Ich habe zwei Mäntel. Der eine aus 800 gr/m² und der andere aus 1.045 gr/m². Ich nenne den letzteren auch liebevoll: “Meine Pferdedecke”.
Ich muss dir widersprechen Alexander. Im welschen Gast (Bayern 1256) sind mehrer Personen mit einem Halbkreismantel dargestellt. Teils offen, dteils vorne geschlossen, teils mit sichtbarer Fibel.
In einem franz. Psalter aus Frankreich (Morgan Lib G2 Fol 125v) sind kirchliche Personen mit Mantel und Kapuze dargestellt.
Das gleiche in G42 Fol 173v aus England, wohl Oxford. Kirchliche Personen mit Mantel und Kapuze.
Das gleiche bei M153 fol 147r und M729 fol 3r aus Frankreich.
Alles kirchliche Personen.
Was bäuerliche Darstellungen angeht, so hat dieMorgan Library viele Kalendare, die in ihren Szenen der jeweiligen Monate Bauern darstellen.
Ich würde für eine bäuerliceh Darstellung zu einer Cappa raten. Bei einer anderen Darstellung, wenns Geld da is, dann Halbkreismantel mit extra Gugel.
Diese Bauern tragen dort meist eine Cappa mit Kapuze. Keine Mäntel.
Es geht um einfache Leute (etwas bessergestellte Bauern) im Norden Deutschlands, genauer im heutigen Ostfriesland, und zwar im Zeitraum ab 1280 bis etwa 1340.
Wir möchten uns beide einen Mantel herstellen und da kommt die Frage auf:
Waren an den Mantel genähte Kapuzen dort üblich, oder gab es nur Gugeln etc.?