Ich stelle einen karolingischen Panzerreiter und Beamten dar. Seltsam ist, für was mich selbst Leute aus de Szene alles halten. Römer, alls Wiki getarnter Römer, Hunne und Grieche, gut meine Sommergewandung ist etwas an byzantinische Vorbilder angelehnt ( war damals schwer in Mode ). Da ich erst jetzt ins Internet komme habe ich das Studtgarter Psalter und das Sanct Gallener Psalter als Vorlage genommen. Nach dem ich Bilder von Westfali im Netz geshen habe , konnte ich feststellen das ich im Prinzip richtig liege. Leider bin ich der einzige Karolinger, der sich im Rhein Main Gebiet sich rumtreibt.
Die Tochter Emma die Opa Karl in Seligenstadt wiedergefunden hat !!! “Selig sei die Stadt genannt….” und in der Schule habe ich gelernt dass auch Frankfurt (Main) seinen Namen von Opa Karl hat - war der auch mal an der Oder ?
Es scheint tatsächluich funkstille in der FMA-Szene zu sein was Franken, Thüringer, Bajuwaren, Chatten, Cherusker, Raetomanen, Burgunder et-al betrifft.
Wir sind die Gulimborst (sprich:Goldborsten) und sind eine Gruppe in der Schweuz angesiedelter Alamannen. Uns gibt’s noch nicht sehr lange (erst seit dem Jahr nach Lothar’s Sturm) doch wir sind schon ziemlich weit mit unserer Ausrüstung und haben schon diverse Besuche bei MA-Treffs abgestattet, Kontakte geknüpft (hallo, Sahnsotas!)und sind gerade dabei, unser Lager (Zelt, Haurat, suw.)zu recherchieren. Der letzte Besuch war inEllwangen beim Alamannenmuseumstag.
Es müssen ja nicht immer Wikinger sein. Viele FMA-Gruppem machen leider bei unseren nordischen Brüder halt, weil die halt serh gut dokumentiert sind. Aber wieseo denn? Wir sind ja nicht alle Nordländer. Die Briten sind ja völlig dem Angelsachsen-Fieber verfallen, also warum sollten wir Zentraleuropäer nicht auch unsere merowingische Zeit ausleben?
Also, ihr Sachsen, Thüringer, Franken, usw.: Wir freuen uns, euch kennen zu lernen, Infos auszutauschen, Tauschhandel zu betrieben, gegenseitige Besuche abzustatten, und das frühmittelalterliche Europa wieder zu erleben. Franken: Wir haben euch für Zülpich verziehen, OK?. Meldet euch.
Hi Sascha. Ich geb Dir völlig recht. Die Zeiten, wo Sachsen anhand eigener Fibelformen usw. von anderen ´Stämmen´ unterschieden werden konnten, sind im FMA längst vorbei. Bei meinen Recherchen hinsichtlich Kleidung/Tracht zeigt sich immer mehr, das es anscheinend zu dieser Zeit keine eigenständige Tracht gab. Die Unterscheidungen laufen eigentlich nur noch über die Bestattungssitte, Keramik (im sächsischen Kerngebiet in der Merow.-Zeit noch handgemacht, bei den Franken gedreht), und über die Hausformen (bedingt). Aber um mal etwas zu dem Begriff Sachsen zu sagen, mit dem wir hier so locker umgehen : Dieser Begriff ist nur mit äußerster Vorsicht zu gebrauchen, denn es gibt keine wirkliche Definition. Kein Archäologe und kein Historiker kann genau sagen, was Sachsen sind. Ein Stamm ? Ein Stammesbund ? Eine ethnische Einheit ? Oder eine politische Einheit ? Viele Dinge sprechen für das eine, viele für das andere, manche gegen alles. ´Sachsen´ definieren sich zur Zeit in der Wissenschaft nur über die Bestattungssitten und ganz wenige Kulturgüter, die in einem ziemlich großen Gebiet oftmals sehr ähnlich waren. Fest steht eigentlich nur, das der Begriff von Außenstehenden (Römern,Franken) gebraucht wurde, um Leute die in einem bestimmten Gebiet leben, zu benennen. In den Gebieten, wo sehr intensive Beziehungen zu Nachbarn bestanden, wird dieser an sich schon sehr unscharfe Begriff natürlich noch sehr viel weniger Brauchbar.
Hallo Thomas, geographisch-ethnische Differenzierungen gegen z.B. die Franken heraus zu filtern, wie Du es ansprichst, dürfte, wie ich kürzlich in Paderborn erfahren habe, auch einigermaßen schwierig werde. So wie ich mich entsinne, wurde vor allem das Beispiel Keramik genutzt, um zu verdeutlichen, wie eng der Austausch im Grenzgebiet bis Ostwestfalen war. Auch sind sich die Damen und Herren Forscher offenbar nicht so ganz sicher, ob denn nun mehr Franken oder mehr Sachsen im Gebiet gelebt haben, auch wenn das Gebiet bis zum Ende des 8. Jh. nicht zum Frankenreich gehörte. Mehr dazu kannst Du im Ausstellungskatalog zu “799” finden. Sicher ist jedoch auch, daß es Dialektunterschiede gab. Das hat man an frühen Texten im Kloster Werden an der alten sächsisch-fränkischen Grenze festgestellt. Ich gehe allerdings mal davon aus, daß niemand die alte Sprache wiederbeleben will;-) Herzlichen Gruß Sascha
Hi Thomas. Wir sind zur Zeit stark am Arbeiten an unserer (Merowingerzeitlichen) Sachsen-Page. Ende diesen, Anfang nächsten Jahres… Kannste dann bestimmt über TV-Links reinschauen.
Beste Grüße an all die geisterhafet Sachsen dort draußen! - Um noch mal auf den Anfang dieses Tavernen-Separets (im Titel steht zwar “Franken”, nicht “Sachsen”, aber trotzdem) zu kommmen: Ist es wirklich so, daß soviele (experimentalarchäologische) FMA Sachsen herum laufen?? Vielleicht bin ich ja auch bloß viel zu viele Stunden in Bibliotheken und diesem seltsamen Internet umhergeschlichen, sodaß mein Blick getrübt ist, aber dort jedenfalls war es meist äußerst Schwierig die schönen Jahrhunderte zu finden, oder geographisch-ethnische Differenzierungen gegen z.B. die Franken heraus zu filtern. (Abgesehen eventuell von englischen “Anglo-Saxon Seiten”, obwohl die meist auch die Skandinavier dick mit drinnhängen haben.) Sucht mensch nun nach Deteilinformationen, werden all diese Quellen schnell unscharf. Sind eigentlich deutschsprachige “Sachsenseiten” im Netz? Vielleicht hocke die ja doch noch uff de Bäum und blicken´s nich´. (> absichtlicher, provokanter Scherz. Kommentare unnötig.) Konkret: was ich suche sind Details* zu (“Gebrauchs-”) Kunststilen der Sachsen (Angarvarii) des 8., 9. und/oder 10.Jh im heutigen Südniedersachsen bzw Kreis Minden-Lübbecke. Damit kann ich dann meinem Basteltrieb, der mich irgentwann zur experimentellen (Amateur-) Archäologie gebracht hat, weiter ausleben, also Knochen und Holz schnitzen, Stoff und Leder nähen, ein bischen weben, vielleicht mal schmieden lernen und dergleichen mehr… *i.e. Vorlieben in der Gewänderfärbung, Kleidungs- und sontige Ornamentik, etc. ungestüme Grüße, ThomaS
Hihi, stimmt Thorsten - aber man kommt halt so leicht ins Diskutieren… ;o) Ich werde einen neuen Thread eröffnen und alle relevanten Beiträge dorthin kopieren, ok?
Mion zusammen, wie wär´s wenn Ihr lieber einen Thread über Darstellungskonzepte aufmacht und nicht alles in den Frankenthread poste, wo´s Leute, die sich für das Frankenthema nicht interessieren nicht mitkriegen. Ich denke, dafür isses zu interessant. Bis dann Thorsten
Hallo Axel! Dein Vorschlag mit dem Weglassen der Absperrungen ist schön und gut, aber wenn man einen Tag hat, wo 5.000 und mehr Besucher bei einem vorbeischauen, da haben nur wenige Gruppen genügend Mitglieder um darauf zu achten, daß nicht versehntlich ein Souvenier mitgenommen wird. Das ist mir leider schon passiert. Absperrungen werden bei mir entfernt, wenn die Publikumsmenge übersichtlich bleibt, wenn es zu viele sind, dann mach ich die Absperrung einfach wieder davor. Eine kleine Infomappe über Kelten ist bei mir in Arbeit, genauso wie eine Kurzinfo übers Brettchenweben. Sach mal Andreas, wie kann ich das Publikum beim Vorführen von Handarbeiten mit einbinden ??? Außer jederzeit bereitwillig auf Fragen zu antworten? Ich habe zwar schon überlegt, ob ich nicht ein einfaches Band aufketten soll, an dem sich die Zuschauer einmal versuchen können, aber da dies eine ziemliche Geduldsarbeit ist die erst mit etwas ßbung vernünftig aussieht, denke ich, daß dies den Zuschauer mehr frustriert, als alles andere. Gruß Aisling
Du sprichst einen wichtigen Punkt an Axel: Animation. In der Tat ist es so, dass das Publikum derzeit ja geradezu in die passive Konsumenten-Haltung gedrängt wird. Wenn man in die ßffentlichkeit tritt - noch dazu mit dem Anspruch informierend und bildet auf es einzuwirken - dann ist es auch notwendig, sich um das Publikum zu kümmern. Ihm offen gegenüberzustehen. Die Hemmschwelle, Unbekannte anzusprechen, müssen die Aktiven überwinden. Man muß auf das Publikum zugehen, es ermuntern, mehr zu tun, als eben mal nur zu gucken und dann was Geld auszugeben. Ein Markt oder ein Lager an der Peripherie einer Burg sind eben kein privates Campingwochende, an dem man sich einach amüsiert. Das ist Betrug am zahlenden Kunden. Man muß für die Leute da sein! Nicht faul im Lager flacken und auf die nächste Schlacht warten. Man muß der Moderator zwischen Tourist und Geschichte werden. Das Gesamtkonzept muß ganz und gar auf diese Bedürfnisse zugeschnitten werden. Leider wollen das die meinsten - die sich der ßffentlichkeit geradezu aufdrängen - bisher nicht anerkennen. ßffentliche Auftritte sind kein Urlaub, bei dem man sich dafür beazahlen läßt, sich zurückzulehnen und sich angaffen zu lassen. Living History, wenn es den Namen verdienen soll, ist pädagogische Schwerstarbeit. Viele Hobbyisten sind diesen Herausforderungen bisher leider nicht gewachsen. Andreas
Nachtrag. Was das animieren des Publikums angeht, konnte ich im letzten Jahr trotz Schild keine Besserung erkennen. Die meißten lesen, gucken noch mal und gehen genauso Still wie sie gekommen sind. Mehr Erfolg hat uns da eher das weglassen der publikumsseitigen Absperrung gebracht. (Die anderen Seiten brauchen wir leider doch, da das Lager sonst gerne als Durchgangsweg genutzt wird.) Aber jetzt kommen die Leute ins Lager, gucken in die Töpfe, schauen einem beim Handwerkern zu und stellen dann die Fragen.
Holla. So´n Schild wäre vielleicht noch was für´n Einsteigerhandzettel. Mal sehn. Also , Ivo, wir haben auf unserem ´Schild´ eine ganze Menge stehen über Verbreitung der Sachsen, Lebensart, Sozialstruktur usw. Nach unseren diesjährigen Erfahrungen werden wir das für die nächste Saison umstricken. Für die meißten Leute ist die ´Startseite´ das wichtigste, d.H. da sollten kurz und knapp die wichtigsten Daten drinstehen. Z.B. dargestellter Zeitraum, sozialer Stand, eventuell Region, vielleicht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Zeiträumen. Wir werden daran für den wirklich Interessierten wieder unseren Rundumschlag anhängen. Die Darreichungsform muß sich dann den eigenen Bedürfnissen anpassen, d.h. eine Holztafel kann sehr dekorativ sein, schwierig wird es dann aber mit viel Text und Bildern. Das Thema ´A´ ist in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach nicht wichtig, da die Tafel in den seltensten Fällen im Lager, sondern eher davor stehen dürfte. Und was nützt einem die größte Authentizität, wenn niemand weiß, was den da so Authentisch dargestellt wird? Möge die Macht mit Euch sein.
Hups… Philipp, ich glaube, wir haben aneinander vorbeigeredet. Ich wollte Dir keinesfalls Zwangsmeierei unterstellen. Und erst recht nicht meine Abneigung gegen das Geschäftsgebaren der Agenda hier auch noch breittreten. Nenene. ich wollte hier keinesfalls einen Rundumschlag setzen, und der letzte Absatz mit “rumproleten” war eigentlich selbstironisch gemeint- was erwartet denn der Mittelalterer vom Durchschnittslandsknecht? Na eben. Ich finde die Idee mit dem Schild gut, das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen, und ich nehme sie freiwillig an und gedenke, sie im nächsten Jahr umzusetzen. Aber schön diskret hast Du die Spitzen gesetzt. Feiner Stil, da kann ich noch was lernen;o) Gruß Ivo