Hallo. Thema Schild. Wir haben schon Erfahrungen damit gemacht (und zwar auch auf Hiller-märkten). Wir haben es ein wenig übertrieben (?), 6 Seiten Farbausdruck mit Landkarten, Siedlungsbildern und einem kurzen (!) historischem und sozialem Abriss. Die Resonanz sieht so aus, das am Tag ca. 20 Leute das Ding von vorne bis hinten verschlungen haben, eine Unmenge haben die erste Seite gelesen, und nur ganz wenige sind hinterher der Meinung, das sie noch mehr wissen sollten. Mancher mag vielleicht der Meinung sein, das daß wenige sind, ich finde es aber schon erstaunlich, das sich auf einer Veranstaltung wie einem Hiller-markt überhaupt jemand dafür Interessiert. Wir werden auf jeden Fall an diesem Konzept festhalten.
Hallo Ivo, vielen Dank, daß Du mich für sooo toll hältst, daß ich die gesamte MA-Szene zu irgendetwas zwingen kann. ;-) Aber jetzt mal im Ernst: Die Sache war nur ein unverbindlicher Vorschlag. Ich habe nicht von einer “Zwangsmaßnahme” gesprochen. Es scheint ein allgemeines Problem in der Taverne zu sein, daß immer wenn jemand etwas vorschlägt, dies oder daraus resultierende Konsequenzen als “Zwangsmaßnahme” interpretiert wird. Wenn sich nun eine Teilmenge der MA-Aktivisten zusammentut, und gemeinsam etwas ausarbeitet, versucht andere mit einzubeziehen, einen Standard zu schaffen, sei es als unverbindliche Orientierunghilfe oder als Vorraussetztung für die Teilnahme an eigenen Aktivitäten, finden sich immer ein paar Schreihälse, die in solchen Aktivitäten Zwangsmaßnahmen sehen. Interessanterweise sind es oft jene Zeitgenossen, die sonst eher intelligente und witzige Beiträge schreiben, aber in diesem Fall nur noch rumschmollen und sich persönlich angegriffen fühlen. Alles Gute, Philipp P.S. Eintopfsonntage für Alleee!
Klar Ivo! *g* Deswegen wollte ich das mit der Information nocheinmal ausdrücklich betonen. Lagerdarstellung in der ßffentlichkeit darf eben nicht zum Selbstzweck werden, der edukative Charakter sollte immer im Vordergrund stehen. Ich würde meine Prioritätenliste spontan ungefähr so austellen: 1. Sicherheit 2. Information 3. Authentizität 4. notwendige Einschränkungen durch Gesetzeslage und Finanzen und äußere Umstände 5. Spaß, resultierend aus 1 bis 3 Andreas
Moin, Andreas! Stünde die Information so glasklar im Vordergrund, gäbe es keine Diskussion um das Schild. Apropos Glas: Die Sticker in der Römertherme sind doch eigentlich nur konsequent, oder? Immer noch besser als eine schlecht angelernte Führung wie die, die mir bei einer Burgführung erzählen wollte, daß die an der Wand angebrachte Pavese ein eiserner Reiterschild sei und 20 Kilo wiegt, wo in der Broschüre von Armbrustschützen zu Fuß und 8 Kilo in Holz, Farbe und Leinwand die Rede ist… Gruß Ivo
Klingt gut… Wobei ich mich frage, warum ihr euch solche Gedanken um ein paar einfache Info-Tafeln macht. Hier geht es doch nicht um a, sondern es steht klar die Information im Vordergrund. Mich erinnert das an die Rekonstruktion einer römschen Therme irgendwo in Süddeutschland: In die eigentlich offenen Fenster hat man des Klimas wegen Glasscheiben eingesetzt. Um die Museumsbesucher über diesen Anachronismus aufzuklären, prangt nun auf jeder einzelnen Scheibe ein Aufkleber: “Hier war eigentlich nichts!” *kicher* Das nenne ich Humor… ;o) Andreas
Oh, P.S.: Die Gestaltung des Schildes bietet viele Möglichkeiten außer dem üblichen Computerausdruck, Schrifttyp TTFrankenstein, auf Elefantenhautpapier. Wer mit Holz umgehen kann, könnte zum Beitel greifen oder zur Handfräsmaschine, man könnte es auch in Sohlenleder punzieren, auf ein schönes Stück Holz draufmalen, eventuell sogar, was sich für unsere HMA-Freunde anbietet, auf einen Kite Shield malen, das punzierte Leder auf den Schild nageln, des Schildchen mit einem Flecken Kettengewebe dekorieren und und und… Daß dieses Schild natürlich nicht a. ist, ist jedem klar, aber zumindest könnte dieses “neuzeitliche Serviceangebot” optisch dem übrigen Equipment angeglichen werden. Idee?
Moin, Philipp! Der Reihe nach: Schild-Pflicht WIRD boykottiert werden. Zwangsmaßnahmen werden nie greifen. Schild-Vorschlag wird sich bei kräftigem Propagieren und positiver Resonanz durchsetzen können. Ne allgemeine gute Idee wird gerne übernommen, wenn sich ein paar Leute dafür erwärmen können. Wer´s nicht will, muß ja auch nicht. Knecht, der Schild aufstellt- also bitte! Naturlich hat keiner damals ein Schild aufgestellt, um dem Rest der Menschheit zu erläutern, daß sie im Mittelalter lebt. Nochmal zur Schild-Idee an sich: Wer den Anspruch erhebt, auf einer öffentlichen Veranstaltung nicht nur der Tanzbär im Gehege zu sein, sondern die von ihm dargestellte Epoche einem interessierten Publikum zu vermitteln, sollte seine Darstellung nicht nur auf Anwesenheit beschränken, sondern auch ansprechbar sein und bezüglich “seiner” Epoche auskunftsbereit und halbwegs sattelfest sein. Ein hübsches Schildchen mit dem Namen der Gruppe, ggf. dem dargestellten, bzw. angestrebten Zeitraum und vielleicht dem augenzwinkernden Zusatz “Fragen erlaubt” würde, verbunden mit einem netten, auskunftsbereiten Aktiven in der Nähe, sicher eine gute Resonanz erbringen, könnte einen werblichen Effekt für die Gruppe haben und würde die eine oder andere Schüchternheitsschranke seitens des Publikums beiseiteräumen. Außerdem könnte, wenn sich Kollege Tourie leichter dazu durchringen kann, zu fragen, etwas mehr vermittelt werden als Waffen und Riddä. Alles nur eine Frage des WOLLENS, nicht des MßSSENS. Einen Standard aus dem Schild zu machen oder gar eine Pflicht, hat das Abo auf ein Zwangsmaßnahmenimage, laßt uns lieber die Vorteile ins Licht rücken- Werbung, Information, Publikumskontakt. Ein Schild kann solches erleichtern, ist aber kein Muß, um solches zu erreichen. Kommt nur darauf an, was man selber will und wie man seine Rolle als Aktiver begreift. Wollen wir nun Geschichte vermitteln oder Rittercamping? Wir Hanauer Landsknechte werden, so wir es schaffen, bis zur kommenden Saison einen vorzeigbaren Standard zu erreichen, jedenfalls ein Schild anfertigen, um so etwas mehr Geschichte vermitteln zu können als Rumproleten, Saufen und markige Sprüche von Ehre und Kampfeslust. Was meint Ihr? Gruß Ivo
Hallo Andreas, meine Beobachtungen sind nicht ganz so pessimistisch zu betrachten, wie Deine. Ich habe auf diversen Märktem immer wieder Gruppen gesehen, die Schautafeln vor den Lägern haben. ( Wir z.B. ;-) ) Man könnte zusätzlich noch ein Schild an jedem Lager befestigen, auf dem die Zeitperiode vermerkt ist. Dieses könnte bei allen Lagern einer Veranstaltung gleich aussehen, um dem Besucher einen Wiedererkennungseffekt zu bieten. Noch besser wäre es, einen grundsätzlichen Zeitschild-Standard für alle Gruppen zu finden. Einmal angeschafft, immer zeitlich einzuordnen - von jedem Touri. Schade, daß Nummernschilder nicht besonders mittelalterlich aussehen, sonst hätte jede Gruppe die Möglichkeit, sich für wenig Geld beim nächsten Straßenverkehrsamt ein Schild anfertigen zu lassen, das bestimmt einen hohen Wiedererkennungswert hat. “1100-1350”: Was für eine Nummernschild! Andererseits ist ein Schild mit einer Zeitperiode, am Rande eines Lagers stehend sowieso Quatsch. Kein Reisender hat beim Lageraufbau seinen Lakaien zugerufen: “…und stellt das Schild auf, damit wohl ein jeder, der unser Lager kreuzt weiß, wann wir sind!” Da macht es keinen Unterschied, ob das Schild aus einem Farb-Tintenpisser stammt, einer Feder entsprungen ist, geschnitzt und bemalt wurde, oder aus der Nummernschild-Presse kommt. Die Sache hat nur ein paar Haken: 1. Die “Szene wird sich nicht darauf einigen können. 2. Jeder, der irgendwie ”wichtig“ sein will, wird die Idee boykottieren, da es nicht seine eigene ist. 3. Der Rest wird dagegen sein, weil die ”persönliche Freiheit“ eingeschränkt wird. 4. Die Hälfte aller Aktiven werden zetern und motzen, da sie den Märthyrer spielen wollen, und die Sache so interpretieren, als man ihnen das Hobby verbieten würde. 5. Veranstalter wie Hiller, denen es nicht auf den Informationsgehalt, sondern nur auf die Show ankommt, werden diese Schilder verbieten, da sie nun mal nicht mittelalterlich aussehen. Alles Gute, Philipp P.S. Habe gerade noch mal mit meiner Frau telefoniert. Gabriele findet die Idee schrecklich garstig greulich und optisch abschreckend! Hat jemand eine andere Idee für ein einfaches, einheitliches, billiges und ”mittelalterliches" Design?
Ja, ja, Integration wäre das Zauberwort. Und die von Zeit zu Zeit werähnte “Geschichtsstraße”. Leider scheitert das nach meinen Beobachtungen bisher vorallem an zwei Dingen: - Der Organisation: Aus unerfindlichen Gründen scheinen die Platzanweiser nicht in der Lage zu sein, die einzelnen Gruppen chronologisch anzuordnen. Das ist dann ungefähr so, wie bei einer Austellung über den zweiten Weltkrieg, bei der Bilder über den Straßenkampf in Berlin neben dem Marsch auf die Feldherrenhalle hängen. Eigentlich ein Unding, aber auf MA-Märkten leider die Regel. - Die unzreichende, meißt garnicht vorhandene Dokumentation der Gruppen selbst: Irgendwie scheint bei allen Gruppen das Waffendisplay das erste zu sein, was steht. Einige wenige bringen es auch noch fertig, irgendwo ihren Namen aufzuhängen. Aber alles wirklich wichtige fehlt. Keine Schautafeln, die es dem Besucher erlauben würden, das gesehene zeitlich und geographisch einzuordnen, keine Erklärungen - nix. Einzige rühmliche Ausnahme, die mir bisher begegnet ist, stellt die Gruppe von Gösta dar. Es fehlt also noch an etwas Vorarbeit, bevor man FMA, HMA, SMA gemeinsam bedenkenlos auf die ßffentlichkeit loslassen kann. Mein Traum dabei wäre freilich, die diversen Kulturen von Christi Geburt bis zur Neuzeit, bzw. Industrialisierung auf einem Platz zu versammeln… Was für ein Geschichtsunterricht. *seuftz* *träum* *schwelg* Andreas
Hallo alle. Um es mal so zu sagen… Auf Wikie-Märkten laufen auch nicht nur Wiekis rum, es gibt auch da eine relative Gemeinde an Sachsen, Franken usw. Guckt mal genau hin. Und in England ist die Angelsachsendarstellung weit verbreitet. Ich denke aber, das das eine ganz andere Szene ist als die unsrige. Warum aber eigene FMA-events ? Ich fühle mich eigentlich wohl auf MA-Märkten, ich fände es besser, sich da einzugliedern. Allerdings sollte man FMA, HMA und SMA räumlich bündeln. Erstens für uns, und zweitens, damit auch der Zuschauer die Unterschiede erkennen kann.
Au ja, vielleicht wird es dann in Deutschland auch mal FMA-events geben, auf denen nicht “nur” wikinger rumlaufen. Wär doch mal fein. Wer hat übrigens Interesse am “Lex Baiuwarorum”. Dann zieh ich Weihnachten nämlich ein paar Kopien mehr. Wär schön wenn´s mal mehr Darstellungen zum FMA aus “unserem” Gebiet gäbe. Müssen ja nicht “nur” Franken sein. Ich freu mich drauf…
Sorry für Blödelei, aber das verlockte so… Nee, zur Ehrenrettung muß ich zugeben, daß ich mich als im Badischen Geborener Abkömmling eines Vaters aus Thüringen und einer Mutter aus Hamburg, der sich im Hessischen angesiedelt hat, auch für die Franken interessiere. Gotzeidank habe ich keine Sorgen wg. Lokalpatriotismus;o) Ich werde mich im nächste Jahr mit einem Archäologen an eine Rekonstruktion einer fränkischen Ausrüstung machen, sofern wir endlich den Grabungsbefund in die Finger kriegen, der uns seit über einem Jahr versprochen wird. Ungeplündertes Kriegergrab aus dem Hessisch/Nordfränkischen Raum aus dem 7./8. Jahrhundert, noch nichts veröffentlicht. Noch ist nichts Spruchreif, aber wir arbeiten dran. Mit dem gebotenen Ernst grüßt Ivo
Guten Tag! Is ja ganz lustig, was so ein harmloser Frageeintrag so alles auslösen kann. Eigentlich wollte ich nur mal so fragen, wo wir Franken denn so bleiben im FMA. Die Antwort habe ich bekommen, wenn auch nicht in der Taverne. Danke an Claudia. Den Rest könnt ihr euch sparen, von wegen “Rache für Tassilo” oder “Wir Sachsen kommen aus dem Wald und…”. Nice try. Wir Franken haben es einmal geschafft, und werden es wieder schaffen. Und überhaupt: Wer redet hier von Opa Karl? Ich rede vor allem von Uropa Chlodwig und Konsorten. Der hat sie nicht geschlachtet, sondern nur vertrieben (wer halt perdu nicht gehen will…). So, jetzt genug der Witzeleien. Danke nochmals für alles. Und wer sich noch berufen fühlt, seinen Senf oder auch weiterhin ernsthafte Beiträge hier abzuliefern, nurzu.
Ei, Dietrich gibt mir Recht? Das muß ich mir im Kalender anstreichen! Der wird dann bestimmt sehr wertvoll in nächsten Jahrtausend ob dieser Rarität… ;o) Hmmm, Ivo. “Frenkicher Atel”, das wär wahrscheinlich das letzte, was die Taverne noch braucht. Vorallem weil dann Henry und ich ziemlich alleine dastehen würden, während hunderte von Sachsen und sonstigen Verlierer-Typen des FMA über uns herfallen würden - ich sag nur Robin-Hood-Syndrom. Außerdem würde das dann wieder unweigerlich die Berufs-Heiden auf den Plan rufen. Und beides hatten wir ja schon bis zum Erbrechen vor kuzem. :o(
Hallo Andreas, recht hast Du. Hallo Herbert, ich habe nur geblödelt! Das sollte nicht der Beginn einer Diskussion, geschweige denn eines Streites werden. Natürlich waren die Sachsen die Vorläufer der Wikinger und der Schweizer, was das Organisieren von Raubzügen anbelangt. Man kann meinen Ahnen viel vorwerfen, aber bestimmt nicht, daß sie Unschuldsengel gewesen wären.
NEIN Herbert! Nicht schon wieder diese elendige Moral-Diskussion mit den Franken als faschistische Kolonial-Agressoren und Sachsen als eropäische Yanomami-Naturburschen lostreten! Die haben wir schon zur genüge in “Karls Franken - Von der Szene vergessen?” abgehandelt - und da soll sie auch bleiben… Andreas
Hallo Dietrich, Die Sachsen waren doch soo friedlich. Gelegentlich kamen die doch aus ihren saechsischen Waelder und haben ganz friedlich mit ihrer Sax auf Franken hergeschlagen, bis so mancher das zeitliche gesegnet hat. Nur der boeeese Sachsenschlaechter Karl kam dann. Fast so aehnlich haben die Nazis mit ihrer Germanenverherrlichung auch gern argumentiert. Ja die Sachsen haben laenger dem Germanenkult gehuldigt, als die zivilisierteren und christianisierten Franken. Gruss Herbert
N´abend Thorsten! Ich würd ja gern. Mein Fernziel ist jeweils ein kompletter Satz für FMA, HMA und SMA (ich liebe Gotische Einmachdosen) - allein der Tag müßt´ 48 Stunden haben…