ich entschuldige mich in aller Form bei Hilmar Becker wenn ich zu weit vom Thema abgewichen bin. Ich habe mich einfach hinreißen lassen meine Erfahrungen kund zu tun. Entschuldigung
Warum lackieren? Wenn überhaupt, dann gelangt das Blei durch den Abrieb beim Zeichnen oder Schreiben über die Lunge in den Körper, und da nutzt das Lackieren nichts.
Oft schon habe ich vom Silberstift gelesen bis ich neulich versucht habe mit so einem Gerät zu schreiben oder zu malen “enttäuschend” für mich. Da ich selbst Goldschmied bin habe ich verschiedene Legierungen ausprobiert und danach at acta gelegt.
Als ich vor kurzem mir Blei beim Dachdecker besorgte um meine Münzstempel auszuprobieren, habe ich auch damit versucht zu malen und war “begeistert”. Ich hätte es nicht gedacht wie gut das geht.
Ich habe vor mir einen Stift davon zu machen und werde ihn dann lackieren.
Ganz einfach, geht man nach der Panikmacherei von manchen kann man eigentlich alles bleiben lassen. Manchmal hat man den Verdacht genau das ist auch was sie möchten.
Klar sind Sachen wie Blei und Grünspan nicht ohne. Wenn man aber mit Verstand ran geht wieso soll man dann nicht zeigen wie man früher Bücher gemacht hat, anhand der Materialien die man damals zur Verfügung hatte?
Soll das alles in vergessenheit geraten nur weil ein paar sich wegen jeder Kleinigkeit in die Bux machen? Geht man so ran braucht man garnicht mehr aus dem Bett auf zu stehen, aber selbst dort sterben viele.
Aber gerade um den Leuten bewußt zu machen wie mühsam manches doch war, und eben nicht einfach auf ein Farbkopierer und fertig oder die besagte Gans aus der Tiefkühle, sondern das die Leute damals sich anstrengen mußten wenn sie was haben wollten.
Wenn man sieht, wieviele Leute sich davon keine Vorstellung sich machen können, so denke ich ist es sinnvoll, so sicher wie möglich zu zeigen wie man früher sich abgemüht hat um Sachen zu machen, die heut-zu-tage innerhalb von Sekunden entstehen können.
Ist zumindest meine Meinung, aber ich bin wohl ein Ideallist, ist wohl für manche eine arg gefährliche Sache.
Nun vieleicht etwas zum Thema, meines Wissens dunkelt Silberstift durch den Säureanteil in der Schreibunterlage nach bzw. bekommt einen bräunlichen Ton.
Zum Thema “Bleivergiftung”, erinnert mich an die Panik, die meine Grundschullehrerinnen hatten, weil auf dem Schulhof ein Globus mit grünlicher Patina stand, da wurde strengstens davor gewarnt, auch nur in die Nähe zu kommen wegen Vergiftungsgefahr!!!!…und sowas hat Kinder unterrichtet…oder das Ozonloch..interressiert heute offensichtlich fst niemanden. Ich denke einfach, wenn man dieses Teil nur zum gelegentlichen Schreiben oder Zeichnen benutzt, ist es sicher nicht schädigend…vieleicht beim Schreiben die Luft anhalten…würde auch manchen Einträgen hier sich ergeholfen haben.
PS Mich wundert nur, daß noch niemand im Kontext auf die Eibenholzbögen und -pfeile gekommen ist….die sind wirklich giftig, mir ist nur bislang kein Fall von Vergiftung durch einen Bogen zu Ohren gekommen, kommt dies vieleicht einfach durch gefahrenbewußten Umgang mit der Materie?
Das ist wirklich extrem, zumal, wie du ja sagtest, man es auch mit anderen Sinnen wahrnimmt. Hitze, Geruch, Geräusch… abgesehen davon sind die Hologramme heutzutage noch nicht so gut, dass man darauf reinfallen könnte. Vielleicht war es aber auch bloß ein Tourie-Scherz ?! :-)
Wenn es keiner war… ich finde sowas arg schockierend.
Sogar bei Schmiedevorführungen kamen solche Sprüche.
Muß an einer Veranstaltung auf der Hochkönigsburg denken wo ein Spanferkel am brutzeln war. Da haben Leute gemeint, das sei ein Wachs Schwein, und das Feuer ein Hologram. Die Leute die am kochen waren, waren ziemlich sprachlos, weil erstens man spürte die Hitze, man roch den Braten deutlich, und dann kommt so ein Spruch….da denkt man wo leben den diese Leute denn? Zuviel Star Trek geschaut.
Bzw. bei einer Musuemsveranstaltung wo es immer Naturalien gibt, z.B. Bier aus der Museumsbrauerei, Brot und auch Hühner bzw. Kanninchen. Da gab es mal es geschrei weil so ein paar nase weise Eltern unbedingt hinter die Absperrungen gehen mußten um zu sehen wie die Kanninchen geschlachtet wurden und dann sich mordsmässig darüber aufregen. Dabei ist das extra ausser sicht gemacht worden so das zart beseitete nichts davon mit bekommen.
Diese Leute haben scheinbar keinen blassen von woher ihre Milch herkommt die sie im Tetrapack kaufen, die Brathähnchen oder ihre Fischstäbchen. Man ist nur sehr verwundert wie wirklichkeits fremd manche sind. Man fragt sich nehmen diese Leute die Natur wenn sie nicht auf dem Bildschirm ist, überhaupt noch war??
… “Aber bei den Reaktionen verwundert es mich garnicht das Leute dann meinen ”och das Feuer ist doch nicht echt, sowas ist doch viel zu gefährlich""…
Das höre ich ja öfter, dass irgendwer sagt, das Feuer sei nicht echt, aber das gibt es doch nicht wirklich, oder !? Ich kann nicht glauben, dass es Leute gibt, die denken, das Feuer vor ihrer Nase sei nicht echt. Hast du das echt mal erlebt, Martin ?! :-)
Naja, heute kommt die Gans eben meistens aus der Tiefkühltruhe. Man kann den Menschen nicht vorhalten, dass ihre Eltern ihnen manche Sachen nie beigebracht haben, und dass sie als Stadtbewohner mit bestimmten Dingen nun mal selten in Kontakt kommen. Dazu ist living history ja unter anderem da, dass man solche Dinge vermittelt.
Und die Angst vor Giftstoffen ist heute nunmal Groß, weil immer wieder neue Gifte entdeckt werden und es immer neue Skandale gibt. Das war mit Asbest so, mit den bleihaltigen Lacken und Farben, mit dem Feinstaub, Dioxine im Geflügel, und so weiter. Da wird man halt schnell einmal übervorsichtig.
War mir schon klar. Ernst nehmen konnte man schon einige Posts nicht.
Wer einen einzigen Beleg findet für einen Schreiber oder Maler mit Mundschutz ist schon richtig gut! Wohl gemerkt für das Mittelalter (750-1492).
Aber bei den Reaktionen verwundert es mich garnicht das Leute dann meinen “och das Feuer ist doch nicht echt, sowas ist doch viel zu gefährlich” und ähnlichem….frage mich ernsthaft wie lange solche Leute überleben würden wenn sie für längere Zeit zum Beispiel ohne Elektisität in jeglicher Form aus kommen müßten.
Erinnert mich an Besuchern die meinten sie essen nur Fisch der recht eckig und paniert ist, und nicht so was glitschiges. Bzw. “wie Gänse muß man rupfen? Meine kommt aus der Tiefkühle”
Da braucht man garnicht mit dem doofen “A” ankommen (ein ziemlicher Fuzzi Begriff in meinen Augen) sondern das ist moderne Paranoia.
Aber in so einem Buch gibt es ja so ein Zitat, seelig sind die ….. ;-)
Ah ja…. gehst du mit einem Atemgerät aus dem Haus? Ist dir bewußt wieviel Blei um dich ist?
Auf den Dächern and Felgen von Autos….und du atemest das alles ein…schrecklich was?
Würde so ein Anzug empfehlen wie diese Leute tragen müßen die keine Emunkräfte haben, aber wer so weit geht sollte vielleicht sich auch von den netten Jungs in weiß sich so eine schöne Jacke mit den überlangen Ärmeln die man hinten zu bindet sich schenken lassen, da bekommt man dann auch so ein nettes Zimmerchen wo alles schön gepolstert ist so das man sich ja nicht weh tun kann, wäre doch was oder?
Das wär ja mal eine Idee, einen Mundschutz in die Innenseite der Gugel einnähen, den kann man sich dann beim Zeichnen über den Mund ziehen. Und hinterher den Raum gut lüften.
Nun was bei einem Silberstift nachdunkelt ist das enthaltene Kupfer, je höher der Kupferanteil desto dunkeler wird es, aber es wird immer heller sein als ein Blei Stift.
Auch wird sich nicht viel sich nach dunkeln, ist nicht wie bei einer Eisen-Gallus-Tinte die oxidiert.
Auch beim Blei Stift wird nichts dunkeler, das ist genauso wie bei einem Graphit-Bleistift die Farbe bleibt gleich wie beim Auftragen.
Was Griffschalen und sonstige Vorrichtungen angeht…wenn es auch nur entfernt was mit dem Mittelalter zu tun hat, dann vergiss das mal schön wieder. Dafür gibt es keine Belege.
Wer solche Sorgen sich um den Stift macht, sollte lieber nichts mit der Darstellung von Schreiben und Malen im Mittelalter zu tun haben. Den da sind viele brisante Stoffe dabei.
Sucht euch eine andere Darstellung ist gesünder.
Wenn man sich ordentlich informiert und gesunden Menschenverstand anwendet, kann man sicher mit diesen Sachen umgehen. Wer sich das nicht zutraut, muß ja nicht auf biegen und brechen dann so was zeigen.
Ähm ja, Patrick, sicher, bestimmt wird ein Darsteller daran sterben, wenn er ein paarmal im Jahr mit nem Stift aus Blei auf papier rumkritzelt… wenn es ne Dame ist kann sie ja auch noch ne passende Haube tragen und den Schleier übern Mund ziehen, aber das wird ungeführ genauso lächerlich, wie die Furcht hier…
Es geht um das Einatmen von Bleistaub, über die Haut wird kein Blei aufgenommen, also sind Handschuhe nutzlos, außer zum Hände Warmhalten, was ja beim Zeichnen auch nicht ganz unwichtig ist. Ich denke, man muss sich schon damit abfinden, dass bestimmte Tätigkeiten einfach gesundheitlich nicht ideal sind. Die tägliche Büroarbeit im Sitzen vor dem Bildschirm ist ja auch äußerst gesundheitsschädigend, aber das hält viele von uns nicht davon ab, täglich wieder ins Büro zurückzukehren.