Auch die durch Abrieb dann in die Luft freigesetzt werden. Wir dürfen nicht vergessen, daß laut chemischen Analysen der moderne Mensch in seiner Lebensspanne schon deutlich mehr Blei zu sich nimmt (6500- 9000 µg/kg) gegenüber einem antiken Menschen (600 µg/kg)
Dann werd ich mal morgen fragen. Giessen kommt für mich im Moment nicht in Frage. Hat Jemand so rein zufällig ein Bild ? Hab da so einen Stilus im Kopf… haut das etwa hin ?
Jo wie schon andere geantwortet haben, man kann mit dem reinen Blei Stift auf jede Oberfläche zeichnen auf die man auch mit einem normalen graphit Bleistift auch zeichnen kann.
Egal ob Papier, Pergament, Holz oder Leder.
Pergament muß man aber vorher behandeln, und zwar weniger wegen der Glätte sondern wegen der leichten Fettschicht die drauf ist. Macht man das nicht perlert Farbe z.B. einfach ab. Am besten man nimmmt etwas Bimsmehl und ein kleines Stückpergament und geht dann leicht schmiergelnd über die Pergamentseite die man benutzen möchte.
Auf jeden fall ist der Stift aus Blei viel deutlicher zu sehen als der Silberstift.
Mit einem scharfen Federmesser lässt sich der Bleistift auch leicht entsprechend anspitzen.
Bezugsquellen dürften aber schwierig sein. Ich habe meinen mit einem Freund zusammen gemacht, wir haben dazu die Bleigewichte genommen die man verwendet um Autoreifen auszuwuchten.
Alles was man braucht ist eine Form für einen Zylindrischenstab. Der wird dann an einem Ende platt geklopft und am anderen Ende angespitzt.
Wo bekomme ich denn solch in Gerät ? Ich zeichne gerne, und würde es gerne mit einem Plumbum und einem Silberstift versuchen, da mein Stil ähnlich der Silberstiftzeichnung ist.
ich kann das nur bestätigen. Der Strich ist beinahe genau so wie von einem Graphitbleistift. Auf Papier problemlos. Pergament kann man etwas aufrauhen, da die Oberfläche oft ziemlich glatt ist. Funktioniert aber auch.
Ich verwende seit Jahren so ein “Bleistift” ist wunderbar. Man kann damit genauso leicht zeichnen wie mit einem heutigen Graphit Bleistift. Man muß sich nur regelmässig die Händewäschen.
Ich habe höflich gefragt, wo die Stelle im Text zu finden sei.
Inwieweit ein Buch von 1875 den aktuellen Stand der Forschung repräsentiert, will ich nicht beurteilen, ein Hinweis auf das Alter des Buches sei dennoch gestattet.
Entschuldige bitte, dass ich versucht habe, eventuell hilfreiche Tipps zu geben.
… wundert mich ein wenig, dass du in deiner Erhabenheit nicht imstande bist die Suchfunktion zu nutzen, die die von dir aufgeführte Seite bietet.
Darüber hinaus finde ich es - sagen wir mal - ein wenig seltsam, dass du dich über das Alter der Publikation mokierst, da es für dich auf dem Stand deiner Bildung doch ein Leichtes sein müsste, zu erkennen, dass der Wattenbach in Sachen Quellenbelege durchaus immer noch brauchbar ist.
Bleistifte waren im spätmittelalter genau das, was der Name sagt: schmale Stifte aus Blei. Auf Latein heißt solch ein Gerät “plumbum”, und sie werden in mehreren Schriften erwähnt. In der “Schedula diversarum artium” des Theophilus Presbyter (12. Jh.) zum Beispiel werden mit einem plumbum auf Holz die Umrisse einer Malerei angerissen. Wenn Du im schon zitierten Buch von Wattenbach (sehr gut recherchiert, trotz des Alters) im Register das Wort “plumbum” nachschlägst, wirst Du verschiedene Belege finden, u.a. aus der Zisterzienserregel (12. Jh.) und aus Pariser Schreibschulen des 13. Jh., wo sie von den Schülern verwendet wurden, um Notizen auf die Seitenränder zu schreiben. Auch die Zeilen, auf denen dann in Tinte geschrieben wurde, wurden mit Ihnen gezogen. Auch das wird, wenn ich mich gut erinneren, von Wattenbach angeführt, mit Quellenangaben.
Die Form dieser Bleie war im großen und ganzen die eines Stilus, mit einem spitzen Ende zum Schreiben und einem spatelartigen Ende, das zum Ziehen von Linien verwendet werden konnte, auch auf Holz (ähnlich einem heutigen Zimmermannsbleistift, der eine längliche Mine hat, um das Abreißen der Spitze zu vermeiden). Auf die Schnelle fällt mir aus dem deutschsprachigen Raum nur die Publikation zum Kloster Tom Roden ein, in der so ein Bleistift abgebildet ist (hier als medizinisches Gerät gedeutet): Kloster tom Roden. Eine archäologische Entdeckung in Westfalen. Ausstellung des Westfälischen Museumsamtes und des Museums für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege, Münster 1982 (Broschiert - 1982).
In England sieht es schon besser aus, da gibt es wie bei allem, was mit Mittelalter zu tun hat, haufenweise Belege verschiedenster Varianten, besonders aus Winchester (Funde reichen bis ins 15. Jh.). Die Bücher dürften aber schwer zu beschaffen sein. Vielleicht gibt es ja auch etwas aus den leichter zu beschaffenden Londoner Publikationen (The Medieval Household: Daily Living C.1150-c.1450 (Medieval Finds from Excavations in London) von Geoff Egan), da kann vielleicht jemand, der das Buch zu Hause hat, helfen.
Henry Petroski: Der Bleistift. Die Geschichte eines Gebrauchsgegenstands. Mit einem Anhang zur Geschichte des Unternehmens Faber-Castell. Aus dem Amerikan. von Sabine Rochlitz. Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin 1995, ISBN 3-7643-5047-4.
Henry Petroski: The Pencil: A History of Design and Circumstance. Alfred A. Knopf, New York 1992, ISBN 0-679-73415-5.
Marco Ferreri: PENCILS, Corraini, Mantova 2000, ISBN 88-86250-40-1.
Ich fand unter dem entsprechenden Kapitel allerdings nichts über “Bleistifte”, vielleicht könntest du ja so nett sein und kurz mit ein oder zwei Sätzen zusammenfassen, was dort dazu gesagt wird?
Das wäre bestimmt sehr hilfreich.
Hier auch noch ein kleiner Link zu einer Diskussion einer öffentlichen Mailliste: www.aedph.uni-bayreuth.de/2001/0450.html (ich weiß nicht, ob der Inhalt der Nachricht kopiert werden darf, deshalb lasse ich es lieber. Ist ja fix eben zu lesen).
Hier www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/[ ]/rehm2.html schreibt Rehm: » Als Vorläufer des heutigen Bleistifts kamen im 12. Jh. Stifte aus einer Zinn-Blei-Legierung, sogenannte Silberstifte, auf, die auf geeigneter Unterlage abfärbten.«