Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Sprüche, Floskeln, Grüße

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Eintrag #38 vom 16. Dez. 1999 07:33 Uhr Arne Heger   Nachricht

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Gott zum Gruße, hat jemand eine Ahnung, woher das “auf Holz klopfen” kommt ??? ( “Na, da ist zum Glück nix passiert, ich klopf auf Holz” ) oder “sich am Riemen reißen”?? oder “auf Schusters Rappen irgendwo hingehen” ??? Ein "" in den Augen,
Arnulf der Puster

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Eintrag #37 vom 15. Dez. 1999 23:34 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin zusammen, eine Sache, die mir noch einfällt, wobei ich leider nicht weiß, woher und ob es aus dem MA oder von später stammt: ´In Hülle und Fülle´ bedeutet heute, daß etwas im absoluten ßberfluß vorhanden ist. Früher (wann?) bedeute es jedoch, daß man so gerade sein Auskommen hatte, nämlich Kleidung (Hülle) und den Magen voll (Fülle). So, jetzt habe ich Hunger :-) Ger p.s.: Moin Ines, interessant mit dem Toi,toi,toi - da habe ich mal eine Erklärung mit etwas neuerem Ursprung gehört: Unter Schauspielern sollte es vor der Aufführung Glück bringen, sich gegenseitig dreimal (angedeudet) über die rechte (?) Schulter zu spucken - Daraus ist dann lautmalerisch ´Toi,toi,toi´ geworden…

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Eintrag #36 vom 15. Dez. 1999 23:18 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Zu Nikolaus, Text 11: Grüß Gott! Das mittelhochdeutsche “gruoze” (Gruß) war von der Wortbedeutung her identisch mit “Segen”. Jemandem den Gruß aussprechen = den Segen aussprechen.
Bis dann, Gruß von Carsten

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Eintrag #35 vom 15. Dez. 1999 22:45 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, jetzt ich auch: Und zwar jedem bekannt: “Toi, Toi, Toi”. Damit meine ich jetzt nicht die kleinen stinkigen Toilettenhäuschen sondern die Redewendung, wenn man jemandem Glück wünscht. Und zwar wurzelt die in der germanischen Anrufung des Kriegsgottes Tyr oder Tiu, wenn man um Glück im Kampf bittet. Was noch?
Ines, die Duftge von Mittgard

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Eintrag #34 vom 15. Dez. 1999 22:12 Uhr Daniel Klee   Nachricht

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Tach allerseits! Wenn der gute Riter dann “in die Schranken gewiesen” war, ging seine Rüstung an den Gewinner, worüber er dann, völlig zu recht “entrüstet” war. So wurde mir jedenfalls bei einer Führung auf Burg Eltz gesagt. Tschö
Daniel

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Eintrag #33 vom 15. Dez. 1999 22:12 Uhr Frank Moser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Moser eine Nachricht zu schreiben.

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Tach zusammen, hier vielleicht mal ein paar Sprüche: -Den Mantel nach dem Wind kehren In der Spruchsammlung, die unter dem namen Spervogels überliefert ist, (um 1200), heißt es:-Man sol den matel keren als daz weter gat- außerdem taucht es in Straßburgs -Tristan und Isolde- um 1210 auf. - das fünfte Rad am Wagen findet sich im -Lied von Troja- des Herbort von Fritzlar (um 1210) aber auch in Freidanks -Bescheidenheit- um 1230 wo sich auch im Kapitel -Vom Dienst- findet: -neue Besen kehren gut und im Kapitel -Von dem Hunger- findet man: -Hunger ist der beste Koch, was man aber auch schon bei Cicero finden kann: der Speise Würze ist der Hunger -Wer zuerst kommt mahlt zuerst findet man im Sachsenspiegel Eike von Repkows (1209-33) -Die Welt will betrogen sein ist aus Sebastian Brants Narrenschiff 1494 alle aus: Büchmann -Geflügelte Worte-, Droemer Knaur 1959, ISBN 3-426-24434-9
Frank

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Eintrag #32 vom 15. Dez. 1999 20:36 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hallo Martin, fahr mal mit einem Wagen, wenn ein Rad ab ist! Das läuft auch nicht mehr so richtig … wie eben der Meschuggene (übrigens ein jiddisches Wort, wie so viele andere: Tacheles reden, Massel haben - mehr fällt mir grad nicht ein. Jiddisch ist eine Mischung aus Mittelhochdeutsch und Jüdisch.). ßbrigens - ich finde diesen Thread supertoll!
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #31 vom 15. Dez. 1999 18:43 Uhr Martin Uhlig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Uhlig eine Nachricht zu schreiben.

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… oder woher kommt “Der hat ein Rad ab” wenn jemand ein bischen “meschugge” ist.
Gruß, Martin

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Eintrag #30 vom 15. Dez. 1999 18:25 Uhr Wilko von Wintzingerode   Nachricht

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Hallo! Vielleicht weiß einer von Euch, wann das y (ypsilon) in der mittelalterlichen Schrift verwendet wurde? (z.B. Turney, seyn…) Hat das y immer das heutige i in ei ersetzt oder gibt es da eine bestimmte Grammatik? Danke!
Wilko v. Wintzigerode

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Eintrag #29 vom 15. Dez. 1999 18:02 Uhr Andrea Ohde  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrea Ohde eine Nachricht zu schreiben.

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mmmm…. alles sehr interessant!! Wo kommt den “ ich geige Dir die Meinung” her oder das “ich könnte die Wände hochgehen ” oder ich drücke Dir die Daumen (im englischen: Ikeep my fingers cross) die Sprache ist doch sehr vielfältig*gggg Grüßend
Ymmina

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Eintrag #28 vom 15. Dez. 1999 16:16 Uhr Raimund Oeser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raimund Oeser eine Nachricht zu schreiben.

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Wieso? Hat das geläutet?
Wieland von Ruebenau

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Eintrag #27 vom 15. Dez. 1999 15:48 Uhr Herbert Brehm   Nachricht

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Hallo Nun lieber kein Pech gehabt, geh du ans Tor Gruss Norbert von Falkenstein

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Eintrag #26 vom 15. Dez. 1999 15:13 Uhr Ulrich Scheunemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Scheunemann eine Nachricht zu schreiben.

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Gott zum Grusse ! Auch noch einer : “jemanden in die Schranken weisen” soll meiner Info nach vom mittelalterlichen Turnierwesen kommen. Ein Gegner der mit der Lanze aus dem Sattel gehoben wurde ist beim Turnier ausgeschieden und hatte keinen Zugang mehr zum Platz. Er(wenn er noch konnte) musste sich hinter den Schranken (Absperrung) aufhalten. Ulrich von Erckenrode Balleimeister der Johanniter
Pro Fide, Pro Utilitate Hominum

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Eintrag #25 vom 15. Dez. 1999 14:43 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Auch noch einer: “jemandem heimleuchten” - in den frühen Städten des 13./14. Jhdt. waren Straßenbeleuchtungen noch nicht etabliert. Allerdings traf man sich gerne in Gasthäusern zum spielen (Würfel etc.) und trinken. Wenn es spät wurde, bezahlt man oft eine Person (Knecht des Wirtes?) der einem “heimleuchtete” sprich mit einer Fackel oder Laterne auf dem Heimweg voranstapfte, damit man sich auf den teils unbefestigten, teils aufgrund diverser Nachttopfentleerungen glitschigen Straßen nicht die Knochen brach. Natürlich konnte es wohl auch vorkommen, daß die Ehefrau plötzlich mit Laterne in der Tür stand und dem Ehemann “heimleuchtete”…dann war mit Sicherheit zuhause angekommen die “Gardinenpredigt” fällig ;o) (Quelle: Alltagsleben im Mittelalter, Otto Borst) Gruß Andreas

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Eintrag #24 vom 15. Dez. 1999 14:42 Uhr Raimund Oeser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raimund Oeser eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, moin Zu Jörg: Woher kommt denn d.E. die Bezeichnung “blau sein” IMO ist die Erklärung mit dem Blaufärben am Montag logischer. Für die blaue Farbe mußten die Kessel sauber sein, da es eine recht “reine” Farbe ist. Alle anderen, dunkleren Farben können eher mit Farbresten vermischt werden. Außerdem deshalb Montags, weil die Gesellen dadurch noch einen Tag länger Wochenende hatten. Aber einen anderen hab ich noch: “Da hast Du Pech gehabt” Soll nach meinen Infos daher kommen, daß den Belagerern von Burgen bei passender Gelegenheit kochendes Pech o.ä. auf den Kopf gegossen wurde, wodurch diese “Pech bekommen haben”. Daraus wurde dann später das “Pech gehabt”, wenn etwas nicht so klappte, wie man es sich vorstellte. In diesem Sinne Tschüß
Wieland von Ruebenau

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Eintrag #23 vom 15. Dez. 1999 14:37 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kenn da noch die ´Rede aus dem Stegreif halten" Es heißt nicht, wie oft vermutet, Steh-greif sondern Steg-reif. Ein Stegreif ist der Vorgänger vom Steigbügel. Eine Rede aus selbigen brachte z.B. der Anführer vor einer Schlacht. Schnell, improvisiert, aber mutmachend. Oder das ´heimleuchten´ Wenn die Gattin den Mann des Nächtens aus der Taverne (ups) schleifte, leuchtete sie ihm mit einer Laterne den Heimweg.
Ivain

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Eintrag #22 vom 15. Dez. 1999 14:31 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kenne das mit den Lappen anders: Die Reviergrenzen wurden mit Lappen markiert. Wenn nun ein Jäger auf der Pirsch ist, und das Wild überquert die Reviergrenze, so ist das Wild “durch die Lappen gegangen”. (Auch kein Anspruch auf Richtigkeit) Einen habe ich noch, der ist zwar schon alt, aber vielleicht kennt ihn noch nicht jeder: “Unter die Haube kommen” kommt daher, daß verheiratete Frauen einen entsprechenden Kopfputz tragen mußten. Weiß jemand, warum man “mit langen Zähnen” an etwas herangeht? Alles Gute, Philipp

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Eintrag #21 vom 15. Dez. 1999 13:56 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Tach zusammen! “Die Stange halten kommt m.W. vom Fechten. Bei Fechtschulen wurdendie Fechterpaare von einem Meister/”Kampfrichter“ beaufsichtigt, der mit einer Stange ausgerüstet war, die er zwischen die Kämpfenden hielt, wenn einer der beiden in arge Bedrängnis kam. Alle Angriffe mußten dann sofort eingestellt werden. Einen habbich aber noch, könnte aber auch späteren Ursprunges sein: ”Durch die Lappen gehen“ Bei einer besonderen Form der Treibjagd wurden Abschnitte eines Waldstückes, an denen kein Jäger postiert war mit langen Bändern, an denen Stofflappen befestigt waren, ”abgesperrt“. Die Bewegung der Lappen im Wind und der Geruch von Menschen sollten das Wild daran hindern, an dieser Stelle zu flüchten, weil man ja an anderer Stelle wartete. Wenn aber das Wild sehr in Panik geriet, durchbrach es diese Absperrung -es ”ging durch die Lappen"- und entwischte.
Jörg

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Eintrag #20 vom 15. Dez. 1999 13:36 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Alle Thema Löffel: Da gibt es noch das “über den Löffel balbieren (oder barbieren??)” Das kommt daher, daß der Barbier älteren Herren ohne Zähne einen Löffel von innen an die Wange drückt (was die Haut strafft), um besser rasieren zu können.
Hilmar Becker (Henricus vom Raam)

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Eintrag #19 vom 15. Dez. 1999 13:35 Uhr Ralf Martin Kloiber   Nachricht

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Hallo, Ivain, das ist ein interessantes Thema. Also - basierend auf diversen Lektüren: auf den Hund kommen = Adlige mußten als Ehrenstrafe Hunde auf dem Arm z.B. um den Marktplatz tragen. Sie waren also auf den Hund gekommen. Wurde z.B. einem Grafen der Burg Eltz von Kaiser Friedrich Barbarossa auferlegt, da er ihn auf dem Kreuzzug benötigt hat und körperlich nicht strafen wollte. Er hatte sich mit einigen anderen Adeligen an irgendeinem Abt, mit dem man in Fehde lag, vergangen. die Stange halten = steht heute für die Verläßlichkeit eines Anderen; wollte man früher ein Wildschwein - insbesondere einen Eber - jagen, fand ein Sauspieß Verwendung. Hatte man diesen nun in das Tier gerammt, kam man nicht nahe genug an dieses heran, um ihm den Rest zu geben. Also benötigte man eine verläßliche Person, die den Spieß mal eben festhilt, damit der andere Jäger den Keiler mit einer weiteren Waffe killen konnte. Wehe, der Spießhalter hätte los gelassen…. schreien wie am Spieß = Landsknechte sollen Frauen den Spieß durch den Leib gerammt haben, nachdem sie sich an Ihnen vergangen hatten… Seit ich dies weiß, gebrauche ich diese Sentenz nicht mehr. Mal soweit. Viele Grüße Radolf
Radolf von Fiedenheim

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