Moin Bäumchen
Ja , es ist wirklich schwer und harte Arbeit , über die Friesen etwas zu erfahren.Ich habe lange Jahre in Museen , Archiven und Landesbibliotheken sowie Kirchen etc. recherchiert, bis wir unser Friesenlager "authentisieren" konnten. Ich empfehle Dir das Buch ,welches ich hier im TV rezensiere.Dort wirst Du aber auch mehr über die Friesen im Hochmittelalter sowie Spätmittelalter erfahren, als übers Frühe-.Wir versuchen uns ( normalerweise 13. Jh.) am 13. 14,u.15. August in Norden zum ersten mal im Frümi.Das ist uns der Spaß mit den Wikis wert. Ansonsten entsteht gerade eine Neue Friesengruppe in Whv.Außerdem haben wir jeden Donnerstag in Spohle Kampftraining.
Kannst Dich ja mal melden
Groetnis
Michael de Egge,de Fresena
Seid mir gegrüsst!
Ich bin momemtan auf der suche nach informationen über die friesen im (frühen) mittelalter, und schon fast am verzweifeln...
Wo kann ich mich schlau machen? Bin aus varel...
Auch eine mittelaltergruppe würde mich sehr interressieren, bin es leid alles allein zu machen und suche menschen die mir vielleicht einiges erzählen können. habe grade erst angefangen mich mit MA zu beschäftigen,und bin etwas hilflos. Bin eine maid,22 jahre alt.
Könnt ihr mir vielleicht helfen?
Ach so , ach ja.Habe kürzlich zum Thema "Wilhelm und die Friesen" eine Zusammenfassung mit ein Paar Ergänzungen geschrieben.Will ich hier jetzt nicht alles dichtschreiben.Wen´s interessiert ,schick ne mail zu mir in Hus.Ich schick das denn als Word-Datei zurück.
Farwälje
Michael de Egge,de Fresena
Bitte werft uns hart recherchierende Friesen nicht in einen Pott mit diesem Stockkampfquatsch.Haben schon lange gebraucht um so was aus dem eigenen Lager zu verbannen.Muß mich ja beim Wort Friese(n) angesprochen fühlen,komm schließlich da vonne Küste....
Ich weiß auch nicht , was der Name Ascomanni Frisiä soll.Meines Wissens nach nannten die Sachsen die Wikinger Askomannen(Eschenmänner)oder wie war das noch?
Michael de Egge,de Fresena
Dir entgeht halt doch das eine oder andere. Vielleicht sind die Friesen ja annodazumals durch unterirdische Kanäle, welche von einer bestimmten Königin vor Jahrtausenden angelegt worden sind, unbemerkt nach Asien gelang?! Wer weiß, wer weiß.
Nein, die Frage ist - wenn ich mir die Adresse www.osaka-dojo.de anschaue - was das mit Friesen bzw. ihrer Kampfkunst zu tun hat. Dachte immer, die Friesen leb(t)en in Europa. Man lernt halt immer noch dazu
Ich weiß ja nicht wen du mit dieser Bezeichnung meinst, aber ich fühl mich mal einfach angesprochen...
Ich gehöre zu der Friesengruppe Ascommani Frisiae aus dem Großraum Leer
Wir stellen das Friesischen/ Norddeutsche Frühmittelalter dar, und setzen uns unter anderem aus Grabungstechnikern der Ostfriesischen Landschaft zusammen (also direkt an der Quelle :) ) Unter anderem verantstalten wir auch vereinsinterne Workshops (und hätten auch gern mal ein paar andere gruppen dabei)
DAZU: FALLS INTERESSE BESTÜNDE WÜRDE EIN STOCKKAMPFSEMINAR STATTFINDEN (in Norddeutschland)UNTER LEITUNG EINES WELTMEISTERS SIEHE: www.osaka-dojo.de (falls dazu fragen sind an mich bitte)
gruß W.Kardieson
Hallo Hadu! Wenn Du noch an dem Thema interessiert bist, dann nimm doch mal mit dem Henk t´Jong aus Holland auf. Seine E-Mail Anschrift findest Du in der TAVERNE .
Udo
Vielleicht kann man ja im Juni in Neustadt-Glewe (siehe den neuesten Tread) schon mal den Kampf mit nordischen Völkern üben...so als Generalprobe quasi!?
Udo
Grüß Euch, tja, meine Ex-Frau ist Friesin,und auch in Friesland gibt es zweisprachige Schulen. Aber, cherz beiseite, da bildet sich wohl eine Gruppe, zumindest am Telefon recht nette Leute!
Euer Haduwolff
Hallo, Haduwolff, ja, wie hast Du Dich denn mit denen verständigt? Ich dachte die Leute da sprechen nur Friesisch? Ernsthaft, gibt es in Friesland auch Mittelaltergruppen, die die regionalen Eigenheiten darstellen? Herzlichen Gruß Sascha
Grüß Euch, ja,ja, Udo, Du ahnst schon richtig, ich habe Kontakt mit ein paar schlachtwütigen Friesen, die auch mal wollen, und nicht nur aus dem Norden zugucken möchten, wie alle ihren Spaß haben. Mal schauen, was da so kommt...!
Euer Haduwolff
Entschuldigung, ich habe noch vergessen, nachzutragen, wer Bischof von Lüttich 1256 bzw. 1288 war: zuerst 1247-1274 Heinrich von Geldern, ein wenig angenehmer Zeitgenosse, gegen den die Bürger eines gewissen Henri de Dinant nicht weniger als vier Aufstände machten, allerdings unterlagen; 1274 wurde er dann vom Konzil von Lyon wegen seiner Gewalttaten abgesetzt. Zur Zeit der Schlacht von Worringen war es dann Johann von Flandern (1282-1296), also durchaus Verwandtschaft von einem der Beteiligten der Schlacht. Deine Vermutung, Sascha, trifft also durchaus zu! Die großen niederrheinischen Familien spielten auch hier mit.
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Arglwydd Rhisiart
Kann den Ort der Wahl anhand einer Primärquelle bestätigen; in der "Chronica regia Coloniensis, Cont. IV" (1246/47) heisst es wörtlich: "Der päpstliche Legat, die Erzbischöfe von Köln, Mainz, Trier und Bremen, viele Bischöfe, der Herzog von Brabant und viel Grafen kamen auf dem Blachfelde von Worringen zusammen und wählten hier den Grafen Wilhelm von Holland, einen noch jungen Mann, dessen herz und Sinn sie für eine so hohe Würde wohl vorbereitet erkannten, zum neuen König. Viele nahmen daselbst das Kreuz gegen den abgesetzten Kaiser" (zitiert nach: W. Lautemann, Geschichte in Quellen - Mittelalter, München 1975, S. 564). Worringen ist also nicht nur wegen der Schlacht geschichtsträchtig.
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Arglwydd Rhisiart
´n Abend, habe noch mal bei den Niederländern nachgelesen. Der genaue Ort der Königswahl Wilhelms soll demnach auf freiem Feld bei Worringen gewesen sein. Die Friesen werden in dem Band als mehr oder minder unbeugsam beschrieben. Einer holländisch-gräflichen Führung wollten sie sich jedenfalls wohl nicht beugen. Sollte die Gräfin Maragreta von Flandern also wirklich geistige Urheberin des Aufstandes gewesen sein, dürfte sie es nach den Schilderungen nicht allzu schwer gehabt haben, die Friesen aufzuwiegeln. Einen Grund hätte sie wohl gehabt, hatten doch Flandern und Holland erst wenige Jahre zuvor Krieg um den von Haduwolff genannten Hennegau geführt. Die Chronisten Wilhelms beschreiben die Friesen, nach H P. H. Jansen*, als gefährliche Feinde, die Wilhelm keinesfalls in der Heimat zurücklassen konnte, wenn er nach Rom zur Kaiserkrönung gezogen wäre. Jansen sieht das zwar etwa anders, aber er nutzt diese Einstellung auch gleich zur Darlegung der wenig auf das Reich und mehr auf seine eigene Grafschaft gerichteten Handlungen Wilhelms. Nur gelegentlich handelte Wilhelm wohl wirklich als König des Reiches. Einmal noch mit Sicherheit, um seinen eigenen familiären Interessen Bahn zu brechen, nämlich als er in Frankfurt seinen Königstitel benutzt um Margareta den Lehensanspruch auf den Hennegau zu entziehen. Was also die Handlungen dieses Königs angeht, ist er genau so gefangen in territorialen Verstrickungen, wie seine Standesgenossen in Niederdeutschland auch. So bekommt auch der Kampf mit den Friesen wohl wieder eher das regionale Gewicht, das ihm zusteht. 30000 Kämpfer erscheinen mir also immer fragwürdiger. Alle drei zuvor genannten Städte liegen in Holland, sprechen also nicht für Gefolgsleute außerhalb der Grafschaft. Solltest Du übrigens wirklich ernsthaft überlegen, die Schlacht nachzustellen, Hadu, empfehle ich die Wickis um Unterstützung zu fragen;-) Die Friesen werden auch im HMA noch mit Rundschilden dargestellt, die den alten Modellen verdächtig ähnlich sehen. So jedenfalls in einer Abbildung von Kämpfern in der Kirche von Woldendorp von 1250 und auf dem Siegel des Upstalboombundes, dort sind die Schilde allerdings recht klein. Ansonsten sollen die Freisen ja auch ohnedies leichter bewaffnet gewesen sein. Muß wohl auf weichem Grund oder brüchigem Eis durchaus Vorteile gebracht haben... Herzlichen Gruß Sascha * in: Algemene Geschiedenis der Nederlanden 2 Middeleeuwen, Bussum 1982
Ah, ein Stadtmensch, - und aus Köln. Hallo, Udo:) Vielleicht weißt Du, oder jemand anders, ja noch ein Bischen was zur Lokalgeschichte? Mir ist Immer noch nicht ganz klar, warum es sich die Kölner Bürgeschaft erlauben konnte, offenbar Konrad von Hochstaden zu verwehren, die Wahl Wilhelms von Holland in den Mauern der Stadt abzuhalten. Immerhin findet das ganze ja noch 40 Jahre vor der entscheidenden Schlacht bei Worringen statt. Oder war auch entgegen des außenpolitischen Bildes, das er bietet, Konrad von Hochstaden gegenüber den Städtern schon so in seiner Position geschwächt? Wie haben wir uns Worringen zu der Zeit vorzustellen? Aus dem Ausgang der Schlacht von 1288 weiß ich wohl, das es in Worringen eine Burg gab, die dann geschleift wurde und in der Kölner Stadtbefestigung verbaut. Unterstand die also dem Erzbischof? Herzlichen Gruß Sascha
Grüß Dich, Udo, ja, das war tatsächlich vor 6-7 Jahren real geplant, da das Schlachtfeld z.T. noch nicht bebaut ist. Fred Struben hats probiert, fand aber nicht genug Leute, die umsonst mitmachten, und die Orga stellte sich als zu schwierig heraus. Das Problem, daß Worringen eine Reiterschlacht war, ergibt den Rest...!
Euer Haduwolff