Christoph, sorry, ich verkaufe nicht. Dafür habe ich zuviel Arbeit da reingesteckt (praktisch alles selbstgesammelt). Idar-Oberstein ist natürlich DIE Quelle für Mineralien, zumindestens was Quarze, Halb-, Edelsteine und Stufen angeht. Ob die da auch Glimmer anbieten? Naja, ich werd gleich mal wieder ein bischen surfen und nachschauen. Also die suche nahc Glimmer und Bonn gibt: Mineralogisch-Petrologisches Institut und Museum der Universität Bonn Poppelsdorfer Schloß D-53115 Bonn Die könnten evtl. weiterhelfen. Bei der Suche Idar-Oberstein und Glimmer fiel mir folgendes ins Auge: members.sitec.net/q_m Der Verkauft Glimmer und ist in Dortmund auf ner Mineralienbörse zu finden (Link Kontakt) Viel Glück Carmen aka
Hallo Carmen! Ob man in Idar-Oberstein auch Erfolg dabei haben könnte? München ist für mich ein wenig zu weit. Wenn Du so kleine Stückchen hast, ist das doch gerade für eine Laterne Ideal! Mit Lötblei aneinander gebracht, sind die garantiert superkorrekt. Wenn Du Dir die alten Kirchenfenster, Butzenscheiben usw. anguckst, werden diese ja auch so miteinander verbunden. Und mit kleinen Stücken bekommt man garantiert eine Laterne voll, oder? Verkaufst Du? Gruß v. Arlen
Keine Ursache, Christoph. Ich hab hier schon soviel gelernt, ohne mich richtig revanchieren zu können. Also, was das Herstellen von Lampen aus Glimmer angeht: das größte Stück zusammenhängende Glimmer, das ich jemals gesehen habe, war nur handgroß :-( Schiefer hat leider die unangenehme Eigenschaft, genau dort zu brechen, wo man es garnicht gebrauchen kann. Meine eigenen Vorräte an Glimmer sind selten mehr als daumenlang, fingerdick und -breit. Leider komme ich moment nicht dazu, mich mehr um Mineraliensammeln zu kümmern, sodaß ich auch momentan keine Infos über fundstätten in Deiner Nähe habe. Zum Kaufen: ich würde mal in die gelben Seiten unter Mineralien schauen (okay, die meisten Händler sind Schrott und verkaufen total überteuerte Halbedelsteinstückchen als ausgefallen Schmuck) und die dort nach Adressen von Lieferanten, die Glimmer haben könnten, ausfragen. Außerdem gibt es normalerweise in so ziemlich jedem größeren Ort irgendwann im Jahr (gerne im Herbst) eine Mineralien- /Fossilien- /Schmuckbörse, bei denen man manchmal brauchbare Händler trifft. Die größte dieser Veranstaltungen findet in München statt, dies Jahr vom 6. 10. - 8. 10. Mindestens da, sollte man an Adressen herankommen. Ansonsten kann man es evtl. noch im Bauhandel versuchen, da Schiefer ja manchmal auch dort eingesetzt wird. Ob die allerdings Glimmerschiefer führen, ist mir nicht bekannt. Hoffe, Du findest, was Du suchst Carmen aka
Genau, Glimmerschiefer wars! Danke, Carmen! Nun, könnte man diesen Schiefer dann nicht in diverse Laternen einbauen? Wäre auf jeden Fall sicherer als Elefantenhaut oder sowas ähnliches. Wo kann man das Zeug beziehen? Gruß v. Arlen
Tja, ich hatte Recht, es gibt Glimmerschiefer. Also sind meine mineral. Kenntnisse doch nicht so verstaubt (nur Hobby!). Durchscheinend genug ist Glimmer auch, wenn man die richtigen Sorten nimmt und auch ziemlich unempfindlich (wurde früher als Isolationsmaterial bei Storm - hab vergessen, in welcher Art von Schaltungen- verwendet). Leider hab ich auf die schnelle nichts über die Verwendung im MA gefunden, außer dem folgenden Link: www.swin.de/kommunen/ssw/kultur/gunnar.htm (kulturgeschichtliche Sammlung zur Entwicklung von Feuererzeugung und Beleuchtung vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert) Vielleicht können die ja dir weiterhelfen Carmen aka
Hallo! Hab mal vor langer Zeit gelesen, daß irgendeine Schieferart lichtdurchlässig sei und in Burgen und Kaufmannshäusern verwendet wurde. Weiß darüber jemand was? Gruß v. Arlen
Sooo, jetzt geb´ ich hier doch auch noch meinen Senf zu: Außer Haut, Darm etc. kann man auch Horn benutzen: Hornzapfen entfernen, Horn reinigen, aufschneiden (längs), Spitze abschneiden, Stück erwärmen und aufbiegen. Glätten, polieren, verwenden. Holzprodukte sind eigentlich alle Pech; Teer ist ein Erdölnebenprodukt. Pechsorten gibt´s verschiedene, weißes, gelbes, braunes und schwarzes, mit unterschiedlichen Verwendungen. Pech riecht ungefähr wie 10-fach komprimierter Lagerfeuergeruch aus harzigem Holz und läßt sich vielseitig verwenden, mit besser und schlechter geeigneten Varietäten: kleben, imprägnieren, schmieren, abdichten, oder als Salbenbestandteil - von Lichtquellenfunktion hab´ ich (bis jetzt) nichts gehört. Pech wird in einem Pechstein (Pechmeiler, Schmierofenplatte) oder einer Pechgrube hergestellt; der Vorgang erfordert harziges Holz, Geschick, Geduld, Platz, tolerante Nachbarn (10fach komprimiertes Lagerfeuer…) und mindestens 2 Leute (muß Tag und Nacht über 2-3 Tage betreut werden; Aufbauzeit nicht eingerechnet). Alles inallem ziemlich aufwendig… Einfacher: einen Schmied eures Vertrauens bitten, seine Esse zur Verfügung zu stellen und mit 2 Töpfen (oben Topf gefüllt mit Holz/Birkenrinde/Buchenrinde, im Boden Löcher; unten Auffangtopf) das ganze zu destillieren. Ich bekomme mein Pech gläschenweise von einem Bekannten, dessen Hobby (unter anderem) Pechsieden und Schmieden ist… Viele liebe Grüße, die Lagerkatze
Moin zusammen. Zum Thema windgeschützte Laternen: Ich kenne Abbildungen von Lampen, die den gebräuchlichen Stallaternen sehr ähneln. Unterschiede: Sie sind nicht vier- sondern sechs- oder achteckig, der Deckel ist nicht gerade, sondern gewölbt, und die “Glasflächen” sind oft (nicht immer!) nochmal quer unterteilt. Anstelle von Glas wird in die "Leuchtflächen) Rohhaut oder getrockneter Darm eingesetzt. Einer von unseren Leuten haz solche Laternen schon gebaut und mir folgende Beschreibung gegeben: Gerüst aus Holz bauen, beim Schlachter Schweinedarm besorgen, zu Hause auspacken und ausbreiten (stinkt erbärmlich), damit er etwas vortrocknet. Vorsicht, trocknet schnell! Glätten, in der erforderlichen Größe ausschneiden, in die Fugen der Laterne einsetzen und ganz trocknen lassen. Mit Rohhaut funktioniert es genauso, nur daß sie langsamer trocknet und dabei stärker schrumpft. Das Licht dieser Laternen entspricht in etwa dem einer Lampe mit Milchglasscheiben, etwas gedämpft, aber sehr weich und angenehm. Auf mittelalterlichen Bildern, die nächtliche Streifzüge zeigen (die Sache mit dem ßlberg, ihr wißt schon), habe ich schon oft Leute gesehen, die an Stangen Feuerkörbe vor sich hertrugen und damit den Weg beleuchteten. Als Taschenlampe, sozusagen.
Hallo Raimund Also zum Thema Gesundheitsschädlich , das ist die niedrigste Gefahrenklasse und auch die die auf vielen Reinigungsmitteln in deinem Putzschrank prangert . Natürlich sollte man den Kontakt vermeiden aber es wird auch nichts passieren wenn du es dir mal über die Finger schüttest . ( ich sprech aus Persönlicher Laborerfahrung ) Einzig beim Verbrennen wäre ich etwas vorsichtig , da dabei sehr wahrscheinlich ein wildes Gemisch aus Schwefel- ,Stickstoff- und Kohlenmon - und dioxiden entsteht , also besser nur im Freien verwenden. Ich habe gehört man würde das Zeug auch beim Camping Zubehör bekommen , hab ich aber noch nicht probiert !
Was die Netzlampen betrifft, sehe ich die im Moment laufend in allen möglichen Dekoläden rumstehen. Das reicht, um diesen Gedanken zu verwerfen. Die sind so hässlich. Aber von den Glaslampen habe ich allerdings auch die Nase voll, weil ich jedesmal beim Lagerauf- und abbau die Scheiben rausnehmen und extra verpacken muß. Alles in allem hat man sich ja seinerzeit auch nicht allzulange im Dunkeln amüsiert, sondern ist mit der Sonne schlafen gegangen.
Hallo, vor der Verwendung von Birkenteer kann ich nur warnen. Auf dem Etikett der Flasche ist ein schwarzes Schrägkreuz auf gelbem Grund und der Text: Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut und beim Verschlucken. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel Wasser und Seife. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Wer`s jetzt immer noch probieren möchte: Gibts in der Apotheke zu den dort sprichwörtlichen Preisen.
Hi. Habt ihr bis hierher gelesen ? Schaut doch noch einmal bis zu Eintrag Nr.9 zurück. Dort steht eine Telefonnummer. Ansonsten kann man sich auch an das Slawendorf in Groß Rahden (Hoffe ich habe das richtig geschrieben, Tel.Nr. kann ich bei Interesse raussuchen..) wenden, die bauen nämlich gerade ein zweites ´Slawenboot´ nach und beziehen dafür Pech/Teer. Und zwar irgendwo aus dem skandinavischem Bereich, hab leider vergessen von wo. Die Bauform von Teerfackeln ? Mir sind bisher keine Belege bekannt. Man ist da also schon auf seine eigene Vorstellungskraft/Experimentierfreudigkeit angewiesen. Auch zum Thema Qualmen und Stinken wurde in diesem Thread schon etwas gesagt…. Lieber Markus. Aluminium…was? Wir machen uns Gedanken über ´A´-Leuchten, …..*grins* Die Idee mit dem Gitter ist ansonsten schon mal eine ßberlegung wert. Für Lager, die sich viel Metall leisten können…..
Hallo Johanna, wie macht man denn konkret so eine Leuchte aus Buchenholzteer? Mal abgesehen davon, daß es wahrscheinlich fürchterlich qualmt und stinkt und sich deshalb nur für den Freilandgebrauch eignet. Wo bekommt man Birkenholzteer her? Buchenholzteer bei der Genossenschaft (Hufteer für Hottehü´s?). Steffi, auf der Suche nach der Erleuchtung
Seyd gegrüßt, Birkenholzteer wurde zum Abdichten und Kleben benutzt, (hält zusammen wie Pech und Schwefel) Buchenholzteer wurde zum Beleuchten benutzt. Gehabt Euch wohl
Johanna Markgräfin zu Wiesenthal, Daniel Schweickhart zu Wolfsegg
Gott zum Gruße, wertes Volk, zum Thema “Windesicherheit” ist meines Erachtens der Vorschlag mit der Schweinsblase als Glasersatz recht gut, da billig, verfügbar und funktionabel (siehe hierzu auch chinesische Lampions). Auch ist es vorstellbar, daß man entsperchende Stücke ebenso verwendete wie heute Glasscheiben. Irgendwo bind ich bei meinen Stöberbesuchen in einem Museum über eine alte Laterne aus dem 15.Jhd. gestolpert: Sie bestand aus einem engen Drahtfiligran, das mit Draht zu einem dichten Gitter zusammengebundet war. Der Effekt hierbei ist folgender: Das enge Gitter bremst die Luftströmung, läßt aber licht durch. Ich könnte mir vorstellen, daß man aus heutiger Sicht so ein Exemplar aus Aluminium-Fliegengitter bauen könnte - wenn man für die Drahtfiligranarbeit zu faul ist. Als Suechtmittel hierfür eignen sich alle Arten von Kerzenersatz. Viel Spaß beim Balsteln wünscht
Markus, Profoß derer Burg Volk Freie zu Königsberg
Seid gegrüßt! Vorsicht! Nichts authentisches jetzt, nur ein Erfahrungsbericht über unseren Running-Gag: “Diiiieee Fackel häätste sehn solln!” Auf einem Mittelaltermarkt haben wir des nächtens uns auch mal eine “Fackel” gebaut. Hab keine Ahnung mehr wieso, wahrscheinlich einfach nur eine dumme Idee gewesen. Wir hatten einen völlig irren Knüppel genommen, ihn wild mit irgendwelchen Juterestern umwickelt und einige Male in den Bienenwachstopf meines Freundes gesteckt, der damals noch Kerzenzieher war. Das ergab dann ein völlig konfuses Ding, das wir irgendwo in den Boden rammten und drum rum eine Party zelebrierten. Was soll ich sagen, die Fackel brannte die ganze Nacht durch und auch am Morgen als die ersten Alkoholleichen wieder zu sich kamen, fackelte das Ding immer noch leise vor sich hin! So, das war jetzt unser Erfahrungsbericht unserer Außenbeleuchtung. Ansonsten nehmen wir selbstgetöpferte ßllampen zum Aufhängen, die mit den drei Dochten oder vorm Zelt diese Feuerschalen, die man mit Wachs und/oder ßl vermischten Sägespänen füllt. Die Option mit dem Rindertalg müßte man mal ausprobieren. Auf jeden Fall wird wohl niemand mehr bei uns Kerzen verwenden, nachdem letztes Wochenende wegen einer umgekippten Kerze das Zelt unseres Schusters abgebrannt ist!