Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Rauchen im Mittelalter

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Eintrag #25 vom 10. Mrz. 2000 23:57 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Nein, Carsten, ich entnahm es der Literaturangabe von POLLNER, Otto: “Pfeiferauchen leicht gemacht - Die richtige Art, Tabak zu genießen.”, sorry. Gruß, Kai

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Eintrag #24 vom 10. Mrz. 2000 03:05 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hey, Kai! Hast Du das Buch? Ich habe es irgendwann (als ich begann, Zigaretten zu rauchen) verschenkt)!
Carsten

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Eintrag #23 vom 07. Mrz. 2000 22:45 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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P.S.: Zu Carstens Eintrag 14 habe ich folgende Angabe gefunden: HOCHRAIN, H.: “Das ABC des Pfeifenrauchers.”; Heyne Verlag, München 1977 Gruß, Kai

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Eintrag #22 vom 07. Mrz. 2000 22:30 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Ja, ähnliches habe ich auch gehört, und zwar zu Anfang diesen Jahres, als mir ein Maroccanischer Fremdenführer erzählte, daß das “Rauchen aus der Wasserpfeife”, wie manche anderen Nordwestafrikanischen und Vorderasiatischen Traditionen, sich auf die INDISCHE Kultur zurückbeziehen ließen. Quellenangabe: Der Mann heißt Mohammed und seine Familie lebt südöstliche von Agadir/ Marocco
Gruß von Carsten

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Eintrag #21 vom 07. Mrz. 2000 22:13 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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… sollte natürlich heißen “[…] Rauchmaterial […]”, sorry.

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Eintrag #20 vom 07. Mrz. 2000 22:11 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Interessant finde ich folgende Aussage: “Die Wasserpfeife ist keine Erfindung der Türken oder Araber. Sie hat sich vermutlich viel weiter östlich aus dem ältesten Rauchgebiet der alten Welt, der Dhoom netra des alten Indien, entwickelt. In einer Schrift aus dem ersten Jahrhundert nach Christi wird sie bereits erwähnt. Das Rauchgefäß bestand aus zwei Halbkugeln, von denen die untere (wahrscheinlich aus Keramik) mit glühender Holzkohle gefüllt wurde. Die obere Hälfte, wohl aus Buntmetall, nahm das Ruchmaterial (bestimmte Kräuter) auf. An der oberen Halbkugel wurde ein Mundstücksrohr mit bestimmter Krümmung befestigt.” (POLLNER, Otto: “Pfeiferauchen leicht gemacht - Die richtige Art, Tabak zu genießen.”; Falken-Verlag GmbH, Niedernhausen/ Ts., 1989, S. 41) Gruß, Kai

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Eintrag #19 vom 07. Mrz. 2000 22:01 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Es sollte heißen “Aber das war jetzt der letzte Beitrag von mir….” Sorry
Gruß von Carsten

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Eintrag #18 vom 07. Mrz. 2000 21:56 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Zu Eintrag 14: Das soll Nicotinum, nicht Nicotium heißen (klingt ja wie NARCOTICUM. Wobei mir dabei einfällt, daß NICOTIN, in konzentrierter Form, noch bis in die sechziger/siebzieger Jahre des 20. Jahrhunderts, als Schädlungsbekämpfungsmittel (Saugende und Beißende Insekten), verwendet und erst dann - wegen der hohen, akuten Toxidität, verboten wurde. Aber das war jetzt mein letzter Beitrag von mir zum Thema der Tabakprodukte, denn wie hier schon von vielen gesagt wurde: Mit dem Mittelalter hat das (Rauchen) nichts tun.
Gruß von Carsten

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Eintrag #17 vom 07. Mrz. 2000 21:43 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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TORF soll auch geraucht worden sein, aber NICHT im Mittelalter, sondern im und nach dem II. Weltkrieg. Ging aber “meistens in die Hose”, wie mir MEIN Großvater berichtet hat.
Gruß von Carsten

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Eintrag #16 vom 07. Mrz. 2000 18:27 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Probiers mal, Hilmar

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Eintrag #15 vom 07. Mrz. 2000 17:07 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph Kannst du mir kurz das Süßholzrauchen erklären? Ich als bekannter Süßholzkauer (nein nicht -Raspler, denn davon geht die herbe Komponente des Aromas verloren) kann mir DAS nun wirklich nicht vorstellen.
Hilmar Becker

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Eintrag #14 vom 07. Mrz. 2000 15:13 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Der erste Tabak (Nicotium affinis) wurde im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht, in den ersten Jahrhunderten nur sehr wenig geraucht, und nicht als Genußmittel gesehen, sondern medizinisch angewandt. Deshalb wurde der Tabak bis in das vorige Jahrhundert hinein ausschließlich in Apotheken gehandelt. Im 18. Jahrhundert entstand der Beinahme “Herbes reginae”, “Kraut der Königin”, da MARIA THERESIA im SCHNUPFTABAK ein wirksames Mittel gegen ihre Migräne gefunden hatte und dies weit propagierte und anderen anempfahl. Eine weitere Verbreitung in “Deutschland” fand der Rauchtabak erst - und zwar langsam, ab dem Anfang des vorigen Jahrhunderts, und zwar, wie weiter unten zu lesen, haupsächlich als Pfeifentabak und ferner als Zigarre. Rauchverbote gab es im deutschen Sprachraum seit dem 17. Jahrhundert (was natürlich auf Rauchkonsum hindeutet, der aber gesamtgesellschaftlich gering war). Ab der bürgerlichen Revolutionsbewegung, im frühen 19. Jahrhundert, wurde er zu einem Politikum und prägte das Bild des, um seine Freiheit streitenden Bürgers, mit: WANDSCHRIFT IN EINEM FRANKFURTER STUDENTENLOKAL: “Hier nennt man Bürger sich und raucht!” Das Tabakdrehen entstand in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts und zwar zunächst in den USA. Industriell gefertigte Filterzigaretten kamen erst in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts auf. (Nachzulesen u.a. in: HOCHRAIN , HELMUT: “Das Buch des Pfeifenrauchers”, (????) Wenn tatsachlich, vor Verbreitung des Tabaks als Genußmittel (ab 19. Jahrhundert) in unserem Kulturraum irgendetwas geraucht - also durch den Mund absichtlich inhaliert wurde, dann allerhöchstens aus medizinischen oder kultischen Gründen (wofür mir aber keine eindeutigen Belege vorliegen), auf gar keinen Fall als Genußmittel. Jedweder Versuch, den eigenen Rauchkonsum “im Gewand” zu rechtfertigen, ist meines Erachtens aussichtslos. Und wir Raucher müssen es eben halten wie bisher: Heimlich rauchen oder uns blamieren!

Gruß von Carsten

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Eintrag #13 vom 07. Mrz. 2000 10:17 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, ja, geraucht wurde im MA. Und zwar in den Kirchen mit Weihrauch. Ansonsten ist das Alltagsleben im MA ziemlich gut erforscht, und es gibt keinen Hinweis in mir bekannten Quellen auf den Konsum von Rauch/Rauschdrogen durch Inhalation, während z.B. Alkoholgebrauch wohlbekannt war. Räucherungen , z.B. mit Salbei, Wachholder, Bilsenkrautsamen usw. ist in der Volksheilkunde sicherlich vorstellbar, aber nicht als personengebundener Qualm. Ich erinnere mich da an einen Typen, der Specksteinhaschischpfeifchen auf einem Hillermarkt anbot, und der das mit den Rauch-Gewohnheiten der Eskimos begründete…
Euer Haduwolff

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Eintrag #12 vom 07. Mrz. 2000 08:42 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen. Man kann übrigens auch getrocknetes Laub, Tee und Schafscheiße rauchen. Und die Reaktionen unserer Vorfahren im 16. Jhd. auf die ersten “richtigen”, also die ersten Tabakraucher (Sir Walter Raleigh z.B. wurde angeblich mal von seinem erschrockenen Diener mittels eines Eimer Wassers “gelöscht”) läßt vermuten, daß die Menschen des Mittelalters und der frühen Neuzeit mit dem Vorgang des Rauchens durchaus vertraut waren. Leute, bleibt doch mal ernsthaft. Nur weil man etwas tun KßNNTE, heißt das doch noch lange nicht, daß man es auch wirklich tut. Die Faszination des Tabakrauchens entstand wegen der Wirkung des Nikotins, nicht weil es die Leute so toll fanden, sich Rauch durch die Lunge zu pusten. Was, glaubt ihr, wäre im MA mit jemandem passiert, der qualmend wie ein Schornstein durch die Gegend läuft? Das hätte der Bischof bestimmt nicht lustig gefunden!
Dietrich

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Eintrag #11 vom 07. Mrz. 2000 01:46 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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zunächst mal wäre da das süßhólz. was man auch rauchen kann. die pflanze, die ich aber meine, ist eine andere. da muß ich mich erst bei meinem großvater erkundigen. Gruß v. Arlen

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Eintrag #10 vom 06. Mrz. 2000 23:58 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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…und vorallem wären dazu wirklich belegbare Quellem von hohem Interesse… Ger

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Eintrag #9 vom 06. Mrz. 2000 23:48 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Also, Christoph, spanne uns nicht auf die Folter: Welche Pflanze meinst Du?

Gruß von Carsten

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Eintrag #8 vom 06. Mrz. 2000 22:38 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Also, da Salpeter, Schwefel und Holzkohle schon im FMA bekannt waren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß … hätte , könnte , warum eigentlich nicht… ;o)))
Pax, Timm der Wissenschafts-Papst

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Eintrag #7 vom 06. Mrz. 2000 17:32 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Leute! Im MA, und sicher schon davor, wurde geraucht! Aber nicht in der Art, die wir heute kennen. Es gibt eine europ. Pflanze, deren Stiel ein guter Rauchersatzt ist. Fragt mal eure Eltern und vor allem Großväter, sie kennen diese Pflanze garantiert. Mein Vater hat mir damals dieses Kraut mal gegeben, um mir zu zeigen, wie ecklig rauchen ist ;o) Hat trotzdem nichts genützt ;o) Da der Stiel dieser Planze braun ist, habe ich mit meinen Zigarillos keine Probleme auf MA-Märkten. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie ich darauf komme, daß dieses Zeugs schon im MA geraucht wurde. Ganz einfach: Das wurde sicherlich nicht in der Zeit unserer Großeltern erfunden, sondern weit früher entdeckt und von Generation zu Generation weitergetragen. Da die Pflanze eindeutig ein europ. Unkraut ist, glaube ich durchaus, daß sie auch schon vor dem 16.Jhd. genutzt wurde. Die Leute waren ja nicht blöd (man denke an die Rauschmittel!) Allerdings wurde sowas natürlich nicht aufgeschrieben. Dazu war es zu uninteressant. Ach ja, auch Süßholz kann geraucht werden! Gruß v. Arlen

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Eintrag #6 vom 06. Mrz. 2000 11:02 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Lars. Selbstverständlich wurde im von Dir angegebenen Zeitraum bereits heftigst gequalmt. Leider aber keine Zigaretten, da man noch nicht in der Lage war, das für diese Glimmstengel benötigte Papier in der erforderlichen Qualität herzustellen und sich auch mit den Filtern noch etwas schwertat. Statt dessen rauchte oder, wie man damals sagte, trank man das Kraut entweder aus Pfeifen oder drehte sich die Tabaksblätter zu dicken Zigarren. Natürlich war das in Amerika, und da es die Nordmannen leider versäumt hatten, diese edle Pflanze zu exportieren, bevor sie Vinland wieder verließen, blieb das Wissen um die Kunst und das Laster des Rauchens bis 1492 auf diesen Kontinent beschränkt.
Dietrich

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