Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Weibliche "Rollen" auf Märkten

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Eintrag #35 vom 31. Mai. 2002 14:15 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hallo Tine!

Aaaalso,
Du bist Midglied in einer Mittelalter-Gruppe. Wenn es dabei ums Hochmittelalter gehen soll, dann ist Deine Frage nicht so leicht zu beantworten. Was das Bogenschießen anbelangt, hast Du ja schon Tips bekommen: Als Frau eventuell zur Jagd; wenn Du es kriegerischer magst - es gibt, soweit ich weiß, auch einige Frauen in der Szene, die Männer darstellen.
Waldläufer - nun, ja, so etwas wie Aragorn, Sohn des Arathorn, gibt es im Hochmittelalter weder in weiblicher noch in männlicher Ausführung. Die Furcht vor den Räubern im Wald ist eine Sache des 16. Jahrhunderts, und auch die Kriegsführung mit Versteckspiel im Wald entspricht nicht der mittelalterlichen Kriegsführung. Vielleicht sind es ja nur ein oder zwei Aspekte, die den Typ “Waldläufer” für Dich interessant machen, und von denen man ausgehen kann, um etwas für Dich zu finden. Ich versuch mal, ein paar Aspekte rauszupulen:
“Unweibliche” Rolle: Frauen, die sich von ihren Männern nicht unterbuttern ließen, muß es zu allen Zeiten gegeben haben. Ich habs nicht mehr genau im Kopf, aber die “Canterbury Tales” von Chaucer, besonders die Erzählung der Frau aus Bath, könntest Du Dir mal anschauen. Auch Witwen konnten relativ frei agieren. Du könntest einen Handwerksbetrieb oder ein Handelshaus von Deinem Mann geerbt haben und jetzt mehr oder weniger selbständig weiterführen.
“Kriegerisch”: Es gibt hier irgendwo einen ganzen Thread zu Frauen mit Waffen. Zusammengefasst kann man sagen: Eigentlich nur in Ausnahmefällen. Wenn die Burg angegriffen wird und die Männer gerade unterwegs sind. Im gerichtlichen Zweikampf. Wenn Dir das aber als “Lebensform” gefällt - wie gesagt, es gibt anscheinend auch Frauen, die Männer darstellen.
Leben im Wald: Es gibt Berufe, die das mit sich bringen. Köhler (evtl. wieder eine frisch verwitwete Köhlerin…?), Schweinehirt(in…?). Auch eher ein “Männerberuf”: Eremit(in…?). Dürfte aber wohl eher nicht mit Pfeil und Bogen gejagt haben. Dann gibt es in mittelalterlicher Literatur und Kunst die Figur des “Wilden Mannes” und der “Wilden Frau”. Dargestellt meist am ganzen Körper behaart (könnten natürlich auch Felle sein). Was die im Wald gemacht haben und ob es sie wirklich gab, weiß ich nicht. Der mittelalterliche Roman “Iwein” beschreibt, wie in der Mitte die Hauptperson den Verstand verliert und eine Zeitlang als “Wilder Mann” lebt. Im “Parzival” wiederum wird beschrieben, daß Parzivals Mutter sich mit dem Kind in den Wald zurückgezogen hat, weil sie nicht will, daß der Ritter sieht und auch so einer werden will.
Etwas, was dem “Waldläufer”, wie ich ihn mir vorstelle, noch am nächsten kommt, findet sich (leider erst!) im 17. Jahrhundert. Im “Simplicissimus” von Grimmelshausen schlägt sich die Hauptperson durch den 30jährigen Krieg. Irgendwann wird er als “Jäger von Soest” bekannt, überfällt im Wald gegnerische Truppen und sorgt durch heimliche Einbrüche in Dörfer für die Verpflegung seiner Leute. Neben dem “Simplicissimus” würde ich die “Courasche”, auch von Grimmelshausen, empfehlen zu lesen; Courasche ist eine Frau, die zum Teil als Mann verkleidet sich auch in den Schlachten des 30jährigen Krieges behauptet. Damit wärst Du nur wahrscheinlich für Deine Mittelalter-Gruppe wie auch für die meisten Mittelalter-Events zu spät.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #34 vom 28. Mai. 2002 15:45 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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vielleicht kann Ruth sich noch an die Quelle erinnern, bei einem anderen Thema (Kaninchen um Mittelalter) waren jedenfalls Frauen dargestellt, die mit Pfeil und Bogen auf Kaninchenjagd waren. Allerdings nicht wie ein Waldläufer, sondern normal Unterkleid-Oberkleid-Kopfbedeckungmässig. Nennt sich dann wohl Küchenjagd.
Kannst Du nicht den “Burschen” (Diener) von irgendjemanden darstellen, wenn Du Dich mit’ner männlichen Rolle besser fühlst?
Nic

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Eintrag #33 vom 28. Mai. 2002 11:28 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Tine,
wenn Du Dir auf “Darstellung” einer einfachen Frau (Bäuerin etc.) verlegst, bietet sich genug Raum “ruppig” zu sein. Bei Arbeiten auf dem Feld und mit dem Vieh, beim Heumachen, Schlachten oder Holzvorräte anlegen ist für Getüddel wenig Raum. Nach Untersuchungen an Skeletten und zeitgen. Quellen führten einfache Lebensbedingen und schwere Arbeit früh zu schweren Verschleißerscheinungen.
Sylvia
Projekt Folgari

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Eintrag #32 vom 28. Mai. 2002 10:43 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Bogenschützin oder Waldläuferin ?
Noch ein Exot mehr in der Szene ?
Wie wär’s denn mit Bäuerin ?
Für burschikose Frauen bestens geeignet. War im Mittelalter wohl die verbreitetste Lebensform, in der heutigen MA-Szene aber eher rar vertreten, scheint mir.
Wirklich Tine, Frauen als Bogenschütze (brauchst Du ziemlich dicke Arme) oder Waldläufer (Outlaw ?) waren im MA kaum erstrebenswert und sind in der “living history” nicht sehr überzeugend.
ßberleg’s Dir gut. Welche Zeit und Region hast Du denn gewählt ?
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #31 vom 28. Mai. 2002 10:37 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christine,
es gibt Berichte, daß Frauen bei der Verteidigung Ihrer Burgen/Städte zu Bögen gegriffen haben, was zumindest auf ein gewisses Training mit den Dingern hinweist. Jedoch gibt es keine Hinweise auf professionelle Bogenschützinnen, wobei ich mir aber vorstellen könnte, daß eine Marketenderin oder die Frau eines Soldaten auf dem Kriegszug einen Bogen bei sich tragen könnte - und wenn´s zur Verbesserung der Küche ist.
Waldläufer ist ein Begriff, den wir Herrn Tolkien verdanken und der nichts mit dem Mittelalter zu tun hat. Alternativ wären z.B. Förster, Köhler, Holzfäller, Jäger - aber bei keinem dieser Berufe wüßte ich von einer aktiven Beteiligung von Frauen.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #30 vom 28. Mai. 2002 10:20 Uhr Christine Maile   Nachricht

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Wer weiß etwas über weibl. Bogenschützen oder Waldläufer im MA? Bin kein weibl. Typ und möchte somit auch kein Burgfräulein oder Magd darstellen. Und da ich erst seit kurzem in einer MA-Gruppe bin, fehlt es mir noch an Infos. Freue mich über jeden Tip.
Grüßle Tine

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Eintrag #29 vom 11. Jan. 2002 10:31 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Handgeformte Keramik um 1300?

Hallo Nicole,
ob man als Frau darf, weiss ich nicht so recht, aber so weit ich weiss, hatte sich um 1300 bereits flaechendeckend (selbst in den etwas rueckstaendigen Ostgebieten) die Drehscheibe durchgesetzt. Hier im Osten wurde noch am laengsten mit der Hand vorgeformt und das Gefaess dann auf der Scheibe ueberdreht (im feuchten Zustand, nicht zu verwechseln mit dem drechselartigen “Abdrehen” im lederharten Zustand). Aber das hoerte in der zweiten Haelfte des 13. Jh auch allmaehlich auf. Reine Handformung gab es selbst im Osten im 13.Jh schon nicht mehr. Das heisst, wenn Du reine Handformung betreiben willst, muesstest Du mindestens in ein slawisches Gebiet im 12. Jh umziehen. Wenn es unbedingt ein deutsches Gebiet sein muss, oder sogar Rheingebiet, muss es noch wesentlich frueher sein.
Tip: gerade die slawischen Gefaesse sind oft reich verziert, also interessant fuer’s Nacharbeiten.
Gruss, Claudia

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Eintrag #28 vom 10. Jan. 2002 22:34 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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in wie weit ist es okay, sich als Frau mit Ton, ohne Drehscheibe aber mit Rollen-Technik die 1300 anpeilend darzustellen? Bevor ich Energie in die Richtung verschwende, gibt es Einwände, wenn ja, welche?
Nicole

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Eintrag #27 vom 10. Jan. 2002 19:29 Uhr Nathalie Sievert   Nachricht

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Hier noch ein Buchtip zum Thema:
“Die verborgene Geschichte der Frauenarbeit - eine Bildchronik”
Anke Wolf-Graaf, Beltz Verlag 1983
Reinschauen lohnt sich, allein schon wegen des umfangreichen Bildmaterials…
Besonders interessant auch ein Kapitel über Beginenkonvente als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft alleinstehender Frauen.
Liebe Grüße, Thordis

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Eintrag #26 vom 09. Jan. 2002 22:34 Uhr Anette Baumgarten  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anette Baumgarten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Frauen als Hanwerkerinnen

hallo,
was Frauen im Handwerk betrifft sind die regionalen Regelungen sehr unterschiedlich und auch in den einzelnen Zünfte war das sehr unterschiedlich geregelt.
So waren Frauen bei den Leinewebern sehr häufig selbständig vertreten oder hatten sogar eine eigene Zunft.
Witwen konnten fast überall eine bestimmte Zeit die Werkstatt alleine betreiben aber sie mußte (meist nach einem Jahr) einen geeigneten Gesellen heiraten wollte sie weitermachen.
Wer sich dafür in der Darstellung interessiert sollte auf jeden Fall die lokalen Rechtsspiegel wälzen.
Grüße, Anette

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Eintrag #25 vom 02. Jan. 2002 23:35 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin!
@Karen:
danke, das bringt Licht ins Dunkel.
@Knut:
Nein, das glaube ich nicht!
Denn, wenn man zum Gottesdienst seinen feinsten Zwirn anlegt wird man doch den teuren Fummel nicht gleich danach komplett auf ner schmutzigen Baustelle ruinieren wollen, oder? Auch wenn die Arbeit gottgefällig ist- ich gehe schon davon aus, das man sich umgezogen hat.
Gruss, Uli das Rudel e.V.

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Eintrag #24 vom 02. Jan. 2002 17:50 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Christine de Pizan

Hallo Uli!
ßber das erste Buch, das Du erwähnst, weiß ich nichts, aber Christine de Pizans “Stadt der Frauen” habe ich vor einiger Zeit gelesen.
Also, soweit ich mich erinnere: Es ist weder ein theologisches Buch, noch im eigentlichen Sinne ein Roman. Christine de Pizan schreibt, wie sie in vielen Büchern Schlechtes über Frauen gelesen habe, bis sie ganz mutlos wurde und anfing, diese Behauptungen selber zu glauben. Da erschienen ihr in einer Vision allegorische Frauengestalten, die ihr anboten, sie zu einer “Stadt der Frauen” zu führen. Christine de Pizan beschreibt dann den Bau dieser Stadt und ihre Einwohnerinnen und nimmt jeden Abschnitt zum Anlass, allegorische, mythische und historische Frauengestalten zu schildern und ihre besonderen Tugenden, Fähigkeiten oder Leistungen hervorzuheben. Wenn also auf den Illustrationen Frauen im Hennin Steine für die Stadtmauer schleppen, dann heißt das, daß da irgendeine Königin oder sonst wer durch ihr Verhalten in symbolischer Form ein Bollwerk für die Stadt der Frauen gebildet hat.
Aber wenn ich mich nicht ganz täusche, hat es tatsächlich Frauen bei solchen Bauarbeiten gegeben. Ich hatte im letzten Jahr mal eine Chronik aus dem 15. Jahrhundert in der Hand, in dem alle Bewohner der Stadt aufgefordert wurden, an einem einzigen Tag an der Stadtbefestigung zu arbeiten. Ausgenommen waren nur die Kinder und die Kranken. Wer nicht kam, mußte eine Geldbuße bezahlen. Ich glaube allerdings, die Frauen im Hennin werden sich mit dieser Buße lieber freigekauft haben.
Frauen als Handwerkerinnen: Gab es nicht irgendwann die Regelung, daß eine Frau ein Jahr lang die Werkstatt ihres Mannes weiterführen durfte und danach entweder aufhören oder wieder heiraten mußte? Und soweit ich mich erinnere, waren in manchen Städten bestimmte Zünfte wie das Seidenweben fest in Frauenhand.
Bis denn
Karen

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Eintrag #23 vom 29. Dez. 2001 10:33 Uhr Knut Schneider   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Frauen als Bauarbeiterinnen

Könnte es sich bei den dargestellten Frauen um Personen handeln, díe sich kurzzeitig am Kirchenbau beteiligen, um ein gottgefälliges Werk zu tun?
Das wäre dann evt. auch in solcher Kleidung möglich, zumal wenn es Sonntags im Anschluß an den Gottesdienst geschieht.
Schönen Gruß Knut, der wandernde Söldner

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Eintrag #21 vom 29. Dez. 2001 01:03 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gelb...jaja...

Grüß Euch,
Stefanie, das kommt von der Marktorganisation “Kramer, Zunft und Kurtzweyl”, die in den frühen 80er als erste das Mittelalter als Darstellung in Deutschland als Markt ins Leben gerufen haben. Die richten sich nach der Kölner Ständeverordnung aus dem späten 15. Jhdt.
Von dort ausgehend hat sich das Märchen vom gelben Kleid in die verschiedenen Gruppen und Markttrupps weitervererbt, falsch und völlig an der Realität vorbei, ähnlich der immer wieder kolportierten Markteröffnung “Seid gegrüsset, ehrenreiche Gäste, die ihr so zahlreich der Boten verkündung…blablabla…!”
Falsch, Blödsinnig - und völlig dem Publikumsgeschmack angepasst. Daher erfolgreich.
Euer Haduwolff

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Eintrag #20 vom 29. Dez. 2001 00:11 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin!
Frauen als Handwerker? Interessant bitte mehr dazu.
ZUr Hexerei: Im Aktuellen Spiegel (#52/2001) ist ein recht interessanter Artikel zum Thema Hexerei zu lesen.
Frauen als Bauarbeiter: Dargestellt in der Girart de Roussillon Handschrift um 1450 (allerdings in extrem unpraktischen langen Gewändern)
und auch mehrfach in Christine de Pisan, La cité des dames um 1470 (z.B. eine Frau im langen, dekolletiertem SMA Kleid mit Hennin beim Mörteltragen). Da Kleidung und der darausfolgende Stand solcher Arbeit eigentlich widersprechen die Frage: Um was gehts in diesen Büchern eigentlich? Sind das “Romane” oder theologische Bücher oder was?
Huren:
Im ausgehenden MA wird gestreifte Kleidung manchmal den Prostituierten, Spielleuten, Henkern oder Possenreissern auferlegt. Entweder gänzlich gestreifte Kleidung oder nur ein Kleidungsstück: Ein Halstuch, ein Kleid oder eine Nestel bei Huren, Beinkleid oder Kopfbedeckung bei Henkern, wams oder Kappe bei Spielleuten und Possenreissern.
Im Sachsenspiegel ist diese Kleidung den Bastarden, Leibeigenen und Verurteilten vorbehalten.
gestreift gilt als unehrenhaft und wird oft auch mit dem Orient in vVerbindung gebracht. Karmeliter, die 1254 aus Outre Mer die gestreften Mäntel als Ordenskleidung mitbrachten bekamen arge Probleme und mußten sie auf päbstlichen Druck schließlich ablegen.
Es geht darum, mittels der leidung eine Segregation einzuführen, jeder soll Kleidung gemäß seinem Geschlecht, Stand und Stellung tragen. In solchen Diskriminierungssystemen sind Streifen das herausragende zeichen schlechthin, sie fallen am meisten auf und betonen nachhaltig die ßbertretung der Gesellschaftsordnung. Struktur hat wie fast immer in der mittelalterlichen Symbolik Vorrang vor Formen und Farben.
In literarischen Texten seit der Karolingerzeit, überwiegend jedoch in vulgärlateinischen Texten des 12. und 13. Jh. werden oft Personen die als schlecht oder negativ gelten mit gestreiften Emblemen oder Kleidungsstücken versehen: Verurteilte, Ausgeschlossene, Zigeuner, niedere Diener, unehrliche Berufe (Spielleute, Prostituierte, Henker), gelegentlich 3 ordentliche Berufe: Schmied(gilt als Hexenmeister) schlachter(gilt als blutrünstig), Müller (gilt als raffgierig) und zu guterletzt Nichtchristen (Muslime, Juden, Häretiker).
Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss, das Angehörige dieser Gruppen die gestreifte Kleidung nicht zwangsläufig getragen haben, da sie nur zur Verdeutlichung derart dargestelt wurden. Mit Sicherheut gibts hier reichlich regionale Unterschiede. (Quelle für o.g.: Michel Pastoureau, Des Teufels Tuch, eine Kulturgeschichte der Streifen und gestreiften Stoffe, campus Verlag)
Meines Wissens war sattes Gelb eine schwer herzustellende Farbe, die daher teuer und eher dem Adel vorbehalten war. Dafür spricht auch die uralte Sonnensymbolik des Gelbs.Zudem steht Gelb heraldisch für Gold. Prostituirte mussten sich mit blaßgelb zufrieden geben, die mangelnde Sättigung war wohl Abgrenzung genug.
Interessanterweise ist die oben erwähnte ßchtung der Streifen in der Heraldik nicht zu finden, dort gibt es Streifen, Muster und dergleichen in Wappen, Schild, Helmzimier und Kuvertüre.
Gruss, Uli das Rudel e.V.

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Eintrag #19 vom 28. Dez. 2001 19:28 Uhr Stefanie Wendel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefanie Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe mittlerweile einige Einträge gelesen und finde es richtig gut, was für konstrultive Vorschläge auf diverse Fragen gemacht werden.
Um aber auf den Punkt zu kommen:
Ich weiß ja, dass eine Frau in einem gelben Gewand meist ein Hübschlerin darstellt und das gelb in der kölner Kleiderordnung wohl auch der Farbe der Huren und Juden entsprach. Andererseits gab es in anderen Gegenden ganz andere Kleiderordnungen (z.B. grün).
Wie kommt es denn jetzt, dass ausgerechnet gelb auf Mittelaltermärkten die Farbe der Hübschlerinnen ist?
Und gibt es Belege wie dann diese Kleidung aussah? (Z.B. geschnürt, geschlitzt, kürzer etc.)
Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
MfG Steffi

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Eintrag #18 vom 26. Jan. 2001 10:18 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Weiteren gesetzlichen Benachteiligungen für die Frauen im Mittelalter : · Bürgerrechte und Bürgerpflichten gingen im Mittelalter nicht Hand in Hand. Obwohl sie aller öffentlichen Rechte entbehrten, mußten die Frauen - egal ob in der Stadt oder auf dem Land - Abgaben leisten. Dabei galt folgende Regelung: Junggesellinnen und Witwen trugen die gleiche Steuerlast wie Männer ihres Standes oder ihres Einkommens; bei Ehepaaren war der Mann für die Zahlungen beider verantwortlich; wenn die Ehefrau einen unabhängigen Beruf hatte (Kauffrau, Handwerkerinnen) , dann bezahlte sie die Steuerlast selbst. So waren beispielsweise 4% aller Steuerzahler in London im Jahre 1319 Frauen, v.a. begüterte Witwen und berufstätige Frauen. · Erbrecht: Die Aussteuer, mit der die Frau aus der väterlichen Familie ausschied, galt als Abfindung von allen Erbansprüchen. Deshalb kamen verheiratete Frauen bei Erbteilungen nach dem Tod des Vaters nur dann in Frage, wenn der Erblasser keine Söhne hatte. Diese sogenannte agnatische Erbfolgeordnung , die auch die unverheirateten Töchter des Erblassers ausschloß, hat sich beim fürstlichen Hochadel bis in die Neuzeit erhalten. · Lehensrecht: Sie waren nicht lehensfähig . Als schließlich seit dem Spätmittelalter auch Frauen Lehensgüter erhalten konnten, mußten sie bei der Leistung der Lehenspflicht einen männlichen Lehensträger einschalten. · Gericht: Sie wurden als unfähig betrachtet, vor Gericht Zeugnis abzulegen oder als Eideshelferinnen zu fungieren. Da im Früh- und Hochmittelalter im Prozeßrecht der Formaleid große Bedeutung hatte, den Frauen allerdings nicht leisten konnten, mußten sie sich häufiger als Männer einem Gottesurteil unterwerfen. Entgegen der allgemeinen gerichtlichen Praxis und entgegen der Meinung der Rechtsgelehrten stützten sich weltliche und geistliche Gerichte in bestimmten Fällen dennoch auf die Zeugenaussagen von Frauen. Frauen als Eideshelferinnen traten z.B. dann auf, wenn eine Frau einen Antrag auf Scheidung einreichte wegen Impotenz ihres Mannes oder im Falle eines ermordeten Säuglings, wenn das Gericht Frauen ausschickte, die Brüste aller Frauen in der Umgebung zu prüfen, welche schwanger gewesen und heimlich geboren hatte. Ebenso war das gerichtliche Klagerecht der Frauen eingeschränkt; nur ledige Frauen durften Zivilklage bei Gericht einreichen, verheiratete Frauen waren dabei auf die Zustimmung ihres Ehemannes angewiesen. Ausnahme war die unabhängige Kauffrau, die auch als Verheiratete klageberechtigt blieb.
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #17 vom 26. Jan. 2001 09:57 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen Diese Thema ist so vielseitig, daß nur einige wenige Punkte angesprochen werden können. Die Rolle der Frau unterlag im Mittelalter vielen Veränderungen und die Unterschiede waren gravierend. Gab es im frühen Mittelalter noch gelehrte und sogar studierte Frauen, wurde ihnen ab dem Spätmittelalter bis ca. Anfang des 20.JH das Studium verwehrt. Es gibt Nachweise über Frauen an der medizinischen Fakultät von Salerno. Meist waren es Töchter von ßrzten und Heilern. Hebamme war bis ca. 1700 ein Frauenberuf, danach drängten die ßrzte endgültig in diesen Beruf. Die gelehrten Doctores griffen gerne jedoch auf von Frauen verfaßte Werke der Frauenheil- und Geburtskunde zurück. Ihnen fehlte ihnen außer dem fachlichen Wissen auch die ´gemeine´ Kräuterkenntnis, welche sehr oft ein wichtiger Bestandteil der Heilkunde war. Zunächst gab viele berufstätige Frauen und über eine lange Zeit war ihnen auch kaum ein Beruf verschlossen. Oft lag es lediglich am fehlenden Wissen, der Gelegenheit oder am Geld, daß Frauen bestimmte Berufe nicht ausübten. Zu jeder Zeit gab es Bäuerinnen, Kauffrauen und Handwerkerinnen. Diese Frauen agierten teilweise sehr selbständig und entgegen der geläufigen Meinung, konnten sie nicht nur logisch denken, sondern zumindest rechnen und oft sogar lesen und schreiben. In Bezug auf Unabhängigkeit und Selbständigkeit waren die Damen des Adels am ´schlimmsten´ dran. Zwar lernten sie häufig Lesen und Schreiben, jedoch nur zu Erbauung und Läuterung, wessen sie laut Kirche dringend bedurften. Selten hatten sie die Chance, Erlerntes nutzbringend anzuwenden. Das änderte sich mit Beginn der Kreuzzüge und dem nachfolgenden Niedergang des Adels. Plötzlich erwies es sich als notwendig, dem Nachwuchs außer Fechten und Reiten auch Bildung mitzugeben. Während die Gatten im Feindesland kämpften, hatten die Adelsdamen zu Hause die Verantwortung, oft nur unterstützt durch einen Geistlichen. Die Kirche hatte zu jeder Zeit einen gewaltigen Einfluß auf das weltliche Leben. Sie bestimmte die Regeln, nach denen der unwissende Mensch sich zu richten hatte und übte zusätzlich meist die Gerichtsbarkeit aus. So bildete die katholische Kirche im Lauf der Jahrhunderte maßgeblich das Frauenbild. Nun sollte man nicht etwa denken, die Kirche hätte nur religiöse Gründe, nein genauso wichtig war ihr Grundbesitz oder Geld ihrer Schäflein. Der Reichtum mancher Familien verleitete die Kirche dazu, sich permanent in das Leben der Menschen und vorzugsweise der Frauen einzumischen. Im frühen Mittelalter wird noch von starken Frauen berichtet, die sogar ganze Länder regierten, bis ihre Söhne alt genug waren, den Thron zu besteigen. Theophanu,, die von 983-911 regierte, Eleonore von Aquitanien, die geschickt ihren Besitz verwaltete und durch kluge Verheiratung ihrer Kinder den Besitz mehren oder doch wenigstens sichern konnte. Hochzeiten in jenen Kreisen waren sowieso politische Schachzüge. Mit Liebe hatte das wenig zu tun. Töchter des Adels waren wenig mehr als Handelsware. Zunächst gar nicht schlecht dran waren Bauernmädchen, denn konnte man die nicht verheiraten, waren sie doch immer noch billige Arbeitskräfte und halfen beim Broterwerb mit. Alles was Haus, Vorratshaltung, Kleinvieh, Garten und Textilien betraf, war Sache der Frau. ßberschuß konnte sie an den Grundbesitzer oder auf dem Markt verkaufen. Viele Frauen auf dem Markt waren solche Hökerinnen (von der Hucke = Tragekorb), welche auf diese Weise ein Zubrot nach Hause brachten. Genau festgelegt waren die Abgaben an den Grundbesitzer, welche eine Familie, frei oder unfrei als Pacht zu leisten hatte. Verbreitet auf vielen Höfen waren Gemeinschaftsaktivitäten, bei denen an einem Tag das ganze Dorf zusammenkam, um gemeinsam zu backen, spinnen oder weben. Es gab große Häuser in denen die Frauen zusammen ihre Arbeit erledigten (vor allem im Textilbereich). Dies waren die Vorläufer späterer Arbeitshäuser und Manufakturen, welche sich bis Anfang dieses Jahrhunderts hielten. Als die Tauschwirtschaft von der Geldwirtschaft abgelöst wurde, verschlechterte sich die Lage der Bauern zusehends. Denn nun mußten sie ihre Pacht unabhängig von Mißernten oder anderen Katastrophen in Geldform leisten, schließlich kam noch das Zinssystem drückend dazu. Diese Situation führte letztendlich im 16. JH zu den Bauernkriegen. Das Leben der Bäuerinnen und Mägde war hart, denn zu all der Arbeit waren sie fast ständig schwanger und das schwächte von Jahr zu Jahr ihren Körper. Frauen mit 30 sahen alt und verbraucht aus, besaßen oft nur noch wenig Zähne und gingen leicht oft gebückt. Eine weitere Möglichkeit das Leben zu meistern, war die Hingabe zu Gott. Waren die Frauen reich, konnten sie sich von der Welt und unliebsamen Verheiratungen abwenden und einem Kloster beitreten. Doch auch dies war nur begrenzt möglich und streng reglementiert. Immerhin gab es hier eine gewisse Selbständigkeit und die Gelegenheit zum Nachdenken und Philosphieren, welche Frauen dazu brachte, eigene Theorien und eine weibliche Theologie zu entwickeln. Auch gab es eine Zeitlang die Möglichkeit, Begine zu werden. Beginen waren oft karikativ tätig und wohnten in klosterähnlichen Gemeinschaften. Es gab aber auch nomadisierende Beginengruppen, welche sich bettelnd durch die Lande trieben. Grundgedanke war das Leben in Armut, um die Kontemplation, die möglichste Nähe zu Gott zu erreichen. Waren weibliche Klostergemeinschaften und Beginen zunächst geduldet, empfand die männliche Geistlichkeit die Frauen doch bald auch auf diesem Gebiet als ernste Bedrohung. Es gab sogar Frauen, welche die Kirche als überflüssig ansahen, da sie “direkt mit Gott kommunizierten”. Immer bewegten sich die Frauen dabei am Rande der Ketzerei. Von übersteigerter Mystik und Ekstase war es nur noch ein kleiner Schritt zu Ketzerei und Hexerei, sowie der Anklage und Verfolgung derselben. Im Gegensatz zu den religiös begründeten Anklagen der Ketzerei, geriet die Hexenverfolgung bald außer Kontrolle. Eine Vernichtungswelle über mehrere Hundert Jahre setzte an, die laut Protokollen 100000 Frauen das Leben kostete, jedoch von Historikern auch durchaus bis zu 9 Millionen Opfern geschätzt wurde. Auch hier wieder verdiente weltliche und geistliche Gerichtsbarkeit nicht schlecht, denn verurteilte Hexen mussten sogar das Holz für den eigenen Scheiterhaufen bezahlen. Der Besitz dieser Frauen ging an die Richter über und so ist verständlich, daß hier keine Gerechtigkeit erwartet werden konnte. Ich ende hier und betone noch einmal: dies ist nur ein recht allgemeiner Abriß über das Leben von Frauen im Mittelalter, jedes der Themen könnte viel intensiver behandelt werden. Zu empfehlen ist als Einstieg das Buch “Mystik und Minne” von Eva Schirmer. Weitere Hinweise werden sicher nach und nach auf der Buchseite folgen.
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #16 vom 09. Nov. 1999 09:30 Uhr Michaela Schmiedl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michaela Schmiedl eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Hadu, vielen Dank für die Kurzinfo, wie so oft konnte ich nun doch nicht warten und habe mich in der UB Westfahlen umgeschaut und bin eben auf die gleiche Dinge gestoßen, wie Du. Ist ja ein wahnwitziges THema. Glücklicher Weise bewegt sich der Termin an dem ein Hexenprozeß dargestellt werden soll im Bereich Mitte 14.Jhd, so daß ich mir um die zeitliche Autentizität keine Gedanken machen muß, ich habe auch schon einen Prozess, der in der Gegend stattfand gefunden, der sich hervorragend zum nachspielen eignet.
Mit Dank und liebem Gruß Haedha

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Eintrag #15 vom 03. Nov. 1999 22:40 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Dich, Haedha, Hexenprozesse im 12. Jhdt. wirst Du in Deutschland nicht finden. Der erste Inquisitor, der mit diesem Job zu uns kam, war Konrad v.Marburg, und der fand ein endgültiges Ende mit seinen Kollegen, als er sich an den falschen Leuten vergriff. Bis nach der Pest 1348 gab es keine dokumentierten Hexenprozesse von offizieller Seite her. Das schließt aber nicht Lynchmorde usw. an verdächtigen Leuten aus. Besorg Dir mal von A.Zitelmann “UnterGauklern”, das ist ein recht gut recherchierter Jugendroman, da kommt es zu solchen Handlungen. Auch in den Gesetzessammlungen wird bis ins 14. Jhdt. die Hexerei nicht expliziert erwähnt. Ganz anders sieht es da mit Herätikern, Ketzern usw. aus. Hier ist genug zu finden! ALs Buch empfehle ich die 3-bändige “Geschichte der Inquisition im Mittelalter” von H.C.Lea ISBN 3-8218-0507-2, oder Bernd-Ulric Hergemöllers zwei Bücher über die Randgruppen der mittelalterlichen Gesellschaft “Krötenkuß und schwarzer Kater ISBN 3-925522-16-6 und ”Randgruppen…" ISBN 3-925522-13-1. Sehr nette Lektüre für ruhige Herbstabende…
Euer Haduwolff

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