Der Minnesang war, wie auch der Schwertkampf, ein wesentlicher Bestandteil des Lebens im Mittelalter.Ich selbst finde es tragisch, dass in der heutigen Zeit auf Lyrik keinen großen Wert mehr gelegt wird.
Der Minnesang war etwas Wunderbares.
Er war für den Ritter die einzige Möglichkeit die Zuneigung zu einem verheirateten Burgfräulein kund zu tun. Wenn irgendjemand ein Minnelied kennt, bitte ich ihn, mir den Text zuzuschicken.
Denn ich bin fasziniert vom Mittelalter und würde mich auch freuen, den Schwertkampf erlernen zu können.
Von der Ahr da kam ein Herzog her Gestalt der Maus, Geruch vom Bär die Furt versperrt ein strammes Bäuerlein den Herzog plagt seit dem ein Zipperlein hat der Udo sich sein Schwert verlegen? nö, es steckt ihm in sein´Achtersteven (Hintern, Po, Ar…)
Bevor gleich das Geschrei losgeht: Dies kleine …nun, Gedicht, stammt von meinem Vorfahren Johann I. von der Ahr, der nicht gerade ob seiner Liebe dem gemeinen Volke gegenüber bekannt war. Ob er ausgerechnet deswegen als Johann der Gemeuchelte in die Analen des Hauses von der Ahr einging…nun, das mag Spekulation sein! Nun denn: “10 Bauern kämpften gegen ihren Herrn einst im Wald Sie fielen um & wurden kalt Ach was sind sie zu bedauern Diese armen…kalten Bauern!”
Habe auch einen kleinen Beitrag, zu dem mich meine Frau inspirierte. Ein Gedicht in der Tradition Konrads von Würzburg, in dem sich jede Silbe reimt: vrouwe schouwe! sih mih an, wann din lieht ougen schin niht lougen mac, tac unde stunde ieder weder naht maht mir leiden, muoz ih scheiden schier schon von dir, meiden dih, buozlich. wan han ih.
Kreuzzug-Lyrik? Da ist: ßff, auf îr herren unde knechte lasset uns strîten, der gerehte schuize uns ûf unsern wegen wîr wolln der hêren kruizfârt pflegen lande, im sande ze syrakus dô wellen wîr strande Ulrich lo volt! Dô was ein michel vorbereiten zu zîen in das lant der heiden manch einen grozen kuenen degen sâch man dô sein ruistunk hegen êre, sich mêre als wenns ein zukkerslekken wêre Ulrich lo volt! Dô man began dî hêrefârt und dêr sarâzin dô gewârt dô dachte manger an sîn wîp und was îm noch daheime lîp kein bangen, kein wangen zê zîele wern wîr ê gelangen Ulrich lo volt! Doch als dî hohgeruistge schâr der sarazîn nam alsbald wâr sâch man în snell die fluht ergreifen, konnt wôl sich-s lachen nit verkneifen voran, heran! besûcht dî burgk als wî ein man Ulrich lo volt! Und wêr mîr uibel nimt dîe hême derwelche sih ze boden shême! Chuonrad vom hohen hûse hats geschrîben der laestert ê nach sîn belîben ze pfarren dî narren dîe ritterlich ze hûse harren Ulrich lo volt!
/me schluchzt leise vor sich hin… *g* Ja, wenn das so ist - dann ziehe ich meine Bewerbung augenblicklich zurück!!! *jammer,heul,wein,tränenausdenaugenwisch*
Nach Udo will ich mich nun auch etwas an Kreuzzugslyrik versuchen. Geschildert werden die Erlebnisse eines nicht ganz keuschen Ordensritters aus der Mark auf seinem Marsch zum Krak d e C h e v a l i e r: Irgendwo im fremden Land Ziehen sie durch Stein und Sand Fern von zu Haus und vogelfrei 100 Mann und er ist dabei 100 Mann und ein Befehl und ein Weg den keiner will tagein, tagaus wer weiß wohin verbranntes Land und wo ist der Sinn Ganz allein in dunkler Nacht Hast Du oft daran gedacht Daß weit von hier der Vollmond scheint Und weit von hier ein Mädchen weint Und die Welt ist doch so schön Könnt ich sie noch einmal sehn Doch trennt uns schon ein ganzes Jahr Weil ein Befehl unser Schicksal war Wahllos schlägt das Schicksal zu Heute er und morgen DU Ich hör von fern die Krähen schrein Im Morgenrot warum muß das sein Irgendwo im fremden Land Ziehen sie durch Stein und Sand Fern von zu Haus und vogelfrei 100 Mann und er ist dabei Und wer da behauptet, Heidi Brühl hätte das in den 60igern gesungen, dem rufe ich empört zu: Stimmt! Jau, so peinlich ging es damals zu und es ist mit den Jahren nicht wirklich besser geworden Joachim, der Brachialdichter
Die Füße sind naß an der Nase hängt ein großer Tropfen an der Wirtshaustüre des Herogs Chergen klopfen das Schwert, den Krug, die Würfel schnell zusammengeräumt ein Blick in ihre Augen, Hund gekickt, nur geträumt? Hilft nix, raus zur Tür, ein Blick auf vertraute Wände Machs gut Udo, ab in´n Sattel dies hier hat ein Ende Sehn´wir uns mal irgendwo wieder? Gut, dann sing´n wir schlimme Lieder! Kater sagt miau und ich chiao! P.S. ja, schlimme Schüttelreime! So willst´s doch,oder?
Heisser Sand und ein verlorenes Land und ein Leben in Gefahr Heisser Sand und die Erinnerung daran, das es einmal besser war! Herzog Udo, Deine Liebste War dem Markgraf schon im Wort Weil den Markgraf sie nun fanden Herzog Udo, musst Du fort Heisser Sand und ein verlorenes Land und ein Leben in Gefahr Heisser Sand und die Erinnerung daran, das es einmal besser war! I. Strophe eines Liedes, welches Udo IV., Herzog von der Ahr (1235 - 1288) seinem Großvater Udo II. widmete, um an dessen Jerusalem-Fahrt zu erinnern und an die abenteuerlichen Umstände, die dazu führten. (Fortsetzung folgt!)
Das Roß zu rennen angetrieben zum Horizont der Ferne zugestrebt die Lanze an das Schild gut angelehnt wo sind die Feinde ´blieben??!! Ach du Scheiße, hinter mir was tu ich bloß mach schneller Roß ich werd der Schlächter Mordplesir!!! Ein Ausweg? Retter dort? wo verberg ich mich an diesem Ort?? Oh Heilige–ein zugefrohrner See! Nicht gesehn vor lauter Schnee. Amerika noch nicht entdeckt, so wird an diesem Ort verreckt! Versink mit schaurig Gurgeln, Schäumen die Nachfahr´n werden staunend drüber Träumen! …Hochadels “Standard-Abgang”! (Siehe Friesen) Hartmut von Plaggenesch (´tschuldigung, Udo!)
Gedicht vom Burggraf von Rietenburg: Diu nahtegal ist gesweiget, und ir hôher sanc geneiget, die ich wól hôrte singen. doch tuot mir sanfte guot gedinge, Den ich von einer vrowen hân. ich wil ir neimer abe gegân und biut it staeten dienest mîn. als ir ist liep, alse will ich eimer mêre sîn.
Das Böse zu bekämpfen aufgebrochen Zwietracht, Neid von dannen jagen Kälte, Dumpfheit und Verzagen weg damit! Doch was “gerochen”? Hoppla: Wie schmeckt die schöne Harmonie sah ich die Zwietracht nie? Was ist Wohlwollen und der Milde Gut, sah Haß und Neid ich nicht mit Blut? Wie leer ist nur der helle Schein auch das Dunkle, das muß sein! Es gehört auch jeder Schatten zu der Welt Erst die Armut, dann das “Geld”! Hartmut
Ich ging in die Wälder, Denn ich wollte wohlüberlegt leben, Intensiv leben wollte ich, Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, Um alles auszurotten, was nicht Leben war, Damit ich nicht in der Todestunde inne würde, Daß ich gar nicht gelebt habe.
Klagelied eines Plaggeneschers vom 1. April 1463 Oh man, o Schiet, wat mok ick blos, dat güng nun bannich inne Hos dor lecht des Schultzen beste Kat ick Dehmel heft se macht ganz platt wor krech bloß ne nieje her mie ward dat um dat Herz so schwer nur eenmol dummich hingeseten dat arme Tier is nu gepleten denn gev ick üm mien olen Köter is ok n´gooden Rattentöter und drinken noch´n gooden Korn denn fangt de Fründschaft an von vorn Hartmut mit einen extremen Beispiel volltrunkener Reime des extrem niederen Bauernstandes
Um ein wenig kosmopolitisches Flair in unsere Reimgruppe zu bringen, hier ein paar kleine Zeilen meines Amtsbruders Guillaume IX., Herzog von Aquitanien. D´amour je n´en ai ni peu dire de bien Car je n´en ai ni pei ni rien, Car je n´en ai qui me conivent… Und um noch einen draufzusetzen, die erste Strophe des Klagelieds zum Tode Richard I.von Gaucelm Faidit im Dialekt des Limousin: Fortez chauza es, que tot lo maior dan E´l maior dol, las! qu´ieu ancmais agues, E so don dei totz temps plaigner ploran, M´aven a dir en chantan e retraire; Lo rics valens, Richartz, reys dels Engles, Es mortz, ai dieus! quals perd´e quals dans es! Quant estrang mot, e quant greu per auzir! Ben a dur cor totz hom qui´l pot suffir.