Oh, Hartmut auch mit grauem Haar noch des vortgeschrittnen Alter trotzt doch. In Euren Worten, Taten Kraft liegt sich wie ein Baum im Winde hin und her wiegt ohne dabei arg zu ächtzen, des Himmels Blitze danach lechtzen. Doch in diesem Bild der ungestümen Kraft ein Blümelein, ich am Baumesschaft, sich im Schutz des Arbres waehnt, sich nach dem Todesblitze sehnt, Doch wäre dies, mir ist es bewußt nur ein leichter Schlag gegen Eure starke Brust. Es ist der Schlag, der Donner, Regen Der meine Lust weiß zu erregen. Doch Dir mein holder edler Ritter Soll nicht treffen das Gewitter!! Es grüß Euch aus der Seelentiefe Gordina, auf daß, das Pech wohl davon liefe….. Aber auch das Gold ist dieser Minne nicht hold, So solle es das Silber sein, stets rein ist wie der Mondenschein. Ein Material, das jedem bekannt, niemanden verweigert zu reichen die Hand. Nicht hochnäsig, wie das Gold sich abwendet, so elitär, nur wenig verwendet.
das erste Grau die Scläfen rahmt dennoch vom Leben noch nicht erzahmt viel der Wege schon gegangen Blicke, Abenteuer fröhlich aufgefangen erste Sehnsucht nach der Schlachten Ruhe ups–passt doch noch was in meine “Truhe” welch Bluhme neigt sich sanft in diesem Winde wer heißt Gordina? ..daß Sie nicht gleich verschwinde ein Lied für sie ists frech oder hold folgt darauf Pech oder Minne Sold??? Hartmut
Und wer beminnt mich? So sah ich doch des Waldes Saum am Hügelrande stehen, ein junger Recke den Weg begehen, sein leuchtend Haar im Winde wehen. Sagt wohin wird der Recke wohl gehen? Die Hügel empor bis an deren Spitze wo ein Weiblein verträum gar sich labt der Hitze die er Ihr versprach, so er denn wohl käme Wer kam war der Jäger, sein Gesicht voller Häme.
An Monika milchig Schleier auf den Wegen jetzt, mein Geist schlendert zurück. Täler,Blumenwiesen Meeresküsten unter triefend nassen Bäumen, Trolle, Wölfe dort? Vertrieben! durch schroffe Schluchten,dürre Dühnen über lebhaft Wasser, sanfte Hügel, pralle Felder….Heim! Unser Weg seit Jahren nun wechselvoll und märchenhaft Atem raubend melodisch schön Gehen, reiten, rennen, fahren..ist nicht die Reise! Mit Dir ein Ziel! Das Heim ein Weg? Den geh ich auch… mit Dir!
satanische Fragen eines Herzogs werden von schlichten Schüttlern gerne beantwortet: Spottlust? Nein, die hatte ich! Rauflust? Ja, die habe ich! Nach zwei Ankündigungen und einem gebrochenen herzoglichen Ehrenwort kann ich diese Kobolde nicht mehr zügeln.Tut mir leid! Neigungen? Ja, für meine Frau Monika! Tut mir auch leid, Herr Herzog, für Dich bleibt nur eine tjostische Neigung übrig. Respekt? Ja, wenn Deine Verse nicht nur Deiner Feder, sondern auch Deinem Geist und Herzen entsprangen! Sorge um Dich? Ja,wenn Deine Taten in so gewaltiger Distanz zu ihren Ankündigungen bleiben.Denn sollten wir beide uns sehen, in die Augen schauen und uns entschließen einen Scheuer Wein zu trinken-----wie lange wird gewartet, nachdem Du “wohlsein” sagtest? Jetzt noch eine satanische Frage von einem Schüttelsimpel: Menschenfreund und Herzog in Person? Gibt es da ein historisches Vorbild?
Und jetzt was für meinen Lieblings-Hartmut! Ich verstehe zwar nicht, warum gerade DU Dich echauffierst, das ich bis dato diesem Treat keinen Beitrag leistete. Mann könnte fast meinen, ich hätte dir den Minnedienst versprochen (so gesehen wäre Dein “Zorn” verständlich) Nun, Philantroph der ich bin, unterstelle ich Dir eher Spott- und Händellust denn…nun, andere Neigungen. Keinesfalls jedoch möchte ich bei Dir den Eindruck hinterlassen, Dich vernachlässigt zu haben. Drum, Liebelein gib gut Acht, ich hab´ Dir etwas mitgebracht: Es gibt so manches wo der Mund versagt Weil Er des Gemütes Regung nicht mehr nennen kann Die viel zu arg, zu bitter in Ihrem Klang Daß besser man verstummt, schweigt und beruhigt sich dann… Also Hartmut, die Reihe ist an Dir. Bedenke aber: Ich bin anspruchsvoll und mit Deinen Schüttelreimen kommst Du bei mir nicht weit…schließlich bin ich nicht SO einer…ich will erobert werden!
Das Lied das meinem Mund entflieht, Ist Ruf der Sehnsucht, die Du schufst. Du aber weilst, einem Marmorbildnis gleich, Verhüllst Dein Herz vor meinen Blicken - So muß zerstückeln ich des Traumes Welt, Die ungestillt ins wesenlose fällt, Um nie mir Eigentum zu werden Der Wind Der aus dem Dunkel rinnt Wie Glut,aus Wein, der wie von Blut und leise Dein Gewand berührt, Er spürt berauscht,verborgne Schöne, und führt die Träne unerlösten Schein Aus der Dämmerung - in die Dämmerung hinein Mit hilflos lächelnden Gebärden
Das Jahr neigt sich dem frühen Ende zu die Rosen schließen die Blüten zur Ruh´ Erinnerung an zweisam Freuden und Wonnen haben ein bindendes Netz um uns gesponnen Des Winters weißes, kaltes Tuch kommt bald verdeckt die Landschaft Wiese und Wald doch wenn die Märzensonne das Tuch vertrieben dann, Holde Frau, werden wir uns noch immer lieben Hartmut
Ich grüße Euch alle, die Ihr tapfer die Minne besinget! Laßt Euch nicht verzagen eh das Lied Eures Konkurrenten erklinget. Tragt vor das Lied für die Liebste wo immer Sie sei Denkt daran, Minnesänger sind frei! Gruß an meine Leibgarde R.v.d.S.
Am vierzehnten Tag des Mondes Augustus eine Stunde nch der Mittagssonne gab der Herzog von der Ahr sein Ehrenwort und versprach ein Lied zu dichten. Er wurde Wortbrüchig! Ich klage ihn an! er ist würdelos! Sein Schild steht auf dem Kopf! Seine Sporen sind beschmutzt! Seine Klinge ist krumm, rostig und stumpf! Meister Hartmut (im Zorn)
mit großen Worten des höfisch Dichters Kunst versprochen doch leise weinend unterm Mutterrock verkrochen?? Was ist mit unsrem wack´ren hohem Adel? Ich such ihn wie im Heu die Nadel! Bist übers Schwertgehänge Du gestolpert? Vom Pferderücken gar gepoltert? Was ist mit des hohen Adel Künste? Minne, reiten, fechten, alles “Dünste” Hochwerter Herzog von der Ahr ich glaub´Du sprichst niemals wahr!!
Ein Reimer saß im Gras am Rand Ihm keinerlei Idee entstand Des Meister Hartmuts dicht´risch Sinnen Will ihm gar nicht so recht entrinnen Die Sonne scheint auf seinen Helm am Kopf Der Schweiß rann deshalb, Tropf auf Tropf Nun wahrlich macht der Neid sich breit Freund Hartmut, haltet Euch bereit Wenn Fechter schon so dichten tun Was erst kann dann Nachbars schöne Tochter? Sicher nichts zum selig ruh´n Und grad dieser holden Maid mocht er Doch ein Liedchen singen, Um ihr zartes Herzchen ringen Doch Ach, was soll ich Euch erzählen Die Hitze wurde ihm zu groß ´Was soll ich mich noch länger quälen´ Der Reimer dachte bei sich bloß ´Ein kühles Bierchen wär jetzt fein Soll doch die Tochter Tochter sein.´
Auf einem Stein am Waldesrande saß eine sehr verweg´ne Bande Halmbarte blinkt, die Schaller offen so saßen sie mit bangem hoffen ein Herog hatte uns versprochen stimmts? oder war er besoffen? mit seiner Dichtkunst uns zu beglücken wir WARTEN HIER voller entzücken doch langsam wird es lungern oh, Herr soll´n wir verhungern…? was sagt der Herzog von der Ahr ist´s Trug oder wahr?????? es grüßt ein wartender Meister Hartmut
Rainald von Chat, du must ein ritter sein denn deine aussprache die ist fein du bist vom roß gestürzt, gepurzelt? dabei sind alle zähne dir entwurzelt? auch mein opa hatte später deinen ton! daff iff anerkennung un´kein hohn!?! meister hartmut grüßt von unten den adel da oben dame e. du holde frau im nachbarhaus? ich seh den neuffen aus dem fenster ´raus! geschleifte türme, noch feste mauern, die trutzig alter zeiten trauern. geschützt durch einen mantel alter buchen können die alten lieder wir dort suchen entführen uns in alte welten deren werte uns noch immer gelten so sitzen wir im kreis ums gleiche feuer die geschichte, nicht der stand, ist teuer! euch grüßt auch der meister hartmut
Da Damen normalerweise keine minniglichen Lieder dichteten sondern sich bedichten liessen, hier nun ein Lied von Gottfried von Neuffen: Weibchen mit liebenden Augen, wenn sie da und dorthin blinken können Sehnsuchtsschmerzen lindern, liebeskranken Mann beglücken. Können Sehnenden zum Troste taugen, wenn sie heimlich grüßend winken, können seine Sorgen mindern, ihn mit lachenden Blicken entzücken. Lache, daß mein Kummer schwinde, du lachender roter Mund! Dein Lachen macht den Schmerz gelinde, befreit mich, daß ich Freude finde. Freude, welch ein schöner Fund! Her Götfrit von Nifen Gottfried darum, weil´s beinahe mein Nachbar geworden wäre - wenn nicht 740 Jahre dazwischen liegen würden. Original gibts bei mir wenn gewünscht. Grüssle Dame E.
Primärer Zweck von Minneliedern war natürlich die Verherrlichung des Seitensprungs, platonisch oder ausgeführt. Trotzdem wollte ich nicht einfach zurückstehen und bringe hier ein Lied, zu dem mich mein Eheweib inspiriert hat und das somit an meine Holde gerichtet ist: Der minnen fröide glanzet schon, durch zînen in dem walt, diu edel vrouwe wartet mîn, in hêrelîch gestâlt. âne mâzen schoene, sô was ir edel lîp, ich næme für si eine, niht tûsent andériu wîp. Sô sihe ich ir eine, in jenem venster stân, wîz alsô der snê, diu ist sô wol getân. Dô gie diu minneclîche, alsô der morgenrôt, tuot ûz der trüeben wolken, mîn herze wære guot. »Ich bin des strîten müode, von weinen unde klagen, daz ist mir wærlîche leit, lâz du mîn herze slagen. Nu hân ichz hie, des ich in allen tagen gerte, von des mîn kraft und küene ich zerte.« ßf ruhte si ir gebende unde golden kleit. »Ir sult wol wizzen daz« sprach diu schoene meit, »hêre , sô tíwer seid ir mir wol mîn man, daz ich iuch âne schulde niht gelobet hân.« In sabenwîzem hemede, si an daz bette gie, ich dâhte ich læge sampfter, der schoenen vrouwe bî. Ich leite mich ir nâhen, mîn fröide diu was grôz, die vil minneclîchen ich mit armen umbeslôz. Gunther Markgraf von Bärennoth
Der helden minne Der helden minne ir klage du sunge ie gen dem tage Daz sure nach dem süezen. sweer minne und wiplich grüezen also enpfienc daz si sich muosen scheiden,- swaz du do riete in beiden, do uf gienc Der morgensterne, wahtaere, swic, da von niht sinc Swer pfliget oder ie gepflac daz er bi lieben wiben lac Den merkaeren unverborgen der darf niht durch den morgen dannen streben er mac des tages erbeiten man darf in niht uz leiten uf sin leben. Ein offeniu süeze wirtes wip kän söhle minne geben. Ein Gedicht von Wolfram von Eschenbach Rainald de Chatillon Herr von Krak
Ach, wie wünsch ich mir, von solchen Sängern geminnet zu werden :-)) Nächste Woche steht hier was von Gottfried von Neifen Grüssle und ein wunderschönes Wochenende Dame E.
an meine gefährtin! du freudestrahl in meinem herz wie du auf dem rosse sitzt der schalk ganz fein aus deinem auge blitzt dies verscheucht mir jeden schmerz die täler, felder, wiesen, bäume deine nähe, dieses lachen, keine träume tollen, springen, gallopieren fechten, singen, jubilieren alles fade, leer, oh wehe bist du nicht in meiner nähe! so sicher wie der haase hobbelt mit dir ist jede freude doppelt und stürzt auch mal ein ritter ´runter das macht uns beide eher munter! werter herzog! der erste teil ist eher nach deinem gusto?! aber nur der letzte vers gehört euch, das andere der geliebten! meister hartmut