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Eintrag #21 vom 07. Mai. 2000 13:18 Uhr Alexander Müller-Benz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Müller-Benz eine Nachricht zu schreiben.

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Pax vobiscum !!! Ich denke das Interesse für Geschichte ist bei den meisten von uns vorhanden und ist wohl auch wichtig für das Gelingen der eigenen“Rolle”. Wobei es wirklich so ist, dass ich natürlich meine Charaktereigenschaften mit ins “Mittelalter” nehme. Das ist wohl nur schwer zu vermeiden, und macht mich als Person ja auch aus. Für mich persönlich kann ich nur sagen, natürlich ist es eine gewisse Flucht aus dem Alltag, aber es ist mehr, es ist ein Art Lebensgefühl. Es ist das Eintauchen in eine Atmosphäre, durch die ich mich gut fühle. Woran das im einzelnen liegt kann man sicher psychologisch ausanalysieren, interessiert mich aber auch nicht. Wenn man die Augen aufmacht so wird man die ßberreste des Mittelalters in unserer heutigen Zeit überall wahrnehmen können. Von daher ist das Mittelalter im alltäglichen Leben, auch über das Hobby hinaus, durchaus präsent.
Rüdiger v.Greifenclau-Orden der Tempelritter

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Eintrag #20 vom 07. Mai. 2000 02:32 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Moin ! Ich kann die Postings von Ameli und Arne voll und ganz unterschreiben. Und bei mir gab´s noch einige weitere interessante Lerneffekte : 1. Handys kann man nicht nur dann auschalten wenn der Akku leer ist. 2. Mittelalter hört nicht mit dem Ausziehen der Gewandung auf. 3. Ich lebe nicht, um zu arbeiten. 4. Nicht jeder, der sich Ritter nennt, benimmt sich auch wie einer … Gruß,
Matthias (Robert Enrick of Caithness)

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Eintrag #19 vom 05. Mai. 2000 20:51 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Bei mir fing das Interesse für Geschichte mit meiner ersten MA-Playmobil-Schmiede an. Da war ich 4! Später hatte ich eine ganze Stadt mit Sozialgefüge und Handel; um dies rel. Authentisch zu machen vertiefte ich mich natürlich in Bücher ;o) An meinen ersten Satzvey-Besuch kann ich mich noch gut erinnern, da war ich 6 und sah die Herren Ritter als echt an… Naja, das war 1975; heute sieht das wohl kein Kind mehr so. Ist doch eigentlich Schade, gell? Also hab ich mich schon sehr früh gerade mit diesem Zeitalter beschäftigt, wundert es da, daß ich schließlich in diese Sache dann reinrutsche? Unter den o. a. Aspekten denke ich nicht, daß von mir her eine Realitätsflucht stattgefunden hat. Ich kenne aber einen, der so dermaßen darin versinkt, daß es führ ihn und vielleicht auch für andere äußerst gefährlich sein kann! So weis ich z. B., daß er einen Film der Napoleonik gesehen hatte und danach dachte, er lebe in der Zeit….tja, er ging auf die Straße und…in der Napoleonik gibts eben keine Autos…. So Leuts, jetzt muß ich aber Playmobil spielen gehen….;o) Grinsend v. Arlen

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Eintrag #18 vom 05. Mai. 2000 19:52 Uhr Eva-Maria Rost  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eva-Maria Rost eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo ihr Lieben, ich kann mich Arne und Ameli nur anschliessen. Geschichte in jeder Form war schon immer mein Hobby.Und ich habe alles an Büchern verschlungen, was nur irgendwie damit zu tun hatte.Wenn ich in meine Bücherei komme, haben die Bibliothekarinnen immer mal das eine oder andere Buch für mich zur Seite gelegt.Die Leiterin hat mir mal gesagt, sie würde durch mich so richtige kleine Raritäten finden!! Hat doch was! Ich bin auch mittlerweile soweit, das meine Uhr in die Ecke geflogen ist, und ich mich nicht mehr hetzen lasse. Es ist sehr witzig, wenn man nach der Zeit gefragt wird und gesteht, kein Zeiteisen zu besitzen. Und auch bei mir ist die Flimmerkiste aus. Ab und zu mal, aber mehr aus Zufall, wenn ich nichts zu tun habe. Sonst sitze ich über meiner Brettchenweberei und vergesse darüber die Zeit.Mir geht es einfach besser mit meinem Hobby. Dadurch bin ich auch im realen Leben zufriedener und fühl mich wohl.
Fiona

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Eintrag #17 vom 05. Mai. 2000 16:56 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, ich kann mich Arne voll und ganz anschließen. Bei mir war´s zuerst die Alte Musik auf den ganzen schönen, mittelalterlichen Instrumenten, die fremden Klangwelten, dann kam das Interesse an der Geschichte, z.B. was für ein Handelsgeflecht haben die Wikinger aufgebaut. Oder wie kamen Beinamen zustande - ich liebe diese Anekdoten. Natürlich werde ich auch mal schräg angeschaut, wenn ich mich als Disco-Meiderin oute. Aber dafür kann ich ein Feuer entfachen, spinnen (äh, tun wir doch alle irgendwie, oder ? ;-) ), und habe mich mit der zweckgebundenen Pferdeausbildung beschäftigt - Ergebnis ist ein nervenstarkes Streitroß. Als bekennende Weltenbummlerin gewinne ich immer mehr Respekt vor den Entfernungen, die unsere Altvorderen zu Fuß und ohne größere Kartographie bewältigt haben. Soviel von mir zu dem Thema…. Schönes Wochenende, Gruß
Ameli/Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #16 vom 05. Mai. 2000 15:22 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Thorsten, Thorsten… Ich denke, das größere Problem besteht dann, wenn man die “Rolle” von der realen Person zu trennen versucht. Natürlich gibt es Leute, die auf dem Markt (aus welchen Gründen auch immer) jemand anders sein wollen; aber letztlich ist es doch so: Als Barde bin ich immer noch Jens Als Dartsoieler in der Liga bin ich Jens Als Student bin ich Jens… All das sind die vielen “Rollen” (besser: Aspekte) aus denen unser Leben sich zusammensetzt, und sie sind immer alle da, auch wenn jeweils eine andere im Vordergrund steht…ansonsten wäre die Grenze zur Schizophrenie überschritten!!! Daher sehe ich Probleme eher bei Leuten, die ihre “MA-Person” aus dem Rest Ihres Lebens heraushalten wollen; also einen Teil ihrer eigenen Persönlichkeit (den sie sich sogar selbst gewählt haben) nicht voll akzeptieren…Diese haben entweder einen sehr -wie Du sagst- ungefestigten Charakter; oder sie haben sich die falsche “Rolle” ausgesucht…was einem aber auch im “realen” Leben (ist das Lager/der Markt irreal???) passieren kann (Berufswahl o.ß.), was dann zu den gleichen Unzufriedenheiten und Unsicherheiten führt. Außerdem weiß ich nicht, weshalb Du gefestigte Persönlichkeiten vorziehst…ich würde sie einfach starr nennen. Das Leben besteht aus weiterentwickeln und verändern; dazu braucht es auch immer wieder Anstöße aus anderen Bereichen. Das kann die Familie sein, der Verein, die Presse, ein Gespräch mit dem Chef…oder das MA. findet diese Entwicklung nicht mehr statt, ist derjenige praktisch wie tot…in geistiger Hinsicht. (gilt genauso für Kulturen…) Also her mit den ungefestigten, die können sich noch bewegen!!! Gruß an alle
der Barde vom Glan

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Eintrag #15 vom 05. Mai. 2000 15:08 Uhr Arne Heger   Nachricht

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Hallöchen zusammen, irgendwie beeinflußt mich das Hobby schon im alltäglichen Leben, ich interessiere mich für lokale Geschichte, obwohl ich Geschichte damals in der Schule als eins der für mich langweiligsten Fächer abgewählt habe. Nun ist aber ein Interesse für Daten und Fakten der Geschichte in mir gewachsen und ich suche immer Neues. Bei mir hat die Begeisterung für das MA bei alter Musik angefangen, ging dann natürlich über Instrumente, Gewandung bis hin zu dem was einige vielleicht als “Alltagsflucht” titulieren mögen, eben Märkte und Lager. Aber was ist denn daran das Faszinierende??? In Freienfels habe ich mich mal hingesetzt und über genau diese Frage nachgedacht. Ergebnis: Natürlich ist es eine Art von Flucht aus dem Alltag, aber was bietet der uns denn heute noch?? Es ist doch alles geregelt und läuft fast täglich gleich…(Arbeitszeiten)…warum waren wir denn als Kinder Pfadfinder, oder haben Räuber und Gendarm gespielt?? Ich genieße es saumäßig, auf Märkten neue, nette Menschen kennen zu lernen, mit denen ich sofort auf einer Wellenlänge liege (durch das gemeinsame Hobby), ich genieße es durch Lager gehen zu können, in denen überall ein offenes Feuer brennt (sauschöön, oder??) Ich genieße es an so einem Lagerfeuer Musik zu machen, mit anderen Musikern zusammen vielleicht…ich Zelte draußen, schlafe mehr oder minder in der Natur…ich habe auch einen riesen Spaß daran, mich in meine Gewandung zu pellen und (letztendlich) für die Touris Theater zu spielen, denn was auf den Märkten passiert ist zum Großteil nix anderes!! Das macht mir Spaß, und all das ist deswegen auch der Grund dafür, daß ich mich aus eigenem Antrieb heraus für die Geschichte meiner Umgebung interessiere, daß ich das Auto gerne stehen lasse und mehr zu Fuß oder mit dem Rad mache, daß ich mich hinsetze um Sachen zu schnitzen oder zu basteln mit dem Gedanken im Kopf: “Hm, wie könnten die das wohl gelöst haben?” Der Fernseher steht zwar da, abr ich nutze ihn kaum noch…lieber übe ich auf meinen Instrumenten, suche neue Lieder und Texte, oder lese ein Buch…Ich habe einen Job der viel Streß mit sich bringt, der sekundengenaues Arbeiten erfordert und den ich eigentlich 24 Stunden am Tag ausübe…deshalb genieße ich es sehr dafür einen Ausgleich zu haben, die Armbanduhr abzunehmen und für ein paar Tage im Monat einfach nur zu Leben…und es zu genießen! öhm, war das jetzt zu viel???? Euch immer ein fröhliches Lied auf den Lippen
Arnulf der Puster, Spielmann vom Falkenberg

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Eintrag #14 vom 05. Mai. 2000 14:24 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, hallo Thorsten, guter Einwurf! Die Ansammlung sog. “Zivilversager” und “ungefestigter Charakter” im Bereich MA ist allerdings mit Sicherheit nicht größer als in anderen Bereichen. Man denke nur an die breite Masse sog. Sportfans, die Fußball u.a. Sportarten nur als Anlaß nehmen, zu Saufen und zu Raufen, weil ihnen ihr Leben ansonsten keine Abwechslung bietet und ihren dumpfen Hirnen das als Betätigung genügt. Da ist die Beschäftigung mit dem MA doch ein wenig anders geartet, und die Vorraussetzungen liegen höher. (Daß die sog. “Kostümsäufer” in diese Richtung gehen, mag ja sein, das regelt sich aber über kurz oder lang selbst.) Was ist so verkehrt daran, sich für sein Leben einen Akzent zu setzen und Seele und Geist in anderen Zeiten schweifen zu lassen, wenn es in Beruf und Familie nicht so sonderlich befriedigend ist? Es gibt Lebensumstände, die sich nicht einfach so ad hoc ändern lassen. Letztlich fallen die Leute, die nur Spaß und Party ohne Anspruch wollen auf - und durch, werden auf diverse Veranstaltungen immer weniger eingeladen, landen bei schlechten Veranstaltern und verschwinden dann wieder. Einige wenige Problemkandidaten bleiben aber, gestützt und gehalten durch ihre Gruppen/Vereine, die dann für manche eine zweite Familie bilden, und die Kraftquelle fürs weitermachen und evtl. sogar für Problemlösungen darstellen. Manche fallen aber auch hier auf den Bauch, weil sie ihre persönlichen Probleme pausenlos auf die ganze Gruppe ausgießen, ohne sich weiterzuentwickeln, ihnen wird dann irgendwann auch die Tür gewiesen… Mit denen kann man auch leben, die Selbstheilungskräfte der Szene sind höher, als mancher vermuten mag. Für das eigene Leben und dessen Umstände ist letztlich jeder selbstverantwortlich, und wer den Boden unter den Füssen verliert, kann nicht das MA dafür verantwortlich machen, nur sich selbst. …nur so als Einschub, am Rande des Themas…
Euer Haduwolff

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Eintrag #13 vom 05. Mai. 2000 12:55 Uhr Blain Fries   Nachricht

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Erstmal Gruss an alle. Ja und Nein. Eher Nein, weil ich Schwierigkeiten mit den Live- Rollenspielerischen Aspekten des Hobbys habe. Ich sage von mir, dass ich einen Wikinger darstelle, nicht, dass ich einer wäre. Wenn ich mich auf Live-Rollenspiel einlasse, habe ich die Tendenz dazu, mich zu sehr hineinzuversetzen, weshalb ich es lieber unterlasse. Ja, weil ich warscheinlich ohne das Hobby nie auf die Idee gekommen wäre, Archäologie zu studieren. Ich sehe das ganze eher als Möglichkeit der Realitätsflucht, Selbstdarstellung und Historischer Darstellung, sowie um Geld zu machen (bin halt ein Momswiki). Achtung vor der Natur habe ich schon aus religiösen Gründen. Blain der Friese

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Eintrag #12 vom 05. Mai. 2000 12:48 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Hmm… Vielleicht ist das Mittelalter oder die Fantasywelt auch nur ein Fokus, durch den man die sowieso vorhandenen Vorlieben ausdrückt. Kleines Beispiel: Ich habe mal auf einem Tanzball die kleine Show durchgezogen, meine Partnerin mit einer Verbeugung aufzuforden / zu begrüßen und sie mit einem Handkuß zu verabschieden. Die Effekte waren jedenfalls intressant. Ja, dieses Verhalten habe ich “alten Zeiten” (nicht nur MA) entlehnt. Aber in meinem sonstigen Leben (hochtechnisiert) bin ich sehr glücklich, so what ?
Ivain

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Eintrag #11 vom 05. Mai. 2000 10:27 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, nur kurz von meiner Seite. Das Mittelalter hat zwar meine Hobbbies beeinflußt (d.h. ich nähe jetzt eher ein neues Kostüm, bevor ich mal wieder ein Bild male - was meine Freundin bedauert ;-) ), doch hat es soweit auf mich selbst in meiner Person kaum Wirkung. Vielleicht eher ein etwas stärkeres Verständnins für Handarbeit und ein größerer Anteil an Stahl- und Holzwaren in meiner Wohnung, doch halte ich mich - obwohl ich mich schon seit 16 - 17 haren mit dem Thema befasse, für weitgehend unbeeinflußt. Ich selber glaube, auch wenn sich das jetzt hart anhört, daß ein Einfluß auf die Person und Charakter (ich lege Wert darauf, nicht auf die Beschäftigungen!!) - ähnlich z.B. wie bei Papier- und Liverollenspielen - darauf deutet, daß man mit seinem Leben im Hier und Jetzt nicht klarkommt oder einen ungefestigten Charakter besitzt, der sich nur in der “Rolle” Struktur verschaffen kann. Ich habe in diesem Zusammenhang schon einige “Pappnasen” (Larp-Jargon) kennengelernt, die von verschiedenen Leuten böse als “Zivilversager” tituliert worden sind, was ich vielleicht nicht so ausdrücken würde, doch wo ich den Konsens verstehe. Es gibt da einige interessante Untersuchungen zu diesem Thema. Wer sich da weiter interessiert, sollte vielleicht mal Martin Kliehm kontaktieren (er hat afaik den Artikel “Medizin im MA” in der Bibliothek geschrieben), der schon seit Jahren Untersuchungen zu diesem Thema - primär Rollenspiel, aber auch andere - sammelt. Bis denn Thorsten

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Eintrag #10 vom 05. Mai. 2000 08:07 Uhr Hans-Joachim Maier   Nachricht

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-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- Hash: SHA1 Hi alle zusammen, bei uns (meiner Frau und mir) hat unser MA Hobby dazu geführt, dass wir uns privat mehr mit Musik beschäftigen. So habe ich z.B. das Drehleierspielen angefangen. Meine Frau beschäftigt sich mit ihrem Psalter. Viele grüße HJ -----BEGIN PGP SIGNATURE----- Version: PGPfreeware 6.5.3 for non-commercial use iQA/AwUBORJXhpijnI+yCg0vEQJCbACfdtje7pxE1rWMfRGS5kDj6WDeoD4An1FP DMw7JNaIkrbqGgMSEEyrEiPe =fHX7 -----END PGP SIGNATURE-----

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Eintrag #9 vom 04. Mai. 2000 16:51 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Tag zusammen… da jede Person, die sich über einen längeren Zeitraum, mit dem Mittelalter beschäftigt, ist die Frage nach der Beeinflussung schon überflüssig. Man hat ein besseres Gefühl der Natur gegenüber, genauso geht man lieber mehr in der freien Natur, als sich hinter das Lenkrad zu setzten… Man hat ebenfalls mehr Respekt vor anderen Lebewesen und ist aufgeschlossener alten Gegenständen und Kultur gegenüber. Aber, ich denke das jeder seine eigenen Privaten Empfindungen gesammelt hat über die Jahre… Ich selber habe gelernt, dass man auch viel Respekt den Vorfahren widmen sollte, da diese eine doch meist hochentwickelte Kultur hatten, als wir im Moment… Ich für meinen Teil kann nur sagen, Ja… Mittelalter hat mein Leben stark beeinflußt und tut es noch… Gruß
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #8 vom 04. Mai. 2000 15:32 Uhr Hans Joachim Oberländer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hans Joachim Oberländer eine Nachricht zu schreiben.

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mist wieder zu schnell Fazit Frage Antwort JA
Der Trossmeyster Julien de Thionville

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Eintrag #7 vom 04. Mai. 2000 15:31 Uhr Hans Joachim Oberländer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hans Joachim Oberländer eine Nachricht zu schreiben.

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Also gute Frage würde ich sagen, bei mir hat sich durch das Hobby MA einiges geändert z.B. Umweltbewusstsein stärker ausgeprägt ( Kippen nicht in der Natur liegenlassen oder wegwerfen ) Weniger in die Röhre ( Fernsehen ) schauen lieber Nase ins Buch über MA Essen und Trinken bewusster Erfassen ( kein McDoof obwohl der Kakao hat seine Vorzüge :-)) ) und dero viele Beispiele mehr ( wenn ich das alles aufliste gibt es ein Megaposting ala A.S. :-)) )
Der Trossmeyster Julien de Thionville

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Eintrag #6 vom 04. Mai. 2000 14:40 Uhr Sascha Jussen   Nachricht

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Bei mir hat wohl sowohl meine Lebenseinstellung dazu geführt, daß MA überhaupt zu meinem Interessengebiet und Hobby werden konnten, andererseits hat diese Thematik auch mein Leben beeinflußt. Ich bin erst seit ca. einem Jahr wirklich einigermaßen “aktiv” (sprich: Erstellung von Gewandung und Utensilien, Mitarbeit in MA-Gruppe), doch bereits zuvor haben sich bei mir verschiedene Interessen, Vorlieben und Einstellungen soweit zu einem Gesamtbild verdichtet, daß mir die Beschäftigung mit dem Leben im Mittelalter immer mehr Freude bereitete. MA “paßt” irgendwie zu meiner Persönlichkeit (historisches Interesse und ein Faible für Mystik, Vergangenes und Ungeklärtes, Sagen und Legenden, vielleicht auch ein etwas verklärtes Ideal von Ritterlichkeit und Minne, sowie Interesse an “Gothik”, irischer Musik und keltischer Mythologie, Naturverbundenheit). Trotzdem sollte man natürlich - es sei denn man “steigt aus” - nicht den Bezug zur Realität und Gegenwart verlieren; aber nach einer Woche Streß in der Medienwelt, Arbeit am PC, Stau auf der Autobahn… ist einfach schön, mit seiner Gruppe auf einem MA-Markt zu lagern oder zu Hause an Gewandung oder Rüstung zu arbeiten, dabei Harfen-Musik zu hören… Insofern ist das Hobby bei mir auch Ausgleich zum Alltagsstreß. So wie bei mir bestimmte Interessen und Einstellungen zu einem bestimmten Hobby führen, ist es auch wahrscheinlich, daß diese Eigenschaften sich auch auf andere Lebensbereiche auswirk(t)en, z.B. Geschmack bei der Kleidungs- und Wohnungswahl/einrichtung (eher “natürlich”), Lebensziele (mehr Orientierung an Freundschaften als z.B an Karriere), Freizeitaktivitäten (z.B. Wandern in der Natur, mittelalterliche Musikinstrumente spielen, lesen statt fernsehen). Ich kenne allerdings auch MA-Aktivisten, die außerhalb gelegentlicher Veranstaltungen mit Mittelalter fast gar nichts am Hut haben bzw. vollkommen anders gerichtete Interessen und Geschmäcker haben. Meine Zeilen sind also nur ein Beispiel, aber gewiß nicht repräsentativ für alle.
Richard de Florennes

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Eintrag #5 vom 04. Mai. 2000 14:13 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jennifer, das mit der “Achtung vor der Natur” würde ich dem MA-Menschen nicht gerade zubilligen. Ideologisch hat mich das Hobby nur temporär verändert, insofern, als daß ich anfangs ein wenig Bohei um Ritterlichkeit etc. gemacht habe, wobei mir mittlerweile klar ist, daß die heute noch anwendbaren ritterlichen Ideale eigentlich sowieso zwichenmenschlicher Standard sein sollten. Mehr Einfluß halt ich für nicht ungefährlich, weil man zu leicht in die Realitätsflucht abrutscht. Praktisch hat mich das Hobby schon verändert. Früher waren meine Hobbies Klettern, Skifahren, S/W- und Farbfotografie und Cocktails mixen. Heute sind meine Hobbies Schmieden, Kleider und Schuhe nähen, Schreinern, Schnitzen, Kettenhemdflechten, Met machen, unsere MA-Homepage, MA-Bücher und alles was gerade so anfällt. Alles Gute, Philipp

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Eintrag #4 vom 04. Mai. 2000 13:49 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Nun ja, in meinem Fall ist es zwar weniger das MA sondern eher die keltische Richtung, aber die Frage bleibt die gleiche… Zum einen sind es natürlich die Erfahrungen des Selbermachens, die mit in den Erfahrungsschatz eingehen und das Bewußtsein bzw. die Sicht der Welt (und somit auch das sein) beeinflussen, zum anderen ist man zum Reenactment auch erst über die Beschäftigung mit dieser Kultur gekommen…eigentlich habe ich mir also die Kultur ausgesucht, die mir -besonders im künstlerischen und philosophischen Bereich- besonders nahesteht. Daß diese Aspekte dann auch das tägliche Leben in der Moderne beeinflussen, geschieht fast automatisch. Man trägt diese Philosophie (soviel überhaupt davon bekannt bzw. rekonstruiert ist) in sich. Ich bin also eigentlich immer und überall Barde (=Druide). Allerdings nicht so, wie manche Fantasy-Leute das gern hätten. Es ist mir auch bewußt, daß ich in der modernen Welt nicht mit einer halbrekonstruierten Philosophie von vor über 2000Jahren durchkomme. Wie jede Weltanschauung muß man auch diese “modernisieren” solange nur die Grundwerte erhalten bleiben. Jeder, der behauptet, es sei genau so gewesen, lügt…man kann sich ja als Vergleich mal ansehen, wieviele Spielarten von Christentum in der Zeit entstanden sind, und die haben sich auch noch ständig verändert. Wer kann ernsthaft behaupten, andere religiös-phil. Systeme seien einheitlicher und starrer gewesen (bzw., wären es bis heute geblieben?)? Wichtig ist letztlich, inwieweit man die “Tugenden” der jeweiligen Weltanschauung in das tägliche Leben integriert, nicht um die Kleidung opder die Waffen…auch wenn sich auch da ein Wandel (zB höhere Wertschätzung für Handarbeit uß) eingestellt hat. Darum bezeichne ich es auch ungern als “Hobby” oder “Darstellen einer Person” o.ß. … entweder, man ist jemand oder nicht! Man soll keine “Rolle spielen” mit der man sich nicht identifiziert, und wenn man das tut, sollte man entsprechend Konsequent sein…man kann doch die Persönlichkeit nicht mit der Gewandung ablegen! Oder für das MA: Wer Ritter sein will sollte zwar nicht sein Schwert, aber seine ritterliche Gesinnung (Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Geradeheraus alles sagen…) immer bei sich tragen…und nicht in der Firma/ Verein hintenrum intrigieren oder ähnliches…mal schauen, wer sich angesprochen fühlt… schönen Gruß
der Barde vom Glan

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Eintrag #3 vom 04. Mai. 2000 12:47 Uhr Barbara Bihler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Bihler eine Nachricht zu schreiben.

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Irgendwie schon da ich mich dadurch mit vielen sachen beschäftige die ich sonst nie gemacht hätte z.b.selber nähen,wolle spinnen und weben auch habe ich in meiner ernährung viele der mittelalterlichen gerichte mit aufgenommen wir machen unseren met selbst viele dinge die man sonst entweder kaufen würde oder die man garnicht bekommt machen wir selbst und das ist ja nur ein nebenefekt vom hobby nach dem man sich sehr stark damit beschäftigt hat man z.b auch viele fragen (wie lange braucht man ein kleid mit der hand zu nähen/wie geht das und dies) und man probiert es aus und hat viele versuche und fehlschläge freut sich aber tierisch wenn es endlich gelingt ich muss sagen ja das mittelalter hat auch mein privat leben sehr stark verändert und irgendwie bin obwohl ich das mittelalter liebe sehr dankbar das ich in der jetzt zeit lebe mit ihrer medizinischen versorgung und hier in deutschland keinerlei hungersnöten denn wenn man es sich überlegt picken wir uns die schönen seiten des mittelalters heraus.
Freifrau Franziska v.Falkenhorst

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Eintrag #2 vom 04. Mai. 2000 08:30 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Hmm, das einfache zuerst: Es gibt irgendwo eine Familie, die ein mittelalterliches Haus nachgebaut haben, darin leben und sich auf überlieferte Weise Kleidung herstellen und ihren Garten bebauen. Der Bericht lief letztes Jahr in den ßffentlich Rechtlichen, aber leider weiß ich nicht mehr, wo das Haus steht. Ob das Mittelalter mein Lebensstil beeinflußt ? Naja, wenn man von der Deko meiner Wand absieht, eher wenig. Ich schaue zwar viel bewußter historische ßberbleibsel (Gebäude, Fundstücke, Kunst) an, aber das wars außerhalb meines Hobbys. Klar ist ja wohl, daß man alles an Infos in sich reinsaugt, was man kriegen kann, und allein das verändert schon den Lebenswandel.
Ivain

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